Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Überspannung die 4. - Kaffevollautomat Widerstand vor Varistor


von Martin (eumeltier)


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Moin,

so, die nächste Baustelle. Überspannung am DeLonghi Kaffeevollautomat.

Varistor ist abgebrannt. Der Widerstand vor dem Varistor ist auch durch 
- so soll es ja vermutlich auch sein.
Der LNK dahinter ist optisch gesehen zumindest erst mal nicht 
explodiert. Also im besten Fall den Varistor und den Widerstand 
tauschen.

Ja, aber was ist das für ein Widerstand? Der ist nur grün...

(Bild ist nicht von meinem Kaffeeautomaten, deshalb sind keine Spuren zu 
sehen...)

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Martin schrieb:
> Ja, aber was ist das für ein Widerstand?

Vermutlich ein Sicherungswiderstand. Es wäre sinnvoll nachzusehen, ob 
darüber auch der Strom für die Heizungen fließt, oder nur für den 
µC-Teil als Teil eines Kondensatornetzteils.

von H. H. (Gast)


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Martin schrieb:
> Der LNK

Welcher denn?

von Martin (eumeltier)


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Also soweit ich die Leiterbahn verfolgen kann geht es von dort nur über 
Diode, Drossel und Kondensatoren zum LNK364GN.

Für die Leistungsteile geht ein Kabel vor dem Widerstand ab und 
verschwindet im Gerät. Es kommen dann drei Kabel wieder die auf der 
Platine an den Pins "HEATER", "STEAMER" und "GRINDER" angeschlossen 
werden.
Diese drei Anschlüsse werden dann auf der Platine auf den anderen Pol 
geschaltet.

Sieht also so aus, als wäre es nur für die Elektronik.

von Martin (eumeltier)


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Google sagt bei anderen DeLonghi-Maschinen mit dem LNK364GN sei dies ein 
47 Ohm 3W Sicherungswiderstand...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Martin schrieb:
> 47 Ohm 3W Sicherungswiderstand...

Dann könnte man es damit versuchen:
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/sicherungswiderstand_axial_3_5_w_47_ohm_5_-107427

von Martin (eumeltier)


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Ich hab mal einen "normalen" 47 Ohm Widerstand eingesetzt, den hats aber 
gleich weggeschossen.

Die nachfolgende Schaltung scheint aber soweit ok zu sein laut 
Multimeter. Vielleicht sind die Ladeströme der Kondensatoren einfach zu 
hoch am Anfang.

Der richtige Widerstand ist im Zulauf, aber ich wollte es mal 
ausprobieren...

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Martin schrieb:
> Ich hab mal einen "normalen" 47 Ohm Widerstand eingesetzt, den hats aber
> gleich weggeschossen.

war das denn auch ein Dreiwatter?

von Udo S. (urschmitt)


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Martin schrieb:
> Ich hab mal einen "normalen" 47 Ohm Widerstand eingesetzt, den hats aber
> gleich weggeschossen.
>
> Die nachfolgende Schaltung scheint aber soweit ok zu sein laut
> Multimeter. Vielleicht sind die Ladeströme der Kondensatoren einfach zu
> hoch am Anfang.
>
> Der richtige Widerstand ist im Zulauf, aber ich wollte es mal
> ausprobieren...

Vielleicht mal prüfen ob S und D vom LNK in beide Richtungen Durchgang 
hat. Dann wäre der Mosfet im LNK durchlegiert.
Spart Widerstände und verhindert ggf. das der Trafo noch durchbrennt.

von Martin (eumeltier)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> war das denn auch ein Dreiwatter?

Nein, was hat die übliche Bauform? 0,5 oder 1 Watt?

Udo S. schrieb:
> Vielleicht mal prüfen ob S und D vom LNK in beide Richtungen Durchgang
> hat.

In-circuit 186 Ohm in beide Richtungen.

von H. H. (Gast)


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Martin schrieb:
> In-circuit 186 Ohm in beide Richtungen.

Tausch den Regler aus, und die beiden ZK-Elkos gleich auch. Und die 
Netzgleichrichterdiode prüfen.

von Martin (eumeltier)


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So.

Sicherungswiderstand ist gekommen. Neuer LNK auch. Der ausgebaute LNK 
hat weiterhin ca 200 Ohm zwischen D und S, ist also definitiv kaputt.

Kondensatoren hab ich getauscht, obwohl augenscheinlich und laut 
Multimeter noch in Ordnung. Aber von der Reparatur meines 
Gefrierschranks hatte ich eh noch passende da.

Diode meiner Meinung nach in Ordnung.

Alles zusammengelötet. Über den Kondensatoren liegen > 300 V an. Über D 
und S liegt die Spannung auch an.
Aber der LNK produziert am BP-Pin nur 2,8V. Zum Test hab ich über den 
100nF SMD-Kondensator einen zweiten 100nF keramisch gelötet. Ändert gar 
nichts.

