Hallo, ein Nachbar hat mir aus dem Fundus eines anderen, verstorbenen Nachbarns diese 2 Platinen gegeben. Wir möchten gerne wissen, wozu sie gehören, oder was ihre Funktionen sind. Ich habe schon kurz nach "Projekt Technik" und den Nummern gesucht, aber nichts gefunden. Jener verstorbener Nachbar war Elektroingenieur bei Siemens, in der "Relais-Zeit". Vielen Dank!
Sieht aus wie Netzteil mit MJ2955 (pnp). Den Kühlkörper kannst Du sicher noch verwenden. Ob die abgelagerten Elkos noch brauchbar sind, habe ich Zweifel.
Sieht so aus, als wäre es ein besseres Netzteil. Da wurde noch mit Tusche gezeichnet und da ist ein Siemsn&Halske-Logo drauf, die V-Nummer ist eine typische Siemens-Teilenummer. Steinaltes Design, aber ein Nachbau eher von 1986 als 1976 wg. der roten LED (und dem Datecode auf dem Transistor). Möglicherweise auch ein Prüfungs- oder Ausbildungsstück. Wurde wahrscheinlich >30 Jahre nicht mehr betrieben und ist 40 Jahre alt, das würde ich nicht mehr anschließen ohne es zu renovieren, und selbst dann wüsste man nicht wozu es ist. Zudem sind heutige Teile mit identischer oder weentlich besserer Funktion heute halb so groß, passen teilweise nicht mehr. Und eine moderne wesentlich leistungsfähigere Schaltung ist nochmal ein gutes Stück kleiner. Ein schlechter Türstopper, das isses.
Jens M. schrieb: > eher von 1986 als 1976 Ich ordne das weit eher nach 1976 ein. Man könnte ja mal nach dem Datecode der Kondensatoren schauen.
H. H. schrieb: > Ich ordne das weit eher nach 1976 ein. Dank S&H tät ich da zustimmen, aber rote LEDs?
Jens M. schrieb: > H. H. schrieb: >> Ich ordne das weit eher nach 1976 ein. > > Dank S&H tät ich da zustimmen, aber rote LEDs? Aber sicher doch, z.B. CQY40.
Jens M. schrieb: > Da wurde noch mit Tusche gezeichnet und da ist ein Siemsn&Halske-Logo > drauf, Ich weiß nicht wie S&H das damals gemacht hat, aber 1969 hat Tektronix z.B. mit Bleistift entworfen und dann geklebt. Die geschwungenen Leiterbahnen müssen daher nicht unbedingt mit Tusche gezeichnet sein: https://www.youtube.com/watch?v=7weZ0TNRcuw&t=156s
Ja gut, welche exakte Technik da jetzt verwendet wurde sei mal dahingestellt, Rubbeln, Tusche, Kleben, was es nicht alles gab. Aber es ist auf jeden Fall lange vor CAD/CAE, also lange vor den Anfang-80ern, mitte der 80er hatte ich schon Bausätze mit den klassischen 45°-Knicken. Das Layout mit den runden Flächen und Linien ist definitiv 50 oder mehr Jahre alt.
Hallo, vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Der Herr ist über 90 Jahre alt geworden. Bei Interesse kann ich Datecodes ablesen. Aber wir waren halt nur neugierig, was, bzw. wofür das ist. Es sah schon sehr speziell aus für mich, besonders die Leiterbahnen, wie schon gesagt wurde. Ich vermutete wegen der Aufschrift auf einer der beiden Platinen, dass das vielleicht irgendein Bausatzprojekt aus irgendeiner Zeitschrift hätte sein können.
Jens M. schrieb: > Dank S&H tät ich da zustimmen, aber rote LEDs? Die waren 1986 weder was besonderes noch neues. Schon in den frühen 70ern wurden Taschenrechner mit LED-Siebensegment-Displays gebaut (z.B. Aristo M27 von 1972, oder TI-30 von 1976).
Harald K. schrieb: > Die waren 1986 weder was besonderes noch neues. 1986 nicht, aber 1976 hätte ich schon gesagt. Hab mich da anscheinend geirrt. Ich hatte schon öfter Reparaturen von 1970-72, die sahen nochmal deutlich historischer aus wie das hier gezeigte Dings, daher hätte ich das Teil eben auf 198x getippt. So oder so isses ein spezielles Siemens-Maschinenteil und vollkommen nutzlos ohne Kenntnis wohin es gehört.
Christoph db1uq K. schrieb: > Oh das Krümelmonster "Ich mag Müll" Oscar! In der deutschen Fassung später Rumpel.
stimmt https://de.wikipedia.org/wiki/Sesamstra%C3%9Fe#Oscar nach einem Brand 1988 geändert und den gab es auch noch, Genaaaaau: https://de.wikipedia.org/wiki/Sesamstra%C3%9Fe#Schlemihl „He, Du!“ – „Wer, ich?“ – „Psssst!“ – (leiser) „Wer, ich?“ – „Genaaaaau…“ und weiter nach dem Schema „…Möchtest du ein A kaufen?“ (öffnet eine Mantelseite).
Keks F. schrieb: > Bei Interesse kann ich Datecodes ablesen. Aber wir waren halt nur > neugierig, was, bzw. wofür das ist. Wenn schon, dann zeige mal die Elkos, bevor es im Wertstoffhof verschwindet. Mein Verdacht 70er Jahre? Hintergrund ist das alte SH-Logo. Siehe Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens
>> Dank S&H tät ich da zustimmen, aber rote LEDs? > > Die waren 1986 weder was besonderes noch neues. > > Schon in den frühen 70ern wurden Taschenrechner mit Nicht nur Taschenrechner, man schaue sich die ersten Home-Computer wie den IMSAI oder den ALTAIR an, da leuchten jede Menge LED's auf der Datenautobahn, fast wie eine Flugplatz-Rollfeld_Befeuerung für Stubenfliegen ;-) Und das war Mitte der Siebziger !!! OK, mancherorts hat es länger gedauert, bis moderne Halbleiter den Consumer-Markt erreichten. * https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:IMSAI_8080?uselang=de#/media/File:IMSAI8080.jpg * https://de.wikipedia.org/wiki/Altair_8800#/media/Datei:CPU_Altair_8800.jpg Und für den Jungen der sich lediglich für Mode interessierte, hatte Sinclair die "Black Watch" erfunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Sinclair_Radionics_Black_Watch
1972 gab es schon japanische Taschenrechner mit LED, später Minirex 73 https://www.elektromuseum.de/wissen-taschenrechner-minirex73.html
Lu schrieb: > 1972 gab es schon japanische Taschenrechner mit LED Und sogar in Deutschland gefertigte ... https://blog.hnf.de/taschenrechner-made-in-germany/ (Dort wird auch der Aristo M27 beschrieben)
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