Hallo zusammen, es ist das zweite Mal in den vier Jahren, die ich das Gerät habe, dass es hinüber ist. Vor gut zwei Jahren habe ich die Kugellager tauschen müssen, weil die originalen komplett durch waren. Nachdem der Motor recht auffällige Geräusche machte, und auch im Nachlauf ungesund war, habe ich schon wieder einen kapitalen Lagerschaden feststellen dürfen. Ärgerlich, denn das sind recht teure Speziallager. Auffallend war vor allem, dass der Motor stark nach Bürstenfeuer gerochen hat. Auch diesmal zeigte der Motor enorm viel Kohlenabrieb im Gehäuse (war alles mehr oder minder schwarz). Hab die Lager gewechselt und den ziemlich eingelaufenen Kollektor geglättet und anschließend mit 800er Schleifpapier "poliert". Die Kohlen habe ich gelassen, denn die sind weicher als Kupfer und sollten sich selbst an die neue Oberfläche angleichen. Sie sahen auch nicht wild aus. Alle Wicklungen am Rotor haben zwischen 3,93 und 4,08 Ohm. Das Kupfer zeigt keine Verfärbungen, weshalb ich erstmal davon ausging, dass die Wicklungen i.O. sind. Um den neuen Motor nicht gleich zu überfordern, und die Kohlen einzuschleifen, habe ich den Staubsauger am Stelltrafo betrieben. Der Motor lief bei guten 40V an, klang typisch, kein besonderes Bürstenfeuer. Hab dann langsam auf 230V erhöht, wobei der Motor erstmal keine Besonderheiten zeigten. Auffällig war nur, dass ab 180V das Bürstenfeuer deutlich zu riechen war. Ich hab den Motor so ein paar Minuten laufen lassen (im dunklen) und gesehen, dass das Bürstenfeuer immer mehr wurde und der Geruch auch deutlicher wurde. Hab dann nochmal probiert, ab welcher Spannung der Motor anläuft und da waren es dann schon 140V. Also den Motor nochmal zerlegt, und den Kollektor so vorgefunden (siehe Bilder). Mir kommt das ausgesprochen spanisch vor. Einerseits die deutlichen Riefen im Kupfer (die vorher nicht da waren), der deutlich schlechtere Anlauf, und natürlich die Tatsache, dass der Kollektor schwarz ist. Eigentlich ist für mich der Staubsauger abgeschrieben, weil Miele mittlerweile absoluter Rotz geworden ist und mich das Teil seit langem aufregt. Es ist ein rein akademisches Interesse, das Teil wieder zum Laufen zu bekommen. PS: Ja, die Bilder sind groß und das ist absicht.
Der Motor hat einen Windungsschluss im Rotor. Es gibt passende Turbinen für kleines Geld.
Beitrag #7994981 wurde vom Autor gelöscht.
Martin S. schrieb: > weil Miele > mittlerweile absoluter Rotz geworden ist und mich das Teil seit langem > aufregt. Dann hast Du lange keinen anderen Saugstauber mehr benutzt. Unser, über 10 Jahre alte Miele wurde letztes Jehr durch einen neuen Miele ersetzt. Die Konkurenz ist dagegegen einfach zu schlecht. Der alte Sauger hat aber dennoch eine neue (alternative)Turbine bekommen und durfte den Siemensschrott im OG ersetzen.
Armin X. schrieb: > Dann hast Du lange keinen anderen Saugstauber mehr benutzt. Mein Siemens hält mittlerweile um einiges länger als der Miele den ich einmal hatte. Miele Qualität? Es war einmal vor langer Zeit .....
H. H. schrieb: > Der Motor hat einen Windungsschluss im Rotor. > Es gibt passende Turbinen für kleines Geld. Dachte ich mir auch. Nur: wie messen? Ich könnte mit nem Amperemeter kurz 230V auf jede Wicklung geben, aber irgendwie klingt das nach Selbstmord.
