Forum: /dev/null Ciao Linux, Hallo Windows [Endet 29.1.]


von M. D. (derdiek)


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Seit etwa einem Jahr bin ich komplett Windows-frei und nutze einen 
reinen Spiele-Rechner mit Ubuntu, darauf Steam und Battle.net.
Alle meine Steam-Spiele laufen inzwischen dank Proton problemlos. Auch 
Diablo 4 ließ sich über Battle.net mit Lutris lange Zeit gut spielen.

Am vergangenen Wochenende trat dann allerdings ein Problem auf:
Nach mehreren Monaten Pause wollte Battle.net zunächst gar nicht mehr 
starten. Nach einem Proton-Update funktionierte es am Samstag zwar 
wieder, aber am Sonntag darauf startete Battle.net zwar, die darin 
enthaltenen Spiele stürzten jedoch sofort ab.

Ich habe daraufhin alles durchprobiert, was man so debuggen kann 
(inklusive diverser ChatGPT-Vorschläge), leider ohne Erfolg.

Aus purer Verzweiflung – und weil ich einfach Lust auf das Spiel hatte – 
habe ich dann alles über Bord geworfen und (Schande über mein Haupt) 
doch wieder Windows 11 installiert. Natürlich erstmal alles deaktiviert, 
was sich seit Windows 7/10 im UI „verschlimmbessert“ hat.

Fakt ist leider:
Jetzt, wo man wieder unter Windows arbeitet merkt man, es funktioniert 
aktuell alles, was ich nutzen möchte, einen Tick besser. HDR läuft 
sofort, die Spiele sehen daher sichtbar besser aus, der Monitor lässt 
sich sauber kalibrieren, keine verfälschten Farben mehr..
Man muss nicht stundenlang das Internet durchforsten, wenn man irgendwas 
machen will, was man aus Windows kennt, aber in Linux nicht vorhanden 
ist (Stichworte Paint Bilder ausschneiden, Notepad++ FTP Anbindung, 
etc..).
… es ist, wie es ist.
Wollte ich einfach mal los werden.

: Bearbeitet durch Moderator
von Εrnst B. (ernst)


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Schöner Troll. 11/10 Punkten.

Ansonsten: Schön für dich. Niemand zwingt dich Linux zu nutzen, und weil 
es kostenlos war, hast du mit deinem Linux-Ausflug noch nicht mal Geld 
in den Sand gesetzt.

von Norbert (der_norbert)


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M. D. schrieb:
> Aus purer Verzweiflung – und weil ich einfach Lust auf das Spiel hatte –
> habe ich dann alles über Bord geworfen und (Schande über mein Haupt)
> doch wieder Windows 11 installiert.

Wird das eine Selbstdemontage?

M. D. schrieb:
> aber in Linux nicht vorhanden
> ist (Stichworte Paint Bilder ausschneiden, Notepad++ FTP Anbindung,
> etc..).

Yep. Eindeutig.

von M. D. (derdiek)


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Εrnst B. schrieb:
> Ansonsten: Schön für dich. Niemand zwingt dich Linux zu nutzen, und weil
> es kostenlos war, hast du mit deinem Linux-Ausflug noch nicht mal Geld
> in den Sand gesetzt.
Ich wäre gerne bei Linux geblieben, weil mir das Konzept gut gefällt. 
Aber letztendlich ist das Betriebssystem ein Mittel zum Zweck und 
alleine kriege ich es nicht hin, Probleme darin zu beheben, wenn im 
Internet keine ausreichenden Informationen zu finden sind. Ich kann 
(oder will) mir auch die Befehle in der Konsole nicht alle merken weil 
die mir teilweise komplett wirr erscheinen.
Aber es gibt halt auch in Windows haufenweise Zeug, das mir gegen den 
Strich geht (deswegen ja auch der Wechsel zu Linux damals). Nur unterm 
Strich ist Windows letztendlich doch die bessere Wahl (für mich!).

von (prx) A. K. (prx)


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M. D. schrieb:
> mir auch die Befehle in der Konsole nicht alle merken weil
> die mir teilweise komplett wirr erscheinen

Muss man auch nicht. Die wichtigsten reichen, für den Rest gibts das Web 
und den Zettelkasten. Schön ist, dass Befehle, die man vor vielen 
Jahrzehnten lernte, heute noch funktionieren.

: Bearbeitet durch User
von M. D. (derdiek)


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(prx) A. K. schrieb:
> Schön ist, dass Befehle, die man vor vielen
> Jahrzehnten lernte, heute noch funktionieren.
Ja, so Standardbefehle wie lsblk und mount funktionieren noch.

Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von 
dynamisch auf fest umstellen, ohne das vorher googlen zu müssen, weil 
das für mich völlig sinnfrei in irgendwelchen Konfigurationsdateien 
steht, von denen ich noch nie gehört habe und es auch keinerlei Hinweise 
auf sie gibt.

Und wenn dann die Standardantworten für ein Problem aus irgendeinem 
Grund nicht funktionieren, frag ich mich halt irgendwie, wozu man sich 
das eigentlich antut weils in Win meist nur ein paar Klicks gewesen 
wären.

