Seit etwa einem Jahr bin ich komplett Windows-frei und nutze einen reinen Spiele-Rechner mit Ubuntu, darauf Steam und Battle.net. Alle meine Steam-Spiele laufen inzwischen dank Proton problemlos. Auch Diablo 4 ließ sich über Battle.net mit Lutris lange Zeit gut spielen. Am vergangenen Wochenende trat dann allerdings ein Problem auf: Nach mehreren Monaten Pause wollte Battle.net zunächst gar nicht mehr starten. Nach einem Proton-Update funktionierte es am Samstag zwar wieder, aber am Sonntag darauf startete Battle.net zwar, die darin enthaltenen Spiele stürzten jedoch sofort ab. Ich habe daraufhin alles durchprobiert, was man so debuggen kann (inklusive diverser ChatGPT-Vorschläge), leider ohne Erfolg. Aus purer Verzweiflung – und weil ich einfach Lust auf das Spiel hatte – habe ich dann alles über Bord geworfen und (Schande über mein Haupt) doch wieder Windows 11 installiert. Natürlich erstmal alles deaktiviert, was sich seit Windows 7/10 im UI „verschlimmbessert“ hat. Fakt ist leider: Jetzt, wo man wieder unter Windows arbeitet merkt man, es funktioniert aktuell alles, was ich nutzen möchte, einen Tick besser. HDR läuft sofort, die Spiele sehen daher sichtbar besser aus, der Monitor lässt sich sauber kalibrieren, keine verfälschten Farben mehr.. Man muss nicht stundenlang das Internet durchforsten, wenn man irgendwas machen will, was man aus Windows kennt, aber in Linux nicht vorhanden ist (Stichworte Paint Bilder ausschneiden, Notepad++ FTP Anbindung, etc..). … es ist, wie es ist. Wollte ich einfach mal los werden.
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Schöner Troll. 11/10 Punkten. Ansonsten: Schön für dich. Niemand zwingt dich Linux zu nutzen, und weil es kostenlos war, hast du mit deinem Linux-Ausflug noch nicht mal Geld in den Sand gesetzt.
M. D. schrieb: > Aus purer Verzweiflung – und weil ich einfach Lust auf das Spiel hatte – > habe ich dann alles über Bord geworfen und (Schande über mein Haupt) > doch wieder Windows 11 installiert. Wird das eine Selbstdemontage? M. D. schrieb: > aber in Linux nicht vorhanden > ist (Stichworte Paint Bilder ausschneiden, Notepad++ FTP Anbindung, > etc..). Yep. Eindeutig.
Εrnst B. schrieb: > Ansonsten: Schön für dich. Niemand zwingt dich Linux zu nutzen, und weil > es kostenlos war, hast du mit deinem Linux-Ausflug noch nicht mal Geld > in den Sand gesetzt. Ich wäre gerne bei Linux geblieben, weil mir das Konzept gut gefällt. Aber letztendlich ist das Betriebssystem ein Mittel zum Zweck und alleine kriege ich es nicht hin, Probleme darin zu beheben, wenn im Internet keine ausreichenden Informationen zu finden sind. Ich kann (oder will) mir auch die Befehle in der Konsole nicht alle merken weil die mir teilweise komplett wirr erscheinen. Aber es gibt halt auch in Windows haufenweise Zeug, das mir gegen den Strich geht (deswegen ja auch der Wechsel zu Linux damals). Nur unterm Strich ist Windows letztendlich doch die bessere Wahl (für mich!).
M. D. schrieb: > mir auch die Befehle in der Konsole nicht alle merken weil > die mir teilweise komplett wirr erscheinen Muss man auch nicht. Die wichtigsten reichen, für den Rest gibts das Web und den Zettelkasten. Schön ist, dass Befehle, die man vor vielen Jahrzehnten lernte, heute noch funktionieren.
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(prx) A. K. schrieb: > Schön ist, dass Befehle, die man vor vielen > Jahrzehnten lernte, heute noch funktionieren. Ja, so Standardbefehle wie lsblk und mount funktionieren noch. Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von dynamisch auf fest umstellen, ohne das vorher googlen zu müssen, weil das für mich völlig sinnfrei in irgendwelchen Konfigurationsdateien steht, von denen ich noch nie gehört habe und es auch keinerlei Hinweise auf sie gibt. Und wenn dann die Standardantworten für ein Problem aus irgendeinem Grund nicht funktionieren, frag ich mich halt irgendwie, wozu man sich das eigentlich antut weils in Win meist nur ein paar Klicks gewesen wären. Aber dank der neuen UI von Win11 wühlt man sich da auch erstmal sinnfrei durch bis man wieder bei den altbekannten Einstellungen gelandet ist.