Martin S. schrieb: > schon wieder einen kapitalen Lagerschaden feststellen dürfen. Vielleicht läuft er nicht rund (Unwucht).
Martin S. schrieb: > H. H. schrieb: >> Der Motor hat einen Windungsschluss im Rotor. >> Es gibt passende Turbinen für kleines Geld. > > Dachte ich mir auch. Nur: wie messen? Induktivität.
Andreas B. schrieb: > Mein Siemens hält mittlerweile um einiges länger... Mein MR WHISPER von SMC läuft nun seit über 25 Jahren ohne irgendeinen Ausfall, bis auf dass der Einzug für das Kabel nachgelassen hat. Nur Beutel gibt es nicht mehr und dann muss ich bei anderen Beuteln etwas die Schere ansetzen.
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An einem Wicklungsschluß ist nichts zu reparieren. Kauf dir einen neuen Motor/Turbine; ab € 39 in der Bucht. Da kannst du dann auch die Triacbaugruppe von deinem defekten Motor einstellen, die wird immer gesucht.
Um die Liste der geriartrischen Staubsauger fortzusetzen: Mein Moulinex-Staubsauger dürfte jetzt gute 35 Jahre alt sein - und funktioniert immer noch, auch Staubbeutel gibts noch. Allerdings lässt allmählich der Schlauch nach, den musste ich jetzt schon ein paar Mal kürzen. Der Schlauch ist eine Schraubwendel und wird in die Endstücke am Sauger und Handgriff eingedreht, und er nimmt aus Alterungsgründen das unvermeidbare Abknicken in der Nähe des Handgriffs übel. Noch habe ich mich nicht entscheiden können, ob ich recherchiere, ob man diesen Schlauch als Meterware bekommen kann, oder ob ich mich von diesem doch eigentlich noch praktisch neuwertigen Gerät trenne, um es durch ein beutelloses Gerät zu ersetzen ...
H. H. schrieb: > Martin S. schrieb: >> H. H. schrieb: >>> Der Motor hat einen Windungsschluss im Rotor. >>> Es gibt passende Turbinen für kleines Geld. >> >> Dachte ich mir auch. Nur: wie messen? > > Induktivität. Ich frage mich eher, ob nicht die Wicklung durchschlägt. Oder würde man das am Kollektor sehen?
Nemopuk schrieb: > Martin S. schrieb: >> schon wieder einen kapitalen Lagerschaden feststellen dürfen. > > Vielleicht läuft er nicht rund (Unwucht). Ich lasse am Montag mal den Kollektor sauber abdrehen. Das kostet mich nichts. Der ist schon enorm eingelaufen dafür, dass die halben Kohlen (mindestens) noch vorhanden sind.
Hatte auch einmal das Problem, dass nach Überholung des Kollektors noch immer starkes Bürstenfeuer vorhanden war. Es stellte sich heraus, dass der isolierende Kunststoffträger der Kohlehalterung durch Hitzeeinwirkung verzogen war. Die Polwendung war damit an der falschen Position. Durch sorgfältiges Biegen des Blechträgers konnte das erfolgreich justiert werden.
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Hans schrieb: > Es stellte sich heraus, dass der isolierende Kunststoffträger der > Kohlehalterung durch Hitzeeinwirkung verzogen war. Hmmm. Das ist ein gutet Hinweis der für die alte Turbine unseres Miele zu spät kommt. Den hatte meine Frau mehr als einmal beim Aussaugen solcher "Vakuumaufbewahrungssäcke" in die Abschaltung getrieben. Mittlerweile nimmt sie dafür den Nassauger welcher eine separate Motorkühlluft hat.
