Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Paradox: Paralellschaltung eines weiteren Verbrauchers senkt Leistungsaufnahme


von Fritz G. (fritz65)


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Ich habe mal die Leistungsaufnahme eines Gefrierscharnks vermessen. 
Läuft der Kompressor, verbraucht das Gerät 99W, was mit der 
Typenschildangabe (100W) gut übereinstimmt. Eine Waschmaschine begnügt 
sich im augseschalteten Zustand noch mit immerhin 8W.

Schaltet man beide Geräte parallel, beträgt der Messwert nur noch 89W. 
Das erscheint paradox, wie kann die Zuschaltung eines weiteren 
Verbrauchers die Summenleistung senken? Meine Vermutung ist, dass die 
Waschmaschine einen Kondensator im Eingangsfilter besitzt, der die 
Induktivität des Kompressors kompensiert und dadurch weniger 
Blindleistung aufgenommen wird. Die Scheinleistung, die das Messgerät 
anzeigt, würde dadurch sinken. Oder gibt es noch eine andere Erklärung?

von H. H. (Gast)


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Passt schon.

Du misst mit deinem Gerät offensichtlich nur die Scheinleistung.

von Jens G. (jensig)


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Fritz G. schrieb:
> Schaltet man beide Geräte parallel, beträgt der Messwert nur noch 89W.
> Das erscheint paradox, wie kann die Zuschaltung eines weiteren
> Verbrauchers die Summenleistung senken?

Zuschaltung vor oder nach dem Meßgerät?

von Fritz G. (fritz65)


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Jens G. schrieb:
> Zuschaltung vor oder nach dem Meßgerät?

Natürlich von der Stromquelle aus gesehen hinter dem Meßgerät.

von Thomas E. (tmomas)


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Fritz G. schrieb:
> Eine Waschmaschine begnügt
> sich im augseschalteten Zustand noch mit immerhin 8W.

8W im ausgeschalteten Zustand erscheint mir horrend viel. Meintest du 
vielleicht 0,8W?

von H. H. (Gast)


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Thomas E. schrieb:
> Fritz G. schrieb:
>> Eine Waschmaschine begnügt
>> sich im augseschalteten Zustand noch mit immerhin 8W.
>
> 8W im ausgeschalteten Zustand erscheint mir horrend viel. Meintest du
> vielleicht 0,8W?

Offensichtlich sind es 8VA.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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Vielleicht hat ein Gerät einen induktiven Blindanteil
und das andere einen kapazitiven Blindanteil,
dann kompensiert sich der Strom teilweise.
Wenn beide Blindströme gleich groß sind, kompensieren
sie sich zu Null.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Du bist den stromspeichernden Kobolden ganz dicht auf den Fersen. ;)

Die Erklaerung von Günter passt.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Fritz G. schrieb:
> Ich habe mal die Leistungsaufnahme eines Gefrierscharnks vermessen.
Wie und womit?

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Fritz G. schrieb:
> Eine Waschmaschine begnügt
> sich im augseschalteten Zustand noch mit immerhin 8W.
Naja, Dein Gefrierschrank wird überwiegend eine Induktivität darstellen.
Deshalb:

H. H. schrieb:
> Passt schon.
>
> Du misst mit deinem Gerät offensichtlich nur die Scheinleistung.

Deine WaMa hat am Eingang einen Kondesator. Der ist vermutlich auch im 
ausgeschalteten Zustand 'am Netz'.

1Watt Wirkleistung wird das nicht sein. Eher..


H. H. schrieb:
> Passt schon.
>
> Du misst mit deinem Gerät offensichtlich nur die Scheinleistung.

von Jens G. (jensig)


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Lothar M. schrieb:
> Fritz G. schrieb:
>> Ich habe mal die Leistungsaufnahme eines Gefrierscharnks vermessen.
> Wie und womit?

Mit einem Scheinleistungs-Messgerät:

Fritz G. schrieb:
> Die Scheinleistung, die das Messgerät
> anzeigt, würde dadurch sinken.

