In unseren Esszimmer hängt eine Funkuhr, die immer gut lief. Bis ich einmal nach einem Ausflug nach Hause kam und feststellte, dass sich deren Zeiger wie wild drehten. Offenbar wollte sie ihre Zeit einstellen. Um zu überprüfen, ob es beim Empfang des Zeitzeichensenders Probleme gibt, nahm ich eine zweite Funkuhr, entfernte die Batterien und setzte sie wieder ein. Nach kurzer Zeit lief sie richtig, während die Uhr an der Wand weiter ratterte. Erst nachdem ich nach einigen Stunden ihre Batterien entfernte hörte sie auf zu laufen. Sie fing auch nicht an zu laufen, nachdem ich die Batterie wieder einsetzte. Meine Mutter erzählte mir, dass sie bei einem Quarzwecker, der nicht funkgesteuert ist, auch schon einmal eine derartige Beobachtung gemacht hat. Wie ist das möglich? Wenn die Batterie zu schwach ist, müsste sie doch stehen bleiben. Oder? Auch bei öffentlichen Uhren sieht man manchmal, dass sie stehenbleiben (Stromausfall? Uhr defekt? Komisch! Kirchturmuhren scheinen zuverlässiger zu sein) oder die falsche Zeit anzeigen. Ein schönes Beispiel findet man auf https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oestlicher_Oberleitungsmast_der_Strausseefaehre20082024_4.png . Beide auf diesem Bild gezeigte Uhren laufen, zeigen aber die falsche Zeit an, während die beiden anderen auf der anderen Seite des Mastes angebrachte Uhren richtig gingen ( https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oestlicher_Oberleitungsmast_der_Strausseefaehre20082024_2.png ). Was ist hier passiert?
Thomas S. schrieb: > Beide auf diesem Bild gezeigte Uhren laufen, zeigen aber die falsche > Zeit an, während die beiden anderen auf der anderen Seite des Mastes > angebrachte Uhren richtig gingen Die Uhren gehen alle richtig, sie zeigen nur die Zeit für unterschiedliche Orte an. Wenn alle die gleiche Zeit anzeigen würden, dann würde ja eine einzige Uhr ausreichen. ;-)
:
Bearbeitet durch User
Thomas S. schrieb: > Was ist hier passiert? Auf Malta hat man mir vor Jahren erzählt, daß Kirchturmuhren dort verschiedene Zeiten anzeigen, um den Teufel zu verwirren.
Thomas S. schrieb: > Wie ist das möglich? Wenn die Batterie zu schwach ist, müsste sie doch > stehen bleiben. Oder? Elektronik kann vielfältige Fehlfunktionen haben, wenn die Stromversorgung versagt.
Thomas S. schrieb: > Was ist hier passiert? Du hast die große Geheimverschwörung des weltumgreifenden Temporalistennetzwerks entdeckt.
Thomas S. schrieb: > Was ist hier passiert? Massive Trollwellen stören den Funkempfang. Nemopuk schrieb: > Thomas S. schrieb: >> Wie ist das möglich? Wenn die Batterie zu schwach ist, müsste sie doch >> stehen bleiben. Oder? > Elektronik kann vielfältige Fehlfunktionen haben, wenn die > Stromversorgung versagt. Jeder normale Mensch hätte zuerst eine neue Batterie eingesetzt, aber das reicht nicht für einen Dussel-Troll-Thread . Harald K. schrieb: > Du hast die große Geheimverschwörung des weltumgreifenden > Temporalistennetzwerks entdeckt. Passt!
Warum bitte sollte eine Uhr bei schwacher Batterie wie verrückt laufen und warum macht dies nicht jede Quarz- oder Funkuhr? Also ich kenne genug derartige Uhren die bleiben da EINFACH STEHEN!
Thomas S. schrieb: > Warum bitte sollte eine Uhr bei schwacher Batterie wie verrückt laufen > und warum macht dies nicht jede Quarz- oder Funkuhr? Wenn zuerst die elektrische Bremse ausfällt..
