Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Sauna Steuerungsplatine defekt?


von Dominik (d_f_flow)


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Moin zusammen,

ich bin gerade ganz neu hier und habe ein Problem. Wir haben ein Haus 
gekauft mit einer Sauna. Diese ist zwar schon alt aber hat kurz zum 
testen, funktioniert.
Da ich die gesamte Elektrik im Haus neu mache, habe ich die Steuerung 
aufgeschraubt um eine neue Zuleitung anzuschließen und allgemein zu 
gucken das alles fest und gut aussieht.
Leider ist das nicht der Fall. Ein Bereich sieht sehr dunkel aus. Ich 
vermute das dort ein Kondensator? ausgelaufen ist.

Bisher wusste ich zwar das Kondesatoren hoch gehen oder platzen aber 
auslaufen ist mir neu.

Nun kann der Kondesator natürlich einfach aus altersgründen oder auch 
aufgrund eines anderen Fehlers kaputt gegangen sein. Da wäre für mich 
recht relevant, wie man sowas einschätzt. Ich weiß auch nicht wie lange 
der kaputt ist oder wie wichtig der ist. Schließlich ist der Saunaofen 
beim letzten test, warm geworden. Sollte man den Kondesator einfach 
tauschen oder aber die gesamte Platine auf den Kopf stellen und 
versuchen alles zu messen.

Kurz zu meinem Background: Ich bin zwar Elektromeister aber im 
Versorgungsbereich und habe mir Mikroelektronik oder überhaupt 
Platinentechnik sehr wenig am Hut.

Ich hatte den Hersteller allgemein mal angeschrieben und habe die 
Schaltbilder bekommen. Denke das die auch gut weiter helfen.

Danke schonmal für die Hilfe

von Thomas R. (thomasr)


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Das ist ein bekanntes Problem dieses Kondensator Fabrikates RIFA. Die 
gehen gerne nach einigen Jahren hoch/platzen/laufen aus. An dieser 
Stelle scheint der KOndensator lediglich als Funkentstörelement genutzt 
zu sein und kann daher einfach entfernt werden, ohne Ersatz (kein Mensch 
hört heute noch AM Sender). Aber die Platine bitte gründlich reinigen!

von Matthias S. (dachs)


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Thomas R. schrieb:
> einfach entfernt werden, ohne Ersatz (kein Mensch
> hört heute noch AM Sender)

Auch wenn
- die Sauna wahrscheinlich im Keller steht
- sehr wenige noch AM hören (kein Mensch kannst Du nicht einschätzen)
ist es minimaler Mehraufwand, korrekt vorzugehen und den Kondensator 
einfach  auszutauschen. Der Mehraufwand ist nur die Beschaffung und das 
Einlöten, Auslöten und Reinigen muss der TO sowieso.

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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Komisch ist, dass die Suppe nicht der Schwerkraft folgend nach unten 
Richtung Trafo gelaufen ist.
War die Platine länger ausgebaut herumgelegen?
Was ist das für ein Faden am Kondensator, Insektenreste?

von Mario M. (thelonging)


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Nix Schwerkraft, die Suppe wurde vom Kondensator ausgeblasen und ist 
dann kleben geblieben. Der Faden ist vom Montagekleber der Glimmlampen. 
Kondensator gibt's für kleines Geld neu, z.B.:

https://www.kessler-electronic.de/de/R46-68NF

von Gerd E. (robberknight)


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Thomas R. schrieb:
> Das ist ein bekanntes Problem dieses Kondensator Fabrikates RIFA. Die
> gehen gerne nach einigen Jahren hoch/platzen/laufen aus.

Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen? 
Ich dachte die Platzen nur wenn mit der Zeit Feuchtigkeit reinkommt weil 
die Umhüllung rissig geworden ist.

Das Auslaufen kommt meiner Meinung eher von dem gelben 
Aluminium-Elektrolytkondensator. Bei denen ist das Auslaufen ein nicht 
ungewöhnliches Fehlermuster nach vielen Jahren Betrieb.