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Thomas S. schrieb:
> Deine WaMa hat am Eingang einen Kondesator. Der ist vermutlich auch im
> ausgeschalteten Zustand 'am Netz'.

Yep.
Und eine "Standby-Schaltung" läuft da.
Ich merk das an den Rundfunkstörungen im LW-Bereich, sobald der 
Netzstecker der WaMa gesteckt ist, pfeift es im Radio.
Hab mich schon gewundert, woher das kommt, bis ich auf die WaMa gestoßen 
bin. Sie "zieht" im Leerlauf 0,07 A.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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von Manfred P. (pruckelfred)


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H. H. schrieb:
> Offensichtlich sind es 8VA.

An meiner Miele W423 zeigt der alte Energiekostenmesser (PM300 von 2005) 
9 Watt an, ein mechanischer Stromzähler rührt sich nicht. Ein besserer 
Energiekostenmesser zeigt dann 0 Watt und das Kondensatorsymbol im 
Display.

Der Sache kann man auch nachgehen und ein Kapazitätsmeßgerät an den 
Netzstecker klemmen.

Karl B. schrieb:
> Und eine "Standby-Schaltung" läuft da.

In meiner nicht, die hat keine Elektronik.

> Ich merk das an den Rundfunkstörungen im LW-Bereich, sobald der
> Netzstecker der WaMa gesteckt ist, pfeift es im Radio.
> Hab mich schon gewundert, woher das kommt, bis ich auf die WaMa gestoßen
> bin. Sie "zieht" im Leerlauf 0,07 A.

70 mA müssten dann 1 µF am Netz sein.

von Joachim B. (jar)


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Manfred P. schrieb:
> 70 mA müssten dann 1 µF am Netz sein

passt, einem Messrahmen im Labor wurde deswegen das Prüfsiegel 
verweigert weil der Ableitstrom zu hoch war, ich mußte auf 0,1µF 
"abrüsten"

von Karl B. (gustav)


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So sieht der Entstörer aus. Der hängt immer am Netz. Nur, wenn ich den 
Stecker ziehe nicht. Ganz neue haben sogar zwei Drosselsysteme.
Einmal für common mode einmal differential mode.
Bei meiner Wama ist ein Schaltnetzteil immer in Betrieb. Daher der 
erhöhte "Leerlauf"-Strom.
(Zum Beispiel für Zeitsteuerung für Einweichen, verzögerter Start, evtl. 
noch Aqua Stop etc.)

ciao
gustav

von Jürgen F. (unterstrom)


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Hallo Fritz,
wenn dein Gefrierschrank eine Wirkleistung von 100W benötigt und dein 
Wirkleistungsmesser tatsächlich die Wirkleistung anzeigt, dann kann 
keine parallel geschaltete (passive) Schaltung der Welt diese 
Wirkleistung verringern.
Entweder dein Gefrierschrank benötigt keine 100W Wirkleistung oder dein 
Wirkleistungsmesser zeigt nicht die Wirkleistung an (wenigstens nicht 
genau genug). Das Schaltnetzteil der Waschmaschine dürfte da auch mit 
rein spucken.
Zeigt dein Messgerät Wirk-/Schein/Blindleistung an? Wenigstens 
Wirk-/Scheinleistung und cos fi?
Was zeigt es an bei:
Alles aus (3x0?)
Nur Gefrierschrank ein
Nur WaMa ein?
Gefrierschrank mit WaMa?

Jürgen

von Klaus (feelfree)


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Jürgen F. schrieb:
> Hallo Fritz,

Hallo Jürgen, Du bist mit deinen Fragen deutlich zu spät - es ist schon 
lange alles geklärt.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Jürgen F. schrieb:
> dein Wirkleistungsmesser
Fritz hat nie gesagt, dass sein bis dato unbekannter Leistungsmesser die 
Wirkleistung anzeigt.

