Forum: Offtopic Paketdienste in Firma annehmen?


von Bernd F. (metallfunk)


Lesenswert?

Wie läuft das bei euch?

Immer mehr Mitarbeiter bestellen im Netz.

Ich habe immer alle Sendungen meiner Mitarbeiter angenommen.
Jetzt ist mein Betrieb geschlossen, aber Pakete für meinen
Mieter nehme ich natürlich auch an.

Gibt es auch größere Unternehmen, die den Service für ihre
MA anbieten? Da kann ja auch mal eine 80 kg Lieferung dabei sein.

In meinem Kleinbetrieb war das kein Problem. Tür vom Büro auf,
einmal durch die Werkstatt rufen: "Thomas dein Paket von Thormann
ist da."

Grüße Bernd

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

Mal aus der Sicht des Angestellten: ich versuche das nicht zu 
überstrapazieren und mache das nur im Notfall. Bspw. Gefahrgut 
(Autobatterie) nimmt der Paketshop nicht an. Wenn es im Haus keiner 
annimmt, müßte ich bis ins Depot gurken.
Ähnlich bei Lieferungen die per Spedition bis Bordsteinkante kommen 
(Powerstation 33 kg auf Palette)
Bei sowas warne ich unseren Logistiker vor. Sollte ich außer Haus sein, 
dann schickt er mir ne Nachricht, das ich mit dem Transporter mein Zeug 
dann zeitnah "einfange".
Pillepalle lasse ich nach Hause liefern.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Gibt es auch größere Unternehmen, die den Service für ihre
> MA anbieten? Da kann ja auch mal eine 80 kg Lieferung dabei sein.

Insb. können das so viele Pakete werden, dass der Betrieb dafür extra 
eine Stelle neu besetzen  und ein Lager einrichten müsste.

von Jörg K. (joergk)


Lesenswert?

Hat bei uns in der Firma funktioniert bis natürlich ein paar Dussel das 
übertrieben haben. Jetzt also nicht mehr :-[

von Bernd F. (metallfunk)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Gibt es auch größere Unternehmen, die den Service für ihre
>> MA anbieten? Da kann ja auch mal eine 80 kg Lieferung dabei sein.
>
> Insb. können das so viele Pakete werden, dass der Betrieb dafür extra
> eine Stelle neu besetzen  und ein Lager einrichten müsste.

Ja und? Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ein deutlich
wertvollerer Punkt.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Gibt es auch größere Unternehmen, die den Service für ihre
> MA anbieten?

Ja, ganz offiziell. Ich nutze das auch. DHL Versand geht ebenfalls.

So viel, dass es die Poststelle zeitlich ernsthaft belastet, ist es 
freilich nicht. Wenn da mal ein Dutzend Pakete wartet, ist es schon 
viel.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Da kann ja auch mal eine 80 kg Lieferung dabei sein.

Naja, wer sich Speditionslieferungen an den Arbeitsplatz liefern lässt, 
sollte vielleicht vorher mal vorsichtig bei der Poststelle/dem 
Wareneingang nachfragen, ob das in Ordnung geht.

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


Lesenswert?

Hab viel Alipress Zeug in die Firma liefern lassen. Nie ein Problem. 3D 
Drucker war das größte, aber viele Jahre her.
Kannte das Mädel im Posteingangsdienst und die Sache war geritzt.

In Konzernen wo man nur eine schlaffe Nummer ist kommt man am Asch!

von Bernd F. (metallfunk)



Lesenswert?

Benedikt L. schrieb:

> In Konzernen wo man nur eine schlaffe Nummer ist kommt man am Asch!

Da arbeiten wir noch an der Ausdrucksweise!

Ich denke, heutzutage gehört Paketannahme zur Lebensqualität.
Wenn Firmen da nicht mitmachen.....

Grüße Bernd

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

ist bei uns ganz einfach

- steht erst der Name, dann die Fa. werden vom Brief bis zum größten 
Paket ungeöffnet übergeben

Steht erst die Fa. dann der Name wirds geöffnet übergeben

von Hardy F. (hflor)


Lesenswert?

