Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lupenbrille vom Chinesen


von Jemin K. (jkam)


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Hallo,

hat irgendjemand Erfahrung mit diesen "echten" Lupenbrillen für 
Zahnärzte, die sich relativ günstig (200 Euro) bei Ali finden lassen? 
Gibt's eine Empfehlung? Vor Jahren habe ich Mal zum Spaß eine für 10 
Euro gekauft, das waren nur zwei Lupen am Gestell, komplett sinnlos. Im 
Prinzip suche ich eine mit echter Fernglasoptik und ca 4-5x 
Vergrößerung... Was ich nicht suche sind normale Lupenbrillen, 
Lesebrillen mit 5 Dioptrien etc., sondern wirklich eine mit 
zusammengesetzter Optik!

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> sondern wirklich eine mit zusammengesetzter Optik!

Sowas gibt es, aber sie haben nicht deine Vergroesserung:

https://www.eschenbach-vision.com/de-DE/produkte/produkt/maxdetail1624511

Mir waere z.B eine Vergroesserung von 4-5 noch zu wenig und auf Zoom 
moechte ich auch nicht verzichten. Das Problem ist aber mit steigender 
Vergroeserung wird die Tiefenschaerfe kleiner. Das macht es dann 
irgendwann schwierig vernuenftig auf etwas zu fokusieren. Daher dann die 
Standmikroskope.

Vanye

Beitrag #7996595 wurde vom Autor gelöscht.
von Stephan S. (uxdx)


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Vanye R. schrieb:
> Mir waere z.B eine Vergroesserung von 4-5 noch zu wenig und auf Zoom
> moechte ich auch nicht verzichten. Das Problem ist aber mit steigender
> Vergroeserung wird die Tiefenschaerfe kleiner.

UND jeder noch so winzige Kopfwackler wird dann entsprechend verstärkt!

von Nick (b620ys)


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Stephan S. schrieb:
> UND jeder noch so winzige Kopfwackler wird dann entsprechend verstärkt!

So wie bei den einfachen Lupenbrillen. Und bei denen kann das unser 
Sehapparat ausgleichen. Z.B. Gefäßchirurgen beweisen das täglich.

Ja, die Preise sind heftig. Ab ca. 700 €

von Jemin K. (jkam)


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Auf welche Parameter muss ich denn achten, um zu wissen ob das 50 Euro 
Modell was taugt, oder es doch 300 sein müssen?

von Nick (b620ys)


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Jemin K. schrieb:
> Auf welche Parameter muss ich denn achten, um zu wissen ob das 50 Euro
> Modell was taugt

Wird wohl primär der Preis sein.

von Andreas S. (bastelmax)


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Zur Not zurück schicken - bei Amazon kein Problem.

von Harald A. (embedded)


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Wenn man nach Eschenbach MaxDetail sucht wird diese hier und da als 
bessere Alternative genannt:
https://www.stewmac.com/luthier-tools-and-supplies/tools-by-job/tools-for-maintenance/optivisor-headband-magnifier

von Nick (b620ys)


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Harald A. schrieb:
> und da als bessere Alternative genannt:

Das sucht der TO nicht. Das ist eine schnöde Lupenbrille mit EINER 
einzigen Linse pro Auge. Also leider nix "besser" oder "Alternative"
Das was der TO sucht, sind "echte" Lupenbrillen mit zwei (oder mehr) 
Linsen pro Auge. Ich glaub (!) das nennt sich Keppler-Optik.
Oder eben sowas wie die Eschenbach MaxDetail.

Wobei ich persönlich Eschenbach etwas skeptisch gegenüber stehe.

von Carsten W. (eagle38106)


Angehängte Dateien:

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Ich habe so ein Teil von Eschenbach. Hatte mir mein Optiker vor Jahren 
für viel Geld verkauft.

Hat funktioniert, kann man über der normalen Brille tragen oder alleine.

