Hallo,
ich habe ein Problem mit einem Arduino Mini-Pro (8Mhz/3.3V), den ich auf einer eigenen Platine über ISP programmiere. Ich habe ca. 10 solche Aufbauten im Betrieb und der 11. ging auch super, bis ich die Spannungsversorgung (4V Netzteil) abklemmte und der AVRISPmk2 noch dran war. Danach ging er nicht mehr. Er lässt sich weiterhin fehlerfrei programmieren und auch die fuse können gesetzt und gelesen werden. Mir fiel auf, dass der Reset-Pin auf low blieb. Mit einem 330 Ohm Widerstand nach VCC kommt er auf 1,8 V und der ATmega arbeitet, als wenn nichts gewesen wäre. Allerdings zieht der Reset-Pin nun 4,5 mA und der Pegel ist mit 1,8V nicht mal ein sicheres High. Was nun? Ist der Chip halb tot?
Wechseln kann ich ihn, aber ich würde gerne wissen, warum er nicht funktioniert, bzw, warum der RST so viel Strom braucht. Ist für eine Akku-getriebene Kiste, daher ist das schon eine krumme Sache. Laut Datenblatt kann der RST auch als Input benutzt werden, aber kein Hinweis auf interne Pulldown-Möglichkeit oder Funktion als OD oder PP.
Der AtMega328p-Chip kommt von Reichelt, daher denke ich, dass er kein Fake ist. Vorher war er fake, kam alles über AliExpress und es ging gar nichts.
Der m328p hat keine Open Drain Pins/Konfiguration, abgesehen von I2C.
Und der der Reset Pin kann durchaus Push-Pull
Also alles dieses ist eine Nebelkerze.
Bevor Nebelkerzen zu Missverständnissen führen, frage ich doch lieber nach.
Ja, du darfst mich dafür für blöd erklären, wenn du möchtest, wenn es dich glücklich macht.
Mit einem 330 Ohm Widerstand nach VCC kommt er auf 1,8 V und der ATmega
arbeitet, als wenn nichts gewesen wäre. Allerdings zieht der Reset-Pin
nun 4,5 mA und der Pegel ist mit 1,8V nicht mal ein sicheres High. Was
nun? Ist der Chip halb tot?
Es ist gelb wie eine Banane, es ist krumm wie eine Banane und es schmeckt wie eine Banane. Es steht aber nicht "Banane" drauf.
Folglich ist es keine Banane.
Was hat denn die sinnlose OD-Diskussion jetzt noch mit dem eigentlichen Thema zu tun?
Da es zehn gleichartige funktionierende Aufbauten gibt, kann man getrost davon ausgehen, dass es nicht ein auf IO umgefuster Reset-Pin ist, der hier das Problem ist. Der ließe sich danach ohnehin auch nicht mehr via ISP ansprechen.
Folglich ist es ein ganz normaler /RESET, und wenn der Strom zieht, hat der ein elektrisches Problem.
ESD protection diode is not provided internally from RESET to VCC in order to allow HVPP. If HVPP is not used, it is recommended to add an ESD protection diode externally from RESET to VCC. Alternatively, a Zener diode can be used to limit the RESET voltage relative to GND.
kann man getrost
davon ausgehen, dass es nicht ein auf IO umgefuster Reset-Pin ist
Aus Verzweiflung habe ich versucht, den PC6 als IO anzusprechen, um zu sehen, ob es einen Einfluss hat. Also DDR mit 0 und 1 und PC6 mit 0 und 1. Es hat keinen Einfluss auf den Fehlerstrom. Es sollte keinen Einfluss haben und hat es auch nicht, da nicht zum IO gefused. (ESD-)Schaden ist wahrscheinlich, obwohl mich das erschreckt, da ich U_raw abgeklemmt habe und da auch noch ein LDO dazwischen ist zum ATMEGA hin. Einfach irgendwie Pech gehabt.
Was hat denn die sinnlose OD-Diskussion jetzt noch mit dem eigentlichen
Thema zu tun?
Ihm hat das falsche Datenblatt als Richtschnur genommen.
Ist so auch mit falschen Annahmen gestartet.
So auch die Flachaussage PC6 "kann kein PP"!
Und ja: OD kann man auch nicht konfigurieren. Gibts keinen Register(eintrag) für. Da hatte ihm recht.
Danke auch für diesen Hinweis. Der Reset-Pin ist demnach empfindlicher. Vielleicht nimmt er Schaden, wenn VCC auf Null geht und Reset wie auch immer auf High gehalten wird (ISP-Programmer, C intern oder oder oder). Keine Ahnung. Es ist Winter, die Luft ist trocken. ESD, kann schon sein, auch wenn man es nicht merkt, dass es knistert.
Ich würde sagen, er hat den Pin mittels ESD oder dem ungeschickten Trennen der Versorgung weggeschossen.
Sowas habe ich auch selbst schon geschafft, der Treiberschaltkreis einer H-Brücke hat den Arsch zugekniffen (seltsamerweise die FETs nicht wenn ich das korrekt in Erinnerung habe) und dabei wurde eine der Schutzdioden von einem der steuernden Pins zerstört. Der Controller (AVR) erschien sonst unbeschädigt, aber wenn man diesen Pin dann auf high oder low ziehen wollte (weiß nicht mehr genau welche Diode zerstört war), hatte man eine Chip-interne Heizung, die auch gut Strom gezogen hat...
Immerhin der einzige Pin. welcher 12V verträgt/überlebt
Nämlich dass die Eigenschaft dieses Pins, einige Volt mehr als die übrigen zu "vertragen", im Kontext von ESD so ziemlich sehr irrelevant ist (weil es da ja bekanntlich um einige Kilovolt geht).
Im Gegenteil ist dieser Pin, wie schon festgestellt wurde, wesentlich empfindlicher gegenüber ESD, aufgrund der notwendigerweise fehlenden Klemmdiode nach VCC.
Daher erschien mir der oben zitierte Kommentar von 'arduinof' fehl am Platze.