Ich denke der Antrieb der Zeiger ist ein Schrittmotor, der sich mit jeden Impuls einen Schritt weiterdreht.
Thomas S. schrieb: > Ich denke der Antrieb der Zeiger ist ein Schrittmotor, jepp, und die Steuerelektronik kann in bestimmten Situationen/Schaltungskonfigurationen im Grenzbereich der Betriebsspannung schnelle Schrittimpulse ausgeben, wenn interne Prozesse/Signale durch zu geringe Spannung "außer Kontrolle" geraten. ciao Marci
Thomas S. schrieb: > Ich denke der Antrieb der Zeiger ist ein Schrittmotor Wäre es einer, könnte sich die Uhr auch rückwärts drehen. Zu aufwendig, zu aufwendige Ansteuerung. Üblich ist ein Zugmagnet und ein Zahnrad mit einer Art Sperrklinke; für jeden Impuls des Zugmagnets dreht sich das Zahnrad einen Zahn weiter. Bei einfachen Quarzwerken gibt es genau einmal pro Sekunde einen Impuls auf dieses Zahnrad. In manchen davon ist der Sekundenzeiger direkt mit diesem Zahnrad verbunden, das dann 60 Zähne aufweist. Funkuhren mit derartigen Uhrwerken können die Zeiger nur vorwärts drehen, das machen sie mit einer deutlichen Erhöhung der Ansteuerfrequenz des Zugmagnets. Eine Uhr, die keine Funkuhr ist, macht das natürlich nicht. Bessere Funkuhren haben eine Lichtschranke, mit der sie die 12:00-Stellung der Zeiger erkennen können - die können sich dann automatisch neu stellen. Einfachere Uhren erwarten, daß man die Zeiger auf die letzte volle Stunde vor der "ist-Zeit" stellt - sobald die DFC-Zeit vorliegt, stellt sich die Uhr dann entsprechend innerhalb der aktuellen Stunde vor. Ich habe einen Funkwecker der besseren Variane, der gelegentlich aus welchen Gründen auch immer die Zeit "verliert" und sich dann neu synchronisiert - was wiederum bedeutet, daß er das Uhrwerk an der 12-Uhr-Stellung vorbeidrehen muss. Keine Ahnung, warum das Ding das macht, und auch nicht, wie oft; ich bekomme das manchmal nachts mit, und tagsüber sehe ich mir das Gerät nicht an.
Thomas S. schrieb: > warum macht dies nicht jede Quarz- oder Funkuhr? Weil nicht jede Uhr exakt den gleichen Chip enthält.
Vielen Dank für die Informationen. Wie ist das bei großen öffentlichen Uhren? Haben die einen Schrittmotor? Bezüglich der Erzeugung unkontrollierter Impulse bei zu niedriger Betriebsspannung. Kann man nicht dafür sorgen, dass unter einer bestimmten Spannung der Chip komplett abschaltet?
Thomas S. schrieb: > Wie ist das bei großen öffentlichen > Uhren? Haben die einen Schrittmotor? Kann sein, kann nicht sein. Kommt drauf an. Da es keinen genormten Typ für "Öffentliche Uhr" gibt, gibt es auch kein genormtes, standardisiertes oder auch nur allgemein übliches Verfahren. Falls Du mal in Wien vorbeikommst, und Dich tatsächlich für Uhren interessiert: Schulhof 2, 1010 Wien Thomas S. schrieb: > Bezüglich der Erzeugung unkontrollierter Impulse bei zu niedriger > Betriebsspannung. Die wird es in der geschilderten Form nicht geben. Ich tippe auf ein Wahrnehmungsproblem, oder ein Einzelfallproblem.
Thomas S. schrieb: > Kann man nicht dafür sorgen, dass unter einer bestimmten Spannung der > Chip komplett abschaltet? Kann man, heisst Brown-Out Detection.