Das ist ein zusätzlich Service der Firma. Bei ganz vielen Paketen von 
DHL gibt es auch „private“ Packstationen auf dem Firmengelände.

von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Ich denke, heutzutage gehört Paketannahme zur Lebensqualität.
> Wenn Firmen da nicht mitmachen.....

Viele Firmen haben eine Torwache samt Werkschutzdienst. Da fährst Du 
nicht mal eben mit dem Auto aufs Gelände oder trägst Dinge ohne 
Torschein heraus.

Ich kenne beide Seiten, Privatzeug geht nur in kleineren Firmen. Die 
letzten Jahre stand mein Auto 50m vom Büro, früher am anderen Standort 
waren 500 Meter Fußweg mit bewachter Schranke dazwischen.

von Reinhard S. (rezz)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Ich denke, heutzutage gehört Paketannahme zur Lebensqualität.
> Wenn Firmen da nicht mitmachen.....

Was nutzt es mir, wenn die Firma mein Paket annimmt, ich aber nur alle 
paar Wochen in der Firma bin?

Ob das Paket nun in der Firma, im Hausflur des MFH oder beim Nachbarn 
rumfliegt ist dann auch egal :)

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Blöd auch, wenn man bei DPD arbeitet.

von Hannes J. (pnuebergang)


Lesenswert?

Bei uns gehen täglich viele Lieferungen für die Firma rein und raus. Per 
Post, Paketdiensten, Speditionen, Kurieren. Zur Abwicklung haben wir 
eine eigene Post- und Versandstelle.

Die hat die Anweisung private Pakete anzunehmen, diese aber, wenn es 
offensichtlich private Pakete sind, mit niedriger Priorität zu 
bearbeiten. Wenn viel los ist liegen private Pakete schon mal einen 
zusätzlichen Tag rum bevor man sie abholen kann.

Die Abholung muss zu einer festen Zeit persönlich in der Post- und 
Versandstelle erfolgen. Dabei muss man den Firmenausweis vorzeigen und 
ein Formular unterschreiben dass man die Sendung erhalten hat. Eine 
Kopie davon mit Stempel gilt als Nachweis dass man die Lieferung raus 
nehmen darf.

Die Anweisung sagt auch dass man mit der Angabe der Firmenadresse als 
Empfangsadresse den Mitarbeitern der Versandstelle erlaubt die Lieferung 
zu öffnen (verzicht auf das Postgeheimnis) und das Sendungen mit 
Gebühren (Nachnahme, Steuern/Zoll ...) nicht angenommen werden.

Dank Homeoffice habe ich aber keinen Grund mir privat was in die Firma 
liefern zu lassen.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

ihr habt echt Probleme?

Päckchen kommen zu ,or nach Hause, dürfen vor der Haust+r abgelegt 
werden

Aber jeglicher Speditionsversand geht über die Firma, Fenster, Tüten, 
Wasserboiler.---

Es schadet der Firma wenn ich den ganzen Tag nicht anwesend bin weil 
"die Lieferung zwischen 7 und 18 Uhr" erfolgt

von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:
> Es schadet der Firma wenn ich den ganzen Tag nicht anwesend bin weil ...

Eher nützt es ihr, weil Du in der Zeit keinen Schaden anrichten kannst.

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Ich habe immer alle Sendungen meiner Mitarbeiter angenommen.
> Jetzt ist mein Betrieb geschlossen, aber Pakete für meinen
> Mieter nehme ich natürlich auch an.

Pakete annehmen ist doch kein Thema, egal ob in der Firma oder Privat.

Das mit deiner Firma tut mir leid, Was wird nun aus deiner Firma, 
übernimmt die ein Nachfolger?
Sehe ich hier auch im Umkreis, eine Firma wird aufgebaut, die Kinder 
sofern vorhanden haben kein Interesse und die Firma wird verramscht oder 
verschwindet.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Gibt es auch größere Unternehmen, die den Service für ihre
> MA anbieten?

