Moin zusammen, ich bin gerade ganz neu hier und habe ein Problem. Wir haben ein Haus gekauft mit einer Sauna. Diese ist zwar schon alt aber hat kurz zum testen, funktioniert. Da ich die gesamte Elektrik im Haus neu mache, habe ich die Steuerung aufgeschraubt um eine neue Zuleitung anzuschließen und allgemein zu gucken das alles fest und gut aussieht. Leider ist das nicht der Fall. Ein Bereich sieht sehr dunkel aus. Ich vermute das dort ein Kondensator? ausgelaufen ist. Bisher wusste ich zwar das Kondesatoren hoch gehen oder platzen aber auslaufen ist mir neu. Nun kann der Kondesator natürlich einfach aus altersgründen oder auch aufgrund eines anderen Fehlers kaputt gegangen sein. Da wäre für mich recht relevant, wie man sowas einschätzt. Ich weiß auch nicht wie lange der kaputt ist oder wie wichtig der ist. Schließlich ist der Saunaofen beim letzten test, warm geworden. Sollte man den Kondesator einfach tauschen oder aber die gesamte Platine auf den Kopf stellen und versuchen alles zu messen. Kurz zu meinem Background: Ich bin zwar Elektromeister aber im Versorgungsbereich und habe mir Mikroelektronik oder überhaupt Platinentechnik sehr wenig am Hut. Ich hatte den Hersteller allgemein mal angeschrieben und habe die Schaltbilder bekommen. Denke das die auch gut weiter helfen. Danke schonmal für die Hilfe
Das ist ein bekanntes Problem dieses Kondensator Fabrikates RIFA. Die gehen gerne nach einigen Jahren hoch/platzen/laufen aus. An dieser Stelle scheint der KOndensator lediglich als Funkentstörelement genutzt zu sein und kann daher einfach entfernt werden, ohne Ersatz (kein Mensch hört heute noch AM Sender). Aber die Platine bitte gründlich reinigen!
Thomas R. schrieb: > einfach entfernt werden, ohne Ersatz (kein Mensch > hört heute noch AM Sender) Auch wenn - die Sauna wahrscheinlich im Keller steht - sehr wenige noch AM hören (kein Mensch kannst Du nicht einschätzen) ist es minimaler Mehraufwand, korrekt vorzugehen und den Kondensator einfach auszutauschen. Der Mehraufwand ist nur die Beschaffung und das Einlöten, Auslöten und Reinigen muss der TO sowieso.
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Komisch ist, dass die Suppe nicht der Schwerkraft folgend nach unten Richtung Trafo gelaufen ist. War die Platine länger ausgebaut herumgelegen? Was ist das für ein Faden am Kondensator, Insektenreste?
Nix Schwerkraft, die Suppe wurde vom Kondensator ausgeblasen und ist dann kleben geblieben. Der Faden ist vom Montagekleber der Glimmlampen. Kondensator gibt's für kleines Geld neu, z.B.: https://www.kessler-electronic.de/de/R46-68NF
Thomas R. schrieb: > Das ist ein bekanntes Problem dieses Kondensator Fabrikates RIFA. Die > gehen gerne nach einigen Jahren hoch/platzen/laufen aus. Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen? Ich dachte die Platzen nur wenn mit der Zeit Feuchtigkeit reinkommt weil die Umhüllung rissig geworden ist. Das Auslaufen kommt meiner Meinung eher von dem gelben Aluminium-Elektrolytkondensator. Bei denen ist das Auslaufen ein nicht ungewöhnliches Fehlermuster nach vielen Jahren Betrieb. Dem Aufdruck des anderen Kondensators links daneben nach ist der von 1974. Das Gerät wird also von Mitte/Ende der Siebziger stammen, die anderen Kondensatoren dürften also ähnlich alt sein. Nach der Zeit ist Auslaufen nicht unüblich. Ich würde alle 3 Kondensatoren tauschen und vor allem die ausgelaufene Soße saubermachen, die ist ziemlich korrosiv.