Mein Miele-Staubsauger, den ich vor Jahrzehnten von meinen Eltern übernommen habe (weil diese auf Vorwerk umgestiegen sind :)), ist inzwischen 47 Jahre alt, hat allerdings auch schon den zweiten Motor. Beim ersten waren nach vielleicht 30 Jahren die Lager am Ende. Ich konnte diese zwar problemlos ersetzen, aber dann war da noch eine leicht schief sitzende Lamelle auf dem Kollektor, die extremes Bürstenfeuer verursacht hat. Weil ich keine Möglichkeit hatte, den Kollektor abzudrehen, und weil – wie es das Schicksal so will – plötzlich wie aus dem Nichts ein Schuttcontainer mit ähnlichen und scheinbar neuwertigen Motoren (inkl. Gebläse) vor mir auftauchte, habe ich mir kurzerhand einen von denen geschnappt. Nachdem ich die Halterung passend gemacht und den Motor in den Staubsauger eingebaut habe, läuft dieser wieder wie am ersten Tag. Irgendwann ging auch der Schlauch kaputt, weswegen ich ihn ein paarmal kürzen musste. Da er mit der Zeit aber immer mehr versprödete, habe ich bei Ebay für ein paar Euro einen neuen besorgt. Mittlerweile habe ich noch einen akkubetriebenen Hand-/Stielstaubsauger und bin von der tätigkeits- zur ergebnisorientierten Reinigung umgestiegen. Damit kommt der klobige Miele nur noch selten zum Einsatz und wird deswegen sicher noch ein paar weitere Jahrzehnte funktionsfähig bleiben :)
Hans schrieb: > Hatte auch einmal das Problem, dass nach Überholung des Kollektors noch > immer starkes Bürstenfeuer vorhanden war. Bei der aktuellen Miele-Konstruktion kann das eigentlich nicht passieren. Hans schrieb: > durch Hitzeeinwirkung verzogen war Weil die vermaledeiten Hersteller jeden ct. bei einem > 250 Euro Staubsauger wegsparen (330 in meinem Fall). Eine Bypass-Klappe und eine Feder. Mehr bräuchte es nicht. Dafür baut Miele jetzt in den Staubsaugern (für nur schlappe 385 Euro) ein Farbdisplay ein. Damit man nicht nur das Teppich-Symobl auf der Leistungswahl hat, sondern ein Teppich am Display angezeigt wird. Hab im MM zig Staubsauger durchprobiert und alle waren eigentlich mehr oder minder echt schrecklich.
https://my.hidrive.com/share/whav5-6sf6 Ich werde immernoch nicht schlau draus. Der Kollektor ist abgedreht. War deutlich unrund. Das Bürstenfeuer ist besser, aber immernoch deutlich. Der Motor fängt bei 80V an, zu drehen (erscheint mir zu hoch), dreht aber bis auf 20V runter (wäre ok). Im kurzen Video sieht man den Motor bei 80V. Auffällig ist, dass er immer wieder kurz Leistung verliert. Kann es sein, dass der Thyristor eine Macke hat? Oder ist das ein durchschlagen der Wicklung? Aber warum tritt das dann bis 20V runter auf? Und auch ist der Motor sehr laut. Liegt das daran, dass die Kohlen nicht mehr zum Motor passen? Wie gesagt: ist nurnoch reine Neugier. Der staubsauger wurde ausgemustert.
Martin S. schrieb: > Ich werde immernoch nicht schlau draus. Wie hast du den Windungsschluss ausgeschlossen?
Klaus R. schrieb: > Martin S. schrieb: >> Ich werde immernoch nicht schlau draus. > > Wie hast du den Windungsschluss ausgeschlossen? Zumindest zeigen alle Wicklung den gleichen Widerstand.
Martin S. schrieb: >> Wie hast du den Windungsschluss ausgeschlossen? > Zumindest zeigen alle Wicklung den gleichen Widerstand. Das hatten wir in anderen Threads, die ohmsche Differenz ist zu gering. Versuche mal, die Induktivitäten zu messen.
Martin S. schrieb: > ... > Hab im MM zig Staubsauger durchprobiert und alle waren eigentlich mehr > oder minder echt schrecklich. Geh' mal zu Kärcher. Deren Bodenstaubsauger sind auch richtig gut.