:
Bearbeitet durch User
Können nicht unkontrollierte Impulse bei schwacher Batterie nicht auch dadurch entstehen, dass der der Spannungsquelle paralell geschaltete Kondensator, der sogenannte Beruhigungskondensator, an Kapazität verloren hat? Können nicht fehlende oder zu klein bemessene Kondensatoren bei schwacher Batterie zu Schwingungen führen?
Thomas S. schrieb: > Können nicht ... > Können nicht ... Wenn sie dazu führen, daß die Stromversorgung versagt, siehe oben (ja). Was bezweckst du mit deinen Fragen?
Thomas S. schrieb: > Erst nachdem ich nach einigen Stunden ihre Batterien entfernte hörte sie auf zu laufen. Das ist nicht minder beunruhigend!
Michael B. schrieb: > Auf Malta hat man mir vor Jahren erzählt, daß Kirchturmuhren dort > verschiedene Zeiten anzeigen, um den Teufel zu verwirren. Mark Twain wurde einmal gefragt, ob man zu reich sein könne. Nach einer kurzen Bedenkzeit antwortete er: "Als ich ich eine Uhr besaß, wußte ich immer, wie spät es ist. Seit ich zwei Uhren besitze, kann ich mir nie sicher sein, welche davon richtig geht"
Harald K. schrieb: > Üblich ist ein Zugmagnet und ein Zahnrad mit > einer Art Sperrklinke; für jeden Impuls des Zugmagnets dreht sich das > Zahnrad einen Zahn weiter. Das stimmt für batteriebetriebene Uhren nicht. Üblich ist dort ein Motor, dessen Rotor ein Magnet ist, mit doppelt-C-förmiger Magnetisierung. Die Spule wird von einer Halbbrücke angetrieben, der Spulenkern ist so konstruiert, das zum einen der Rotor eine starke Vorzugsrichtung hat, und zum anderen in beiden Stellungen mit 180° Unterschied magnetisch einrastet. So kann die Elektronik die Spule mit einem stromsparend kurzen Impuls bestromen, der Kern bringt den Rotor in die korrekte Richtung in Schwung und dieser rastet dann wieder ein. Das ist im weitesten Sinne ein Schrittmotor, aber mit einem Kniff. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Lavet-Schrittmotor Ein Zugmagnet mit Hebel ist viel zu laut (-> Energieverschwendung), und eine Raste/Sperrklinke verbraucht viel zu viel mechanische Energie. Beides wird nur in "Bahnhofsuhren" eingesetzt wo es zum einen Spulenstrom per Kabel gibt (von einer Zentraluhr) und der Krach keine Rolle spielt. Der Lavet-Motor ermöglicht einen leisen energiesparenden Betrieb und trotzdem sichere Betätigung mit einfacher Ansteuerung, plus stabilem Zeigerstand vollkommen ohne Energieverbrauch. Nachteil: er kann nur in eine Richtung und auch nur mit begrenzter Drehzahl betrieben werden. Daher müssen Funkuhren immer "einmal rum", rückwärts geht nicht, und es geht auch relativ langsam voran. Thomas S. schrieb: > Wie ist das bei großen öffentlichen > Uhren? Haben die einen Schrittmotor? Im weitesten Sinne ja, siehe oben. Man will ja auch so einfachen zuverlässigen Betrieb mit einfacher Ansteuerung und guter Zeigerposition. Also sind das entweder Zugmagnete oder eben Lavets auch in Groß. Normale Schrittmotoren haben doofe Schrittwinkel und brauchen zu viel Saft. Aber es gibt auch Uhren mit Netzsynchronlaufenden Motoren oder mit Motorantrieb statt Feder plus Pendel mit Unruh und und und. Thomas S. schrieb: > Kann man nicht dafür sorgen, dass unter einer > bestimmten Spannung der Chip komplett abschaltet? Bei einer batteriebetriebenen Uhr braucht der Watchdog mehr Saft als die Uhr selbst, und man hat auch damit zu tun das alles mit sehr wenig Spannung auskommen muss. Da ist ein "wenn die Uhr spinnt, tauschen sie die Batterie" in der Anleitung einfacher. Viele Funkuhren zeigen eine halbleere Batterie durch ruckelige Sekunden an. Thomas S. schrieb: > Können nicht fehlende oder zu klein bemessene Kondensatoren bei > schwacher Batterie zu Schwingungen führen? Das würde ich in die Kategorie "Altersbedingtes Versagen der Elektronik" und damit als Defekt einstufen.
