Forum: Platinen Widerstand mit 1 Pin?


von Bauform B. (bauformb)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo Bastelnde!

Nett, keine roten Kringel unter "Bastelnde" :) Aber jetzt kommt's: ich 
brauche einen Widerstand mit 1 Pin (Lötauge, Bohrung), aber 2 
Anschlüssen im Schaltbild. Das Schaltbild soll natürlich ganz normal 
aussehen, wie im Bild. Die Widerstände R5 bis R9 sollen stehende 0204 
oder 0207 werden, ein Ende in der Platine und das andere in der Lötöse 
vom Akkuhalter. Mechanisch kein Problem, aber wie sage ich das dem 
Eagle?

Man könnte die Widerstände und Akkus "malen" -- ERC-Fehler, die Eingänge 
vom Multiplexer hängen in der Luft und die Teile fehlen in der 
Stückliste.

Man könnte stehende Widerstände mit 2 Lötaugen verwenden -- DRC-Fehler, 
es bleibt je eine Luftlinie übrig.

Man könnte ein Modul aus 2x Akkuhalter, 5x Widerstand und 1x Sicherung 
bauen -- keine Fehler, aber ein seltsames Schaltzeichen und eine 
lückenhafte Stückliste.

Gut, dass ich nur 2 Stück bauen will; wie würde man das für 100 Stück 
machen? Für die Großserie wäre es wieder einfach.

Die Akkuhalter gefallen mir eigentlich ganz gut. Die sind sehr stabil, 
mit 2x M3 anschraubbar und die Querverbindungen von Akku zu Akku werden 
freitragend verdrahtet. Wenn ich eine bedrahtete Sicherung genau wie die 
Widerstände einbaue, kann man auf der Platine nirgends gefährliche 
Kurzschlüsse machen.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Aber jetzt kommt's: ich brauche einen Widerstand mit 1 Pin
> (Lötauge, Bohrung), aber 2 Anschlüssen im Schaltbild.

Hä?

Was soll das sein?

von N. M. (mani)


Lesenswert?

Pinheader (das wäre das Lötpad) und dann einen Widerstand der n.b. ist?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> ich brauche einen Widerstand mit 1 Pin (Lötauge, Bohrung), aber 2
> Anschlüssen im Schaltbild.
Dann passt der Schaltplan nicht zur Leiterplatte. Du kannst mit Eagle 
aber alle mögliche Symbole malen, denen keine Pins geben und sie auch 
nicht mit "wire" verdrahten, sondern nur mit lines "aneinandermalen".

Ich würde ein Symbol/Device malen, das alles enthält, was nicht auf der 
Leiterplatte ist. Nämlich Batteriehalter und je ein Pin der Widerstände. 
Der zweite Pin der Widerstände ist dann ein Pad im Makro. Das wäre 
technisch korrekt und käme auch anstandslos durch den ERC/DRC.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:

> Aber jetzt kommt's: ich
> brauche einen Widerstand mit 1 Pin (Lötauge, Bohrung), aber 2
> Anschlüssen im Schaltbild.

Tja, wenn man so bekloppt ist, die Grundsätze der formalen Logik außer 
Acht zu lassen, dann können solche Wünsche auftauchen. Man muss ich 
nicht wundern, wenn generische Software diesen himmelschreienden 
Schwachsinn nicht unterstützen mag. Denn die kann nur logisch konsistent 
funktionieren (im Idealfall tut sie das auch).

Also: Wenn du auf diesem unlogischen Schwachsinn beharrst, dann schreib 
dir gefälligst die passende Software selber, du Honk.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> brauche einen Widerstand mit 1 Pin

Bei Widerständen mit geringer Toleranz ist das Mist, diese so frei in 
der Luft unter verschiedener mechanischer Spannung mit einem Pin in die 
Platine zu löten. Daher zweiseitig auf der Platine verlöten und ein 
drittes Loch für das Kabel zum Akkuanschluss vorsehen.

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Die Widerstände R5 bis R9 sollen stehende 0204
> oder 0207 werden, ein Ende in der Platine und das andere in der Lötöse
> vom Akkuhalter. Mechanisch kein Problem, aber wie sage ich das dem
> Eagle?

Du möchtest mit Eagle eine Platine designen, die nicht zu dem Schaltbild 
passt?
Ist das so richtig zusammengefasst?

von Nemopuk (nemopuk)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Die Widerstände R5 bis R9 sollen stehende 0204 oder 0207 werden, ein
> Ende in der Platine und das andere in der Lötöse vom Akkuhalter.
> Mechanisch kein Problem

Das solltest du nochmal überdenken. Widerstände sind keine 
Montagewinkel.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

> Bei Widerständen mit geringer Toleranz ist das Mist, diese so frei in
> der Luft unter verschiedener mechanischer Spannung mit einem Pin in die
> Platine zu löten. Daher zweiseitig auf der Platine verlöten und ein
> drittes Loch für das Kabel zum Akkuanschluss vorsehen.