Roland E. schrieb: > Geh' mal zu Kärcher. ja der Puzzi 8, den hab ich, da muß man alle 5 Jahre die Turbine (teilweise Stahlblech) tauschen weil sie massiv verrostet und die Lager mit der nassen Luft nicht klarkommen. Gerät gut, aber Fehlkonstruktion. Dafür kostet die neue Turbine nur 80 Euro.
Für die Garage gibts hier noch einen Siemens Sauger (Modell müsste ich gucken), den die Mutter angeschafft hatte. Bj müsste 1982 sein. Der gröhlt den Staub in ein Stoffsäckchen, in das man normalerweise die Papierbeutel stecken soll. Das funktioniert seit ca 20 Jahren ohne die Beutel. Auch der Kabelaufroller tut noch. Dann gibts hier noch einen gefundenen Dyson Stowaway Zyklonsauger der darf nach Reinigung der Kiste mittlerweile auch drinnen. Ebenso gefunden gabs mal einen Aschesauger Mit dem mache ich übrigens z.B. auch Löcher in den Boden, also im Garten.
Dieter D. schrieb: > bis auf dass der Einzug für das Kabel nachgelassen hat Spiralfeder putzen und ölen.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Das funktioniert seit ca 20 Jahren ohne die Beutel. Da üblicherweise Staubsauger die angesaugte Luft zur Kühlung DURCH den Motor leiten, ist ohne Beutel schnell Schluss, Motor schleift mit dem Staub Lager und Kohlen runter.
Michael B. schrieb: > .● Des|ntegrator ●. schrieb: >> Das funktioniert seit ca 20 Jahren ohne die Beutel. > > Da üblicherweise Staubsauger die angesaugte Luft zur Kühlung DURCH den > Motor leiten, ist ohne Beutel schnell Schluss, Motor schleift mit dem > Staub Lager und Kohlen runter. Das geht seit 20 Jahren. Wöchentliches Saugen. Der hat damit erheblich länger durchgehalten als ein neuer durchhalten wird. Und als ich den übernommen hatte war der schon schlapp 20 Jahre alt.
Martin S. schrieb: > Nur: wie messen? Gar nicht selbst. Braucht man ein passendes Gerät dafür. Sieht man aber und ist unnötig zu messen. Zu deiner Überholung:Du musst den auch aussägen. Manchmal ist dann der vermeintliche Windungsschluss weg. Bei deinem nicht, da sieht man auch so genug. Beim Motorinstandsetzer abbrummen lassen oder gleich neuen Läufer mitnehmen.
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Harald K. schrieb: > Um die Liste der geriartrischen Staubsauger fortzusetzen: Mein > Moulinex-Staubsauger dürfte jetzt gute 35 Jahre alt sein - und > funktioniert immer noch, auch Staubbeutel gibts noch. Allerdings lässt > allmählich der Schlauch nach, den musste ich jetzt schon ein paar Mal > kürzen. Ich muss immer wieder über deine Beiträge schmunzeln. Der "Patient" wird noch über den letzten Atemzug repariert. Ich neigte auch immer dazu. Das ging bei einem Staubsauger so weit, dass ich das immer spröder werdende Gehäuse schon so weit "geschient" hatte, dass vom Kunststoff nicht mehr viel zu sehen war. Oder bei einer Waschmaschine die Dichtung auf der Welle eingelaufen war, dass ich dafür Buchsen anfertigen lies, um das auszugleichen. Heute schmeiße ich dann doch eher was weg. Lebenszeit ist wichtiger.