Zusammen mit der normalen Brille kann man auch scharf dran vorbeisehen, 
wenn man das Objekt nicht direkt betrachtet. Ist aber auf die Dauer sehr 
anstrengend, weil man ständig hin- und herfokussiert. Der Vorteil ist 
natürlich das 3D-Sehen mit so einer Brille.

Ich bin aber inzwischen auf ein Aufsicht-Kamera-only-Mikroskop mit 
kleinem Bildschirm umgestiegen. Für schnell mal zwischendurch reicht der 
kleine Bildschirm. Wenns mehr wird, wird per HDMI ein alter 19-Zöller 
angeschlossen.

Das positionieren des Lötkolbens ohne 3D lernt man mit der Zeit, indem 
man auf den Schattenwurf achtet.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

ich arbeite schon viel Jahre mit diesen Lupenbrillen Aufsteck Gebilden:

https://grobetusa.com/product/clip-on-opticaid-magnifiers-with-2-3-4x-power-item-no-29-772/

Arbeits Distanz ist 15cm und es gibt sie in verschiedenen 
Vergroesserungsklassen. Fuer feine SMD Arbeiten eignen sie sich 
vorzüglich. Auf Grund der 15cm Arbeitsdistanz ist auch das Arbeiten mit 
dem Loetkolben sehr angenehm (JBC T211)

Die von ALI oder AZ angebotenen LBs aus Fernost empfehle ich nicht. Die 
sind schlechte Kopien des Originals und passen nicht gut auf die Brille.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Carsten W. schrieb:
> Ich habe so ein Teil von Eschenbach. Hatte mir mein Optiker vor Jahren
> für viel Geld verkauft.

Lässt sich "viel" in eine halbwegs aktuelle Zahl pressen?

> Hat funktioniert, kann man über der normalen Brille tragen oder alleine.

Wie groß ist denn der Arbeitsabstand und wie komfortabel ist der 
nutzbare Schärfebereich?

Es gibt jede Menge Vergrößerungshilfen, die allesamt an Abstand, 
Schärfebereich und Sichtfeld kranken.

von Nick (b620ys)


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Noch ergänzend aus meiner persönlichen Erfahrung:
Ich hatte mal mit einem Mantis Mikroskop gearbeitet. Das ist einfach der 
Hammer! Leider auch vom Preis her. Stereo, aber völlig entspannt, 
komplett andere Liga wie die üblichen Stereomikroskope. Mal 
ausprobieren!
https://www.visioneng.de/produkte/stereomikroskope/mantis/

Ich hab auch mal sowas wie die Aufklemmlupe von Eschenbach gehabt. Hat 
mich nicht begeistert, ist mir zu fummelig.

Die Aufsetzlupen mit Kopfband sind für mich erträglich, aber für einen 
ganzen Tag, nee, sorry, geht nicht.

Dann hab ich eins der billigen Kamera-Mikroskope von Adonstar (ca. 
120€). Ich setze das an einer Werkzeugschleifmaschine ein (da gehts um 
0.01 mm). Wenns sein muss, hängt ein alter 21 Zöller dran. Da kann ich 
dann die Werkstücke mit den Meterstab ausmessen. :-) In der Anwendung 
war mir der Arbeitsabstand wichtig (100 mm), weils sonst Kollisionen mit 
der Schleifscheibe gibt. Tiefenschärfe, 3D, etc. was bei SMD-Arbeiten 
wichtig wäre, spielt da keine Rolle. Für die Anwendung war das eine 
Offenbahrung. Bisher hab ich versucht mit der Messlupe Maße zu 
ermitteln. Werkstück wegfahren, mit Verrenkungen messen, Kopf nicht 
gegen die laufende Schleifscheibe bringen, Schleifscheibe doch lieber 
abschalten und von Hand abbremsen (geht aber eindeutig nicht mit 
jeder!), Werkstück zurückfahren, infinite loop.