Dem Aufdruck des anderen Kondensators links daneben nach ist der von 
1974. Das Gerät wird also von Mitte/Ende der Siebziger stammen, die 
anderen Kondensatoren dürften also ähnlich alt sein. Nach der Zeit ist 
Auslaufen nicht unüblich.

Ich würde alle 3 Kondensatoren tauschen und vor allem die ausgelaufene 
Soße saubermachen, die ist ziemlich korrosiv.

von Mario M. (thelonging)


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Gerd E. schrieb:
> Können die wirklich auslaufen?

Die Suppe ist verbranntes Dielektrikum (getränktes Papier). Sonderlich 
korrosiv dürfte sie nicht sein. Die Elkos müssen nicht getauscht werden, 
solange die Steuerung funktioniert.

von J. R. (yoc)


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Gerd E. schrieb:
> Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen

Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort.
Mit Hitze und Druck.
Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und 
Russ zischt stinkend heraus.

von Gerd E. (robberknight)


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Mario M. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Können die wirklich auslaufen?
>
> Die Suppe ist verbranntes Dielektrikum (getränktes Papier). Sonderlich
> korrosiv dürfte sie nicht sein. Die Elkos müssen nicht getauscht werden,
> solange die Steuerung funktioniert.

Naja, wenn das verbrannte Dielektrikum ausläuft muss da ja noch 
irgendwas flüssiges drin sein was das hinterher langsam ausschwemmt.

Der gelbe Kondensator hat auch ein paar schwarze/braune Flecken und das 
könnte eben auch dort ausgelaufenes Elektrolyt sein was mit seinem 
korrosivem Werk begonnen hat. So braun/schwarz sah das bei den Fällen 
die da ich bisher gesehen habe auch aus.

Ob das Gerät noch funktioniert wissen wir nicht. Dass die Sauna warm 
wird heisst nicht dass sie die Temperatur auch auf den vorgegebenen Wert 
halten kann.

von Gerd E. (robberknight)


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J. R. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen
>
> Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort.
> Mit Hitze und Druck.
> Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und
> Russ zischt stinkend heraus.

genau, so kenne ich das auch. Und dann sieht aber normal das Gehäuse des 
Kondensators ganz anders aus, das zerlegt es durch den Druck.

von Thomas R. (thomasr)


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Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile? Man könnte auch vermuten daß 
die Suppe aus dem H2 kommt.....

von H. H. (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile?

Glimmlampen.


> Man könnte auch vermuten
> daß
> die Suppe aus dem H2 kommt.....

Sicher nicht.

von Thomas R. (thomasr)


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H. H. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile?
>
> Glimmlampen.
>
>
>> Man könnte auch vermuten
>> daß
>> die Suppe aus dem H2 kommt.....
>
> Sicher nicht.

Nö, von einer Glimmlampe ganz sicher nicht ;-))

von Dominik (d_f_flow)


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Das klingt an sich sehr machbar.

Wenn ich das richtig verstehe, wird der Kondesator zur Entstörung für AM 
Funkfequenzen gebraucht (die aber fast niemand mehr benutzt). Ich glaub 
ich würde den dann tauschen wollen und müsste mir dann nur den passenden 
Erstazkondesator besorgen.

Aber dann würde ich so starten das ich die anderen beiden Kondesatoren 
erstmal drin lasse und die Sauna (nach der Renovierung die dem Ende 
entgegen geht) dann erstmal aufheize und teste.

Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?

Das Baujahr der Sauna ist irgendwo so um 1976. Also hat schon einige 
Jahre auf dem Buckel. Dafür ist es Technik die man noch reparieren kann. 
Das Kondesatoren Explodieren, kenne ich. Aber das die so auslaufen hab 
ich bisher noch nicht gesehen.

Aber danke für die Hilfe bisher

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Dominik schrieb:
> Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?