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Christian M. schrieb: > Roland E. schrieb: >> Geh' mal zu Kärcher. > > ja der Puzzi 8, ... Lesekompetenz? Ich schrub' von Bodenstaubsaugern. Nicht Werkstatt- oder Nass/Trockensauger. Bei Bodenstaubsaugern steckt Kärcher alle anderen locker in die Tasche. Sowohl bei Saugleistung, als auch Lautstärke (da eher Leisestärke). Und gehalten haben die bisher auch nahezu ewig. Dass man den Nass/Trockensauger nach Nassgebrauch offen stehen lässt, versteht sich eigentlich von selbst. Mein WD2 widersteht seit etwa 10Jahren jeglichem Missbrauch. Ob Zementstaub ohne Beutel oder als Poolreiniger bis das Ventil den Zustrom absperrt. Da fliegt hinten meistens schon gut Wasser raus.
Roland E. schrieb: > Dass man den Nass/Trockensauger nach Nassgebrauch offen stehen lässt, > versteht sich eigentlich von selbst. Wer seinen Nass-Sauger liebt, lässt ihn offen noch eine Minute laufen, damit die Turbine eventuell aufgesaugtes Wasser auswerfen kann. Aber die Geräteklassen sind ohnehin nicht vergleichbar. Die 900W-Grenze gilt nicht für "Industrie"sauger und die Geräte nutzen die Dreckluft nicht gleichzeitig auch als Kühlluft. Wenn als, aus welchen Gründen auch immer, mal Dreck angesaugt wird, schmeißt ihn die Turbine einfach raus. Bei Haushaltsstaubsaugern wird der Dreck schön durch den Motor gezogen. Das hat meinem Miele schon die erste Reparatur mit Lagerschaden damals eingebracht.
https://my.hidrive.com/share/whav5-6sf6 Also ohne Thyristor läuft der Motor ohne ruckeln bis 15V runter (die beiden neuen Videos). Damit ist klar, dass die Elektronik einen Knacks hat. Das Bürstenfeuer ist dennoch gleich und setzt so bei 180V ein. Die Kohlen sind imho ziemlich lumpig befestigt und eventuell hat sie der schwer laufende Kollektor etwas verbogen? Ich meine die Kohlen sitzen recht wackelig drinnen und haben im Metall viel Spiel. Eventuell zu viel? https://guide-images.cdn.ifixit.com/igi/ueDpqnEOVIwNnrt2.huge
Martin S. schrieb: > Das Bürstenfeuer ist dennoch gleich und setzt so bei 180V ein. Aussagen, abziehen und neue Kohlen und Federn. Dann nochmal gucken.
Martin S. schrieb: > ... > > Aber die Geräteklassen sind ohnehin nicht vergleichbar. Die 900W-Grenze > gilt nicht für "Industrie"sauger und die Geräte nutzen die Dreckluft > nicht gleichzeitig auch als Kühlluft. Wenn als, aus welchen Gründen auch > immer, mal Dreck angesaugt wird, schmeißt ihn die Turbine einfach raus. > Bei Haushaltsstaubsaugern wird der Dreck schön durch den Motor gezogen. > Das hat meinem Miele schon die erste Reparatur mit Lagerschaden damals > eingebracht. Also der WD2 hat zwei Tubinen. Eine Große für den "Dreck" und eine kleine für den Motor. Die Bodenstaubsauger haben eine, die die Arbeitsluft durch den Motor drückt. Da da aber üblicherweise ein Beutel und ein HEPA-Filter davor sind, ist das an der Stelle auch richtig so. Der WD2 ist auch noch von vor der 900W-Regel, der alte vor einigen Wochen nach etwa 25 Jahren schwerem Dienst an multiplem Organversagen verschiedene VC5200 war's auch. Der VC hat aber schon auf "kleinster Lautsärke" = 900W den geklebten PVC-Belag vom Boden gerissen. Außer dem Luftgeräusch im Schlauch und Rohr war der kaum zu hören. Den auf die 1800W hoch zu drehen war totaler Unsinn. Der neue VC2 hält sich dran, beweist aber auch locker, dass die 900W schon immer nur fürs Prospekt waren. Der reist auch bei kleinster Stufe den Belag vom Boden. Hören tut man auch hier nur die Luftströmung. Er leidet aber inzwischen auch am allgemeinen Materialschwund, was die Haptik an geht, ist aber gefühlt immer noch "mehr" als die Boschs und Mieles beim MM-Saturn fürs doppelte Geld.
