Forum: Haus & Smart Home Becker Rolladenmotor


von Urmel (urmelchen65)


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Hallo in die Runde,

der nächste Problembär. Das Jahr fängt ja gut an....

Ich habe die Platine eines defekten Funk-Rolladenmotor vor mir. Der 
Motor hatte zuletzt immer wieder mal nicht mehr reagiert. Erst nachdem 
ich ihn für eine Zeit stromlos gemacht hatte, ging er eine Zeit lang 
wieder. Die Abstände dieses Ausfalls verkleinerten sich von Wochen auf 
inzwischen Tage. An der FB liegt es nicht, da auch eine 2. FB das 
gleiche Ergebnis zeigte.

Jetzt kann es natürlich das Funkmodul/Empfänger selbst sein, oder aber 
(was ich hoffe) auch einer oder mehrere der auf den Bildern sichtbaren 
Elkos.


Denkt Ihr, es könnten die Eldkos an der Ursache Schuld sein? Der Motor 
ist ca. 8 Jahre alt. Da er im Verbund eingebaut ist, wäre ein 
Komplett-Tausch aller Motoren die aufwändigste und finanzielle 
Höchststrafe. Einen Ersatz dieses Motors gibt es derzeit noch, 
allerdings auch kein Schnäppchen. Mein Ziel ist es daher , alle Motoren 
so lange wie möglich zu betreiben.

Da ich damit rechne, dass diesen Fehler auch noch andere Motoren zeigen 
könnten, würde ich gerne versuchen den Fehler zu identifizieren und zu 
beheben. Ich hab inzwischen auch schon mal gemessen, aber die Ergebnisse 
sind (vermutlich weil noch gesockelt) nicht wirklich brauchbar.

Die beiden 3,3𝜇F/400V zeigen 6,6𝜇F, der 220𝜇F/35V zeigt 212𝜇F

Vor dem Auslöten habe ich etwas Schiss, da ich bisher zwar Drähte und 
Stecker, aber noch auf keinen Platinen rumgelötet habe und daher etwas 
Angst habe, diese zu beschädigen, zumal nicht klar ist, was der Fehler 
wirklich ist. Wenn ich sicher wäre, es sind die Elkos, dann würde ich es 
versuchen.

So... Nun brauche ich Euer Schwarmwissen, da ich mich selbst eher 
elektrisch, aber wenig elektronisch einschätzen würde.

Wie schätzt ihr das ein. Könnte es an den Elkos liegen? Kann ich die mit 
einem Multimeter so überhaupt messen? Welche Ideen als Hilfe habt ihr 
für mich?

Und sorry, wenn ich gegenüber dem Großteil hier vermutlich der fachlich 
Dümmste bin.

PS: das doppelte Foto bekomme ich irgendwie nicht mehr gelöscht. Also 
nicht wundern

: Verschoben durch Moderator
von H. H. (hhinz)


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Urmel schrieb:
> Könnte es an den Elkos liegen?

Ja.

> Kann ich die mit
> einem Multimeter so überhaupt messen?

Nein.

von Thomas R. (thomasr)


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Wenn dann der 220µF, nicht die 3,3µF. Wenn du wenig Erfahrung hast dann 
den alten durch Zerstören abkneifen (ohne vernünftigen Entlötkolben oder 
Erfahrung mit Entlötlitze bekommst du den sonst nicht raus).

Einen gleichen besorgen und einlöten. Es MUSS ein Low ESR Typ sein, weil 
der am Ausgang eines Schaltnetzteiles sitzt (LNK304). Laß dich im 
Zweifel hier beraten. Auch das 105°C Rating ist in dem Rohr wichtig.

von Urmel (urmelchen65)


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Thomas R. schrieb:
> Wenn dann der 220µF, nicht die 3,3µF. Wenn du wenig Erfahrung hast dann
> den alten durch Zerstören abkneifen (ohne vernünftigen Entlötkolben oder
> Erfahrung mit Entlötlitze bekommst du den sonst nicht raus).
>
> Einen gleichen besorgen und einlöten. Es MUSS ein Low ESR Typ sein, weil
> der am Ausgang eines Schaltnetzteiles sitzt (LNK304). Laß dich im
> Zweifel hier beraten. Auch das 105°C Rating ist in dem Rohr wichtig.

Danke Thomas.
Darf ich fragen weshalb Du die die beiden 3,3 ausschließt, zumal der 
220µF als einziger einigermaßen plausible, und dabei keine schlechten 
Werte zeigt.

Es gibt daneben auf der Platine auch einen gesteckten 3,15µF 
Betriebskondensator. Der ging und geht tatsächlich schon des Öfteren in 
den Motoren kaputt, diesen habe ich dann aber immer einfach ersetzen 
können.

Daher meine Frage aus Interesse, weshalb Du hier diese ausschließt? Oder 
macht es gar Sinn, am besten alle drei zu ersetzen, falls die Chance 
hoch ist dass hier der Fehler steckt.