Sollte klappen, aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. Eine alte 
Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt.
Da die Elkos kaum was kosten, ist es eigentlich schon sinnvoll, die 
gleich auszuwechseln. Ich bin auch kein Freund der Elko-Tauschwut, aber 
bei dem Baujahr ist es ratsam und jetzt ein Aufwasch.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Dominik schrieb:
>> Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?
>
> Sollte klappen, aber auch Bremsenreiniger sollte es tun.

Oder Brennspiritus.


> Eine alte
> Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt.

Wattestäbchen.


> Da die Elkos kaum was kosten, ist es eigentlich schon sinnvoll, die
> gleich auszuwechseln. Ich bin auch kein Freund der Elko-Tauschwut, aber
> bei dem Baujahr ist es ratsam und jetzt ein Aufwasch.

ACK.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Matthias S. schrieb:
> aber auch Bremsenreiniger sollte es tun.

Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu 
sollen.

H. H. schrieb:
>> Eine alte Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt.
> Wattestäbchen.

Zahnbürste ist recht grob, mein Kompromiß ist ein flacher Borstenpinsel. 
Wenn aber, wie in diesem Fall, keine sensiblen Teile in der Nähe sind, 
hätte ich gegen die Zahnbürste nichts einzuwenden.

von H. H. (Gast)


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Manfred P. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> aber auch Bremsenreiniger sollte es tun.
>
> Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu
> sollen.

Informiere dich einfach was Bremsenreiniger so sein kann.

von Andreas B. (bitverdreher)


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H. H. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Matthias S. schrieb:
>>> aber auch Bremsenreiniger sollte es tun.
>>
>> Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu
>> sollen.
>
> Informiere dich einfach was Bremsenreiniger so sein kann.

Betonung auf kann. Da wird jeder Hersteller etwas andere Zusatzstoffe 
drin haben. Mit so einem Gemisch würde ich auch nicht an Elektronik 
drangehen.

von Timo N. (tnn85)


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Komisch. Bei allen Geräten mit geplatzten RIFA Folienkondensatoren habe 
ich nie so eine - rein optisch wie Altöl aussehende - "Flüssigkeit" auf 
der Platine austreten sehen.

Ich hätte auch eher vermutet, dass es vom gelben Elektrolytkondensator 
(C2) kommt und nicht vom RIFA (C3) oder von eine ganz andere 
Ursache/Quelle - da so viel/großflächig verteilt ist.

Geschmolzener Kunststoff/Ruß, der beim explodieren ausgestoßen wir, 
sieht doch nicht so aus. Außerdem sehe ich beim RIFA auch keine größere 
Austrittstelle. Üblicherweise platzen die seitlich auf und die "Soße" 
verteilte sich vorwiegend in der Region des gelben 
Elektrolyt-Kondensators.

Ich würde alle 3 ersetzen (C1, C2, C3). C1+C2 mit Nennspannung 35V. Bei 
C2 einen X2-Sicherheitskondensator mit 275V.

Bei X2 noch auf das Rastermaß schauen. Der oben verlinkte könnte passen, 
aber besser nochmal nachmessen, ob das Rastermaß (Abstand der beiden 
Kontakte) 15mm ist.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Andreas B. schrieb:
> Mit so einem Gemisch würde ich auch nicht an Elektronik
> drangehen.

Ich sehe da ein wenig Elektromechanik, aber keinerlei sensible 
Elektronik. Wenn die Kondensatoren entfernt sind, ist das Reinigen mit 
Bremsenreiniger problemlos.
Da habe ich schon viele Produkte ausprobiert, aber die billigsten sind 
meist die besten, weil die keine exotischen Beimischungen haben.
Wer sich fürchtet, kann aber auch bei Isoprop oder Brennspiritus 
bleiben.

Manfred P. schrieb:
> Es ist eine selten dämliche Empfehlung, unbekannte Chemie einsetzen zu
> sollen.