Roland E. schrieb: > Also der WD2 hat zwei Tubinen. Eine Große für den "Dreck" und eine > kleine für den Motor. Die Bodenstaubsauger haben eine, die die > Arbeitsluft durch den Motor drückt. Es gibt auch welche, da wird die Luft außen am Motor vorbeigeführt. Ist aber egal, da sich von dem bißchen feinen Staub, der Beutel und Motorfilter passiert, kein Motor und schon gar nicht gedichtete Lager beeindrucken lassen sollten. > Da da aber üblicherweise ein Beutel > und ein HEPA-Filter davor sind, ist das an der Stelle auch richtig so. Nö, zwischen Beutel und Motor ist ein Motorfilter, den zu wechseln oft vergessen wird. Wechselt man den nicht, setzt der sich zu, der Motor dreht höher gegen den Widerstand an und zieht damit umso mehr Staub durch den Filter durch. Der Hepafilter kommt erst nach dem Motor.
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Michael L. schrieb: > kein Motor und schon gar nicht gedichtete Lager > beeindrucken lassen sollten. Ja das dachte ich bei meinem Miele auch. Die NSK Speziallager, die Miele verwendet, haben eine Nitrilabdeckung und sollten daher "dicht" sein. Aber wie sagte der Elektromaschinenbauer in der Arbeit, der mir den Kollektor bearbeitet hat: In der Theorie klingt das toll, in der Praxis reicht ein kleines Sandkorn an der Übergangsstelle schon aus, um das Nitril aufzureiben. Mit jedem Körnchen wird der Spalt größer und irgendwann kommt so viel Dreck rein, dass das Lager schleift und das Fett austritt. Wie gesagt. Jeweils zwei Jahre haben die Lager gehalten. Vermutlich liegt es daran, dass wir drei Holzöfen haben und die feine Asche, die immermal wieder ihren Weg in den Staubsauger findet (vor allem, wenn die Kinder saugen), reicht aus, um den Lagern den garaus zu machen. Das Durchluftprinzip von Haushaltssaugern ist und bleibt Murks. Ansonsten geht es hier nicht um Kärcher, sondern um meinen Staubsauger von Miele.
Ich hatte am Dienstag auch einen Miele Sauger auf dem Tisch. Da war das selbe Problem. Wir haben dann den Kommutator und Kohlen sauber gemacht(Schmiergel und Feile) und danach ging er wieder. Das zusammenbauen ist dank der Träger der kohlen etwas beschieden, aber machbar
Ich habe die Reparatur jetzt aufgegeben. Ich habe mich zwar aktuell nicht mit dem Motor beschäftigt, aber dafür mit dem Rest vom Staubsauger. Und es ist frappierend. Das Gerät hat 330 Euro gekostet und ist 6 Jahre alt. Miele verwendet zweierlei Qualitäten bei den Kunststoffen: eine hochwertige, stoßfeste und schlagzähe, sowie eine, die scheinbar aus der allerletzten Hinterhofklitsche in China kommt. Der Kunststoff ist so dermaßen brüchig, dass Glas dagegen noch flexibel ist. Gerade bei der Schlauchgarnitur sind mir an zwei Stellen der Kunststoff gebrochen. Ersatz gibt es nur als ganzes; Kostenpunkt 42 Euro für den Schlauch, 77 Euro für den Griff. Da die Bürsten am Klopfer recht abgenutzt sind, sollten auch die getauscht werden: 38 Euro. In Summe also 157 Euro mit weiterhin offenem Elektronikproblem. Miele war mal ein Vorzeigekind in Sachen Ersatzteilverfügung und Reparierbarkeit. Aber zumindest die Staubsauger, die den dreifachen Preis eines Billigsaugers kosten, sind ein reines Wegwerfprodukt, deren Reparaturen eigentlich am exorbitanten Ersatzteilpreis scheitern. Es bleibt die durchweg fragliche Qualität und - lustigerweise - die im Vergleich zu den billigeren Geräte von Miele deutlich schlechtere Saugleistung. Der Sauger ist in die gelbe Tonne gewandert, den Motor heb ich mal noch für Spielereien auf. Ich denke, das war der letzte Miele.
