Hallochen allerseits! Ich möchte bei einem RPi Zero2W als Speicherort für die Daten aus den allseits bekannten Gründen anstelle der SD-Card einen anderen Massenspeicher verwenden. Der RPi Zero2W bietet - abgesehen von dem einzigen USB-Anschluss - selbst dafür keine Anschlussmöglichkeiten, so dass - wie bei den anderen RaspPi's eigentlich auch - zusätzliche Hardware benötigt wird, um den Massenspeicher anschließen zu können. Am liebesten wäre mir ja ein auf die GPIO-Leiste steckbares HAT-Modul im Bonnet-Format, dass ein M.2-Laufwerk tragen könnte. Jedoch konnte ich in Bezug auf M.2-Laufwerke lediglich solche Platinen für den RPi 5 finden, die über ein Flachkabel an den neuen (PCIe-)Anschluss beim RPi 5 angebunden werden. Oder habe ich da etwas übersehen? Soweit für mich ersichtlich wurde, verbleibt es ansonsten bei der klassischen RPi-Variante des Anschlusses des Massenspeichers über einen USB-Port. Selbst SATA-HAT's stellen letztlich ihre Verbindung zum jeweiligen RPi per USB her. Leider gibt es wohl für den RPi Zero2W keine USB-3-Erweiterungen. Oder habe ich auch hier etwas übersehen? Kennt vielleicht jemand eine für den RPi Zero2W taugliche USB-3-HAT im Bonnet-Format? Unabhängig davon, ob USB 2 oder USB 3 zur Verfügung steht, kann eine SATA-SSD über einen einfachen SATA-USB-Adapter verbunden werden. Eine Alternative zu einem solchen Adapter wäre dieser https://geizhals.de/usb-2-0-auf-msata-6gb-s-controller-verschiedene-hersteller-a1594340.html. Hat jemand bereits Erfahrungen mit diesem Controller? Welche mSATA-Laufwerke funktionieren mit diesem Controller zuverlässig? Vielen Dank im Voraus für Eure Beiträge und viele Grüße Hans D.
Hans D. schrieb: > Oder habe ich da etwas übersehen? Nein, hast du nicht. Alles vor dem RPi5 hat keinen Anschluss für Massenspeicher abgesehen vom USB.
Wüsste nicht wo die Geschwindigkeit aber auch die Signalintegrität herkommen sollte bei den GPIOs und dann noch so aufgesteckt.
Eine der wenigen Möglichkeiten wäre eine zweite SD-Karte über SPI. Ich wüsste nicht, dass es da ein fertiges Board gibt, da müssestest Du was eigenes machen. Und schnell wird das auch nicht. Aber es sollte gehen. fchk
Wenn Du die Daten lokal speichern willst, dann ist das so wie Du schreibst. Dann würde ich eine der USB-HATs verwenden. Der einzige Vorteil ist die Lebensdauer des angeschlossenen Speichers ggü. der SD-Card. Du kannst aber auch einfach mehr Geld in die SD-Card investieren, da gibt es ja ein paar langlebige Industrieexemplare… Hab‘ bei mir eine Kombi aus „USV“ mit LiPo-Zelle und USB-Hub, das geht zuverlässig über Jahre. Aber schnell ist anders. Ansonsten könntest Du auch einen LAN-Adapter dranklöppeln, das ist zuverlässiger als WLAN.
Die sinnvollste Möglichkeit ist ein USB-Hub, an den der Massenspeicher und andere Krempel angeschlossen wird. Das dürfte die schnellste und zuverlässigste Schnittstelle sein, die der Zero 2 W bietet. Es gibt USB-Hubs gleich mit Micro-USB-Stecker, die allerdings sind nur "bus-powered". https://www.berrybase.de/4-port-micro-usb-2.0-otg-hub-schwarz Besser ist ein Micro-USB-OTG-Adapter, an den ein "self-powered" USB-Hub (mit eigenem Netzteil) angeschlossen wird. https://www.berrybase.de/usb-2.0-hi-speed-otg-adapterkabel-a-buchse-micro-b-stecker-0-15m-weiss Mehr als USB 2.0 ist nicht drin, denn der Zero 2 W enthält nur einen USB2.0-Controller und stellt auch keine PCIe-Lane zur Verfügung, an der was anderes angeschlossen werden könnte. Die gibt es erst beim Raspberry Pi 5 -- und beim Raspberry Pi Compute Module 4. Der Raspberry Pi 4 hat zwar intern eine PCIe-Lane, an der ist aber der USB3-Controller angeschlossen. Das Compute Module enthält keinen USB3-Controller und führt deswegen die PCIe-Lane heraus. An der kann man eine NVMe-SSD anschließen, und das Ding kann dann auch davon booten. Die Geschwindigkeit ist allerdings auf PCIe 2.0 begrenzt, d.h. mehr als 500 MByte/sec sind nicht drin. Das ist erst beim Raspberry Pi 5 (bzw. dem Compute Module 5) anders, da kann man die PCIe-Lane "übertakten" und mit der doppelten Geschwindigkeit betreiben (entspricht dann PCIe 3.0) So schick Raspberry Pis auch sonst sind, die Möglichkeiten, zuverlässigen Massenspeicher daran zu betreiben, sind bescheiden.
Bei mir werkelt wie gesagt ein X306 unter dem RPi 2Z, die Daten schicke ich per Netzwerk an Server (je nach Bedarf z.B. auch MQTT) anstatt lokal zu horten. Mein RPi 4 läuft seit Anfang 2020 mit einer 128GB SSD von Crucial 24x7. Weltrekorde muss die nicht aufstellen, einfach nur als „Datenklo“ funktionieren.
Hans D. schrieb: > Ich möchte bei einem RPi Zero2W als Speicherort für die Daten aus den > allseits bekannten Gründen anstelle der SD-Card einen anderen > Massenspeicher verwenden. Welche bekannten Gründe? Geschwurbel oder Geiz? Kauf einfach eine geeignete Karte aus zuverlässiger Quelle. Z.B. kostet eine Samsung 32GB PRO Endurance microSD gerade mal 9€, eine 16GB 13€ usw. Bei anderen Herstellern wird das nicht anders sein. Und dann gibt's ja auch noch Industrial Karten.
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