Aber dank der neuen UI von Win11 wühlt man sich da auch erstmal sinnfrei 
durch bis man wieder bei den altbekannten Einstellungen gelandet ist.

von Norbert (der_norbert)


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M. D. schrieb:
> Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von
> dynamisch auf fest umstellen, ohne das vorher googlen zu müssen, weil
> das für mich völlig sinnfrei in irgendwelchen Konfigurationsdateien
> steht, von denen ich noch nie gehört habe und es auch keinerlei Hinweise
> auf sie gibt.

Zugegeben, das Leben kann manchmal schwer sein.
Vor allem, wenn man selbst sein größter Feind ist.

von (prx) A. K. (prx)


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M. D. schrieb:
> Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von
> dynamisch auf fest umstellen, ohne das vorher googlen zu müssen

Die Powershell-Befehle hat auch kaum jemand ohne nachschlagen drauf.
https://www.windowspro.de/wolfgang-sommergut/statische-ip-adresse-dhcp-dns-server-powershell-konfigurieren

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Die Film und Musikindustrie setzt auf Apple, Gamer nutzen Windows, wo 
ist das Problem?

von (prx) A. K. (prx)


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Gibt auch keines. Nur in solchen Diskussionen ist es eines.

von Ein T. (ein_typ)


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M. D. schrieb:
> Jetzt, wo man wieder unter Windows arbeitet merkt man, es funktioniert
> aktuell alles, was ich nutzen möchte, einen Tick besser.

Danke für Deine Ausführungen. Ja, für Deine Hauptanwendung, das Spielen, 
ist Windows aktuell zweifellos immer noch besser geeignet. Insofern 
wünsche ich Dir viel Freude, Glück und Erfolg damit! :-)

von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> M. D. schrieb:
>> mir auch die Befehle in der Konsole nicht alle merken weil
>> die mir teilweise komplett wirr erscheinen
>
> Muss man auch nicht. Die wichtigsten reichen, für den Rest gibts das Web
> und den Zettelkasten.

... und die Manpages, mitunter die Infopages, und die Dokumentationen 
der Pakete unter /usr/share/doc... nur so am Rande bemerkt. :-)

von (prx) A. K. (prx)


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"about 89.7% of Windows titles now at least launch on Linux systems". 
42% völlig ohne Eingriff.
https://www.techpowerup.com/342337/almost-90-of-windows-games-run-on-linux-notes-report

von Ein T. (ein_typ)


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M. D. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Schön ist, dass Befehle, die man vor vielen
>> Jahrzehnten lernte, heute noch funktionieren.
> Ja, so Standardbefehle wie lsblk und mount funktionieren noch.
>
> Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von
> dynamisch auf fest umstellen,

Die meisten modernen Linuxsysteme haben für solche Dinge den 
NetworkManager, der über eine GUI konfiguriert werden kann.

> ohne das vorher googlen zu müssen, weil
> das für mich völlig sinnfrei in irgendwelchen Konfigurationsdateien
> steht, von denen ich noch nie gehört habe und es auch keinerlei Hinweise
> auf sie gibt.

Ja, das kann man auch sehr sinnvoll über die richtigen 
Konfigurationsdateien einstellen -- aber wenn die Dir nach über einem 
Jahr mit Linux immer noch als "völlig sinnfrei" erscheinen und Du 
außerdem die oben genannte GUI noch nicht gefunden hast, ist Windows für 
Dich eben die bessere Wahl. HF! :-)

von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> ... und die Manpages, mitunter die Infopages, und die Dokumentationen
> der Pakete unter /usr/share/doc... nur so am Rande bemerkt. :-)

Ohne Training nur auf Basis von Manpages fehlerfrei Netplan-Files mit 
expliziter IP Info per Editor zu schreiben, dazu gehört schon was. :)

: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> ... und die Manpages, mitunter die Infopages, und die Dokumentationen
>> der Pakete unter /usr/share/doc... nur so am Rande bemerkt. :-)
>
> Ohne Training nur auf Basis von Manpages fehlerfrei Netplan-Files mit
> expliziter IP Info per Editor zu schreiben, dazu gehört schon was. :)

Ja, aber dafür gibt es ja -- wie bereits oben erwähnt -- den 
NetworkManager, der per GUI in den Einstellungen des jeweiligen Desktop 
Environment, per CLI  mit dem Programm nmcli(1) und per TUI nmtui(1) 
konfiguriert werden kann. Ich meine, echt jetzt, da ist doch für alle 
Geschmäcker das Richtige dabei. :-)

von M. D. (derdiek)


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Der Titel war rückwirkend vielleicht etwas zu reißerisch. Die Botschaft 
dieses Threads sollte eigentlich sein, dass es immer auf den 
Anwendungsfall ankommt, welches Betriebssystem das richtige ist. Ich mag 
Linux und das Konzept dahinter, bin auch gerne bereit stundenlang zu 
recherchieren wie man ein Problem in den Griff bekommt, aber man kommt 
manchmal an Windows noch nicht ganz vorbei.

: Bearbeitet durch User
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