Quintessenz ist eigentlich:
Muss jeder selbst ausprobieren. Der Eine kommt mit X zurecht, der Andere 
verliert die Nerven. Der Eine hat sowieso Adleraugen, der Andere ist 
eine Blindschnepfe. Ich hatte mal Adleraugen. Jetzt bin ich 
Brillenträger bei der Arbeit.

von Carsten W. (eagle38106)


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Manfred P. schrieb:
> Carsten W. schrieb:
>> Ich habe so ein Teil von Eschenbach. Hatte mir mein Optiker vor Jahren
>> für viel Geld verkauft.
>
> Lässt sich "viel" in eine halbwegs aktuelle Zahl pressen?

Aktuell: Keine Ahnung. Vor Corona habe ich dafür mindestens 350€ 
gezahlt.

>
>> Hat funktioniert, kann man über der normalen Brille tragen oder alleine.
>
> Wie groß ist denn der Arbeitsabstand und wie komfortabel ist der
> nutzbare Schärfebereich?

Meiner einer ist kurzsichtig mit ca. -6 Dioptrien. Die Lupenbrille hat 
bei mir einen einstellbaren Schärfebereich von 15-18 cm. Schärfentiefe 
so +/- 0,5 cm. Das oben abgebildete Exemplar hat einen 
Vergrößerungsfaktor von 4x.

von Armin X. (werweiswas)


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Manfred P. schrieb:
> Lässt sich "viel" in eine halbwegs aktuelle Zahl pressen?

Hatte mal meinen Zahnarzt gefragt was man für eine Brillenlupe mit LED 
wie seine ausgeben muss.

Meinte er ganz trocken: So 2,5k muss man für was Gutes ausgeben. Jedoch 
ist er auch damit nicht komplett glücklich weil nun schon mehrmals das 
Kabel vom externen Akku zur Leuchte gebrochen ist und dessen Reparatur 
ziemlich teuer wäre... Die Sicht ist jedoch Spitze und die Ausleuchtung, 
durch die LED-Leuchte an der Brille auch. Mir war nämlich auch 
aufgefallen, dass er den obligatoerischen Scheinwerfer bzw Strahler, den 
die Assistentin zur Zahnreinigung nutzt, gar nicht aktiviert hatte.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Noch ergänzend aus meiner persönlichen Erfahrung:
> Ich hatte mal mit einem Mantis Mikroskop gearbeitet.

Das wissen wir natuerlich wurde auch hier oft genug diskutiert. Ich hab 
so ein Teil auch in der Firma. Allerdings sind die privat 
unerschwinglich und in einem Thread ueber Lupenbrillen sowieso. Dafuer 
kann man sich ein Auto kaufen oder ein schickes Oszi von R&S. .-)

Ich hab vor Jahren auch mal mit einer Eschenbach angefangen. Ja, besser 
wie nix. Aber irgendwann endet man im privaten Bereich immer beim 
chinesischen 3D Mikroskop. Ich wuerde z.B niemals mehr etwas haben 
wollen mit dem ich nicht zoomen kann.
Die MaxDetail von Eschenbach hat im uebrigen auch noch ein Problem. Man 
kann den Augenabstand nicht einstellen. Je nach persoenlichen 
Quadratschaedel kann das ein Problem sein oder auch nicht!

Vanye

von Thomas W. (goaty)


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Neben dem Stemi hab ich ein gebrauchtes Zeiss Eyemag Pro was ich nicht 
mehr missen möchte. Erstklassige Sicht für Situationen wo das Mikroskop 
umständlich ist. Allerdings Kopfzittern und halt nur eine Vergrößerung.