Am FB-Pin liegt 0V an. Um Einflüsse auszuschliessen, hab ich den FB-Pin 
nochmal abgetrennt. Weiterhin am BP-Pin nur 2,8V. Laut Datenblatt ist 
der power MOSFET inaktiv, wenn BP < 4,8V. Also kann da gar nichts 
passieren.

Meiner Meinung nach müßten die 5,8V am BP doch in jeden Fall anliegen? 
Hab ich jetzt schon wieder einen defekten "neuen" LNK bekommen? Der war 
noch im Reel...

Was ist mit der Drossel? Kann die einen Einfluß haben? Die soll 1000uH 
haben (was ich nicht nachmessen kann). Sie hat 11,5 Ohm, das schien mir 
jetzt erstmal nicht verdächtig.

von H. H. (Gast)


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Martin schrieb:
> Hab ich jetzt schon wieder einen defekten "neuen" LNK bekommen?

Woher?


> Der war noch im Reel...

Spielt keine Rolle.

von Martin (eumeltier)


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Ehrlich gesagt von ebay. Ist irgendwie reflexartig der schnellste 
Zugriff. Ich hätte jetzt nicht für möglich gehalten, daß dermassen viel 
Schrott unterwegs ist.

Ich hab jetzt nochmal zwei Stück im Fachhandel bestellt.

Ich werde berichten.

von H. H. (Gast)


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Ein Bypasskondensator mit erheblichem Leckstrom kann auch mal vorkommen.

von Martin (eumeltier)


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Müsste man das mit einem Ohmmeter über den Kondensator messen können?

von H. H. (Gast)


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Martin schrieb:
> Müsste man das mit einem Ohmmeter über den Kondensator messen
> können?

Ja, es sind ja nur wenige Volt nötig.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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tcha, was man für ne Latte nicht alles tun muss.

von Martin (eumeltier)


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H. H. schrieb:
> Ein Bypasskondensator mit erheblichem Leckstrom kann auch mal vorkommen.

Also das Multimeter zeigt etwas im Megaohm-Bereich an über den 
Kondensator.

.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> tcha, was man für ne Latte nicht alles tun muss.

Und noch nicht einmal für mich, ich trinke keinen Kaffee - alles für die 
Frau.

von H. H. (Gast)


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Martin schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Ein Bypasskondensator mit erheblichem Leckstrom kann auch mal vorkommen.
>
> Also das Multimeter zeigt etwas im Megaohm-Bereich an über den
> Kondensator.

Unverdächtig. Du wirst ja in der Schaltung gemessen haben.

von Martin (eumeltier)


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Ja sorry, in-circuit. Hab ich jetzt auch als unverdächtig eingestuft.

von Martin (eumeltier)


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Also warte ich auf den nächsten LNK.

Zwischendurch beschäftige ich mich mit meinem kombinierten 
Wechselrichter / Ladegerät welches als USV für meine Heizung dient.

Das sieht echt übel aus. Feinste chinesische Lötkunst.

von Martin (eumeltier)


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Ok. Notiz an mich, keine LNK von zweifelhaften Quellen kaufen.

Mit dem nächsten LNK ist die Spannung am BP ok, am Feedback sogar etwas 
hoch, aber zumindest stellen sich jetzt diverse Spannungen an den 
Bauteilen hinter dem LNK ein. Also irgendwas passiert.

Um es nun zu testen muß ich die Platine natürlich erst mal wieder 
einbauen.

von Martin (eumeltier)


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Ich hab nochmal Messpunkte gefunden, da liegen jetzt saubere 5V und 15V 
an, das sieht soweit schick aus.

Dennoch muß ich den Test wohl verschieben, ich habe nämlich noch einen 
Patienten gefunden auf der Platine (siehe Bild).

von H. H. (Gast)


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Martin schrieb:
> ich habe nämlich noch einen
> Patienten gefunden auf der Platine (siehe Bild).

Schlechtes Zeichen, da kann es gut auch den µC erwischt haben.

von Udo K. (udok)


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Könnte auch ein 74HC14 (6-fach Inverter mit Schmitt Trigger) sein.

von H. H. (Gast)


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Udo K. schrieb:
> Könnte auch ein 74HC14 (6-fach Inverter mit Schmitt Trigger) sein.

Natürlich ist es das.

von Martin (eumeltier)


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H. H. schrieb:
> Schlechtes Zeichen, da kann es gut auch den µC erwischt haben.

Ja, der hängt natürlich in direkter Nachbarschaft. Dann hab ich 
natürlich Pech, denn der ist ja auch programmiert. Da bringt ein 
Austausch ja nichts.

Schauen wir mal.

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