Na, wieder am Bashen ohne eine vernünftige Alternative? Mag dir ja 
unbekannt sein, aber mir nun mal nicht.

von Dieter W. (dds5)


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Timo N. schrieb:
> Bei allen Geräten mit geplatzten RIFA Folienkondensatoren habe
> ich nie so eine - rein optisch wie Altöl aussehende - "Flüssigkeit" auf
> der Platine austreten sehen.

Wenn Epoxidharz heiss wird, kann da alles mögliche passieren. Mit Kawumm 
platzen tun die Dinger hauptsächlich dann, wenn die Erwärmung 
schlagartig erfolgt. Bei langsamem vor sich hin Schmurgeln gibt es auch 
diese gelblich bis fast schwarzen Zersetzungsprodukte.
Das ölig glänzende Zeugs kann auch nach dem Abkühlen wieder fest 
geworden sein.

von Karl B. (gustav)


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Kontaktchemie "Kontakt WL" machte bei mir einen guten Eindruck. Sogar 
die empfindlichen Pertinaxplatten (Phenolharz) zerdröselten dann nicht. 
Nur nicht zu lange einwirken lassen.

Dominik schrieb:
> wird der Kondesator zur Entstörung für AM
> Funkfequenzen gebraucht (die aber fast niemand mehr benutzt).

Da liegst Du aber gründlich daneben. Schon mal etwas von 
Telemetriesendern
DCF49 oder DCF39 auf Langwelle gehört?
Werden die gestört, kommt die BNetzA.
https://www.efr.de/

ciao
gustav

von Jörg K. (joergk)


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Karl B. schrieb:
> Da liegst Du aber gründlich daneben. Schon mal etwas von
> Telemetriesendern
> DCF49 oder DCF39 auf Langwelle gehört?
> Werden die gestört, kommt die BNetzA.

An sich gebe ich Dir ja recht, aber diese Steuerung besteht nur aus 
Schützen im Leistungsteil und wird daher höchstens ein Knack beim 
Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden.
Ein Schaltnetzteil ist auch nicht drin.

von Michael B. (laberkopp)


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Dominik schrieb:
> Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?

Für mich sieht es nicht nach ausgelaufenen Kondensatoren aus sondern 
nach verbranntem Flussmittel. Dann geht Alkohol (Spiritus, Isopropanol) 
und Zahnbürste.

> Das Baujahr der Sauna ist irgendwo so um 1976. Also hat schon einige
> Jahre auf dem Buckel. Dafür ist es Technik die man noch reparieren kann.

Richtig, man kann die Technik reparieren, oder auch am Stück 
austauschen. Ich würde wohl auch alle Kondensatoren (sowohl die Elkos 
als auch den Rifa) präventiv auswechseln. Aber wenn einer der 
Knebelschalter oder Thermostaten kaputt geht, würde ich das wohl 
ersetzen.

Matthias S. schrieb:
> Bremsenreiniger

Das kann alles mögliche sein, von Aceton über Waschbenzin bis Spüli, ist 
also eine idiotische Empfehlung.

Thomas R. schrieb:
> Was sind denn "H1" und "H2" für Bauteile?

Lampen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Michael B. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Bremsenreiniger
>
> Das kann alles mögliche sein, von Aceton über Waschbenzin bis Spüli, ist
> also eine idiotische Empfehlung.

Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als 
Bestandteil nennen?

von Karl B. (gustav)


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Jörg K. schrieb:
> höchstens ein Knack beim
> Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden.

Und der Induktionsstoß kann sogar VDR-Widerstände anderer Geräte in 
demselben Stromkreis zum Ansprechen bringen.
Jedenfalls bei meiner Settop-Box war das so.
Dort hat sogar die vorgeschaltete Schmelzsicherung ausgelöst.
Mixer-Motor hatte starken Ausschaltstromstoß.
Hätte ich in der Settopbox keine entsprechende Schutzmaßnahme extern 
noch vorgesehen gehabt, wäre das Teil jetzt hinüber.
Besser wäre es gewesen, der Mixer-Motor hätte entsprechende 
Störschutzkondensatoren eingebaut gehabt. Die hatte er auch werksmäßig. 
Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte, 
diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt 
nötig.

