Aus reinem Interesse, habe ich eine grundsätzliche Frage zu einem MPP Lademodul (PV-Modul – Batterie). Mir ist ein defekter MPPT7210 Solarladeregler zugeflogen. Das Teil kann wohl von einem Solarmodul mit einer Spannung von 12 – 60V einen 24V, 36V, 48V oder 72V Akku laden. Über das Bedientableau stellt man wohl die Akku Spannung und den Ladestrom ein. Soweit so gut. Nur wie funktioniert das? Mir geht es hier zunächst nur um das Prinzip. Habe mal den Dickstrompfad der Schaltung erfasst. T2 sieht zusammen mit L1 und D1,D2 ja wie ein Hochsetz-Schaltnetzteil aus. Kann mir jemand vom Prinzip her erklären, wie man den MPP findet? Wozu ist T1 und T3 gut? Und wie würde z.B. ein 60V Modul mit einem 24V Akku zusammen passen? Es gibt ja keinen Step down Regler oder ist solch eine Kombination nicht erlaubt? Mir ist klar, dass da an den niederohmigen Widerstände Ströme erfasst und Spannungen gemessen werden und davon abhängig irgendwie die FETs T1 – T3 geschaltet werden und das ganz sicher nicht trivial ist. Aber irgendwie müsste man doch in Gedanken so ein Regelszenario durchspielen können. Aber genau in dieser Frage stehe ich recht ratlos vor diesen wenigen Bauteilen. Kann dies vielleicht jemand allgemeinverständlich erklären? (Google hat mir da nicht wirklich weitergeholfen). Besten Dank und viele Grüße Michael
Die Chinesen versprechen gelegentlich etwas mehr, als der Käufer erwarten würde ;-) Ich seh's wie du: Das ist ein Hochsetzsteller. Der ist vorn und hinten mit Elkos abgeblockt, d.h. die anderen zwei Transistoren bekommen von der PWM nichts zu sehen, sie schalten Gleichstrom, ein oder aus. Also z.B. Lade-End-Abschaltung. Mit MPPT bei hoher Modulspannung wird's also nichts. MPPT geht, wenn die Modulspannung niedriger als die Akkuspannung ist. Dann kann der Controller das PWM-Verhältnis an T2 verändern, und auf Strom und Spannung schauen, und sich das Optimum suchen. Ich würde den Prospekt also so lesen: Es gibt einen MPPT, und es gibt große erlaubte Bereiche der PV- und Akkuspannung. Ist inhaltlich nicht falsch. Nur nicht ganz vollständig.
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Also das Wesentliche ist ein einfacher Hillclimbing-Algorithmus. Man misst Strom und Spannung des Solarmoduls und errechnet daraus die Leistung. Danach verändert man den Arbeitspunkt des Solarmoduls geringfügig nach oben oder unten und misst nochmal die Leistung des Solarmoduls. Ist sie gestiegen, läuft man mit dem Arbeitspunkt in der gleichen Richtung weiter, ist sie gesunken, dann ändert man die Richtung. Dadurch pendelt der Arbeitspunkt immer leicht um den MPP herum. Den MPP genau halten ist schwierig, weil man dann evtl. nicht mitbekommt, wenn dieser sich verändert. Gibt da noch verschiedenste Ansätze und Versuche, wie man das optimieren kann (schnelleres Erreichen des MPP, Schattenmanagement), aber egal was man macht, solche Optimierungen können auch nach hinten losgehen und daher ist immer die Frage, ob es mehr nutzt oder mehr schadet wenn man irgendwas zu optimieren versucht. Was die Betriebsspannungen speziell bei diesem "Patent" angeht, die MPP-Spannung der PV muss immer unterhalb der Akkuspannung liegen. Also wenn man Solarmodule mit sagen wir 42V MPP-Spannung nimmt, kann man damit keine 12V-Akkus verwenden, sondern müsste z.B. 48V Akkuspannung nehmen.
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Hat der Shunt wirklich ganze 0,1R, oder hast du den nur nicht messen können? Weil, das wären ja allein an dieser Stelle 10W Verlust. T1 und T3 könnten der Verpolungsschutz sein, ist heutzutage ja quasi bitter nötig...
Michael schrieb: > Das Teil kann wohl von einem Solarmodul mit einer Spannung von 12 – 60V > einen 24V, 36V, 48V oder 72V Akku laden Aber diese Schaltung nur aufwarts. Mit PV Modul von 48V einen 12V Akku laden klappt damit nicht. Michael schrieb: > Kann mir jemand vom Prinzip her erklären, wie man den MPP findet? Die Elektronik steuert den MOSFET des step up boost Wandlers mit einer PWM, z.B. mit 53% Einschaltquote. Dabei wird das Solarmodul mit einem sich ergebenden Strom belastet und schafft es noch, eine bestimmte Spannung zu produzieren. Nun prüft die Elektronik was bei 51% und was bei 55% Tastverhaltnis der PWM passiert und liefert eine davon höhere Leistung, nimmt es in Zukunft diese PWM. Gute MPPT machen Zusatzdinge: jede Minute einmal den ganzen Betrich durchtesten wo das absolute Maximum liegt, Überstrom und Überspannungsschutz,
Super, das bringt doch schon sehr viel an Verständnis. Vor allem die Bedingung, dass die Batteriespannung > der Modulspannung sein muss, macht die Schaltung gleich weniger geheimnisvoll. PS. Die Widerstände mit 0,1? sind ganz sicher viel niederohmiger. Das sind in Wirklichkeit nur Drähte mit ca.2cm Länge und 1mm Durchmesser. Besten Dank für eure Info Gruß Michael
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