Hy, ich habe ein altes Scope im Museumszustand erworben. Weis nicht warum, einfach mal zum Bewundern. Nach dem Einschalten ging erst mal gar nichts. Nach längerem herumgeschalte und herumdrehen wurden dann so langsam Lichtstreifen auf dem Monitor abgebildet, aber auch nur sehr kurz. Erst nachdem ich den Triggerschalter in Mittelposition gestellt habe, diese Stellung gibt es nicht bei dem Scope, kamen beide Kanäle zum Vorschein. Nach dem Öffnen des Gerätes entdeckte ich dann diese kleine Schaltung, die nachträglich eingebaut wurde. Meine Frage, vor allem an die alten Hasen, was kann das sein? Sie hängt gerade in der Triggerecke herum. https://www.elektronik-labor.de/Notizen/PM3230.html
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Vorgeschichte zu erfahren könnte uns helfen Dir zu helfen. So kann es z.B. eine vom Vorbesitzer gewünschte Sonder-Triggerung für seine Arbeitsaufgabe (z.B. VCR Geräte-Abgleich in einer TV Werkstatt sein). Es ist ohne Infos ein Ratespiel - Die kleine schaltung aufzuzeichnen kannst Du ja mal machen (ist ja alles THT und LoRaster
Andrew T. schrieb: > So kann es z.B. eine vom Vorbesitzer gewünschte Sonder-Triggerung für > seine Arbeitsaufgabe (z.B. VCR Geräte-Abgleich in einer TV Werkstatt > sein). ich werd mal nachfragen, scheint aber ein Entrümpler zu sein.
So, das erste DoppelPoti repariert, abgerissene Plastikhaltenase vom Schleifer durch Schraube ersetzt, 0,5mm Loch gebohrt und M1*3 reingedreht.
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Christian M. schrieb: > Die Röhre ist der Hammer wie ich finde. Ein echter Zweistrahler, kein einfacher Zweikanaler. Hat den Vorteil das er nicht choppt oder alterniert.
Ein echtes Zweistrahl-Oszilloskop. Die Elektrotanya hat ein altes Handbuch, nur niederländisch: https://elektrotanya.com/philips_pm3230_manual.pdf/download.html Mit Germanium- und Siliziumtransistoren. Auf der Zusatzplatine sitzt ein Doppel-Operationsverstärker BA4558, der dürfte dem MC4558 entsprechen.
Rainer D. schrieb: > Christian M. schrieb: >> Die Röhre ist der Hammer wie ich finde. > > Ein echter Zweistrahler, kein einfacher Zweikanaler. Hat den Vorteil das > er nicht choppt oder alterniert. Hat den Nachteil, dass die Strahlsysteme aber auch "schielen" können. Ein "gleichzeitig" auf einem echten Zweistrahler kann also wenig Wert sein.
https://fscdn.rohm.com/en/products/databook/datasheet/ic/amp_linear/opamp/ba4558xxx-e.pdf Das Datenblatt zum BA4558 von Rohm, wird nicht mehr produziert.
Cartman E. schrieb: > Hat den Nachteil, dass die Strahlsysteme aber auch "schielen" können. > Ein "gleichzeitig" auf einem echten Zweistrahler kann also wenig > Wert sein. Können, aber nicht müssen. Die ganze Welt kann explodieren, dann ist ein Oszilloskop garnix mehr Wert.
Rainer D. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Hat den Nachteil, dass die Strahlsysteme aber auch "schielen" können. >> Ein "gleichzeitig" auf einem echten Zweistrahler kann also wenig >> Wert sein. > Können, aber nicht müssen. Die ganze Welt kann explodieren, dann ist ein > Oszilloskop garnix mehr Wert. Echte Zweistrahler schielen eher immer. Ein wirklich pfiffiger Konstrukteur, würde mit einem Umschalter, die Strahlsysteme alternierend umschaltbar machen. Dann könnte man den Effekt nämlich besser bewundern und auch viel einfacher (weg-)justieren. Und hier(TM), passiert der Saga nach, ja alles hundert Jahre später. Ich kann mich also entspannt zurücklehnen. Explosionsgefahr bestünde hier(TM) auch nicht.