Übrigens:
Hersteller achten von sich aus schon auf möglichst kostensparende 
Bauweise.
Bekanntlich setzt sich der Vollkostenpreis zusammen aus Materialinhalt 
und Fertigungskosten. Da an den Löhnen, aus denen sich die 
Fertigungskosten hauptsächlich zusammensetzen, kaum etwas gerüttelt 
werden kann, wird eben am Materialinhalt gespart, wo es möglich ist.
Heißt, wenn da schon Kondensatoren eingebaut sind, haben sie auch eine 
Funktion. Sonst wären sie aus Kosteneinspargründen nicht bestückt. Auch, 
wenn das so Schlaumeier, wie Du, das nicht kapieren wollen.
Abgesehen davon ist das Weglassen eine Änderung am Gerät.
Schau Dir die jetzt geltenden drakonischen Vorschriften einmal an.
Heute wirst Du auch als "Reparateur" mit CE, GPSR, EAR, WEEE und
weiteren "Spaßverderbern" konfrontiert.

ciao
gustav

von Jörg K. (joergk)


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Karl B. schrieb:
> Jörg K. schrieb:
>> höchstens ein Knack beim
>> Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden.
>

> Hersteller achten von sich aus schon auf möglichst kostensparende
...
...
> ciao
> gustav

Geht's wieder?

Nochmal, das Ding schützt die Steuerung vor Dreck aus dem Netz und nicht 
das Netz vor der Steuerung.

Dafür isser zu schlapp

von Michael B. (laberkopp)


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Ralf X. schrieb:
> Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als
> Bestandteil nennen?

Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber 
nicht mehr.

von Ralf X. (ralf0815)


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Michael B. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als
>> Bestandteil nennen?
>
> Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber
> nicht mehr.

Kann da kein Spüli erkennen.
Hat bisher auch nie geschäumt. *gg

von Karl B. (gustav)


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Jörg K. schrieb:
> Nochmal, das Ding schützt die Steuerung vor Dreck aus dem Netz und nicht
> das Netz vor der Steuerung.

Umso dringlicher die Warnung dann, den Kondensator einfach wegzulassen.
So herum sollte man das auch sehen.

ciao
gustav

von Udo S. (urschmitt)


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Karl B. schrieb:
> Die hatte er auch werksmäßig.
> Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte,
> diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt
> nötig.

Bei meinen Elektrogeräten geht kein Anderer dran und entfernt 
irgendetwas.

von Udo S. (urschmitt)


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Ralf X. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Ralf X. schrieb:
>>> Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als
>>> Bestandteil nennen?
>>
>> Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber
>> nicht mehr.
>
> Kann da kein Spüli erkennen.
> Hat bisher auch nie geschäumt. *gg

Na ja, aber man kann erkennen, dass da irgendwelche C6 und C7 
Kohlenwasserstoffen, Alkana, Ido-Alkane und Cyclene drin sind.
Für Metall ist das ok, aber bei Elektronik verwende ich lieber 
sortenreine Reinigungs und Lösungsmittel.

von Karl B. (gustav)


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Udo S. schrieb:
> Karl B. schrieb:
>> Die hatte er auch werksmäßig.
>> Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte,
>> diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt
>> nötig.
>
> Bei meinen Elektrogeräten geht kein Anderer dran und entfernt
> irgendetwas.

