Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Spannungsregler von Eisemann Stromerzeuger defekt (Bj 1963)


von Clemens (daxmus)



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Ich habe einen Stromerzeuger (Bundeswehr, Bj 1963) bei dem der 
Spannungsregler augenscheinlich defekt ist.
Hersteller müsste die Firma "Gebrüder Ruhstrat" sein.

Reparieren kann man ihn wohl nicht mehr. Meine Frage ist ob jemand weiß, 
ob das ein "simpled" Potentiometer ist oder steckt da mehr drin?

Und gibt es eine Möglichkeit das Teil zu ersetzen, so das ich den 
Stromerzeuger nutzen kann?
Das ich die Spannung einstellen kann (50-220V) brauche ich nicht, ich 
könnte auch mit einer fixen Ausgangsspannung von 220V leben.

von H. H. (hhinz)


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Das war ein Stelltransformator.

Beitrag #7995560 wurde vom Autor gelöscht.
von Clemens (daxmus)


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Ok danke. Kann man den Generator dann auch ohne betreiben, also eben fix 
mit 220V Ausgangsspannung?

Und kann man an Hand des Schaltschemas sagen wie das ganze verdrahtet 
werden muss?
Der rechte Pol des Sicherungsautomaten ist ja bereits mit dem Generator 
verbunden, das sollte passen. Aber wo müsste der linke Pol angeschlossen 
werden?

von Udo S. (urschmitt)


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Wie ist denn das passiert? Der sieht ja völlig abgefackelt aus.
Hätte die Überstromsicherung sowas nicht verhindern sollen?

von Matthias S. (dachs)


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Clemens schrieb:
> Kann man den Generator dann auch ohne betreiben, also eben fix
> mit 220V Ausgangsspannung?

Wahrscheinlich nicht. Man kann den sicher ohne Stelltrafo betreiben, 
aber ob das dann 220V sind, kann man nicht vorhersagen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Ohne, dass ich irgendwie gross Ahnung von solchen Stromerzeugern haette, 
wuerde ich angesichts des kross ueberbackenen Stelltrafos doch auch mal 
einen Blick in die Innereien des "Reglers" (siehe Photo mit dem 
Schaltschema) werfen, denn ich halte es fuer recht wahrscheinlich, dass 
es da aehnlich drinnen aussehen koennte...

Gruss
WK

von Papa P. (papa_p)


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Clemens schrieb:
> oder steckt da mehr drin?

Also wenn Du den mitgelieferten Übersichtsplan nicht lesen kannst,
dann lass die Finger davon.

Wenn dieser Stelltrafo so abraucht, dann ist mit Sicherheit mehr defekt.
Generatorwicklung, schaltprobleme Regeleinheit.

Übrigens wären Bilder der Regeleinheit (Platine) nützlicher.

Gruß

von Udo S. (urschmitt)


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Dergute W. schrieb:
> Ohne, dass ich irgendwie gross Ahnung von solchen Stromerzeugern haette,
> wuerde ich angesichts des kross ueberbackenen Stelltrafos doch auch mal
> einen Blick in die Innereien des "Reglers" (siehe Photo mit dem
> Schaltschema) werfen,

Auch der Generator selbst. Wenn der so viel Überstrom bekommen hat wie 
der angekokelte Stelltrafo vermuten lässt, kann die Generatorwicklung 
ähnlich aussehen.
Allerdings könnte es sein, dass der Stelltrafo auf eine deutlich 
niedrigere Spannung als 220V gestellt war, dann hätte der Generator (und 
diese Regler Black Box) einen deutlich niedrigeren Strom gesehen.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Der Schaden kann aber auch deshalb so spektakulär aussehen, weil ein 
mittlerer Lichtbogen längere Zeit vor sich hingeschmort hat. Der 
Blasenwurf auf dem Trafoschild und die Risse im Lack scheinen mir darauf 
hinzudeuten. Dann müßten andere Komponenten nicht zwingend geschädigt 
sein. Zumindest nicht so enorm wie ein Gabelschlüsselwurf gleichzeitig 
auf drei Phasen NH-Sicherungen. :)

Man sieht ja den abgeschmolzenen Trafodraht. Henne-Ei-Problem: Waren z.B 
Kontaktprobleme am Trafo die Ursache oder ist der das Opfer von einem 
anderen Fehler.

Da das Gerät aus dem Kalten Krieg ist: Im KGB-Archiv hat es sicherlich 
Schaltpläne vom Regler. Die man der Bundeswehr nie ausgehändigt hat 
wegen Betriebsgeheimnis und Weiterverdienst an Reparaturen. :)

P.S.: Sehr "lustig", daß man bei Google-Suchen zu einem Thema 
mittlerweile nur noch Treffer auf die Frage im Mikrocontroller-Forum 
bekommt.

P.P.S.: Wie auch bei anderen Fragen zu Geräten, immer die genauen 
Typenbezeichnungen nennen. Oft gibts schon andere Gruppen, die sich 
damit beschäftigt haben und typische Ausfallerscheinungen längst gelöst 
bzw. eingeordnet haben.

: Bearbeitet durch User
von Clemens (daxmus)



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Wie es dazu kam kann ich nicht sagen. Die Sicherung hat aber ausgelöst.
Wie ich den Motor getestet habe, hat die Stromanzeige kurz gezuckt und 
dann ist die Sicherung geflogen.

Den Spannungsregler habe ich ausgebaut - scheint ja eh nicht mehr zu 
retten zu sein.

Das restliche Innenleben sieht für mich eigentlich ganz gut aus. 
Zumindest kann ich keine weiteren Kokelstellen sehen.

Am Spannungsregler waren die Kontakte 1 & 3 sicherungsseitig und 2 & 4 
sind dann wohl die zweite Wicklung.

Falls jemand Tipps hat, oder eine Einschätzung wie man den Generator 
wieder in Betrieb nehmen kann (Wie gesagt mit fix 220/230V wäre ich auch 
zufreiden) wäre ich dafür sehr dankbar

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