M. D. schrieb: > Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von > dynamisch auf fest umstellen, ohne das vorher googlen zu müssen, weil > das für mich völlig sinnfrei in irgendwelchen Konfigurationsdateien > steht, von denen ich noch nie gehört habe und es auch keinerlei Hinweise > auf sie gibt. Zugegeben, das Leben kann manchmal schwer sein. Vor allem, wenn man selbst sein größter Feind ist.
M. D. schrieb: > Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von > dynamisch auf fest umstellen, ohne das vorher googlen zu müssen Die Powershell-Befehle hat auch kaum jemand ohne nachschlagen drauf. https://www.windowspro.de/wolfgang-sommergut/statische-ip-adresse-dhcp-dns-server-powershell-konfigurieren
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Die Film und Musikindustrie setzt auf Apple, Gamer nutzen Windows, wo ist das Problem?
Gibt auch keines. Nur in solchen Diskussionen ist es eines.
M. D. schrieb: > Jetzt, wo man wieder unter Windows arbeitet merkt man, es funktioniert > aktuell alles, was ich nutzen möchte, einen Tick besser. Danke für Deine Ausführungen. Ja, für Deine Hauptanwendung, das Spielen, ist Windows aktuell zweifellos immer noch besser geeignet. Insofern wünsche ich Dir viel Freude, Glück und Erfolg damit! :-)
(prx) A. K. schrieb: > M. D. schrieb: >> mir auch die Befehle in der Konsole nicht alle merken weil >> die mir teilweise komplett wirr erscheinen > > Muss man auch nicht. Die wichtigsten reichen, für den Rest gibts das Web > und den Zettelkasten. ... und die Manpages, mitunter die Infopages, und die Dokumentationen der Pakete unter /usr/share/doc... nur so am Rande bemerkt. :-)
"about 89.7% of Windows titles now at least launch on Linux systems". 42% völlig ohne Eingriff. https://www.techpowerup.com/342337/almost-90-of-windows-games-run-on-linux-notes-report
M. D. schrieb: > (prx) A. K. schrieb: >> Schön ist, dass Befehle, die man vor vielen >> Jahrzehnten lernte, heute noch funktionieren. > Ja, so Standardbefehle wie lsblk und mount funktionieren noch. > > Ich könnte aber z.B. nichtmal grundlegende Dinge wie die IP-Adresse von > dynamisch auf fest umstellen, Die meisten modernen Linuxsysteme haben für solche Dinge den NetworkManager, der über eine GUI konfiguriert werden kann. > ohne das vorher googlen zu müssen, weil > das für mich völlig sinnfrei in irgendwelchen Konfigurationsdateien > steht, von denen ich noch nie gehört habe und es auch keinerlei Hinweise > auf sie gibt. Ja, das kann man auch sehr sinnvoll über die richtigen Konfigurationsdateien einstellen -- aber wenn die Dir nach über einem Jahr mit Linux immer noch als "völlig sinnfrei" erscheinen und Du außerdem die oben genannte GUI noch nicht gefunden hast, ist Windows für Dich eben die bessere Wahl. HF! :-)
Ein T. schrieb: > ... und die Manpages, mitunter die Infopages, und die Dokumentationen > der Pakete unter /usr/share/doc... nur so am Rande bemerkt. :-) Ohne Training nur auf Basis von Manpages fehlerfrei Netplan-Files mit expliziter IP Info per Editor zu schreiben, dazu gehört schon was. :)
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(prx) A. K. schrieb: > Ein T. schrieb: >> ... und die Manpages, mitunter die Infopages, und die Dokumentationen >> der Pakete unter /usr/share/doc... nur so am Rande bemerkt. :-) > > Ohne Training nur auf Basis von Manpages fehlerfrei Netplan-Files mit > expliziter IP Info per Editor zu schreiben, dazu gehört schon was. :) Ja, aber dafür gibt es ja -- wie bereits oben erwähnt -- den NetworkManager, der per GUI in den Einstellungen des jeweiligen Desktop Environment, per CLI mit dem Programm nmcli(1) und per TUI nmtui(1) konfiguriert werden kann. Ich meine, echt jetzt, da ist doch für alle Geschmäcker das Richtige dabei. :-)
Der Titel war rückwirkend vielleicht etwas zu reißerisch. Die Botschaft dieses Threads sollte eigentlich sein, dass es immer auf den Anwendungsfall ankommt, welches Betriebssystem das richtige ist. Ich mag Linux und das Konzept dahinter, bin auch gerne bereit stundenlang zu recherchieren wie man ein Problem in den Griff bekommt, aber man kommt manchmal an Windows noch nicht ganz vorbei.
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