Hier auch ganz offiziell (trotz Großkonzern, nicht über normale 
Poststelle, sondern über Empfang/Einlass), allerdings bin ich so häufig 
im Homeoffice, dass ich das in letzter Zeit nicht mehr genutzt habe. 
Selbst, wenn ich am Liefertag gerade mal nicht da bin, irgendein Nachbar 
ist meist da, und per Haus-Chat kann man das auch auf dem kurzen 
Dienstweg erfragen. ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Bad U. (bad_urban)


Lesenswert?

Das Thema hatte der Betriebsrat bei uns auch mal auf den Weg gebracht. 
Wurde aber wegen des Aufwands abgelehnt.
Durch Home Office ist es ja auch kein Problem. Es gibt ja auch 
Paketstationen und Wahl des Liefertages.
Am problematischsten ist da Amazon Logisik. Aber dafür sind die recht 
schmerzfrei.

von Justus S. (jussa)


Lesenswert?

bei uns war das lange erlaubt mit privaten Paketen an die Warenannahme, 
vor 2,5 Jahren ist das verboten worden (bzw. musste verboten werden).

Hintergrund waren/sind Zollformalitäten & Privateinfuhren nach einer 
Prüfung durch die Zollbehörde...um den Empfang von Privatpost rechtlich 
sauber zu ermöglichen, wäre ein immenser Aufwand nötig, daher ist es 
jetzt nicht mehr erlaubt...

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Interessant wird auch:

irgendjemand kommt mit einem "Blankofahrzeug" an.
Also sprichwörtlich weiss, keine Firma erkennbar.

"Hallo ich soll das Paket abholen"

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Weshalb sollte eine Poststelle darauf reagieren, wenn kein Auftraggeber 
und kein Unternehmen genannt wird?

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Hannes J. schrieb:
> Dank Homeoffice habe ich aber keinen Grund mir privat was in die Firma
> liefern zu lassen.

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt - und da ist trotz 
Homeoffice die Firma der deutlich zuverlässigere Lieferort.

Denn welcher Paketbote klingelt schon, wenn die Wohnung nicht im 
Erdgeschoss ist, oder gar im Hinterhaus? Auch wenn das Abstellen des 
Lieferfahrzeugs in der sehr verkehrsarmen Seitenstraße kein Problem ist, 
wegen eines Päckchens macht sich da niemand die Mühe. Und der eine 
Nachbar, der jahrelang ein Büro im Erdgeschoss betrieben hatte, macht 
das nicht mehr, und ist damit als Annahmestelle weggefallen.

In meiner Firma (ebenerdig, in einem Gewerbehof) ist einerseits zu den 
üblichen Zeiten normalerweise jemand da, und andererseits wird da so 
viel angeliefert, daß es sich für die Paketboten auch lohnt, ihr 
Lieferfahrzeug zu verlassen.

Obendrein ist das ein Anreiz für mich, das Homeoffice zu verlassen und 
auch mal bei den Kollegen vorbeizusehen. Es gibt ja schließlich auch 
Kaffee.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Denn welcher Paketbote klingelt schon, wenn die Wohnung nicht im
> Erdgeschoss ist, oder gar im Hinterhaus?

So ziemlich jeder hier. Manche sind nur zu hektisch: wenn sie schon beim 
nächsten Nachbarn geklingelt haben, bevor man an der Sprechanlage war, 
kann man nicht mehr mit ihnen reden. Dann hilft nur noch, zum Fenster zu 
gehen.

Allerdings nehme ich ihnen den Weg bis ins 3. OG (bei sehr großen 
Etagenhöhen) durchaus ab und gehe nach unten. Die Stamm-Paketboten 
wissen auch, dass in unserem Haus problemlos jeder für jeden was 
entgegennimmt.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> In meiner Firma (ebenerdig, in einem Gewerbehof) ist einerseits zu den
> üblichen Zeiten normalerweise jemand da

Bei grösseren Unternehmen mit viel Post- und Lieferverkehr traut sich 
der Lieferant nicht, grundlos auf "nicht angetroffen" zu plädieren. 
Zudem ist man wahrscheinlich recht weit vorne in der Tour, fällt nicht 
mangels Zeit hinten raus.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8001078 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8001093 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8001097 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8001098 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Ich habe immer alle Sendungen meiner Mitarbeiter angenommen.