Christian M. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Echte Zweistrahler schielen eher immer. > Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Liegt daran, das es auch (nahezu) perfekt justierte Zwei-Strahl-Röhren gibt, die der Hersteller selektiert und verbaut. Nennt man auch Qualität.
Andrew T. schrieb: > Nennt man auch > Qualität. Qualität ist heutzutage nur noch eine Umschreibung für "Zu Teuer". Wissen alle GeizGeilen.
Andrew T. schrieb: > Liegt daran, das es auch (nahezu) perfekt justierte Zwei-Strahl-Röhren > gibt, die der Hersteller selektiert und verbaut. Nennt man auch > Qualität. Jaja.
Christoph db1uq K. schrieb: > Das Datenblatt zum BA4558 von Rohm, wird nicht mehr produziert. Aber 4558 ist nach wie vor handelsüblich. Nur Rohm hat ihn aufgegeben. Das bleibt ein Standard Dual OpAmp.
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Ich war eher überrascht von den beiden E810F Pentoden und deren Preis!
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Christian M. schrieb: > eher überrascht von den beiden E810F Pentoden Naja, industrielle, langlebige Röhren sind viel seltener als ihre Konsumer Equivalente und damit eben auch schweineteuer. Aber ausgesucht hast du dir den Bootsanker von Philips schon selber.
Matthias S. schrieb: > Bootsanker von Philips schon selber. würde eher Bulldog dazu sagen ;-) es ist aber nicht wesentlich klobiger wie die alten Hameg 312....usw. Interessant finde ich die Mischung aus Röhren und Halbleitern.
Rainer D. schrieb: > Die ganze Welt kann explodieren Falls kein Wunder kommt - schaltet die Sonne die Welt ab: https://www.dlr.de/de/next/raumfahrt/universum/42-astronomische-fragen/wie-lange-scheint-die-sonne-noch
Christian M. schrieb: > Meine Frage, vor allem an > die alten Hasen, was kann das sein? Sie hängt gerade in der Triggerecke > herum. Elektor hat in den 70/80-er oft Modifizierungen für Schnatterbolzen mit OP-VV der 58-er Serie veröffentlicht. Vlt. lebt der echte Modifikator noch, liest das und meldet sich hier. Nachtrag https://www.radiomuseum.org/r/philips_hf_zweistrahl_oszillogra.html stolzer Preis 1966 2120.-
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Hallo, Christian M. schrieb: > Interessant finde ich die Mischung aus Röhren und Halbleitern. Geht mir auch so, nur kann ich mir den Sinn nicht erklären. Warum hat man das gemacht? JFETs (die dem Verhalten einer Pentode nahe kommen) gab es doch damals auch schon, oder?
Ths S. schrieb: >> Interessant finde ich die Mischung aus Röhren und Halbleitern. > > Geht mir auch so, nur kann ich mir den Sinn nicht erklären. Warum hat > man das gemacht? JFETs (die dem Verhalten einer Pentode nahe kommen) gab > es doch damals auch schon, oder? Die Röhren dienen vermutlich als Endstufen für die Ablenkplatten. Dafür sind Spannungen von bis zu 200V nötig. Hochspannungsfeste Transistoren gab es damals noch nicht oder waren schlechter als Pentoden.
Christian M. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Echte Zweistrahler schielen eher immer. > Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Ich schon. Wenn man beide Strahlen ineinanderschreibt, sieht man es. Welche Flanke ist nun eher da? ☺ Das mag jetzt an den Haaren herbeigezogen klingen, weil dein Beispiel ja offensichtlich dasselbe Signal zweimal zeigt. Aber ich habe viele Jahre durchaus mit echten Zweistrahlern gearbeitet, und genau dieses Problem recht oft gehabt. Besonders lästig, wenn das dann einmalige Vorgänge sind, die auf einer Speicherröhre landen. und man die Vertikalsignals nicht einfach umstecken kann, um sich mit einer Kontrollmessung zu vergewissern.
Cartman E. schrieb: > Wenn man beide Strahlen ineinanderschreibt, sieht man es. > Welche Flanke ist nun eher da? ☺ Dein X-Offset-Regler ist verbogen ...