Wahrscheinlich war der besagte Entstörkondensator defekt, und der 
"Reparateur" hatte keinen Ersatz auf Lager. Dann wurde der einfach 
entfernt.
Und sowas wird immer einmal gerne gemacht. Alles, was nicht unbedingt 
zur Funktion des Gerätes nötig ist, weggelassen. Zum Teil sogar in 
Profi-Geräten finden sich Platinen mit vorgesehenen aber tatsächlich 
nicht bestückten Entstörkondensatoren. Oder die common Mode Drossel 
wurde durch Drahtbrücken "ersetzt".

ciao
gustav

P.S.: Im Bild sind die Kondensatoren vorgesehen, aber waren nicht 
bestückt. Nebenbei ging es darum, dass Gleichrichterdioden auch 'mal 
warm werden können.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Na ja, aber man kann erkennen, dass da irgendwelche C6 und C7
> Kohlenwasserstoffen, Alkana, Ido-Alkane und Cyclene drin sind.
> Für Metall ist das ok, aber bei Elektronik verwende ich lieber
> sortenreine Reinigungs und Lösungsmittel.

Was der Bauer nicht kennt...

von Udo S. (urschmitt)


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Karl B. schrieb:
> Alles, was nicht unbedingt
> zur Funktion des Gerätes nötig ist, weggelassen. Zum Teil sogar in
> Profi-Geräten finden sich Platinen mit vorgesehenen aber tatsächlich
> nicht bestückten Entstörkondensatoren. Oder die common Mode Drossel
> wurde durch Drahtbrücken "ersetzt".

Andersrum wird ein Schuh draus.
Die zusätzlichen Entstörbauteile werden auf der Platine vorgesehen, aber 
nur dann bestückt, wenn die nationalen Vorschriften des Verkaufslandes 
bzw. die vorgeschriebenen Tests eine Bestückung notwendig machen.

von Udo S. (urschmitt)


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H. H. schrieb:
> Was der Bauer nicht kennt...

Danke Hinz, aber ich überlasse die dicken Kartoffel anderen :-)

Und ich kenne Bremsenreiniger, der tut bei dir gute Dienste wenn 
Metallteile  schnell entfettet oder gereinigt werden muss.
Inhaltsstoffe sind im Prinzip ähnlich wie Waschbenzin.

von H. H. (Gast)


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Udo S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Was der Bauer nicht kennt...
>
> Danke Hinz, aber ich überlasse die dicken Kartoffel anderen :-)
>
> Und ich kenne Bremsenreiniger, der tut bei dir gute Dienste wenn
> Metallteile  schnell entfettet oder gereinigt werden muss.
> Inhaltsstoffe sind im Prinzip ähnlich wie Waschbenzin.

Wenn du einen Bremsenreiniger gefunden hast, der Epoxidharz auflöst, 
dann teile das schnellstens Richard mit, der sucht sowas schon lange.

von Dominik (d_f_flow)


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Moin Zusammen,

Ich habe jetzt die 3 Kondestoren bestellt und werden vermutlich nächstes 
WE dann die alten rauslöten, reinigen und dann wieder einlöten.
Ich hoffe das klappt so alles.

Ich habe im Schaltplan allerdings noch C4 (Keramik Kondesator) gefunden.
Ich habe den aber bisher nicht auf der Platine gefunden und frage mich 
ob ich den auch tauschen soll (wo auch immer der ist). Keramikkondesator 
klingt für mich nach langlebig.

Ich werde Isopropanol zur Reinigung verwenden und möglichst beim 
Bremsenreiniger. Ich hoffe das haut alles so hin.

Dankeschon für die rege Beteiligung

von Gerd E. (robberknight)


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Dominik schrieb:
> Ich habe im Schaltplan allerdings noch C4 (Keramik Kondesator) gefunden.
> Ich habe den aber bisher nicht auf der Platine gefunden und frage mich
> ob ich den auch tauschen soll (wo auch immer der ist). Keramikkondesator
> klingt für mich nach langlebig.

Keramikkondensatoren altern zwar auch, aber sehr langsam. Und dabei geht 
dann nur die Kapazität etwas runter, es läuft nix aus oder explodiert 
durch normale Alterung.