Die einzigen beiden Posts vom Fritz sind die hier:
- Beitrag "Paradox: Paralellschaltung eines weiteren Verbrauchers senkt Leistungsaufnahme"
- Beitrag "Re: Paradox: Paralellschaltung eines weiteren Verbrauchers senkt Leistungsaufnahme"

Der Rest sind Mutmaßungen. Möglicherweise richtige, aber eben nur auf 
Verdacht und aus Erfahrung ausgesprochen.

von Jürgen F. (unterstrom)


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Aus:
> ... verbraucht das Gerät 99W, was mit der
> Typenschildangabe (100W) gut übereinstimmt. Eine Waschmaschine begnügt
> sich im augseschalteten Zustand noch mit immerhin 8W.
mehrmals lese ich als Einheit [W], also: Watt. Das ist für mich 
Wirkleistung.

> ...Verbrauchers die Summenleistung senken? Meine Vermutung ist, dass die ...
hier taucht der Begriff "Summenleistung" auf.

Drei Zeilen weiter:
> ... Blindleistung aufgenommen wird. Die Scheinleistung, die das Messgerät ...
nennt er die Begriffe Blindleistung und Scheinleistung. Ich erkenne 
daran, dass er mit Wirk-/Schein-/Blindleistung vertraut ist und Eingangs 
Wirkleistung gemeint hat.

von H. H. (Gast)


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Jürgen F. schrieb:
> Ich erkenne
> daran, dass er mit Wirk-/Schein-/Blindleistung vertraut ist und Eingangs
> Wirkleistung gemeint hat.

Wäre er damit wirklich vertraut, dann hätte er die Frage nicht gestellt.

von Uwe (neuexxer)


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>> ...dass er mit Wirk-/Schein-/Blindleistung vertraut ist und Eingangs
>> Wirkleistung gemeint hat.

> Wäre er damit wirklich vertraut,
> dann hätte er die Frage nicht gestellt.

Grundlagen, qed.       ;-)

von Rainer W. (rawi)


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Klaus schrieb:
> Du bist mit deinen Fragen deutlich zu spät - es ist schon
> lange alles geklärt.

Gut so, dann bleibt mehr Zeit für Grundlagen ;-)

Jürgen F. schrieb:
> ... cos fi

https://de.wikipedia.org/wiki/Griechisches_Alphabet#Buchstaben

von Fritz G. (fritz65)


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Lothar M. schrieb:
> Jürgen F. schrieb:
>> dein Wirkleistungsmesser
> Fritz hat nie gesagt, dass sein bis dato unbekannter Leistungsmesser die
> Wirkleistung anzeigt.
Sorry, ich war über das Wocheende weg. Ich melde mich mal hier zurück: 
Bei dem Leistungsmesser handelt es sich die Anzeige eines 
Wechselrichters, an dem die Verbraucher angeschlossen wurden. Die 
Anzeige trägt zwar die Einheit W und nicht VA, trotzdem gehe ich davon 
aus, dass er die Scheinleistung anzeigt.
Das Ding leistet maximal 3000W (6000W für max. 5s). Laut Handbuch 
bezieht sich das auf die Scheinleistung, was auch Sinn macht, denn diese 
bestimmt den maximalen Strom, der durch die Wechselrichterbrücke fließt.

Ich habe mal nachgerechnet: 8Var Blindleistung entsprechen bei 230V und 
50Hz einer Kapazität von 0.48 µF, was gut zum oben gezeigten Filter mit 
0.5µF passen würde. Meine Waschmschine hat jedoch eine explizite 
"Aus"-Stellung. Ich verstehe nicht, warum das Eingangsfilter nicht mit 
abgeschaltet wird.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Joachim B. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> 70 mA müssten dann 1 µF am Netz sein
> passt, einem Messrahmen im Labor wurde deswegen das Prüfsiegel
> verweigert weil der Ableitstrom zu hoch war, ich mußte auf 0,1µF
> "abrüsten"

Als Ableitstrom sind 70mA deutlich zuviel. Um 70mA fließen zu lassen, 
ohne den FI zu werfen, müssten diese an der Speisung liegen, zwischen L 
und N.