Thomas S. schrieb: > Warum bitte sollte eine Uhr bei schwacher Batterie wie verrückt laufen > und warum macht dies nicht jede Quarz- oder Funkuhr? Also ich kenne > genug derartige Uhren die bleiben da EINFACH STEHEN! Manche Uhren verlieren einfach zuerst den Funkkontakt und versuchen immer wieder zu synchronisieren, bis die Batterie entgültig versagt. Machen unsere analogen Funkuhren genauso. Allerdings, in der Zeit in der Du hier schreibst hättest Du längst die Batterie versuchsweise erneuern können, um dann die Erleuchtung zu finden!
Nimm die alte Batterie raus. Auch stehende Uhren gehen 2x am Tag ganz genau!
Rainer D. schrieb: > Manche Uhren verlieren einfach zuerst den Funkkontakt und versuchen > immer wieder zu synchronisieren, bis die Batterie entgültig versagt. > Machen unsere analogen Funkuhren genauso. Du kannst bestimmt auch darlegen wie ein völlig passiver Vorgang wie der DCF Empfang die Batterie entgültig (sic.) entleeren sollte.
Jens M. schrieb: > eine Raste/Sperrklinke verbraucht viel zu viel mechanische Energie. > Beides wird nur in "Bahnhofsuhren" eingesetzt Nö. Da ist ja genau der "Lavet"-Motor drin. http://www.suessbrich.info/elek/MutterUhrNeu/ErsatzMutteruhr.html ciao gustav
Cyblord -. schrieb: > Du kannst bestimmt auch darlegen wie ein völlig passiver Vorgang Der Vorgang ist nicht "passiv", wenn die Uhr bei jedem neuen Synchronisationsvorgang die Zeiger dreht. Es gibt welche, die genau das machen, die scheinen zu vergessen, welche Zeit sie selbst gerade anzeigen, und müssen die Zeiger auf 12-Uhr-Stellung bringen (weil da 'ne Reflexlichtschranke sitzt), um danach die empfangene "richtige" Position einzunehmen. Ich habe einen Funkwecker, der das gelegentlich macht. Auffallen tut mir das natürlich nur nachts; tagsüber bin ich nicht da, wo der Wecker ist.
Harald K. schrieb: > Ich habe einen Funkwecker, der das gelegentlich macht. Der im Bild rattert plötzlich los, Zeiger ruckeln schnell vorwärts (im Uhrzeigersinn). Die 12 Uhr Position ist defekt. Siehe Bild. Die Synchronisation sollte über DCF77 laufen. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Die 12 Uhr Position ist defekt. Siehe Bild. Hä? Was soll das Bild da zeigen? "Defekt"? Die Lichtschranke im Wecker erfasst Markierungen an Zahnrädern des Uhrwerks. Wenn jemand den Wecker zerlegt und die Zeiger danach anders wieder draufsteckt, weiß das Uhrwerk davon natürlich nichts.