Gerd E. schrieb: > Können die wirklich auslaufen? Die Suppe ist verbranntes Dielektrikum (getränktes Papier). Sonderlich korrosiv dürfte sie nicht sein. Die Elkos müssen nicht getauscht werden, solange die Steuerung funktioniert.
Gerd E. schrieb: > Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort. Mit Hitze und Druck. Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und Russ zischt stinkend heraus.
Mario M. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Können die wirklich auslaufen? > > Die Suppe ist verbranntes Dielektrikum (getränktes Papier). Sonderlich > korrosiv dürfte sie nicht sein. Die Elkos müssen nicht getauscht werden, > solange die Steuerung funktioniert. Naja, wenn das verbrannte Dielektrikum ausläuft muss da ja noch irgendwas flüssiges drin sein was das hinterher langsam ausschwemmt. Der gelbe Kondensator hat auch ein paar schwarze/braune Flecken und das könnte eben auch dort ausgelaufenes Elektrolyt sein was mit seinem korrosivem Werk begonnen hat. So braun/schwarz sah das bei den Fällen die da ich bisher gesehen habe auch aus. Ob das Gerät noch funktioniert wissen wir nicht. Dass die Sauna warm wird heisst nicht dass sie die Temperatur auch auf den vorgegebenen Wert halten kann.
J. R. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen > > Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort. > Mit Hitze und Druck. > Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und > Russ zischt stinkend heraus. genau, so kenne ich das auch. Und dann sieht aber normal das Gehäuse des Kondensators ganz anders aus, das zerlegt es durch den Druck.
Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile? Man könnte auch vermuten daß die Suppe aus dem H2 kommt.....
Thomas R. schrieb: > Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile? Glimmlampen. > Man könnte auch vermuten > daß > die Suppe aus dem H2 kommt..... Sicher nicht.
H. H. schrieb: > Thomas R. schrieb: >> Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile? > > Glimmlampen. > > >> Man könnte auch vermuten >> daß >> die Suppe aus dem H2 kommt..... > > Sicher nicht. Nö, von einer Glimmlampe ganz sicher nicht ;-))
Das klingt an sich sehr machbar. Wenn ich das richtig verstehe, wird der Kondesator zur Entstörung für AM Funkfequenzen gebraucht (die aber fast niemand mehr benutzt). Ich glaub ich würde den dann tauschen wollen und müsste mir dann nur den passenden Erstazkondesator besorgen. Aber dann würde ich so starten das ich die anderen beiden Kondesatoren erstmal drin lasse und die Sauna (nach der Renovierung die dem Ende entgegen geht) dann erstmal aufheize und teste. Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol? Das Baujahr der Sauna ist irgendwo so um 1976. Also hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Dafür ist es Technik die man noch reparieren kann. Das Kondesatoren Explodieren, kenne ich. Aber das die so auslaufen hab ich bisher noch nicht gesehen. Aber danke für die Hilfe bisher
Dominik schrieb: > Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol? Sollte klappen, aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. Eine alte Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt. Da die Elkos kaum was kosten, ist es eigentlich schon sinnvoll, die gleich auszuwechseln. Ich bin auch kein Freund der Elko-Tauschwut, aber bei dem Baujahr ist es ratsam und jetzt ein Aufwasch.
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Matthias S. schrieb: > Dominik schrieb: >> Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol? > > Sollte klappen, aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. Oder Brennspiritus. > Eine alte > Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt. Wattestäbchen. > Da die Elkos kaum was kosten, ist es eigentlich schon sinnvoll, die > gleich auszuwechseln. Ich bin auch kein Freund der Elko-Tauschwut, aber > bei dem Baujahr ist es ratsam und jetzt ein Aufwasch. ACK.
Matthias S. schrieb: > aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu sollen. H. H. schrieb: >> Eine alte Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt. > Wattestäbchen. Zahnbürste ist recht grob, mein Kompromiß ist ein flacher Borstenpinsel. Wenn aber, wie in diesem Fall, keine sensiblen Teile in der Nähe sind, hätte ich gegen die Zahnbürste nichts einzuwenden.
Manfred P. schrieb: > Matthias S. schrieb: >> aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. > > Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu > sollen. Informiere dich einfach was Bremsenreiniger so sein kann.