Das mit dem Low ESR ist ein guter Hinweis. in welchem Teil dieses Forums 
stelle ich denn die Frage am besten ein, da die original verbauten Elkos 
offenbar nicht so einfach zu bekommen sind.

: Bearbeitet durch User
von Thomas (werists)


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2 mal 3,3 = 6,6
Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind 
ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel.

von Urmel (urmelchen65)


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Thomas schrieb:
> 2 mal 3,3 = 6,6
> Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind
> ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel.

Das hatte ich mir auch schon mal zusammengereimt.
Auf dem einen Foto ist die Unterseite mit den Leitungsbahnen zu sehen. 
Mit meinem Unwissen würde ich sagen, dass das Minus zusammenhängt, der 
jeweilige Pluspol auf unterschiedlichen Bahnen hängt.

Falls aber nun damit alle Werte plausibel wären, wäre auch kein 
Ausreißer dabei. Will sagen, die Messungen würden damit keinen Übeltäter 
identifizieren.

Oh Mann. Das war bei dem Betriebskondensator eindeutiger und einfacher…

von Ralf X. (ralf0815)


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Urmel schrieb:
> Thomas schrieb:
>> 2 mal 3,3 = 6,6
>> Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind
>> ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel.
>
> Das hatte ich mir auch schon mal zusammengereimt.
> Auf dem einen Foto ist die Unterseite mit den Leitungsbahnen zu sehen.
> Mit meinem Unwissen würde ich sagen, dass das Minus zusammenhängt, der
> jeweilige Pluspol auf unterschiedlichen Bahnen hängt.

Dann miss dich mal den Widerstand zwischen den beiden Pluspolen der 3,3 
µF.

Beitrag #8000270 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #8000285 wurde vom Autor gelöscht.
von Urmel (urmelchen65)


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Ralf X. schrieb:
> Urmel schrieb:
>> Thomas schrieb:
>>> 2 mal 3,3 = 6,6
>>> Du hast eingelötet gemessen und wenn beide parallel geschaltet sind
>>> ergibt sich 6,6. Die sind somit auch plausibel.
>>
>> Das hatte ich mir auch schon mal zusammengereimt.
>> Auf dem einen Foto ist die Unterseite mit den Leitungsbahnen zu sehen.
>> Mit meinem Unwissen würde ich sagen, dass das Minus zusammenhängt, der
>> jeweilige Pluspol auf unterschiedlichen Bahnen hängt.
>
> Dann miss dich mal den Widerstand zwischen den beiden Pluspolen der 3,3
> µF.

Würde sagen so um die 160 Ohm
(Etwas schwierig die Nippel zu treffen)

von Thomas R. (thomasr)


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Urmel schrieb:

> Darf ich fragen weshalb Du die die beiden 3,3 ausschließt, zumal der
> 220µF als einziger einigermaßen plausible, und dabei keine schlechten
> Werte zeigt.
>
> Das mit dem Low ESR ist ein guter Hinweis. in welchem Teil dieses Forums
> stelle ich denn die Frage am besten ein, da die original verbauten Elkos
> offenbar nicht so einfach zu bekommen sind.

Diese Art Versorgung der Relais und des Mikroprozessors wird von einem 
Schaltnetzteil rund um das IC LNK304 erledigt. Das erzeugt am Ausgang 
eine hochfrequent pulsierende Gleichspannung die von dem 220µF 
Kondensator geglättet werden soll. Dabei spielt wegen der hohen Frequenz 
nicht nur der Kapazitätswert eine Rolle sondern auch der Innenwiderstand 
des Kondensators bei diesen hohen Frequenzen. Und der muß möglichst 
niedrig sein und mit einem normalen Multimeter ist der nicht zu messen.

Nach Jahren trocknen Elkos dieser Bauart einfach aus bzw. ihr 
Innenwiderstand vergrößert sich. In der Folge kann die Siebung nicht 
mehr wie gewünscht stattfinden und der Mikroprozessor fängt ob der 
unsauberen Versorgung an zu spinnen.

Natürlich ist das jetzt "Ferndiagnose"; bei einem Schaltnetzteil können 
noch ein halbes Dutzend andere Fehler vorkommen aber dies ist der mit 
Abstand wahrscheinlichste.

Du wirst nicht umhin kommen einen seriösen Lieferanten zu finden um 
keine Fälschungen zu bekommen, bloß kein ebay o.ä.! TME wäre so einer.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Dass der Motor nach Stromunterbrechung wieder eine Zeit lang 
funktioniert, spricht gegen ausgetrockneten Elko.

von Urmel (urmelchen65)


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H. H. schrieb:
> Dass der Motor nach Stromunterbrechung wieder eine Zeit lang
> funktioniert, spricht gegen ausgetrockneten Elko.

Oje.
Dazu möchte ich noch ergänzen: Wenn er läuft, läuft er einwandfrei als 
ob nichts gewesen wäre.

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