Forum: PC Hard- und Software W11 und Ubuntu am gleichen Mainboard?


von Dirk (dirki)


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Hallo,

in meinem alten Rechner habe ich Ubuntu und Windows folgendermaßen 
benutzt:
Ubuntu war auf einer eigenen Festplatte installiert und Win10 ebenfalls.

Meistens habe ich unter Ubuntu gearbeitet und wenn etwas unter W10 zu 
erledigen war, habe ich den Rechner einfach ausgeschaltet, aufgeklappt, 
die Festplatte umgesteckt (also SATA-Kabel und Energieversorgungskabel 
von der Ubuntu-HD abgeklemmt und an die W10-HD angeschlossen) und den 
Rechner wieder zugeklappt.

Das hat für mich immer super funktioniert und beim neuen W11-Rechner 
würde ich das gerne auch wieder so machen, bin aber nicht sicher, ob das 
so einfach funktioniert oder irgendetwas dabei beachtet werden muss.

Bei dem neuen Rechner habe ich W11 wieder auf eine eigene 
Sata-Festplatte installiert und das funktioniert so weit alles super. 
Das neue Mainboard hat die Windows-Lizenz direkt On Board inklusive TPM 
und Secure-Boot im Bios.

Meine Frage lautet jetzt:
Kann ich nun einfach die W11-HD nach gewohnter Manier abklemmen, eine 
neue HD anschließen und auf dieser Ubuntu installieren oder würde das 
voraussichtlich zu irgendwelchen Problemen mit der W11-Lizenz, TPM, 
Secure-Boot oder anderen Bios-Features etc. führen?

von Oliver S. (oliverso)


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Das geht nach wie vor. In Zeiten von Dual Boot, Virtuellen Maschinen, 
und WSL ist das Vorgehen aber maximal umständlich. Und schon vor all dem 
gabs  Mainboards mit mehr als einem Festplattenanschluß, bei denen man 
übers BIOS auswählen konnte, welche booten soll.

Oliver

von Jim M. (turboj)


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Ubuntu sollte anders als Windoof kein Problem haben das OS von USB zu 
booten.

Daher würde ich die Linux Platte einfach in ein USB Gehäuse einbauen - 
spart sich das Geraffel mit SATA Kabeln, deren Stecker IIRC auch eine 
geringere Zyklen Spec haben als USB Stecker.

Bei 3,5" Platten ist die 12V Stromversorgung ein Problem, das man aber 
mit einer 2,5" SSD relativ einfach lösen kann. Die wäre auch über USB 
3.0 immer noch erheblich schneller.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Oliver S. schrieb:
> Das geht nach wie vor. In Zeiten von Dual Boot, Virtuellen Maschinen,
> und WSL ist das Vorgehen aber maximal umständlich.

Ach, wir hatten hier vor ein paar Wochen jemanden dem war eine VM oder 
WSL zu uncool. Der wollte die Schmerzen von Dual Boot. Da wundert mich 
nicht mehr, dass jemand noch mehr Schmerzen haben möchte und glaubt eine 
Festplatte umzustecken wäre der heiße Scheiß und besonders cool.

Als Administrator
1
wsl --install
eingeben und zurück lehnen ist zu einfach. Da fühlt man sich nicht als 
harter edgy Linux-Macker.

von Εrnst B. (ernst)


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Dirk schrieb:
> also SATA-Kabel und Energieversorgungskabel
> von der Ubuntu-HD abgeklemmt und an die W10-HD angeschlossen

Sata-Steckverbinder sind nur auf 50 Steckzyklen spezifiziert.
Das reicht normalerweise auch locker für ein komplettes Festplatten & 
Mainboard-Leben aus, und real halten die vmtl. auch ein paar Zyklen 
mehr.

Wechselrahmen, wo die Steckverbindung immer gleich und verkantungsfrei 
hergestellt wird, können helfen.

von Wolf17 (wolf17)


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Oliver S. schrieb:
> Und schon vor all dem
> gabs  Mainboards mit mehr als einem Festplattenanschluß, bei denen man
> übers BIOS auswählen konnte, welche booten soll.
Wenn man im Bios nicht die Bootdeviceauswahl deaktiviert hat, sollte das 
mit allen aktuellen Mainboards gehen. Dort kann man auch das default 
device einstellen, für den Fall, dass man kein Bootmenu aufruft.
Hier eine Zusammenstellung der nötigen F-Taste für das Bootmenu:
https://www.giga.de/tipp/boot-menue-am-pc-oeffnen-so-geht-s/

von Daniel F. (df311)


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mein Windows 11 und mein Debian (naja, zumindest /, /home und /opt sind 
woanders) wohnen sogar auf der gleichen Festplatte.

und ich kann beim Start ganz bequem sagen "ehne mehne mehne muh..."

von Ein T. (ein_typ)


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Hannes J. schrieb:
> Als Administrator
>
1
> wsl --install
2
>
> eingeben und zurück lehnen ist zu einfach. Da fühlt man sich nicht als
> harter edgy Linux-Macker.

Für jemanden wie den TO, der die meisten seiner Anwendungsfälle lieber 
mit einem Linux-Desktop erledigt, ist WSL keine Alternative, auch wenn 
so ein Fanboyus windowus vulgaris das natürlich nicht verstehen kann. 
:-)

von Ein T. (ein_typ)


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Εrnst B. schrieb:
> Wechselrahmen, wo die Steckverbindung immer gleich und verkantungsfrei
> hergestellt wird, können helfen.

Ein Wechselrahmen wäre auch meine dringende (!) Empfehlung.

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