H. H. schrieb: > Manfred P. schrieb: >> Matthias S. schrieb: >>> aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. >> >> Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu >> sollen. > > Informiere dich einfach was Bremsenreiniger so sein kann. Betonung auf kann. Da wird jeder Hersteller etwas andere Zusatzstoffe drin haben. Mit so einem Gemisch würde ich auch nicht an Elektronik drangehen.
Komisch. Bei allen Geräten mit geplatzten RIFA Folienkondensatoren habe ich nie so eine - rein optisch wie Altöl aussehende - "Flüssigkeit" auf der Platine austreten sehen. Ich hätte auch eher vermutet, dass es vom gelben Elektrolytkondensator (C2) kommt und nicht vom RIFA (C3) oder von eine ganz andere Ursache/Quelle - da so viel/großflächig verteilt ist. Geschmolzener Kunststoff/Ruß, der beim explodieren ausgestoßen wir, sieht doch nicht so aus. Außerdem sehe ich beim RIFA auch keine größere Austrittstelle. Üblicherweise platzen die seitlich auf und die "Soße" verteilte sich vorwiegend in der Region des gelben Elektrolyt-Kondensators. Ich würde alle 3 ersetzen (C1, C2, C3). C1+C2 mit Nennspannung 35V. Bei C2 einen X2-Sicherheitskondensator mit 275V. Bei X2 noch auf das Rastermaß schauen. Der oben verlinkte könnte passen, aber besser nochmal nachmessen, ob das Rastermaß (Abstand der beiden Kontakte) 15mm ist.
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Andreas B. schrieb: > Mit so einem Gemisch würde ich auch nicht an Elektronik > drangehen. Ich sehe da ein wenig Elektromechanik, aber keinerlei sensible Elektronik. Wenn die Kondensatoren entfernt sind, ist das Reinigen mit Bremsenreiniger problemlos. Da habe ich schon viele Produkte ausprobiert, aber die billigsten sind meist die besten, weil die keine exotischen Beimischungen haben. Wer sich fürchtet, kann aber auch bei Isoprop oder Brennspiritus bleiben. Manfred P. schrieb: > Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu > sollen. Na, wieder am Bashen ohne eine vernünftige Alternative? Mag dir ja unbekannt sein, aber mir nun mal nicht.
Timo N. schrieb: > Bei allen Geräten mit geplatzten RIFA Folienkondensatoren habe > ich nie so eine - rein optisch wie Altöl aussehende - "Flüssigkeit" auf > der Platine austreten sehen. Wenn Epoxidharz heiss wird, kann da alles mögliche passieren. Mit Kawumm platzen tun die Dinger hauptsächlich dann, wenn die Erwärmung schlagartig erfolgt. Bei langsamem vor sich hin Schmurgeln gibt es auch diese gelblich bis fast schwarzen Zersetzungsprodukte. Das ölig glänzende Zeugs kann auch nach dem Abkühlen wieder fest geworden sein.
Kontaktchemie "Kontakt WL" machte bei mir einen guten Eindruck. Sogar die empfindlichen Pertinaxplatten (Phenolharz) zerdröselten dann nicht. Nur nicht zu lange einwirken lassen. Dominik schrieb: > wird der Kondesator zur Entstörung für AM > Funkfequenzen gebraucht (die aber fast niemand mehr benutzt). Da liegst Du aber gründlich daneben. Schon mal etwas von Telemetriesendern DCF49 oder DCF39 auf Langwelle gehört? Werden die gestört, kommt die BNetzA. https://www.efr.de/ ciao gustav
Karl B. schrieb: > Da liegst Du aber gründlich daneben. Schon mal etwas von > Telemetriesendern > DCF49 oder DCF39 auf Langwelle gehört? > Werden die gestört, kommt die BNetzA. An sich gebe ich Dir ja recht, aber diese Steuerung besteht nur aus Schützen im Leistungsteil und wird daher höchstens ein Knack beim Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden. Ein Schaltnetzteil ist auch nicht drin.