Harald K. schrieb: > Wenn jemand den Wecker zerlegt Da hab ich nichts dran repariert. Stunden und Minutenzeiger haben sich selbsständig "verstellt". Daher Diagnose: "fehlerhaft". Ist eben Mechanik. Und die hat tatsächlich ein "Federwerk", das sich mit Geräusch in bestimmten Zeitintervallen aufzieht. (Und der obigen Beschreibung eher entspricht.) Nicht jede Sekunde, sondern in längeren Intervallen. ciao gustav
Thomas S. schrieb: > Wie ist das bei großen öffentlichen Uhren? Das sind meist Nebenuhren, die durch Mutteruhren oder Nebenuhrsteuerungen (i.d.R. von Bürk-Mobatime) betrieben werden. Die haben einen Lavet-Schrittmotor. Fällt da der Strom aus, wird die Zeit in einem nichtflüchtigen Speicher abgelegt. Kommt der Strom wieder, wird die Uhrzeit automatisch nachgeführt. Fällt mal die Nebenuhrsteuerung komplett aus, muss eine neue Steurung angelernt werden. Ich habe schon mehrmals Nebenuhrsteuerungen eingebaut bzw. neu angelernt.
:
Bearbeitet durch User
Karl B. schrieb: > Jens M. schrieb: >> eine Raste/Sperrklinke verbraucht viel zu viel mechanische Energie. >> Beides wird nur in "Bahnhofsuhren" eingesetzt > > Nö. > Da ist ja genau der "Lavet"-Motor drin. > http://www.suessbrich.info/elek/MutterUhrNeu/ErsatzMutteruhr.html > > ciao > gustav nicht alle Bahnhofsuhren sind gleich. Der Lavetmotor wurde 1936 erfunden. Logischerweise haben alle älteren Uhren einen anderen Antrieb. Auch nach der Erfindung wurden noch andere Konstruktionen verwendet. Moderne Bahnhofsuhren sind keine Nebenuhren mehr, sondern Uhren mit DCF-Empfänger und normalen Schrittmotoren.
R. L. schrieb: > Moderne Bahnhofsuhren sind keine Nebenuhren mehr, sondern Uhren mit > DCF-Empfänger und normalen Schrittmotoren. Nicht alle. Es gibt immernoch Uhrenanlagen.
BTW: Wenn eine Oberleitung in der Nähe ist, spielen DCF-Empfänger verrückt. Bei uns am Schrankenposten z.B., da ist es fast unmöglich, Funkuhren vernünftig zu betreiben. Vor allem wenn Züge "in den Einflussbereich fahren".
Thomas S. schrieb: > Wie ist das bei großen öffentlichen Uhren? Haben die einen Schrittmotor? Wenn der Sekundenzeiger bei 12 eine kurze Pause macht, wie am Bahnhof üblich, ist es eine Tochteruhr=Nebenuhr. Da dreht der Sekundenzeiger 360° in 59 Sekunden, hält bei 12 an und wenn der Minutenpuls der Mutteruhr kommt, läuft er für eine weitere Drehung los und der Minutenzeiger springt eine Position weiter.
Wolf17 schrieb: > Wenn der Sekundenzeiger bei 12 eine kurze Pause macht, wie am Bahnhof > üblich, ist es eine Tochteruhr=Nebenuhr. Moderne Nebenuhrwerke sind elektronisch. Da funktioniert der Zeigerstop anscheinend anders. Ich habe schon bei einer solchen Uhr gesehen, dass der Sekundenzeiger auf Minute 29 stoppte, anstatt auf der 12-Uhr-Position. Das selbe kann übrigens bei der "Mondaine Stop2Go" passieren (da muss die 12-Uhr-Position angelernt werden).
:
Bearbeitet durch User
René H. schrieb: > Wenn eine Oberleitung in der Nähe ist, spielen DCF-Empfänger verrückt. > Bei uns am Schrankenposten z.B., da ist es fast unmöglich, Funkuhren > vernünftig zu betreiben. Vor allem wenn Züge "in den Einflussbereich > fahren". Kommt auf die richtige Montage an. Bürk Mobatime führen das so aus wie im Bild. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Und die hat tatsächlich ein "Federwerk", das sich mit Geräusch in > bestimmten Zeitintervallen aufzieht. In einem Funkwecker? Das dürfte ein Einhorn sein. Da es essentiell ist das der Empfänger weiß wo die Zeiger sind und es daher eine meist lichtschrankenerkannte Stoppposition gibt (an der auf korrekte Dekodierung meist gewartet werden muss), sind solche Uhrwerke fix angetrieben. Ein Federwerk und damit eine Unruh in einem Funkwecker kann ich mir daher nicht vorstellen.
