Ich brauche mal Hilfe zum Verständnis der Antennen von ESP-Platinen. Die haben ja so eine geschlungene Bahn und ausserdem eine kurze Brücke nach GND. Wie passt das denn zur Wellenlänge von 2,4 GHz (Lambda/4 = 31,25 mm) und warum 2 Bögen, einer mit "Kurzschluss" (ja ich weiss, HF verhält sich anders)?
L.S. schrieb: > Wie passt das denn zur Wellenlänge von 2,4 GHz (Lambda/4 = 31,25 mm) und > warum 2 Bögen, einer mit "Kurzschluss" (ja ich weiss, HF verhält sich > anders)? Der "Kurzschluss" ist für HF keiner, sondern das Anpassstück des Strahlers. Der 2., am Ende offene Bogen, ist der Strahler. Für diese Antenne gibts sogar einen Wiki-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/PIF-Antenne
Die mäanderförmige Leiterbahn wirkt als zusätzliche Induktivität (stärker als eine gestreckte Leiterbahn). Mit Induktivitäten in Serie können Antennen verkürzt werden. Das Leiterplattenmaterial ist ein Dielektrikum und bewirkt eine Verlangsamung der Lichtgeschwindigkeit. Ausserdem gibt es durch das Dielektrikum eine Erhöung der Kapazitiven Belastung der Antenne. Eine Brücke nach GND dient der Anpassung an die Ausgangsimpedanz des Senders. All das bewirkt eine drastische Verkürzung der tatsächlichen Länge im Vergleich zu einem geraden Strahler in "Luft". Das kann und wird mit keramischen Patchantennen (Google) noch weiter ins Extrem getrieben. So eine Leiterbahnantenne ist dagegen sogar noch "groß".
Schau mal unter F-Antenne (Wikipedie nennt sie PIF-Antenne). https://de.wikipedia.org/wiki/PIF-Antenne Der Vorteil ist, dass diese Antenne elektrisch (Gleichstrom) kurzgeschlossen ist, da nur Hochfrequenz den Kurzschluss als hochohmig sieht. Den Trick nehmen Amateurfunker auch bei Sperrtopfantennen. Diese sind empfangstechnisch sogar etwas ruhiger und haben weniger Störungen. Hinzu kommt, das diese durch den Gleichstromkurzschluss auch noch geerdet ist und somit Elektrostatik aus der Luft direkt ableitet.
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