Dominik schrieb: > Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol? Für mich sieht es nicht nach ausgelaufenen Kondensatoren aus sondern nach verbranntem Flussmittel. Dann geht Alkohol (Spiritus, Isopropanol) und Zahnbürste. > Das Baujahr der Sauna ist irgendwo so um 1976. Also hat schon einige > Jahre auf dem Buckel. Dafür ist es Technik die man noch reparieren kann. Richtig, man kann die Technik reparieren, oder auch am Stück austauschen. Ich würde wohl auch alle Kondensatoren (sowohl die Elkos als auch den Rifa) präventiv auswechseln. Aber wenn einer der Knebelschalter oder Thermostaten kaputt geht, würde ich das wohl ersetzen. Matthias S. schrieb: > Bremsenreiniger Das kann alles mögliche sein, von Aceton über Waschbenzin bis Spüli, ist also eine idiotische Empfehlung. Thomas R. schrieb: > Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile? Lampen.
Michael B. schrieb: > Matthias S. schrieb: >> Bremsenreiniger > > Das kann alles mögliche sein, von Aceton über Waschbenzin bis Spüli, ist > also eine idiotische Empfehlung. Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als Bestandteil nennen?
Jörg K. schrieb: > höchstens ein Knack beim > Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden. Und der Induktionsstoß kann sogar VDR-Widerstände anderer Geräte in demselben Stromkreis zum Ansprechen bringen. Jedenfalls bei meiner Settop-Box war das so. Dort hat sogar die vorgeschaltete Schmelzsicherung ausgelöst. Mixer-Motor hatte starken Ausschaltstromstoß. Hätte ich in der Settopbox keine entsprechende Schutzmaßnahme extern noch vorgesehen gehabt, wäre das Teil jetzt hinüber. Besser wäre es gewesen, der Mixer-Motor hätte entsprechende Störschutzkondensatoren eingebaut gehabt. Die hatte er auch werksmäßig. Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte, diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt nötig. Übrigens: Hersteller achten von sich aus schon auf möglichst kostensparende Bauweise. Bekanntlich setzt sich der Vollkostenpreis zusammen aus Materialinhalt und Fertigungskosten. Da an den Löhnen, aus denen sich die Fertigungskosten hauptsächlich zusammensetzen, kaum etwas gerüttelt werden kann, wird eben am Materialinhalt gespart, wo es möglich ist. Heißt, wenn da schon Kondensatoren eingebaut sind, haben sie auch eine Funktion. Sonst wären sie aus Kosteneinspargründen nicht bestückt. Auch, wenn das so Schlaumeier, wie Du, das nicht kapieren wollen. Abgesehen davon ist das Weglassen eine Änderung am Gerät. Schau Dir die jetzt geltenden drakonischen Vorschriften einmal an. Heute wirst Du auch als "Reparateur" mit CE, GPSR, EAR, WEEE und weiteren "Spaßverderbern" konfrontiert. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Jörg K. schrieb: >> höchstens ein Knack beim >> Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden. > > Hersteller achten von sich aus schon auf möglichst kostensparende ... ... > ciao > gustav Geht's wieder? Nochmal, das Ding schützt die Steuerung vor Dreck aus dem Netz und nicht das Netz vor der Steuerung. Dafür isser zu schlapp
Ralf X. schrieb: > Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als > Bestandteil nennen? Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber nicht mehr.
Michael B. schrieb: > Ralf X. schrieb: >> Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als >> Bestandteil nennen? > > Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber > nicht mehr. Kann da kein Spüli erkennen. Hat bisher auch nie geschäumt. *gg
Jörg K. schrieb: > Nochmal, das Ding schützt die Steuerung vor Dreck aus dem Netz und nicht > das Netz vor der Steuerung. Umso dringlicher die Warnung dann, den Kondensator einfach wegzulassen. So herum sollte man das auch sehen. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Die hatte er auch werksmäßig. > Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte, > diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt > nötig. Bei meinen Elektrogeräten geht kein Anderer dran und entfernt irgendetwas.
