Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RPi Zero 2 W - Datenträger verbinden


von Hans D. (hansdampf06)


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Hallochen allerseits!

Ich möchte bei einem RPi Zero2W als Speicherort für die Daten aus den 
allseits bekannten Gründen anstelle der SD-Card einen anderen 
Massenspeicher verwenden. Der RPi Zero2W bietet - abgesehen von dem 
einzigen USB-Anschluss - selbst dafür keine Anschlussmöglichkeiten, so 
dass - wie bei den anderen RaspPi's eigentlich auch - zusätzliche 
Hardware benötigt wird, um den Massenspeicher anschließen zu können.

Am liebesten wäre mir ja ein auf die GPIO-Leiste steckbares HAT-Modul im 
Bonnet-Format, dass ein M.2-Laufwerk tragen könnte. Jedoch konnte ich in 
Bezug auf M.2-Laufwerke lediglich solche Platinen für den RPi 5 finden, 
die über ein Flachkabel an den neuen (PCIe-)Anschluss beim RPi 5 
angebunden werden. Oder habe ich da etwas übersehen?

Soweit für mich ersichtlich wurde, verbleibt es ansonsten bei der 
klassischen RPi-Variante des Anschlusses des Massenspeichers über einen 
USB-Port. Selbst SATA-HAT's stellen letztlich ihre Verbindung zum 
jeweiligen RPi per USB her. Leider gibt es wohl für den RPi Zero2W keine 
USB-3-Erweiterungen. Oder habe ich auch hier etwas übersehen? Kennt 
vielleicht jemand eine für den RPi Zero2W taugliche USB-3-HAT im 
Bonnet-Format?

Unabhängig davon, ob USB 2 oder USB 3 zur Verfügung steht, kann eine 
SATA-SSD über einen einfachen SATA-USB-Adapter verbunden werden. Eine 
Alternative zu einem solchen Adapter wäre dieser 
https://geizhals.de/usb-2-0-auf-msata-6gb-s-controller-verschiedene-hersteller-a1594340.html. 
Hat jemand bereits Erfahrungen mit diesem Controller? Welche 
mSATA-Laufwerke funktionieren mit diesem Controller zuverlässig?

Vielen Dank im Voraus für Eure Beiträge und viele Grüße
Hans D.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Hans D. schrieb:
> Oder habe ich da etwas übersehen?

Nein, hast du nicht. Alles vor dem RPi5 hat keinen Anschluss für 
Massenspeicher abgesehen vom USB.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Wüsste nicht wo die Geschwindigkeit aber auch die Signalintegrität 
herkommen sollte bei den GPIOs und dann noch so aufgesteckt.

von Frank K. (fchk)


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Eine der wenigen Möglichkeiten wäre eine zweite SD-Karte über SPI. Ich 
wüsste nicht, dass es da ein fertiges Board gibt, da müssestest Du was 
eigenes machen. Und schnell wird das auch nicht. Aber es sollte gehen.

fchk

von Uwe D. (monkye)


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Wenn Du die Daten lokal speichern willst, dann ist das so wie Du 
schreibst. Dann würde ich eine der USB-HATs verwenden. Der einzige 
Vorteil ist die Lebensdauer des angeschlossenen Speichers ggü. der 
SD-Card. Du kannst aber auch einfach mehr Geld in die SD-Card 
investieren, da gibt es ja ein paar langlebige Industrieexemplare…
Hab‘ bei mir eine Kombi aus „USV“ mit LiPo-Zelle und USB-Hub, das geht 
zuverlässig über Jahre. Aber schnell ist anders.
Ansonsten könntest Du auch einen LAN-Adapter dranklöppeln, das ist 
zuverlässiger als WLAN.

von Harald K. (kirnbichler)


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Die sinnvollste Möglichkeit ist ein USB-Hub, an den der Massenspeicher 
und andere Krempel angeschlossen wird.

Das dürfte die schnellste und zuverlässigste Schnittstelle sein, die der 
Zero 2 W bietet.

Es gibt USB-Hubs gleich mit Micro-USB-Stecker, die allerdings sind nur 
"bus-powered".

https://www.berrybase.de/4-port-micro-usb-2.0-otg-hub-schwarz

Besser ist ein Micro-USB-OTG-Adapter, an den ein "self-powered" USB-Hub 
(mit eigenem Netzteil) angeschlossen wird.

https://www.berrybase.de/usb-2.0-hi-speed-otg-adapterkabel-a-buchse-micro-b-stecker-0-15m-weiss

Mehr als USB 2.0 ist nicht drin, denn der Zero 2 W enthält nur einen 
USB2.0-Controller und stellt auch keine PCIe-Lane zur Verfügung, an der 
was anderes angeschlossen werden könnte.

Die gibt es erst beim Raspberry Pi 5 -- und beim Raspberry Pi Compute 
Module 4.

Der Raspberry Pi 4 hat zwar intern eine PCIe-Lane, an der ist aber der 
USB3-Controller angeschlossen. Das Compute Module enthält keinen 
USB3-Controller und führt deswegen die PCIe-Lane heraus.

An der kann man eine NVMe-SSD anschließen, und das Ding kann dann auch 
davon booten. Die Geschwindigkeit ist allerdings auf PCIe 2.0 begrenzt, 
d.h. mehr als 500 MByte/sec sind nicht drin. Das ist erst beim Raspberry 
Pi 5 (bzw. dem Compute Module 5) anders, da kann man die PCIe-Lane 
"übertakten" und mit der doppelten Geschwindigkeit betreiben (entspricht 
dann PCIe 3.0)

So schick Raspberry Pis auch sonst sind, die Möglichkeiten, 
zuverlässigen Massenspeicher daran zu betreiben, sind bescheiden.

von Uwe D. (monkye)


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Bei mir werkelt wie gesagt ein X306 unter dem RPi 2Z, die Daten schicke 
ich per Netzwerk an Server (je nach Bedarf z.B. auch MQTT) anstatt lokal 
zu horten.

Mein RPi 4 läuft seit Anfang 2020 mit einer 128GB SSD von Crucial 24x7. 
Weltrekorde muss die nicht aufstellen, einfach nur als „Datenklo“ 
funktionieren.

von Michael L. (nanu)


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Hans D. schrieb:
> Ich möchte bei einem RPi Zero2W als Speicherort für die Daten aus den
> allseits bekannten Gründen anstelle der SD-Card einen anderen
> Massenspeicher verwenden.

Welche bekannten Gründe? Geschwurbel oder Geiz? Kauf einfach eine 
geeignete Karte aus zuverlässiger Quelle. Z.B. kostet eine Samsung 32GB 
PRO Endurance microSD gerade mal 9€, eine 16GB 13€ usw. Bei anderen 
Herstellern wird das nicht anders sein. Und dann gibt's ja auch noch 
Industrial Karten.

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