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Ach, das Alter. :-)
Jetzt hab ich in meiner Auflistung (Mantis, Adonstar, Klemmlupe, 
Kopfbandlupe) glatt vergessen, dass ich auch eines der Stereomikroskope 
vom freundlichen Chinesen habe.
Ich nehme es selten her. Das SMD-Löten (0603) geht noch mit der 
Kopfbandlupe und VIIIIEL Licht. Mich stört daran, dass man seine Äuglein 
genau auf den Okularen ausrichten muss. Etwas daneben, dann wird das 
Sichtfeld kleiner. Das strengt dann leider auch wieder an. Denn man 
sitzt bewegungslos und festgenagelt vor dem Ding.

So eine Keppler-Optik hab ich leider nie ausprobieren können. Vom Preis 
abgesehen scheint mir das aber die beste Lösung zu sein. Die Bereiche wo 
sie sich etabliert haben (Zahnarzt, Gefäßchirugen, ...) haben nämlich 
die gleichen Probleme wie wir Löter. Repositionieren, 
Dran-Vorbeischauen-Können, Werkzeug greifen und grob vorpositionieren.
Zum Löten hab ich mein Kameramikroskop nie ausprobiert. Ist jetzt auch 
so umgebaut, dass es an die Schleifmaschine passt. Glaub aber, dass man 
mit dem mangelnden 3D-Vermögen dennoch gut damit zurechtkommt. Viele 
Andere haben das auch schon hinbekommen.

von Harald A. (embedded)


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Vanye R. schrieb:
> Aber irgendwann endet man im privaten Bereich immer beim
> chinesischen 3D Mikroskop. Ich wuerde z.B niemals mehr etwas haben
> wollen mit dem ich nicht zoomen kann.

100% ACK

von Dieter S. (ds1)


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Carsten W. schrieb:
>
> Aktuell: Keine Ahnung. Vor Corona habe ich dafür mindestens 350€
> gezahlt.

Das ist eine Eschenbach ridoMED:

https://www.eschenbach-vision.com/de-DE/produkte/produkt/ridomed

Mitte 2021 hat man das Modell mit "4.0 x" für um die EUR 270 bekommen.

von Carsten W. (eagle38106)


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Dieter S. schrieb:
> Carsten W. schrieb:
>>
>> Aktuell: Keine Ahnung. Vor Corona habe ich dafür mindestens 350€
>> gezahlt.
>
> Das ist eine Eschenbach ridoMED:
>
> https://www.eschenbach-vision.com/de-DE/produkte/produkt/ridomed
>
> Mitte 2021 hat man das Modell mit "4.0 x" für um die EUR 270 bekommen.

Idealo.de hat einen Anbieter der dieses Modell für ~250€ feil bietet. 
Alles anderen Preise gehen ab 415 Euro los. Fragt sich also, wie seriös 
das billigste Angebot ist.

Bevor meine Brille noch mehr Staub ansetzt: Ich würde Sie für 150€ 
abgeben. Bei Bedarf bitte PN an mich.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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>  Mich stört daran, dass man seine Äuglein
> genau auf den Okularen ausrichten muss.

Hast du auch Weitfeldokulare? Weil ich kann das Problem nicht 
nachvollziehen.

Vanye

von Nick (b620ys)


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Vanye R. schrieb:
> Hast du auch Weitfeldokulare? Weil ich kann das Problem nicht
> nachvollziehen.

Ja ... hmmm ... wohl nicht. Ich kann Deine Frage schon nicht 
nachvollziehen. :-)
Also ich weiß nicht was das ist (kanns mir aber vorstellen). Wusste 
nicht, dass es sowas gibt (bis jetzt). Und muss jetzt meine 
Ahnungslosigkeit eingestehen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Auf deinen Okularen sollte sowas wie WF10 stehen.

Vanye

von Nick (b620ys)


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Vanye R. schrieb:
> Auf deinen Okularen sollte sowas wie WF10 stehen.

Ah, Danke! Ja, steht drauf.
Hmm, dann muss es wohl am "Betrachter" liegen. Evtl. Augenabstand, 
jedenfalls muss ich mir mehr Mühe geben.

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