Forum: Haus & Smart Home Temperaturvergleich und Schalten mit Fritzbox


von R. U. (roxi)



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Ich komme echt nicht weiter, Knoten im Gehirn :-(

Wir haben ein Gartenhaus aus Stein und Lehm (älteres Haus), wo es im 
Vorfrühling oft noch extrem kalt drin ist. Jetzt habe ich mal 11 Monate 
lang Temperaturaufzeichungen gemacht, und zwar einmal auf dem Dachboden 
ganz oben im Giebel, einmal außen und einmal im Zimmer. Die Idee: Schon 
im Februar knallt oft die Sonne sehr aufs Dach und dort werden einige 
Stunden lang beeindruckende Temperaturen erreicht.
Angenommen also, ich messe die Temperatur im Zimmer und die Temperatur 
im Dachgiebel.
Und jedesmal, wenn die Temperatur im Dachgiebel höher ist als im Zimmer, 
UND NUR DANN, soll die Warmluft vom Dachgiebel abgesaugt und über ein 
Alu-Flexschlauch o.ä. ins Zimmer geblasen werden.
Schaut euch mal die Temperaturkurven an, da wäre hoffentlich viel 
erreichbar. Noch weiter gedacht: Da die "Heizbedingung" nur bei 
einigermaßen Sonnenschein erreicht ist, könnte man den nötigen 
Ventilator sogar über eine Solarzelle betreiben, eigentlich sogar auch 
die Schaltelektronik. Denn ohne Sonne hätte die ohnehin nichts zu tun.
Angehängt ist einmal die gesamte Aufzeichnung über 11 Monate, und zum 
zweiten reingezoomt in einen guten (hoffentlich sinnvollen) und einen 
schlechten Zeitabschnitt, einfach als beispielhafte Gegenüberstellung.

So. Mit einem AVR-Mikrocontroller wüsste ich jetzt sofort, wie ich 
loslegen müsste, ganz simple Sache: Lüfter an, solange es im Dachboden 
wärmer als im Zimmer ist, es sei denn, im Zimmer sind schon über 21 °C. 
Fertig. Und wenn das zutrifft, sollte die stromversorgende Solarzelle 
auch genug liefern, selbst für den AVR (BrownOut Detection u.s.w. sollte 
man ggf. beachten, evtl auch nach dem Booten stets etliche Zeit warten, 
falls instabile Bedingungen u.s.w.)

Jetzt bin ich aber auf die faule dämliche Idee verfallen, das Ganze mit 
HausAutomatisierung über die FritzBox zu machen, denn diese 
Schaltsteckdosen haben ja auch Temperatursensoren drin und ich könnte 
mir hübsche Statusmeldungen zuschicken lassen u.s.w.

Aber ach ... ich kriegs nicht hin. Wie zum Geier schaltet man in der 
FritzBox auf der Grundlage eines Temperaturvergleichs zwischen zwei 
Messstellen? Bin ich einfach zu doof? Wäre im Moment möglich ;-) Helft 
mir doch mal auf die Füße.

: Bearbeitet durch User
von Kay-Uwe R. (dfias)


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Zeichne dir vorerst einmal das thermische Modell deines Häuschens auf. 
Berücksichtige dabei, dass die größten Energiespeicher bei weitem nicht 
die Raum- und Giebelluft sind, sondern das Gemäuer und vlt. noch ein 
paar größere Möbelstücke. Und freue dich daran, dass dein Südzimmer so 
eine schön gedämpfte Temperaturkurve zeigt. Für den Spitzboden hilft 
eine Wärmedämmung, z. B. zwischen den Sparren. Dann wirst du dort auch 
einen gedämpften Verlauf sehen.

von Re D. (re_d272)


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Kay-Uwe R. schrieb:
> Zeichne dir vorerst einmal das thermische Modell deines Häuschens auf.

Klar, einfach mal gezeichnet, so ein thermisches Modell. Du bist ein 
Schwätzer.

von Re D. (re_d272)


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R. U. schrieb:
> Wie zum Geier schaltet man in der FritzBox auf der Grundlage eines
> Temperaturvergleichs zwischen zwei Messstellen?

