Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ausgangsspannung von buck converter dynamisch verändern


von Thomas Ö. (thomas_609)


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Hallo,

ich möchte irgendwie einen Buck converter, bzw. den Feedback loop eines 
buck converters so beeinflussen das ich seine Ausgangsspannung 
einstellen kann.

Ich brauche das ganze als Vorstufe für einen Linearregler, also der 
mitlauft falls ich die Ausgangsspannung LR ändere.

Habe jetzt schon mal versucht an den Feedback pin einen zusätzlichen 
Widerstand anzuhängen und über den eine Spannung einzufügen. Mit dieser 
Methode habe ich es aber nur geschaft Vout nur um ein paar 100mV 
anzuheben.

Jetzt habe ich über einen NPN Transistor einen Widerstand dazu 
geschalten um ihn darüber anzusteuern, funktioniert aber auch nur so wie 
oben, und die Spannung fängt an zu schwingen. Durch einen Parallen 
Kondensator (500nF CerCap) zum Injektion Widerstand hat sich das etwas 
in den Griff bekommen, aber wirklich sauber ist die Spannung dadurch 
auch nicht.

Noch zusätzlich: Die Spannung muss nicht super schön sein, also ein 
etwas höherer Ripple ist nicht so schlimm da dahiner eh noch ein 
Linearer Regler ist.

Ich weiß nicht ob das irgendwie so funktionieren kann und realistisch 
ist.
Ich brauche halt irgendwie eine Möglichkeit, die Ausgangsspannung eines 
(hab den schaltplan mal angehänt) Buckconvertes mit Vin = 20V so von 2V 
bis 16V zu verstellen.

von Gustl B. (-gb-)


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Thomas Ö. schrieb:
> Habe jetzt schon mal versucht an den Feedback pin einen zusätzlichen
> Widerstand anzuhängen und über den eine Spannung einzufügen.

Ja, so kann man das machen. Eben über diesen Widerstand einen DAC 
anschließen.

von Jens G. (jensig)


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Thomas Ö. schrieb:
> Habe jetzt schon mal versucht an den Feedback pin einen zusätzlichen
> Widerstand anzuhängen und über den eine Spannung einzufügen. Mit dieser
> Methode habe ich es aber nur geschaft Vout nur um ein paar 100mV
> anzuheben.

Wenn du es noch nicht mal schaffst, uns zu sagen, mit welcher Spannung 
Du da operiert hast, muss man sich auch nicht wundern, dass da nix 
gezieltes draus wird ...

Vsense+ ist bekannt (Datenblatt), R4, R5, R16 sind bekannt. Ja dann 
kannst Du doch ausrechnen, bei welcher INJ-Spannung Du welche 
Ausgangsspannung erhälst. Vsense+/R16 ergibt einen Strom durch R16, den 
die beiden oberen R in Summe liefern müssen. Der Rest ist Anwendung von 
zweimal R=U/I über beide R4+R5 ....
Wozu soll die D4 sein? Und warum ist L2 ausgekreuzt?

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas Ö. schrieb:
> Habe jetzt schon mal versucht an den Feedback pin einen zusätzlichen
> Widerstand anzuhängen und über den eine Spannung einzufügen. Mit dieser
> Methode habe ich es aber nur geschaft Vout nur um ein paar 100mV
> anzuheben.

Im Zweig von der Spannung zum FB des Reglers eine Diode und von der 
anderen Stellgröße ebenfalls eine Diode, damit die sich nicht 
gegenseitig bekriegen. Dann ist die Logik "höher gewinnt".

Besonders präzise muß das ja nicht sein, es soll lediglich die maximal 
mögliche Spannung begrenzt werden, die wichtige Stellgröße ist der 
Eingang des Linearreglers.

von Gustl B. (-gb-)


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Nein, da braucht man keine Dioden. Einfach über einen 3. Widerstand 
einen DAC anschließen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas Ö. schrieb:
> Habe jetzt schon mal versucht an den Feedback pin einen zusätzlichen
> Widerstand anzuhängen und über den eine Spannung einzufügen. Mit dieser
> Methode habe ich es aber nur geschaft Vout nur um ein paar 100mV
> anzuheben.
Mit dieser Methode wird ja auch Vout lediglich abgesenkt...

Thomas Ö. schrieb:
> Die Spannung muss nicht super schön sein, also ein etwas höherer Ripple
> ist nicht so schlimm da dahiner eh noch ein Linearer Regler ist.
Und wie gut kann der den Ripple dieses 2,5 MHz Schaltreglers rausbügeln?

: Bearbeitet durch Moderator
von Manfred P. (pruckelfred)


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Lothar M. schrieb:
>> Methode habe ich es aber nur geschaft Vout nur um ein paar 100mV
>> anzuheben.
> Mit dieser Methode wird ja auch Vout lediglich abgesenkt ...

Gut, genau dieses Detail habe ich übersehen, Denkfehler beim Design.

Ich würde den Regler auf die Maximalspannung auslegen und dann, abhängig 
vom Ausgang, diese verringern.

Schaue mal in den Anhang, Doppeldiode D101. Über rechts A4 wird der 
Ausgang auf ungefähr 5 Volt gehalten, wenn über die Shunts R106..109 
zuviel Strom fließt, zieht der OP über die linke Diode den FB hoch und 
drückt damit die Ausgangsspannung des Reglers runter.

Das ist zwar ein anderer Regler und eine andere Anwendung als bei 
Thomas, aber funktioniert vom Prinzip her genauso.

von Gustl B. (gustl_b)


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Manfred P. schrieb:
>> Mit dieser Methode wird ja auch Vout lediglich abgesenkt ...
>
> Gut, genau dieses Detail habe ich übersehen, Denkfehler beim Design.

Dafür gibt es DACs die mit der Mittenspannung starten beim Power-Up.

von Dieter W. (dds5)


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Lothar M. schrieb:
> Thomas Ö. schrieb:
>> Habe jetzt schon mal versucht an den Feedback pin einen zusätzlichen
>> Widerstand anzuhängen und über den eine Spannung einzufügen. Mit dieser
>> Methode habe ich es aber nur geschaft Vout nur um ein paar 100mV
>> anzuheben.
> Mit dieser Methode wird ja auch Vout lediglich abgesenkt...

Wenn man einen negativen Strom in den Sense Knoten einspeist, sollte die 
Ausgangsspannung auch ansteigen.

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