Ralf X. schrieb: > Michael B. schrieb: >> Ralf X. schrieb: >>> Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als >>> Bestandteil nennen? >> >> Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber >> nicht mehr. > > Kann da kein Spüli erkennen. > Hat bisher auch nie geschäumt. *gg Na ja, aber man kann erkennen, dass da irgendwelche C6 und C7 Kohlenwasserstoffen, Alkana, Ido-Alkane und Cyclene drin sind. Für Metall ist das ok, aber bei Elektronik verwende ich lieber sortenreine Reinigungs und Lösungsmittel.
Udo S. schrieb: > Karl B. schrieb: >> Die hatte er auch werksmäßig. >> Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte, >> diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt >> nötig. > > Bei meinen Elektrogeräten geht kein Anderer dran und entfernt > irgendetwas. Wahrscheinlich war der besagte Entstörkondensator defekt, und der "Reparateur" hatte keinen Ersatz auf Lager. Dann wurde der einfach entfernt. Und sowas wird immer einmal gerne gemacht. Alles, was nicht unbedingt zur Funktion des Gerätes nötig ist, weggelassen. Zum Teil sogar in Profi-Geräten finden sich Platinen mit vorgesehenen aber tatsächlich nicht bestückten Entstörkondensatoren. Oder die common Mode Drossel wurde durch Drahtbrücken "ersetzt". ciao gustav P.S.: Im Bild sind die Kondensatoren vorgesehen, aber waren nicht bestückt. Nebenbei ging es darum, dass Gleichrichterdioden auch 'mal warm werden können.
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Udo S. schrieb: > Na ja, aber man kann erkennen, dass da irgendwelche C6 und C7 > Kohlenwasserstoffen, Alkana, Ido-Alkane und Cyclene drin sind. > Für Metall ist das ok, aber bei Elektronik verwende ich lieber > sortenreine Reinigungs und Lösungsmittel. Was der Bauer nicht kennt...
Karl B. schrieb: > Alles, was nicht unbedingt > zur Funktion des Gerätes nötig ist, weggelassen. Zum Teil sogar in > Profi-Geräten finden sich Platinen mit vorgesehenen aber tatsächlich > nicht bestückten Entstörkondensatoren. Oder die common Mode Drossel > wurde durch Drahtbrücken "ersetzt". Andersrum wird ein Schuh draus. Die zusätzlichen Entstörbauteile werden auf der Platine vorgesehen, aber nur dann bestückt, wenn die nationalen Vorschriften des Verkaufslandes bzw. die vorgeschriebenen Tests eine Bestückung notwendig machen.
H. H. schrieb: > Was der Bauer nicht kennt... Danke Hinz, aber ich überlasse die dicken Kartoffel anderen :-) Und ich kenne Bremsenreiniger, der tut bei dir gute Dienste wenn Metallteile schnell entfettet oder gereinigt werden muss. Inhaltsstoffe sind im Prinzip ähnlich wie Waschbenzin.
Udo S. schrieb: > H. H. schrieb: >> Was der Bauer nicht kennt... > > Danke Hinz, aber ich überlasse die dicken Kartoffel anderen :-) > > Und ich kenne Bremsenreiniger, der tut bei dir gute Dienste wenn > Metallteile schnell entfettet oder gereinigt werden muss. > Inhaltsstoffe sind im Prinzip ähnlich wie Waschbenzin. Wenn du einen Bremsenreiniger gefunden hast, der Epoxidharz auflöst, dann teile das schnellstens Richard mit, der sucht sowas schon lange.