Für eine Fritzbox kann ich dir das leider nicht sagen. Mit Home 
Assistant ist das kein Problem.

von Re D. (re_d272)


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P.S. wenn du das vor hast, bitte Luftfeuchtigkeit/Taupunkt beachten!
Habe eine ähnliche sache mit Home Assistant und ESPHome gemacht.

von R. U. (roxi)


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Was ich völlig vergessen hatte: Das Haus wird meist am Wochenende oder 
im Urlaub genutzt, es geht also nur darum, die Zimmertemperatur 
insgesamt etwas anzuheben, damit man weniger heizen muss, wenn man 
ankommt. Es macht ja viel aus, wenn Raum und Wände schon mal ein paar 
Grad wärmer sind. - Und natürlich ist auch klar, dass man auf dem 
Dachboden Kaltluft von außen nachzieht. Wie auch immer, ich denke, da 
ist trotzdem einiges rauszuholen, das Experiment wärs mir wert..


Home Assistent ist tatsächlich eine Idee - es sollte ja kein Problem 
sein, einen RaspberryPi ins LAN einzubinden. Aber meine Hoffnung war, 
dass die FritzBox das von Haus aus könnte, zumal es an sich ja um eine 
sehr einfache Aufgabenstellung geht, wo man mit Kanonen auf Spatzen 
schießt.

: Bearbeitet durch User
von Re D. (re_d272)


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R. U. schrieb:
> Aber meine Hoffnung war, dass die FritzBox das von Haus aus könnte.

Die KI sagt, die Fritzbox kann das nicht.

von R. U. (roxi)


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Re D. schrieb:
> Luftfeuchtigkeit/Taupunkt

Hm. Kein unwichtiger Punkt. Allerdings erwärme ich, d.h. die 
Aufnahmefähigkeit für Wasser müsste steigen. Aber ich notiere mir das 
mal als zu beachtenden Punkt.

von Re D. (re_d272)


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R. U. schrieb:
> Allerdings erwärme ich, d.h. die Aufnahmefähigkeit für Wasser müsste
> steigen.

Naja, wenn du feuchte warme Luft in einen kalten Raum bläst, dann 
kondensiert die da erstmal. Im Sommer in Kellern ein Problem.

von R. U. (roxi)


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Re D. schrieb:
> R. U. schrieb:
>> Allerdings erwärme ich, d.h. die Aufnahmefähigkeit für Wasser müsste
>> steigen.
>
> Naja, wenn du feuchte warme Luft in einen kalten Raum bläst, dann
> kondensiert die da erstmal. Im Sommer in Kellern ein Problem.

Stimmt! Ich hab vor allem nicht an die kalten Wände gedacht. Ich muss 
also beobachten, ob die vorhandenen Lehmwände das aufnehmen, zumal die 
Wärmemenge vergleichsweise pro Zeiteinheit gering sein dürfte und eher 
über die längere Zeit wirksam wird. Bzw. dass ich grundsätzlich die 
Bedingung schaffe, zumindest über die Tagesdurchschnittstemperatur zu 
kommen. Aber es bleibt ein wichtiger Punkt, den ich beobachten muss.

Nachtrag:

Interessant ist, dass der Dachstuhl (Kaltdach) an sich Außenluft 
enthält, die nur sehr kurzfristig durch den Sonneneinfall aufs Dach 
erwärmt wurde, d.h. die vorher kalte Luft sollte dieselbe Menge Wasser 
tragen wie vorher. Das ist ja keine Sommerbedingung, es geht nur um die 
kalte Jahreszeit. Hm.

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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R. U. schrieb:
> Interessant ist, dass der Dachstuhl (Kaltdach) an sich Außenluft
> enthält, die nur sehr kurzfristig durch den Sonneneinfall aufs Dach
> erwärmt wurde, d.h. die vorher kalte Luft sollte dieselbe Menge Wasser
> tragen wie vorher. Das ist ja keine Sommerbedingung, es geht nur um die
> kalte Jahreszeit. Hm.

Es könnte nützlich sein, für diesen Fall einen Luftaustausch zwischen 
Dach- und Wohnraum zu betreiben, um möglichst wenig Aussenluft in das 
System zu bringen.
Ggf. auch mal vorher die absolute Feuchte im Dachstuhl und aussen 
vergleichen.

von Rolf (rolf22)


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R. U. schrieb:
> Wie auch immer, ich denke, da ist trotzdem einiges rauszuholen, das
> Experiment wärs mir wert..