Jens M. schrieb: > Ein Federwerk und damit eine Unruh in einem Funkwecker kann ich mir > daher nicht vorstellen. Ich schau es mir nochmal an und berichte, was es mit dem "Geräusch" auf sich hat. Jedenfalls die meisten anderen (Quarz-)Uhren mit Zeiger geben einmal pro Sekunde ein Ticken ab. Die obige nur in längeren Intervallen. Hört sich so an, als ob irgendwas "aufgezogen" wird. ciao gustav
Karl B. schrieb: > einmal pro Sekunde ein Ticken ab. Die obige nur in längeren Intervallen. > Hört sich so an, als ob irgendwas "aufgezogen" wird. Es ist der Minutenzeigerfortschritt. (Uhr hat keinen Sekundenzeiger.) BTW: Die Uhr hat sich schon nach kurzer Zeit nach Einsetzen der Batterien "synchronisiert". Die anderen DCF77-Uhren, die ich kenne, brauchten mindestens drei Minuten (zur Plausibilitätskontrolle). Thomas S. schrieb: > dass sich > deren Zeiger wie wild drehten. Offenbar wollte sie ihre Zeit einstellen. Kann sein, dass sie ein Störsignal empfing. Oder einfach kaputt ist. Wenn Batterie schwach, schafften es bei meiner Wanduhr die Zeiger "bergauf" nicht mehr, also bei Senkrechtmontage von Minute 30 an. Nur leichtes Zucken, fallen aber wieder auf vorherige Position zurück. Schließlich Stillstand. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Die Uhr hat sich schon nach kurzer Zeit nach Einsetzen der Batterien > "synchronisiert". Die anderen DCF77-Uhren, die ich kenne, brauchten > mindestens drei Minuten (zur Plausibilitätskontrolle). Dann hat diese eine Uhr einen (besseren) Zeitspeicher, der für einen bestimmten Zeitraum die Uhrzeit behält, und deshalb die Zeiger schneller nachführen kann. Erst nach längeren "Stromausfall" benötigt sie eine längere Synchronisationsphase. "Billige Uhren" haben meist keinen Zeitspeicher,und benötigen daher mit jedem Batteriewechsel eine Synchronisation und können erst dann die Zeiger nachführen.
BTW. Sie ist jetzt wieder stehen geblieben. Trotz neuer Batterien. Also doch kaputt. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Wenn Batterie schwach, schafften es bei meiner Wanduhr die Zeiger > "bergauf" nicht mehr, also bei Senkrechtmontage von Minute 30 an. Nur > leichtes Zucken, fallen aber wieder auf vorherige Position zurück. Das ist bei Deiner und vielen anderen so, kenne ich auch. Ich habe eine Wanduhr, die bei niedriger Batteriespannung nachgeht und fast täglich neu auf die Referenzposition läuft, meist 16:00. Irgendwann bekommt sie die Erkennung nicht mehr gebacken und hört dann nicht mehr auf, zu drehen. Ich habe zehn DCF-Zeigeruhren in Betrieb und nicht alle verhalten sich gleich. Es gibt sogar welche, die eine Warnung zeigen, entweder die Sekunde nicht mehr drehen oder zwei-Sekunden-Sprünge machen.
Harald K. schrieb: > Der Vorgang ist nicht "passiv", wenn die Uhr bei jedem neuen > Synchronisationsvorgang die Zeiger dreht. Es ging darum dass sie den Funkkontakt verlieren und deshalb nichts empfangen. Da drehen sich dann keine Zeiger.
Karl B. schrieb: > Wenn Batterie schwach, schafften es bei meiner Wanduhr die Zeiger > "bergauf" nicht mehr, also bei Senkrechtmontage von Minute 30 an. Nur > leichtes Zucken, fallen aber wieder auf vorherige Position zurück. Deshalb verpassen einige Hersteller (leider nicht alle) dem Sekundenzeiger ein Gegengewicht. Damit lässt sich dann die Batterie maximal leer nuckeln.
