Forum: Markt Labornetzteil SPPS3001D-232 (KUAIQU) mit gefährlichem Fehler


von Michael B. (auchduliebergott)


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Ich habe das Labornetzteil SPPS3001D-232 (300V / 1A) des chinesischen 
Herstellers KUAIQU gekauft.

Es soll - gemäß Angaben - Spannungen zwischen 0 und 300V/1A liefern.
Ich benötige es, um Glimmlampen auszumessen und vielleicht später 
Röhrenschaltungen zu betreiben.

Das Gerät hat den folgenden, nicht ungefährlichen Software-Fehler:
Stellt man das Gerät ein auf 0,363 V, erhält man am Ausgang (nach 
Erwärmung) 0,340 V.
Das ist OK, aber:

Stellt man das Gerät ein auf 0,362 V (also auf 1 mV weniger, als 
vorher), springt die Spannung am Ausgang völlig unerwartet auf 303,12 V 
und die Anzeige, die zunächst die korrekten 0,362 V anzeigt, zeigt ein 
wenig später 303,00 V an!!!!

Damit kann man sich eine Schaltung zerstören und man kann nur raten, das 
Netzteil immer nur oberhalb von z.B. 10 V zu betreiben!

von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Danke für deinen Bericht, aber warum gibst du das defekte Ding nicht 
zurück?

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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könnte das an einem defekten Poti liegen?
Kratzig vielleicht?

von Udo S. (urschmitt)


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Michael B. schrieb:
> Stellt man das Gerät ein auf 0,363 V, erhält man am Ausgang (nach
> Erwärmung) 0,340 V.

Angaben im Hundertstel Promillebereich der Maximalspannung sind völlig 
unnütz. Du musst froh sein, wenn die Spannung auf weniger als einige 
hundert Millivolt stabil bleibt.
Der Sprung auf maximale Spannung ist natürlich übel und zeigt wieder 
dass man solchen Billig-Fernost Geräten nur sehr bedingt trauen kann.

Der Fehler ist reproduzierbar?

von Udo S. (urschmitt)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> könnte das an einem defekten Poti liegen?
> Kratzig vielleicht?

Die Suche im Netz hat bei mir ein Gerät mit Drehimpulsgeber gezeigt.

Achtung sehr Spekulativ:
Da die 0,3xx V etwa ein Tausendstel der Maxialspannung darstellen, 
könnte ich mir eher vorstellen, dass der Sollwert nach Umrechnung (auf 
10 Bit) 0 ergibt, davon eventuell noch 1 abgezogen wird worauf er 
negativ wird. Dadurch spinnt dann der digitale Regler und stellt auf 
Maximum.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Ein in 1mV Schritten einstellbares 300V Netzgerät? Sportlich. Ist da 
wirklich ein 19 Bit ADC/DAC drin?

Für 100 Euro? Da würde ich mir ernsthaft Gedanken machen wie die 
Isolierung aussieht.

.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> könnte das an einem defekten Poti liegen?
> Kratzig vielleicht?

Das Ding hat glaube ich einen Drehgeber, keine Potis.

von Ralf X. (ralf0815)


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Hannes J. schrieb:
> Für 100 Euro? Da würde ich mir ernsthaft Gedanken machen wie die
> Isolierung aussieht.

Wieso 100,-€?
Bei Alibaba ab gut 30,-€ + MwSt und VSK..
In DE gab es das wohl auch, aber auf 200 V limitiert.
Aber überall ausgelistet.

von Rene K. (xdraconix)


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Und was hat das überhaupt im Markt zu tun?!

von Michael B. (auchduliebergott)


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Udo S. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Stellt man das Gerät ein auf 0,363 V, erhält man am Ausgang (nach
>> Erwärmung) 0,340 V.
>
> Angaben im Hundertstel Promillebereich der Maximalspannung sind völlig
> unnütz. Du musst froh sein, wenn die Spannung auf weniger als einige
> hundert Millivolt stabil bleibt.
> Der Sprung auf maximale Spannung ist natürlich übel und zeigt wieder
> dass man solchen Billig-Fernost Geräten nur sehr bedingt trauen kann.
>
> Der Fehler ist reproduzierbar?

Der Fehler ist reproduzierbar,

von Michael B. (auchduliebergott)


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Hannes J. schrieb:
> Ein in 1mV Schritten einstellbares 300V Netzgerät? Sportlich. Ist da
> wirklich ein 19 Bit ADC/DAC drin?
>
> Für 100 Euro? Da würde ich mir ernsthaft Gedanken machen wie die
> Isolierung aussieht.
>
> .● Des|ntegrator ●. schrieb:
>> könnte das an einem defekten Poti liegen?
>> Kratzig vielleicht?
>
> Das Ding hat glaube ich einen Drehgeber, keine Potis.

Das Gerät hat 220 € gekostet und nicht 100 €. Es ist ein Drehgeber mit 
Impulsen.

von Michael B. (auchduliebergott)


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Udo S. schrieb:
> .● Des|ntegrator ●. schrieb:
>> könnte das an einem defekten Poti liegen?
>> Kratzig vielleicht?
>
> Die Suche im Netz hat bei mir ein Gerät mit Drehimpulsgeber gezeigt.
>
> Achtung sehr Spekulativ:
> Da die 0,3xx V etwa ein Tausendstel der Maxialspannung darstellen,
> könnte ich mir eher vorstellen, dass der Sollwert nach Umrechnung (auf
> 10 Bit) 0 ergibt, davon eventuell noch 1 abgezogen wird worauf er
> negativ wird. Dadurch spinnt dann der digitale Regler und stellt auf
> Maximum.

Das könnte gut sein, aber das wäre ein schlimmer Softwarefehler.
Ansonsten liefert das Gerät die eingestellte Spannung überraschend 
genau!

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