Wäre die Frage. Es ist ja die Energie, aus der die Musik kommt, nicht 
die Temperatur.

von R. U. (roxi)


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Rolf schrieb:
> Wäre die Frage. Es ist ja die Energie, aus der die Musik kommt, nicht
> die Temperatur.

Ja, zumal im Dachstuhl auch kalte Außenluft nachgezogen wird. Trotzdem. 
Es gibt ja Leute, die erfolgreich mit Warmluftkollektoren experimentiert 
haben, die außen am Gebäude angebracht wurden. Das war die ursprüngliche 
Idee, bis ich dachte, Himmel, ich hab da oben ja schon einen zwar 
unschwarzen™ aber dafür sehr großen Kollektor ;-)

: Bearbeitet durch User
von R. U. (roxi)


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Ralf X. schrieb:
> Es könnte nützlich sein, für diesen Fall einen Luftaustausch zwischen
> Dach- und Wohnraum zu betreiben, um möglichst wenig Aussenluft in das
> System zu bringen.

Notiert! Das wäre auch thermisch nicht schlecht - statt dass beim 
Druckausgleich kältere Außenluft nachströmt. Allerdings würde das nur 
sehr unvollständig ablaufen, weil der Dachstuhl noch ohne Unterspannbahn 
gedeckt worden war. Da kann also überall Luft nachströmen.

von Wolf17 (wolf17)


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Langt es nicht, im Winter einfach Solarzellen mit einem Lüfter zu 
verbinden, ganz ohne Steuerung?
Wenn die Sonne scheint, wird es kurz darauf warm unter dem Dach. Die 
kurze Kaltzeit davor wird den kalten Raum kaum abkühlen.
Mit einem mechanischen Bimetallthermostat unterm Dach (KTS011, 8€) kann 
man auch das verhindern:  https://www.ebay.de/itm/336355264228

von R. U. (roxi)


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Wolf17 schrieb:
> Langt es nicht, im Winter einfach Solarzellen mit einem Lüfter zu
> verbinden, ganz ohne Steuerung

Wie gesagt, das war sogar die ursprüngliche Idee, also 
Warmluftkollektoren, einfache flache Kästen, Hinterwand schwarz 
angepinselt, vorne Scheibe, Lufteinlass mit Ventilator, Luftauslass.
An sich selbes Prinzip wie bei mir!

Aber solche Warmluftkollektoren müsste man halt erst bauen und 
anbringen, viel Arbeit, sieht nicht unbedingt gut aus, während der 
Dachstuhl einfach da ist.

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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R. U. schrieb:
>> Langt es nicht, im Winter einfach Solarzellen mit einem Lüfter zu
>> verbinden, ganz ohne Steuerung
> Wie gesagt, das war sogar die ursprüngliche Idee, also Warmluftkollektoren
Ich meinte nur elektrische Solarzellen zur automatischen Lüfterspeisung 
bei Sonne, was dann die Warmluft von unterm Dach nach unten pumpt.

von R. U. (roxi)


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Wolf17 schrieb:
> R. U. schrieb:
>>> Langt es nicht, im Winter einfach Solarzellen mit einem Lüfter zu
>>> verbinden, ganz ohne Steuerung
>> Wie gesagt, das war sogar die ursprüngliche Idee, also Warmluftkollektoren
> Ich meinte nur elektrische Solarzellen zur automatischen Lüfterspeisung
> bei Sonne, was dann die Warmluft von unterm Dach nach unten pumpt.

Hm. Liefe auf eine rein "analoge" Lösung hinaus. Bei 
Warmluftkollektoren, also einem Kasten mit Glascheibe davor und 
schwarzer Rückwand, würde ich das definitiv für möglich halten. Ich 
vermute aber, dass das mit dem Dachboden/Dachgiebel nicht ganz so 
einfach sein wird. Die Idee war, durch den Temperaturvergleich das 
mögliche Maximum herauszuholen und andererseits zu verhindern, dass 
versehentlich kältere Luft ins Haus geblasen wird. Ich will mich ja 
unten im Haus soweit irgend möglich der Dachbodenmaximaltemperatur 
anzunähern. Also nur in der kalten Jahreszeit natürlich. In der 
Hoffnung, dass, wenn wir am Wochenende zum Haus kommen, dann so wenig 
kalte Wände wie möglich zu haben, um so wenig wie möglich zuheizen zu 
müssen.

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