Kurze Geschichte über eine über 30 Jahre alte Junghans (Erbstück). War damals eine der ersten Funkuhren und richtig teuer. Vor ca. zwei Jahren blieb die Uhr öfter stehen, der Sekundenzeiger stand dabei immer um 9 Uhr und zuckte vor ich hin. Allerdings bemerkte die Uhr dies nach einigen Minuten und sie stellte sich wieder auf die aktuelle Zeit. Um nach einigen Minuten wieder stehen zu bleiben (Sekundenzeiger steht wieder um 9 Uhr). Per Mail Junghans angefragt, ob eine Reparatur möglich wäre. Ich erhielt als Antwort, ich solle eine neue Batterie einlegen und die Uhr aufs Fensterbrett stellen. Wann das nichts hilft, kann die Uhr weg. Passende Angebote wurden gleich mit übermittelt. Habe mir dann das Uhrwerk mal näher angeschaut, es brauchte nur den Bruchteil eines Tropfens Silikon Fett an der richtigen Stelle. Das alte Fett war ranzig geworden. Nach der Operation liefen allerdings die Zeiger ewig und ich musste einige Zeit aufwenden, um das Problem zu erkennen. Damit die Uhr alle Zeiger auf die 12 Uhr Position fahren kann, haben alle Zahnräder Indexbohrungen, durch die eine Lichtschranke fällt. Und um es richtig kompliziert zu machen, wird der Lichtstrahl durch zwei Spiegel um 180 Grad umgelenkt (Bild 2) und muss nochmal durch weitere Indexbohrungen. Die Zahnräder richtig einsetzen hilft. Nach der Aktion schaffte es der Sekundenzeiger (ohne Gegengewicht) noch mit 1.15V den "Berg" hinauf (Bild 3). Die Uhr ist somit wieder fit für weitere 30 Jahre, die Wegwerfgesellschaft lässt grüßen.
Gustav K. schrieb: > Nach der Operation liefen allerdings die Zeiger ewig und ich musste > einige Zeit aufwenden, um das Problem zu erkennen. Damit die Uhr alle > Zeiger auf die 12 Uhr Position fahren kann, haben alle Zahnräder > Indexbohrungen, durch die eine Lichtschranke fällt. Ich hatte mal eine DCF-Wanduhr auseinander, deren Zeiger öfter mal irgendwo hängen blieben. Ursächlich war eine Spinne, die ausgetrocknet im Werk saß! Danach hatte ich den gleichen Zirkus mit der Referenzposition, erstmal zu erkennen, dass sich die Löcher der Zahnräder decken müssen. > Nach der Aktion schaffte es der Sekundenzeiger (ohne Gegengewicht) noch > mit 1.15V den "Berg" hinauf (Bild 3). Problem haben viele, zu früh auszusteigen, etliche pfeifen schon bei 1,25 Volt ab. > Die Uhr ist somit wieder fit für > weitere 30 Jahre, die Wegwerfgesellschaft lässt grüßen. "Wieder fit" als erfolgreich repariert lese ich gerne!
Manfred P. schrieb: > Problem haben viele, zu früh auszusteigen, etliche pfeifen schon bei > 1,25 Volt ab. Habe vor 2 Jahren sogar die alte Batterie mit knapp 1,5V wieder eingesetzt, die Uhr tickt damit immer noch munter vor sich hin. Das gute an der alten Junghans ist, dass man eine potente Baby-Zelle verbaut hat. Die hält locker mehrere Jahre durch. Bei den neumodischen mit einer Mignonzelle bestückten Uhrwerken kann man von Glück reden, wenn die Uhr ein Jahr damit läuft.