Fritz G. schrieb:
> Ich habe mal nachgerechnet: 8Var Blindleistung entsprechen bei 230V und
> 50Hz einer Kapazität von 0.48 µF, was gut zum oben gezeigten Filter mit
> 0.5µF passen würde.

Leider hat er den nicht komplett gezeigt, dass man die Schaltung im 
unteren Teil sieht.

> Meine Waschmschine hat jedoch eine explizite
> "Aus"-Stellung. Ich verstehe nicht, warum das Eingangsfilter nicht mit
> abgeschaltet wird.

Diese Unsitte haben viele Geräte, Entstörglieder vor dem Schalter. Auf 
jeden Fall ist das ein erhöhtes Risiko und man sollte schauen, ob man 
diese nicht extern trennen kann.

Es ist Jahrzehnte her, dass mehrere Fernseher wegen fehlerhafter 
Entstörkondensatoren (gelbe ITT) gebrannt haben, warum soll sowas nicht 
wieder einmal passieren können?

von Rick (rick)


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Fritz G. schrieb:
> Ich verstehe nicht, warum das Eingangsfilter nicht mit
> abgeschaltet wird.
Das ist (leider) bei vielen Geräten so. Damit entstört man auch gleich 
das Prellen beim Schaltvorgang, damit es im Radio nicht knackt.

von Wolf17 (wolf17)


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Karl B. schrieb:
> Bei meiner Wama ist ein Schaltnetzteil immer in Betrieb. Daher der
> erhöhte "Leerlauf"-Strom.
Sowohl der Entstörkondensator als auch das Schaltnetzteil leben nicht 
ewig, jeder Netzpeak kann der letzte sein.

Für ein langes Leben empfehle ich bei Nichtnutzung den Stecker zu 
ziehen, oder mindestens L abzuschalten.

von Karl B. (gustav)


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Wolf17 schrieb:
> Für ein langes Leben empfehle ich bei Nichtnutzung den Stecker zu
> ziehen, oder mindestens L abzuschalten.

Für bestimmte Waschprogramme ist das aber nötig.
Zum Beispiel: "Einweichen- Starverzögerung 9 Stunden"

Manfred P. schrieb:
> Diese Unsitte haben viele Geräte, Entstörglieder vor dem Schalter. Auf
> jeden Fall ist das ein erhöhtes Risiko und man sollte schauen, ob man
> diese nicht extern trennen kann.

Richtig, bei der alten Wama hatte der Entstörkondensator für satte 
Kurzschlüsse gesorgt. Komisch zwischenzeitlich ging die Maschine wieder.
Dann häufte sich das.
Nach nicht zerstörungsfreier Untersuchung stellte sich heraus, dass X 
und Y-Kondensatoren nicht extra als Kondensatoren "mit" Verpackung 
ausgeführt worden waren, sondern nur ineinandergewickelte Folien bzw. 
Isolierstoff waren.
Siehe Bild. Und die Isolation ist dann irgendwann durchgeschlagen.
Bei Verwendung von Einzelkondensatoren nach vorgeschriebener 
Spezifikation und noch etwas mehr eingeplanter Reserve könnte ich mir 
vorstellen, dass sowas dann wesentlich seltener vorkommen dürfte.
Aber dann haben wir wieder ein Montageproblem.

ciao
gustav

von Nemopuk (nemopuk)


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Fritz G. schrieb:
> Ich verstehe nicht, warum das Eingangsfilter nicht mit abgeschaltet
> wird.