Es gibt zwar auch den Fehlerfall dass die einen Kurzschluss produzieren 
und dann abbrennen. Dafür muss der Kerko aber mechanisch vorgeschädigt 
sein oder die Platine fehlerhaft konstruiert, so dass der Kerko 
mechanisch belastet wird. Das ist hier bei Through-Hole-Bauteilen und 50 
Jahre Betrieb ohne Problme alles nicht zu erwarten.

-> Lass den Keramikkondensator wie er ist solange Du nicht eindeutige 
Hinweise auf ein Problem mit dem Keramikkondensator hast

von Dominik (d_f_flow)


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Das klingt gut.
Erstmal die anderen dann tauschen und dann mache ich mal demnächst 
irgendwann eine Funktionsprüfung. Ich bin aber zuversichtlich.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Dominik schrieb:
> Ich werde Isopropanol zur Reinigung verwenden

Neben Isopropanol ist manchmal Wasser mit Spülmittel nicht zu verachten, 
muß man im Einzelfall entscheiden und danach natürlich sorgfältig 
trocknen.

>  und möglichst beim Bremsenreiniger.

Ich denke, Du wolltest eher "keinen" Bremsenreiniger schreiben.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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J. R. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen
>
> Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort.
> Mit Hitze und Druck.
> Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und
> Russ zischt stinkend heraus.

Im Kosmos All-Chemist gabs früher ein nettes Experiment. Paar 
Holzstäbchen in ein Reagenzglas tun, Stöpsel mit Glasröhrchen drauf und 
Spiritusbrenner drunter. Nach einer Weile fängt das Holz an zu schwelen, 
und es entweicht dichter gelbgrauer Rauch aus dem Röhrchen. Den darf man 
dann anzünden. Dann hat man ein Feuer mit getunnelter Flamme, was 
anschaulich die Funktionsweise eines Feuers zeigt. Den schönsten Qualm 
gabs mit Bambusstreifen von einem Chinarestaurant-Kalender. Der Gestank 
hing noch tagelang in den Vorhängen des Kinderzimmers. :)

Am Ende bleibt im Reagenzglas genau das übrig, was man hier auf der 
Platine sieht. Dasselbe sieht man auch bei den Filmchen, wo sich die 
Leute Birkenpech herstellen für ihre Steinzeitwerkzeuge.

Man merkt an den Kommentaren hier, daß nicht viele einen Kosmos 
All-Chemist hatten. Die Ungnade der späten Geburt hätte aber die 
Möglichkeit geboten, das mit Experimentierkästen der 60er und 70er nicht 
erlangte Wissen durch direkte Betrachtung von verschwelten Rifas und 
Netzfiltern in diesem Internetdings zu substituieren.

Die goldenen Frakos (könnten hier aber auch Siemens sein) sind mir eher 
durch Kurzschlüsse aufgefallen denn durch Auslaufen. Nach 50 Jahren ist 
man daher nicht voreilig, wenn man sie prophylaktisch austauscht. :)

Interessant finde ich, daß die Platine mit AEG überschrieben ist und 
unten ihre Funktion als Thermostat steht. Offenbar hat die AEG damals 
auch Baugruppen hergestellt. Umso erstaunlicher, wenn der 
Saunahersteller jetzt noch Schaltpläne rausrückt (bzw. überhaupt jemals 
hatte.)

: Bearbeitet durch User
von Martin L. (makersting)


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Wollvieh W. schrieb:
> Im Kosmos All-Chemist gabs früher ein nettes Experiment. Paar
> Holzstäbchen in ein Reagenzglas tun, Stöpsel mit Glasröhrchen drauf und
> Spiritusbrenner drunter. [...]
> Am Ende bleibt im Reagenzglas genau das übrig, was man hier auf der
> Platine sieht.

Bei 10 Cent-Münzen ist mir sowas auch aufgefallen. Das ist genau das, 
was ~4100€/Unze kostet.

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