Gustav K. schrieb: > Bei den neumodischen mit einer Mignonzelle bestückten Uhrwerken kann man > von Glück reden, wenn die Uhr ein Jahr damit läuft. Wenn Du billige kaufst, mag das sein. Bessere Uhrwerke können auch 3 Jahre laufen. Oder gleich Uhrwerke mit Netzstrom. Aber wer hat heute noch analoge Uhren? Meist sind es doch Digitaluhren.
René H. schrieb: > Bessere Uhrwerke können auch 3 Jahre laufen. Da beginnt das Problem, woran erkenne ich "bessere" Uhrwerke? Der Preis ist sicher keine Garantie. Früher™ mal war der Hersteller ein Garant, heute wächst das Zeugs ja alles an irgendwelchen Bäumen in China.
Thomas S. schrieb: > In unseren Esszimmer hängt eine Funkuhr, die immer gut lief. Bis ich > einmal nach einem Ausflug nach Hause kam und feststellte, dass sich > deren Zeiger wie wild drehten EFH, irgend einen Chinakram für die Steckdose bestellt? USB Lader; Lichterkette, Alexa.. ect? Wohnung: Nachbar irgendeinen Scheiß gekauft der untenrum das DCF Signal versaut.
Gustav K. schrieb: > Bei den neumodischen > mit einer Mignonzelle bestückten Uhrwerken kann man von Glück reden, > wenn die Uhr ein Jahr damit läuft. Ich hab im Bad eine 10€-Aldi-Funkuhr mit Thermometer, deren Batteriefach schon ausgebrochen ist weil der Nagel versagt hat (durch den Aufprall nicht (!) auf das Batteriefach, alleine durch die Beschleunigung der Masse der Batterie), und die Batterie hat lt. Aufdruck Haltbarkeit bis Ende 2024. Die ist da also schon was länger drin und bleibt auch bis es nicht mehr geht. Die Uhr samt Batterie ist so alt das ich nicht mehr weiß wann ich die gekauft habe, aber es dürften schon deutlich >4 Jahre sein. Aber die hat keinen Sekundenzeiger und tickt nur alle 10 oder 20 Sekunden (bin mir nicht sicher). Die anderen 10€-Aldi/Lidl-Wanduhren mit dem 3-Tasten-Werk haben ausgezeichneten Empfang, kosten auch 10€ und halten mit Aldizellen ebenfalls locker 2 Jahre durch bis der Empfang nicht mehr klappt.
Michael B. schrieb: > Thomas S. schrieb: >> Was ist hier passiert? > > Auf Malta hat man mir vor Jahren erzählt, daß Kirchturmuhren dort > verschiedene Zeiten anzeigen, um den Teufel zu verwirren. Den kenne ich zufaellig. Das laesst den kalt. Der traegt eine Phillipe Patek Aquanaut Mechaquartz Kopie aus Shenzen. Sieht aus wie mechanisch, ist aber quartzgenau.
Guten Abend zusammen, Gustav K. schrieb: > Damit die Uhr alle > Zeiger auf die 12 Uhr Position fahren kann, haben alle Zahnräder > Indexbohrungen, durch die eine Lichtschranke fällt. Und um es richtig > kompliziert zu machen, wird der Lichtstrahl durch zwei Spiegel um 180 > Grad umgelenkt (Bild 2) und muss nochmal durch weitere Indexbohrungen. Meine Junghans-Funk-Uhr hatte auch soeben den Ewigen umdreh wie vom TO beschrieben. habe das Ding aufgemacht und mit der Lupe gesehen dass diese Umlenkspiegel ganz leicht Oxydiert/Angelaufen sind. Mit Wundbenzin und Wattestäbchen rücktandfrei glänzend gemacht, zusammengesetzt, Batterie reingemacht - und läuft wieder. Die zwei Unlenkspiegel sind aus Messing und an der Rückwand des Uhrwerkes montiert. (Siehe Bild 2 von Gustav K. #7996885: ) Vielen Dank für die guten Tip's. Das hat die Fehlersuche wesentlich verkürzt. Gruss - Frido
:
Bearbeitet durch User
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.