Bei meiner ist sogar die ganze Steuerplatine ständig unter Strom In der 
"aus" Stellung ist offenbar nur die 7-Segment Anzeige aus. Trotzdem 
erfüllt sie die aktuellen gesetzlichen Forderungen zum Standby.

von Karl B. (gustav)


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So eine ähnliche Thematik hatten wir bei der Angabe des cos phi schon 
einmal hier diskutiert.
Beispiel: Ein Gerät mit induktivem Anteil produzierte eine Anzeige von 
cos phi = 0,7.
Wurde jetzt am gleichen Stromkreis ein 2 kW Heizlüfter (ohmsche Last) 
zugeschaltet, sprang die Anzeige auf cos phi = 1
Fazit:
Die einzelnen Verbraucher sollten einzeln erfasst werden, nicht die 
Summe.
Der cos phi = 0,7 bleibt für das spezielle (induktive) Gerät 0,7 und 
geht nicht etwa auf 1.

ciao
gustav

von Ralf X. (ralf0815)


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Karl B. schrieb:
> Wolf17 schrieb:
>> Für ein langes Leben empfehle ich bei Nichtnutzung den Stecker zu
>> ziehen, oder mindestens L abzuschalten.
>
> Für bestimmte Waschprogramme ist das aber nötig.
> Zum Beispiel: "Einweichen- Starverzögerung 9 Stunden"

Niemand ist gezwungen, bei solchen Programmen zwischendurch den Stecker 
zu ziehen oder das Gerät per Zwischenstecker mit Schalter vom Netz zu 
trennen.

von Karl B. (gustav)


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Ralf X. schrieb:
> Niemand ist gezwungen, bei solchen Programmen

Du spielst hier auf die "neue" ErP Richtlinie ((EU) 2024/1781) an.
"Ziele: Nachhaltige Produkte zur Norm machen, Umwelt- und CO2-Fußabdruck 
verringern."
Dabei hat die Maschine schon die Öko-Programme. Und das "Sinnersche 
Prinzip" wird durch die "Einweichzeit" eingehalten oder sogar 
übertroffen, so dass der gegenzurechnende Stromverbrauch der Steuerung 
im Standby wegkompensiert wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sinnerscher_Kreis

ciao
gustav

von Rolf (rolf22)


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Nemopuk schrieb:

> Bei meiner ist sogar die ganze Steuerplatine ständig unter Strom In der
> "aus" Stellung ist offenbar nur die 7-Segment Anzeige aus. Trotzdem
> erfüllt sie die aktuellen gesetzlichen Forderungen zum Standby.

Mancher mogelt sich kreativ um die gesetzlichen Vorschriften herum. 
Meine Spülmaschine von Miele hat WLAN, das sich nicht vollständig 
abschalten lässt. Also "benötigt" sie mehr Strom als die sonst erlaubten 
0,5 W.
Aber tatsächlich wird das WLAN gar nicht wirklich gebraucht, die 
Maschine läuft bei mir seit Jahren problemlos an einem 
Steckdosenschalter, der bei Nichtgebrauch immer auf AUS steht.

Nur weil irgendein Dackel unbedingt auf dem Smartphon nachsehen können 
muss, wann sein Geschirr fertig ist, dürfen im Standby ein paar Watt 
verbraucht werden. Die Statusanzeige ist im Standby übrigens aus, dabei 
wäre die durchaus nützlich.
Warum kann man das WLAN nicht einfach im Menü abschalten? Ich rate mal: 
Produktmanager-Entscheidung.

von Wolf17 (wolf17)


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Karl B. schrieb:
> Dabei hat die Maschine schon die Öko-Programme. Und das "Sinnersche
> Prinzip" wird durch die "Einweichzeit" eingehalten oder sogar
> übertroffen, so dass der gegenzurechnende Stromverbrauch der Steuerung
> im Standby wegkompensiert wird.
Es geht mir bei meiner Abschaltempfehlung nicht darum, den 
Bereitschaftsstromverbrauch zu reduzieren.
Wer oft wäscht, hat nach ein paar Jahren eh das mechanische 
Auslegungsende erreicht und braucht eine neue Maschine.
Der Gelegenheitsnutzer kann durch die Abschaltung aber dem unnötigen 
Elektronikausfall vorbeugen.

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