Wetterstation - defekter Feuchtesensor

OP #7997028
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Moin,

ich habe hier eine ältere Wetterstation (BAR928 von Huger) bei der die Messung der Luftfeuchtigkeit nicht mehr korrekt funktioniert. Der ausgebaute resistive Feuchtesensor hat bei geringer Luftfeuchte im Büro einen hohen vom Multimeter nicht mehr messbaren Widerstand. Also größer 100M. Erst wenn ich den Sensor befeuchte, reduziert sich der Widerstand auf ~200-300k. Ich würde diesen Sensor als defekt bezeichnen und den gerne tauschen. Da keinerlei Aufdruck vorhanden ist, bin ich ratlos bei der Ersatzbeschaffung. Kann ich einen einfachen HR202L nehmen und hoffen, dass die Werte ohne Kalibrierung so einigermaßen passen? Oder unterscheiden sich die Sensoren gravierend im Wertebereich?

Vielen Dank für eure Hilfe

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#7997031
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...ich habe durch glück bei den 5 aus der grabbelkiste mal einen gehabt der "halbwegs passte". Grdstzl ist das selbst bei NTCs nicht einfach so dass du einen 10k mit 10k ersetzen kannst. Kurz um, imho, passt nicht.

Klaus.

EDIT: Du brauchst mindestens einen der haargenau so aussieht ;)

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#7997081
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Ralph T. schrieb:

Kann ich einen einfachen HR202L nehmen und hoffen, dass die Werte ohne Kalibrierung so einigermaßen passen?

Nur eine Kalibrierung verrät dir, wie sehr er daneben liegt. Ohne Kalibrierung wirst du es nie erfahren. Wegen Alterung des Sensors ist es sowieso ratsam, ihn ab und zu wenigstens an ein paar Punkte zu kalibrieren. Mit Kaliumazetat, Magnesiumchlorid und Natriumchlorid bekommst du schon einen guten Überblick. https://www.s-elabor.de/k00002.html

: Bearbeitet durch User
(Firma: Hobbytheoretiker) #7997393
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Der Sensor erinnert an den HOS-11, dem das Gehäuse geklaut wurde. Damit ist die Schicht schutzlos der Umwelt ausgeliefert und geht früher kaputt.

https://www.hengko.com/de/news/how-humidity-sensor-works-all-you-should-know/

https://shop.bb-sensors.com/Feuchte/Feuchtesensoren/Elektrolytische-Feuchtesensoren/

Du müßtest jetzt noch mit Widerständen oder einem Poti den Messbereich Deiner Platine herausfinden.

Wenn es sich um einen der nicht so gängigen Sensoren handeln sollte, dann klappt es meistens zwei davon in Reihe oder Parallelschaltung zu verwenden um den Widerstandsbereich der anderen Modellreihen abzudecken.

OP #7997467
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Klaus R. schrieb:

Du brauchst mindestens einen der haargenau so aussieht ;)

Das ist schon die erste Hürde. Der Trend geht klar in Bauteile mit digitaler Schnittsteller. Optisch ähnliche habe ich vorrangig auf asiatischen Handelsplattformen gesehen. Aber ich werde mir mal einen Schwung bestellen.

Rainer W. schrieb:

Nur eine Kalibrierung verrät dir, wie sehr er daneben liegt

Das ist klar. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich diese Wetterstation kalibrieren lässt. Infos dazu habe ich im Web nicht gefunden.

Dieter D. schrieb:

Du müßtest jetzt noch mit Widerständen oder einem Poti den Messbereich Deiner Platine herausfinden.

Gute Idee. Das mache ich.

Dieter D. schrieb:

Wenn es sich um einen der nicht so gängigen Sensoren handeln sollte, dann klappt es meistens zwei davon in Reihe oder Parallelschaltung zu verwenden um den Widerstandsbereich der anderen Modellreihen abzudecken.

Darauf wird es dann hinauslaufen.

Vielen Dank euren Antworten. Das hat mir sehr geholfen.

#7997499
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Ralph T. schrieb:

Rainer W. schrieb:

Nur eine Kalibrierung verrät dir, wie sehr er daneben liegt

Das ist klar. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich diese Wetterstation kalibrieren lässt. Infos dazu habe ich im Web nicht gefunden.

Eine Kalibrierung ist eine Messung zur Dokumentation von Abweichungen. Die Wetterstation muss dabei nur messen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kalibrierung

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#7997642
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Ralph T. schrieb:

Der ausgebaute resistive Feuchtesensor hat bei geringer Luftfeuchte im Büro einen hohen vom Multimeter nicht mehr messbaren Widerstand.

Resistive Feuchtesensoren werden meist mit Wechselspannung ohne DC-Anteil gemessen: https://shop.bb-sensors.com/Elektrolytischer-Feuchtesensor-EFS-10/SHOP-EFS-10

Ich hatte letztens einen abgedrifteten Feuchtesensor, der nach Jahren im Freien >10% zuviel anzeigte. Das Multimeter zeigte einen Widerstand von ca. 70MΩ an. Mit einem LCR-Meter bei 10kHz Messfrequenz waren es nur noch ein paar kΩ.

Seitdem ich den Sensor 90 Minuten bei 60°C getrocknet habe, scheinen die Werte wieder etwas plausibler.

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