Moin Zusammen, Ich habe jetzt die 3 Kondestoren bestellt und werden vermutlich nächstes WE dann die alten rauslöten, reinigen und dann wieder einlöten. Ich hoffe das klappt so alles. Ich habe im Schaltplan allerdings noch C4 (Keramik Kondesator) gefunden. Ich habe den aber bisher nicht auf der Platine gefunden und frage mich ob ich den auch tauschen soll (wo auch immer der ist). Keramikkondesator klingt für mich nach langlebig. Ich werde Isopropanol zur Reinigung verwenden und möglichst beim Bremsenreiniger. Ich hoffe das haut alles so hin. Dankeschon für die rege Beteiligung
Dominik schrieb: > Ich habe im Schaltplan allerdings noch C4 (Keramik Kondesator) gefunden. > Ich habe den aber bisher nicht auf der Platine gefunden und frage mich > ob ich den auch tauschen soll (wo auch immer der ist). Keramikkondesator > klingt für mich nach langlebig. Keramikkondensatoren altern zwar auch, aber sehr langsam. Und dabei geht dann nur die Kapazität etwas runter, es läuft nix aus oder explodiert durch normale Alterung. Es gibt zwar auch den Fehlerfall dass die einen Kurzschluss produzieren und dann abbrennen. Dafür muss der Kerko aber mechanisch vorgeschädigt sein oder die Platine fehlerhaft konstruiert, so dass der Kerko mechanisch belastet wird. Das ist hier bei Through-Hole-Bauteilen und 50 Jahre Betrieb ohne Problme alles nicht zu erwarten. -> Lass den Keramikkondensator wie er ist solange Du nicht eindeutige Hinweise auf ein Problem mit dem Keramikkondensator hast
Das klingt gut. Erstmal die anderen dann tauschen und dann mache ich mal demnächst irgendwann eine Funktionsprüfung. Ich bin aber zuversichtlich.
Dominik schrieb: > Ich werde Isopropanol zur Reinigung verwenden Neben Isopropanol ist manchmal Wasser mit Spülmittel nicht zu verachten, muß man im Einzelfall entscheiden und danach natürlich sorgfältig trocknen. > und möglichst beim Bremsenreiniger. Ich denke, Du wolltest eher "keinen" Bremsenreiniger schreiben.
J. R. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen > > Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort. > Mit Hitze und Druck. > Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und > Russ zischt stinkend heraus. Im Kosmos All-Chemist gabs früher ein nettes Experiment. Paar Holzstäbchen in ein Reagenzglas tun, Stöpsel mit Glasröhrchen drauf und Spiritusbrenner drunter. Nach einer Weile fängt das Holz an zu schwelen, und es entweicht dichter gelbgrauer Rauch aus dem Röhrchen. Den darf man dann anzünden. Dann hat man ein Feuer mit getunnelter Flamme, was anschaulich die Funktionsweise eines Feuers zeigt. Den schönsten Qualm gabs mit Bambusstreifen von einem Chinarestaurant-Kalender. Der Gestank hing noch tagelang in den Vorhängen des Kinderzimmers. :) Am Ende bleibt im Reagenzglas genau das übrig, was man hier auf der Platine sieht. Dasselbe sieht man auch bei den Filmchen, wo sich die Leute Birkenpech herstellen für ihre Steinzeitwerkzeuge. Man merkt an den Kommentaren hier, daß nicht viele einen Kosmos All-Chemist hatten. Die Ungnade der späten Geburt hätte aber die Möglichkeit geboten, das mit Experimentierkästen der 60er und 70er nicht erlangte Wissen durch direkte Betrachtung von verschwelten Rifas und Netzfiltern in diesem Internetdings zu substituieren. Die goldenen Frakos (könnten hier aber auch Siemens sein) sind mir eher durch Kurzschlüsse aufgefallen denn durch Auslaufen. Nach 50 Jahren ist man daher nicht voreilig, wenn man sie prophylaktisch austauscht. :) Interessant finde ich, daß die Platine mit AEG überschrieben ist und unten ihre Funktion als Thermostat steht. Offenbar hat die AEG damals auch Baugruppen hergestellt. Umso erstaunlicher, wenn der Saunahersteller jetzt noch Schaltpläne rausrückt (bzw. überhaupt jemals hatte.)
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Wollvieh W. schrieb: > Im Kosmos All-Chemist gabs früher ein nettes Experiment. Paar > Holzstäbchen in ein Reagenzglas tun, Stöpsel mit Glasröhrchen drauf und > Spiritusbrenner drunter. [...] > Am Ende bleibt im Reagenzglas genau das übrig, was man hier auf der > Platine sieht. Bei 10 Cent-Münzen ist mir sowas auch aufgefallen. Das ist genau das, was ~4100€/Unze kostet.
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