Hallo! Um eine einfache faseroptische Übertragung eines digitalen Signals zu realisieren (5V UART) hab ich mir eine Strecke mit TosLink Transmitter/Receiver aufgebaut. Jetzt haben manche der Receiver (RS 805-1671) offenbar ein Verhalten, bei dem ein 8-10MHz Signal am Ausgang anliegt, selbst wenn keine Faser/Leitung angesteckt ist. Ich dachte die TosLink-Verbindung ist direkt (Licht/kein Licht = 1/0). Lieg ich da falsch? Die Receiver sind mit 220n abgeblockt und haben 33p als Last am Ausgang (Datenblatt empfiehlt 100n und 30p). Hab zuletzt 2 Receiver nebeneinander probiert (@selber Versorgung), einer macht das, der andere nicht. Beide Ausgänge ohne Last (abgesehen von den 33p). Hab ich da was flasch verstanden, oder sind die Dinger einfach Schrott? Danke, Alexander
Alexander N. schrieb: > Ich dachte die TosLink-Verbindung ist direkt (Licht/kein Licht = 1/0). > Lieg ich da falsch? Ist schon so. Anbei ein Auszug aus der Dokumentation von Toshiba.
Alexander N. schrieb: > Ich dachte die TosLink-Verbindung ist direkt (Licht/kein Licht = 1/0). > Lieg ich da falsch? Kurze Antwort: Ja.
Alexander N. schrieb: > Ich dachte die TosLink-Verbindung ist direkt (Licht/kein Licht = 1/0). > Lieg ich da falsch? Jein. TosLink transportiert ein S/PDIF Signal. Und das benutzt BMC (biphase mark code) und ist im Mittel gleichspannungsfrei. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/AES/EBU > Die Receiver sind mit 220n abgeblockt und haben 33p als Last am Ausgang > (Datenblatt empfiehlt 100n und 30p). Ähm, nein. Klar empfiehlt das Datenblatt einen Abblock-C, aber die 30pF Last symbolisiert Leitungskapazitäten und dient als Referenzwert zur verläßlichen Angabe von Rise- und Fallzeiten.
H. H. schrieb: > Ist schon so. Nein. > Anbei ein Auszug aus der Dokumentation von Toshiba. Und die sagt garnix darüber, was für ein Signal in Abwesenheit von Licht zu erwarten ist. Das findet man dann an anderen Stellen des DB. Fakt ist: die Sache ist dafür gedacht, getaktete Signale zu übertragen. Über das DC-Verhalten hat sich deshalb niemals irgendwer irgendeinen Kopf gemacht.
Musst halt dein asynchrones Geklingel auf einen 2 MHz Träger per Manchester aufmodulieren. Das ist ja nun kein Hexenwerk.
Datenblatt des Empfängers, das uns der TO leider nicht verlinkt hat: https://docs.rs-online.com/4c07/A700000009791091.pdf Demnach ist das nur ein optischer Empfänger, dem das verwendete Encoding völlig egal ist. DC mag er aber nicht, angegeben ist 100 kbps bis 16 Mbps bei NRZ.
Servus, hab etwas ähnliches aufgebaut, aber mit PLT237/t10wh von Everlight. Ich hab etwas ähnliches beobachtet wenn eben kein Signal anliegt, oder der High Pegel länger als ~300µs dauert, ich denke, die AGC Schaltung in diesen Bausteinen schwingt dann, wobei es bei mir eher im Bereich von 20 Mhz war.
Cartman E. schrieb: > Musst halt dein asynchrones Geklingel auf einen 2 MHz Träger > per Manchester aufmodulieren. Manchester ist auch nicht Gleichspannungsfrei. Es kann sein dass die konkret verwendeten TosLink-Bausteine damit umgehen können, garantiert ist das aber nicht. Z.B. NRZI oder 8b10b wären gängige wirklich gleichspannungsfreie Leitungscodes die auf jeden Fall gehen sollten. Aber für alle diese Codes müssen halt Encoder und Decoder auf der Sende- und Empfangsseite eingebaut werden. Abhängig von der gewünschten Geschwindigkeit können das durchaus gängige Mikrocontroller mit etwas Firmware sein.
Hmmm schrieb: > https://docs.rs-online.com/4c07/A700000009791091.pdf Hat keinen Anschluss zur Einstellung des Pegels, dann ist das Verhalten kein Wunder, der hat AGC eingebaut.
Hmmm schrieb: > Demnach ist das nur ein optischer Empfänger, dem das verwendete Encoding > völlig egal ist. DC mag er aber nicht, angegeben ist 100 kbps bis 16 > Mbps bei NRZ. Ganz genau so ist das.
H. H. schrieb: > Hmmm schrieb: >> https://docs.rs-online.com/4c07/A700000009791091.pdf > > Hat keinen Anschluss zur Einstellung des Pegels, dann ist das Verhalten > kein Wunder, der hat AGC eingebaut. Ja, weil er eben auf den Empfang von AC ausgerichtet ist. Das DC-Verhalten ist undokumentiert. Weil es niemanden ernsthaft interessiert hat.
Gerd E. schrieb: > Manchester ist auch nicht Gleichspannungsfrei. Steile These. Kannst du das irgendwie belegen?
Gerd E. schrieb: > Z.B. NRZI oder 8b10b wären gängige wirklich gleichspannungsfreie > Leitungscodes die auf jeden Fall gehen sollten. NRZI ist allerdings auch nur gleichspannungsfrei, wenn nicht (je nach Variante) längere 0- oder 1-Folgen darin vorkommen. Protokolle wie HDLC arbeiten deshalb mit Bit Stuffing.
Ob S. schrieb: > H. H. schrieb: >> Hmmm schrieb: >>> https://docs.rs-online.com/4c07/A700000009791091.pdf >> >> Hat keinen Anschluss zur Einstellung des Pegels, dann ist das Verhalten >> kein Wunder, der hat AGC eingebaut. > > Ja, weil er eben auf den Empfang von AC ausgerichtet ist. Das > DC-Verhalten ist undokumentiert. Weil es niemanden ernsthaft > interessiert hat. Toslink wurde auch außerhalb von Audio eingesetzt, mit anderen Codierungsverfahren. Es gab da eine erhebliche Zahl verschiedener Empfänger.
Ob S. schrieb: > Gerd E. schrieb: > >> Manchester ist auch nicht Gleichspannungsfrei. > > Steile These. Kannst du das irgendwie belegen? Hab dort schon Batterien gekauft.
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