Hallo in die Runde, der nächste Problembär. Das Jahr fängt ja gut an.... Ich habe die Platine eines defekten Funk-Rolladenmotor vor mir. Der Motor hatte zuletzt immer wieder mal nicht mehr reagiert. Erst nachdem ich ihn für eine Zeit stromlos gemacht hatte, ging er eine Zeit lang wieder. Die Abstände dieses Ausfalls verkleinerten sich von Wochen auf inzwischen Tage. An der FB liegt es nicht, da auch eine 2. FB das gleiche Ergebnis zeigte. Jetzt kann es natürlich das Funkmodul/Empfänger selbst sein, oder aber (was ich hoffe) auch einer oder mehrere der auf den Bildern sichtbaren Elkos. Denkt Ihr, es könnten die Eldkos an der Ursache Schuld sein? Der Motor ist ca. 8 Jahre alt. Da er im Verbund eingebaut ist, wäre ein Komplett-Tausch aller Motoren die aufwändigste und finanzielle Höchststrafe. Einen Ersatz dieses Motors gibt es derzeit noch, allerdings auch kein Schnäppchen. Mein Ziel ist es daher , alle Motoren so lange wie möglich zu betreiben. Da ich damit rechne, dass diesen Fehler auch noch andere Motoren zeigen könnten, würde ich gerne versuchen den Fehler zu identifizieren und zu beheben. Ich hab inzwischen auch schon mal gemessen, aber die Ergebnisse sind (vermutlich weil noch gesockelt) nicht wirklich brauchbar. Die beiden 3,3𝜇F/400V zeigen 6,6𝜇F, der 220𝜇F/35V zeigt 212𝜇F Vor dem Auslöten habe ich etwas Schiss, da ich bisher zwar Drähte und Stecker, aber noch auf keinen Platinen rumgelötet habe und daher etwas Angst habe, diese zu beschädigen, zumal nicht klar ist, was der Fehler wirklich ist. Wenn ich sicher wäre, es sind die Elkos, dann würde ich es versuchen. So... Nun brauche ich Euer Schwarmwissen, da ich mich selbst eher elektrisch, aber wenig elektronisch einschätzen würde. Wie schätzt ihr das ein. Könnte es an den Elkos liegen? Kann ich die mit einem Multimeter so überhaupt messen? Welche Ideen als Hilfe habt ihr für mich? Und sorry, wenn ich gegenüber dem Großteil hier vermutlich der fachlich Dümmste bin. PS: das doppelte Foto bekomme ich irgendwie nicht mehr gelöscht. Also nicht wundern
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Urmel schrieb: > Könnte es an den Elkos liegen? Ja. > Kann ich die mit > einem Multimeter so überhaupt messen? Nein.
Wenn dann der 220µF, nicht die 3,3µF. Wenn du wenig Erfahrung hast dann den alten durch Zerstören abkneifen (ohne vernünftigen Entlötkolben oder Erfahrung mit Entlötlitze bekommst du den sonst nicht raus). Einen gleichen besorgen und einlöten. Es MUSS ein Low ESR Typ sein, weil der am Ausgang eines Schaltnetzteiles sitzt (LNK304). Laß dich im Zweifel hier beraten. Auch das 105°C Rating ist in dem Rohr wichtig.
Thomas R. schrieb: > Wenn dann der 220µF, nicht die 3,3µF. Wenn du wenig Erfahrung hast dann > den alten durch Zerstören abkneifen (ohne vernünftigen Entlötkolben oder > Erfahrung mit Entlötlitze bekommst du den sonst nicht raus). > > Einen gleichen besorgen und einlöten. Es MUSS ein Low ESR Typ sein, weil > der am Ausgang eines Schaltnetzteiles sitzt (LNK304). Laß dich im > Zweifel hier beraten. Auch das 105°C Rating ist in dem Rohr wichtig. Danke Thomas. Darf ich fragen weshalb Du die die beiden 3,3 ausschließt, zumal der 220µF als einziger einigermaßen plausible, und dabei keine schlechten Werte zeigt. Es gibt daneben auf der Platine auch einen gesteckten 3,15µF Betriebskondensator. Der ging und geht tatsächlich schon des Öfteren in den Motoren kaputt, diesen habe ich dann aber immer einfach ersetzen können. Daher meine Frage aus Interesse, weshalb Du hier diese ausschließt? Oder macht es gar Sinn, am besten alle drei zu ersetzen, falls die Chance hoch ist dass hier der Fehler steckt. Das mit dem Low ESR ist ein guter Hinweis. in welchem Teil dieses Forums stelle ich denn die Frage am besten ein, da die original verbauten Elkos offenbar nicht so einfach zu bekommen sind.