Eventuell bietet sich für R5 bis R9 auch ein Mehrfach-Widerstand (gern 
in die Rubrik "Widerstand-Netzwerk" "Widerstands-array" sortiert" an, 
die sind dann auch thermisch gekoppelt.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

N. M. schrieb:
> Pinheader (das wäre das Lötpad) und dann einen Widerstand der n.b.
> ist?

Naja... in Wirklichkeit wird der n.b.-Widerstand bestückt aber der 
Pinheader nicht. Also übersichtlicher wird das nicht gerade.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Nemopuk schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> Die Widerstände R5 bis R9 sollen stehende 0204 oder 0207 werden, ein
>> Ende in der Platine und das andere in der Lötöse vom Akkuhalter.
>> Mechanisch kein Problem
>
> Das solltest du nochmal überdenken. Widerstände sind keine
> Montagewinkel.

Bauform B. schrieb:
> Die Akkuhalter gefallen mir eigentlich ganz gut. Die sind sehr stabil,
> mit 2x M3 anschraubbar...

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Wenn du auf diesem unlogischen Schwachsinn beharrst, dann schreib
> dir gefälligst die passende Software selber, du Honk.

Es tut mir leid, dass ich dich so verwirrt habe. Hefte den Thread 
einfach unter "Freitag" ab.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:
> Bei Widerständen mit geringer Toleranz ist das Mist, diese so frei in
> der Luft unter verschiedener mechanischer Spannung mit einem Pin in die
> Platine zu löten.

Bradward B. schrieb:
> Eventuell bietet sich für R5 bis R9 auch ein Mehrfach-Widerstand (gern
> in die Rubrik "Widerstand-Netzwerk" "Widerstands-array" sortiert" an,
> die sind dann auch thermisch gekoppelt.

Gute Einwände, danke, aber man soll ja nicht übertreiben. Die 
Widerstände im LT1990 haben 1MΩ und Fehler von meinen Widerständen nagen 
nur minimal am CMRR.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> ich brauche einen Widerstand mit 1 Pin (Lötauge, Bohrung), aber 2
>> Anschlüssen im Schaltbild.
> Dann passt der Schaltplan nicht zur Leiterplatte.

Das geht ja mal garnicht, daher meine Frage.

> Ich würde ein Symbol/Device malen, das alles enthält, was nicht auf der
> Leiterplatte ist. Nämlich Batteriehalter und je ein Pin der Widerstände.
> Der zweite Pin der Widerstände ist dann ein Pad im Makro. Das wäre
> technisch korrekt und käme auch anstandslos durch den ERC/DRC.

Ja klar, aber langweilig ;) Aber nur so geht's. In der Stückliste fehlen 
dann eben 2 Positionen mehr, die Akkus selbst und Schrauben und Muttern 
gibt es im Schaltbild ja auch nicht.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Ja klar, aber langweilig ;) Aber nur so geht's. In der Stückliste fehlen
> dann eben 2 Positionen mehr, die Akkus selbst und Schrauben und Muttern
> gibt es im Schaltbild ja auch nicht.
Wie gesagt: du kannst die Akkus und die Befestigungsmittel ja auch als 
einzelne Symbole und Devices ohne Pads malen und in deinen Schaltplan 
einfügen. Dann tauchen die auch auf dem Board und in der BOM auf. Ob die 
Montagemittel aber tatsächlich zur BOM der Leiterplatte gehören, darüber 
dürfte sich dann streiten lassen...

von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Die Widerstände R5 bis R9 sollen stehende 0204 oder 0207 werden, ein
> Ende in der Platine und das andere in der Lötöse vom Akkuhalter.
> Mechanisch kein Problem, aber wie sage ich das dem Eagle?

Du setzt 4 einzelne Widerstände oder 1 stehendes Widerstandsarray 4x1 in 
die Platine mit dem gemeinsamen Anschluss aller und von dort einen 
Drahtanschluss zum Batteriehalter, und bestückst einfach unter Umgehung 
dieser Verbindung direkt.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Ob die Montagemittel aber tatsächlich zur BOM der Leiterplatte
> gehören, darüber dürfte sich dann streiten lassen...

Au ja :) Dabei ist es doch ganz einfach: wenn die Schrauben vor dem 
Löten verbaut werden, gehören sie rein. Deshalb müssen die auch ins 
Schaltbild, sonst passt das wieder nicht 1:1 zusammen.

Mit Eagle ist alles machbar, aber es gibt keine Vorgaben, man muss sich 
alles selber ausdenken. Wie genau ist sowas eigentlich in KiCad 
geregelt?

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.