Sieht sehr sauber aus. Im Gegensatz zu meinem alten PM3231. Davon hätte ich noch Schaltpläne und diverse Service-Unterlagen. Ich sehe keinen HV-Teil-Abschirm-Käfig. Was das Teil sein kann? Vielleicht ein Test-RC-Generator zum Einstellen der Tastkopf-Kompensation? ciao gustav
> Ich schon. > > Wenn man beide Strahlen ineinanderschreibt, sieht man es. > Welche Flanke ist nun eher da? ☺ Bei mir ist das nicht, aber ehrlich gesagt, so einen Klopper nimmt man heutzutage eh nur als Dekoration und selten für Messungen.
Christian M. schrieb: > ein altes Scope im Museumszustand Daß es ein echter Zweistrahler ist, hatten schon andere Leser direkt heraus gefunden. Leicht zu erkennen an den doppelt vorhandenen Focus- und Helligkeits-Stellern. Zudem zeigt das Foto des Bildröhren-Sockels die beiden Elektronen-Kanonen. Die Geräte sind besonders geeignet, um langsame Vorgänge zu zeigen und diese bestenfalls per Kamera zu fixieren. Mit Kamera sind solche mit Film innen drin gemeint. Christian M. schrieb: > Erst nachdem ich den Triggerschalter in Mittelposition gestellt > habe, diese Stellung gibt es nicht bei dem Scope, kamen beide Kanäle zum > Vorschein. Von der Front aus ist noch ein Stller für "stability" zugänglich, hier nur per Schraubendreher, bei den alten TEK-Oszis ist es ein Steller, der ständig bedient werden möchte, um korrekt zu triggern. Da kann auch noch optomoiert werden. Christian M. schrieb: > Die Röhre ist der Hammer wie ich finde. Und in den Farbferseherinnen und Farbfernsehern waren immer (bis auf Exoten) drei Strahlsysteme verbaut. Anfangs in Delta-Anordnung, später dann in einer Reihe, wobei die Strahlsysteme der Oszilloskope eher größer ausfallen, was die Baugröße angeht. mfg
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Christian S. schrieb: > ... wobei die Strahlsysteme der Oszilloskope eher > größer ausfallen, was die Baugröße angeht. Kein Wunder, die Platten der elektrostatischen Ablenkung brauchen eben Platz. Die Fernsehröhren haben ihre dicke Ablenkeinheit halt außen auf dem Hals. Achja - einen teildefekten 3230 hab ich hier auch seit ca. 35 Jahren unbenutzt in der Ecke stehen. Der Y-Verstärker eines Kanal ist ausgefallen.
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Christian M. schrieb: > Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Ich auch nicht. Ich hab ca.2 Jahre mit genau diesem Gerät gearbeitet. Gruß Uwe
Karl B. schrieb: > Vielleicht ein Test-RC-Generator zum Einstellen der > Tastkopf-Kompensation? Dafür erscheint mir ein 4558 als zu langsam. Das hätte man in den 70er Jahren und später mit TTL gelöst. Ich vermute eher eine Hilfsschaltung für spez. Triggerbedingungen.
Wow! So eine Kiste habe ich auch noch irgendwo rumstehen...
Hehe, das PM3221 war auch mein erstes Scope vor 27 Jahren. Anbei die Schaltunterlagen in Deutsch. Mit dem 1 kHz-Testsignal sieht man den horizontalen Versatz meistens nicht, aber wenn man den XY-Betrieb aktiviert, sieht man, dass die Pünktchen nicht deckungsgleich sind. Bei meinem Scope waren das war 1 mm. Als ich damals das Gerät angespielt habe, hatte ich den Trigger-Pegel verstellt, aber nicht auf die Auto-Stellung eingerastet, so dass das Scope auf ein sehr großes Signal gewartet hatte und nichts nicht angezeigt hatte. Christian M. schrieb: > Erst nachdem ich den Triggerschalter in Mittelposition gestellt > habe, diese Stellung gibt es nicht bei dem Scope Welchen Triggerschalter meinst du genau? Für die Polarität oder "Norm/TV"?
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