Martin S. schrieb: > Der Sauger ist in die gelbe Tonne gewandert, Da gehört er aber nicht hin, sondern in den Elektromüll. > Ich denke, das war der letzte Miele. Diese Erfahrung hatte ich schon >10 Jahre früher machen müssen.
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Andreas B. schrieb: > Martin S. schrieb: >> Der Sauger ist in die gelbe Tonne gewandert, > > Da gehört er aber nicht hin, sondern in den Elektromüll. Nein. Die Einzelteine sind sortenrein, also gehören sie in die gelbe Tonne. Nur die Elektronik gehört in den Elektroschrott. Unser Wertstoffhof nimmt Kunststoff nurnoch als Verbrennungsware an (Hartplastik, Duroplasten, oder Teile, die zu groß für die gelbe Tonne sind). (Kupfer, Kabel und Co. kommen nebenbei am besten zum Verwerter. Der zahlt dafür.)
Martin S. schrieb: > Nein. Die Einzelteine sind sortenrein, Das ist was anderes. Es hörte sich so an als sei der komplette Sauger dorhin gelandet. Das ist also der Vorteil von Miele: Läßt sich leicht verwerten.
Martin S. schrieb: >>> Der Sauger ist in die gelbe Tonne gewandert, >> Da gehört er aber nicht hin, sondern in den Elektromüll. > Nein. Die Einzelteine sind sortenrein, also gehören sie in die gelbe > Tonne. Nur die Elektronik gehört in den Elektroschrott. Unser > Wertstoffhof nimmt Kunststoff nurnoch als Verbrennungsware an > (Hartplastik, Duroplasten, oder Teile, die zu groß für die gelbe Tonne > sind). Dann muss das aber eine Wertstofftonne sein und nicht eine gelbe Tonne aus dem dualen System für Verpackungen. Denn in die darf leider sortenreiner Gehäusekunststoff nicht rein, nur Verpackungen. Das Staubsaugergehäuse geht nicht als Motorverpackung durch, da fehlt der grüne Punkt :-( https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/muelltrennung/was-gehoert-in-welche-tonne/gelbe-tonne/ Ein Recyclinghof ist ein Zuschussbetrieb, deshalb nimmt der nur an, was er muss.
Andreas B. schrieb: > Martin S. schrieb: >> Nein. Die Einzelteine sind sortenrein, > > Das ist was anderes. Es hörte sich so an als sei der komplette Sauger > dorhin gelandet. Neinnein. Keinesfalls. So viel Dummheit sollte man hier hoffentlich nicht finden. > Das ist also der Vorteil von Miele: Läßt sich leicht verwerten. Mein Ansatz war ja nicht, das Ding möglichst sortenrein zu trennen, sondern zu erfahren, wie Miele sich eigentlich die Reparatur vorgestellt hat. Und ich muss sagen, dass man teilweise äußerste Gewalt anwenden muss (z.B. um den Klopfer auseinander zu bauen) - was ja vollkommen kontraintuitiv ist.
Wolf17 schrieb: > Dann muss das aber eine Wertstofftonne sein und nicht eine gelbe Tonne > aus dem dualen System für Verpackungen. Denn in die darf leider > sortenreiner Gehäusekunststoff nicht rein, In Folie einwickeln und dann leck mich. Der Scheiss wird eh nur verfeuert. Der "Vorhof" des hiesigen Zementwerks spricht da Bände.