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2 mal 3,3 = 6,6 Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel.
Thomas schrieb: > 2 mal 3,3 = 6,6 > Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind > ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel. Das hatte ich mir auch schon mal zusammengereimt. Auf dem einen Foto ist die Unterseite mit den Leitungsbahnen zu sehen. Mit meinem Unwissen würde ich sagen, dass das Minus zusammenhängt, der jeweilige Pluspol auf unterschiedlichen Bahnen hängt. Falls aber nun damit alle Werte plausibel wären, wäre auch kein Ausreißer dabei. Will sagen, die Messungen würden damit keinen Übeltäter identifizieren. Oh Mann. Das war bei dem Betriebskondensator eindeutiger und einfacher…
Urmel schrieb: > Thomas schrieb: >> 2 mal 3,3 = 6,6 >> Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind >> ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel. > > Das hatte ich mir auch schon mal zusammengereimt. > Auf dem einen Foto ist die Unterseite mit den Leitungsbahnen zu sehen. > Mit meinem Unwissen würde ich sagen, dass das Minus zusammenhängt, der > jeweilige Pluspol auf unterschiedlichen Bahnen hängt. Dann miss dich mal den Widerstand zwischen den beiden Pluspolen der 3,3 µF.
Beitrag #8000270 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #8000285 wurde vom Autor gelöscht.
Ralf X. schrieb: > Urmel schrieb: >> Thomas schrieb: >>> 2 mal 3,3 = 6,6 >>> Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind >>> ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel. >> >> Das hatte ich mir auch schon mal zusammengereimt. >> Auf dem einen Foto ist die Unterseite mit den Leitungsbahnen zu sehen. >> Mit meinem Unwissen würde ich sagen, dass das Minus zusammenhängt, der >> jeweilige Pluspol auf unterschiedlichen Bahnen hängt. > > Dann miss dich mal den Widerstand zwischen den beiden Pluspolen der 3,3 > µF. Würde sagen so um die 160 Ohm (Etwas schwierig die Nippel zu treffen)
Urmel schrieb: > Darf ich fragen weshalb Du die die beiden 3,3 ausschließt, zumal der > 220µF als einziger einigermaßen plausible, und dabei keine schlechten > Werte zeigt. > > Das mit dem Low ESR ist ein guter Hinweis. in welchem Teil dieses Forums > stelle ich denn die Frage am besten ein, da die original verbauten Elkos > offenbar nicht so einfach zu bekommen sind. Diese Art Versorgung der Relais und des Mikroprozessors wird von einem Schaltnetzteil rund um das IC LNK304 erledigt. Das erzeugt am Ausgang eine hochfrequent pulsierende Gleichspannung die von dem 220µF Kondensator geglättet werden soll. Dabei spielt wegen der hohen Frequenz nicht nur der Kapazitätswert eine Rolle sondern auch der Innenwiderstand des Kondensators bei diesen hohen Frequenzen. Und der muß möglichst niedrig sein und mit einem normalen Multimeter ist der nicht zu messen. Nach Jahren trocknen Elkos dieser Bauart einfach aus bzw. ihr Innenwiderstand vergrößert sich. In der Folge kann die Siebung nicht mehr wie gewünscht stattfinden und der Mikroprozessor fängt ob der unsauberen Versorgung an zu spinnen. Natürlich ist das jetzt "Ferndiagnose"; bei einem Schaltnetzteil können noch ein halbes Dutzend andere Fehler vorkommen aber dies ist der mit Abstand wahrscheinlichste. Du wirst nicht umhin kommen einen seriösen Lieferanten zu finden um keine Fälschungen zu bekommen, bloß kein ebay o.ä.! TME wäre so einer.
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Dass der Motor nach Stromunterbrechung wieder eine Zeit lang funktioniert, spricht gegen ausgetrockneten Elko.
H. H. schrieb: > Dass der Motor nach Stromunterbrechung wieder eine Zeit lang > funktioniert, spricht gegen ausgetrockneten Elko. Oje. Dazu möchte ich noch ergänzen: Wenn er läuft, läuft er einwandfrei als ob nichts gewesen wäre.
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