Martin S. schrieb: > Andreas B. schrieb: >> Martin S. schrieb: >>> Nein. Die Einzelteine sind sortenrein, >> >> Das ist was anderes. Es hörte sich so an als sei der komplette Sauger >> dorhin gelandet. > > Neinnein. Keinesfalls. So viel Dummheit sollte man hier hoffentlich > nicht finden. > ... Kommt drauf an. Es gibt Gemeinden in denen in die Gelbe Tonne auch Kleinelektrogeräte dürfen.
Roland E. schrieb: > Kommt drauf an. Es gibt Gemeinden in denen in die Gelbe Tonne auch > Kleinelektrogeräte dürfen. Es gibt in Deutschland 401 verschiedene Regelungen, eben so viele wie Landkreise und kreisfreie Städte.
Roland E. schrieb: > Kommt drauf an. Es gibt Gemeinden in denen in die Gelbe Tonne auch > Kleinelektrogeräte dürfen. Die Intention der Frage war ja nicht, ob man das bei mir darf, sondern eher so zu verstehen, dass ich das hoffentlich nicht gemacht habe, wenn man keine Elektrogeräte bei uns in der Tonne entsorgen kann. Der Einwand war berechtigt, aber auf mich eben nicht zutreffend.
H. H. schrieb: > Roland E. schrieb: >> Kommt drauf an. Es gibt Gemeinden in denen in die Gelbe Tonne auch >> Kleinelektrogeräte dürfen. > > Es gibt in Deutschland 401 verschiedene Regelungen, eben so viele wie > Landkreise und kreisfreie Städte. Hier täte mal etwas mehr Zentralstaat gut.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Hier täte mal etwas mehr Zentralstaat gut. Willst Du allen Müll der BRD auf einen Haufen werfen? Wozu dann also der Ruf nach dem Zentralstaat?
> Hier täte mal etwas mehr Zentralstaat gut.
Nein, warum?
Abfallentsorgung (dazu zählt auch die gelbe Tonne) wird ausgeschrieben.
Die Kommunen selbst betreiben keine Anlagen dafür. Ob, und in welchem
Maße der Müll von den jeweiligen Unternehmen angenommen wird, hängt halt
von genau ebendiesem ab. Auf derartige Ausschreibungen bewirbt sich kein
externes Unternehmen, weil relativ viel Müll anfällt, und damit häufige
Leerungsfahrten notwendig sind.
Das, was der Gesetzgeber machen könnte, wäre eine Vorschrift, welcher
Müll in den jeweiligen Tonnen entsorgt werden darf. Damit würde man
indirekt natürlich die Verwerter zwingen, ihre Anlagen entsprechend
aufzurüsten.
Da inzwischen jeder Haushalt in Deutschland die gelbe Tonne / gelber
Sack hat (neben blauer, brauner und grauer Tonne), ist der absolute
Großteil des Müllaufkommens abgedeckt. Es bleibt halt noch
Elektroschrott und Altglas, wobei nur letzteres in Container kommt.
Elektroschrott kann ja in Geschäften abgegeben werden und wenn dann doch
mal ne Waschmaschine oder Kühlschrank weg muss (was seltenst vorkommt),
dann kann man die Entsorgung beim Neugeräteverkäufer mitbuchen oder
selbst organsieren.
Der einzige Müll, den ich noch zum WSH bringe, ist Elektroschrott. Der
Rest landet beim Verwerter oder in ebenjenen mannigfaltigen Mülltonnen.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Andreas B. schrieb: >> Müll > > Müll? Ist heutzutage alles Wertstoff. Auch wenn es nur für Verbrennung ist (was man dann als Restmüll bezeichnet).
Martin S. schrieb: > Da inzwischen jeder Haushalt in Deutschland die gelbe Tonne / gelber > Sack hat Leider gibt es immer noch Landkreise und Einzelgemeinden, wo dies nicht der Fall ist. Natürlich gibt es auch nicht in jedem Ort einen Wertstoffhof, so dass ein Großteil des Verpackungsmülls in der Restmülltonne landet.
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