Bislang kein Problem hier.
Das private Zeugs landet wie das Firmenzeugs in Incoming Goods und bei 
Sendungsverfolgung kann der MA das dann dort abholen.

Schwierig wirds, wenn die Ware nicht zugerordnet werden kann.

Heinz R. schrieb:
> - steht erst der Name, dann die Fa.

Das hat schon dazu geführt "Empfänger unbekannt".

(prx) A. K. schrieb:
> auf "nicht angetroffen" zu plädieren.

Auch das kam schon vor, obwohl Incoming Goods während der Arbeitszeit 
immer besetzt ist...

von Asko B. (dg2brs)


Lesenswert?

Das mit der Paketannahme hat sich bei mir im laufe der Jahre geändert.
Erst hatte ich das immer in die Firma bestellt. (kleine Firma)
Nach telefonischer Rücksprache wurde es dann auch oft weitergeleitet.
(z.B. bei längerem Auslandseinsatz) Das kam dann mit der
nächsten Materiallieferung.   ;-)
Später habe ich das an den Döner meines Vertrauens liefern lassen.
Da kam ich zum Feierabend eh vorbei.
Nach meinem Umzug habe ich es immer an meine Rentner-Nachbarn
liefern lassen. Abends bekam ich das immer über den Zaun gereicht.
Da die Nachbarn nun leider verstorben sind geht das nicht mehr.
Dann habe ich mir das ins Baubüro liefern lassen.
Es war immer einer da, der das annehmen konnte.
Gut, den riesen und sperrigen Karton mit dem 3D-Drucker
wollte ich nicht durch die halbe Stadt schleppen.
Also nach Hause bestellt. Und prompt musste ich das
von der 2km entfernten Poststelle abholen.
Jetzt gibts eine Abstellgenehmigung "an einem sicheren Ort".
(Gartenpavillon auf dem Grundstück)
Macht meine Vermieterin jetzt genauso.
Klappt bisher wunderbar. Weggekommen ist noch nix.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Asko B. schrieb:
> Und prompt musste ich das
> von der 2km entfernten Poststelle abholen.

Und hier könnte man an der Post noch nicht mal parken.

"Zentral in der Innenstadt gelegen"

heisst es dann

(ಠ_ಠ)

von Asko B. (dg2brs)


Lesenswert?

.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Und hier könnte man an der Post noch nicht mal parken.
> (ಠ_ಠ)

Parkproblem gibt es da nicht.
Jedoch ein anderes.
"Isch ´abe gar kein Auto"
;-)

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> So ziemlich jeder hier. Manche sind nur zu hektisch: wenn sie schon beim
> nächsten Nachbarn geklingelt haben, bevor man an der Sprechanlage war,
> kann man nicht mehr mit ihnen reden. Dann hilft nur noch, zum Fenster zu
> gehen.

Eine Wohnung im Hinterhaus zeichnet sich dadurch aus, daß sie zwar 
Fenster hat, man aber von ihr aus nicht den Hauseingang oder die davor 
befindliche Straße sehen kann ...

Nee, viele der Paketboten klingeln nicht. Einfach gar nicht. Wenn man 
Glück hat, haben sie noch etwas für jemanden anderen im Vorderhaus und 
geben dem dann alles, und wenn man ganz großes Glück hat, gibts sogar 
eine Benachrichtigung im Briefkasten.

Hatte ich kürzlich, ich war zu Hause (hab' gearbeitet), niemand hat 
geklingelt, und nachmittags fand ich eine Nachricht im Briefkasten. 
Jemand aus der Verwandtschaft, den ich noch nicht dressiert hatte, mir 
Kram ins Büro zu schicken, hatte mir ein Päckchen geschickt.

Normaler aber ist, daß nicht geklingelt wird, und die Sendung gleich in 
irgendeinem Paktshop landet.

Dein "hier" ist nicht mein "hier" - ich lebe in der Hauptstadt des 
rücksichtslosen Partyhedonismus, das scheint bei Dir, der Du ein paar 
hundert Kilometer weiter südlich wohnst, doch noch anders zu sein.

Ich mache den Paketboten auch nicht unbedingt einen Vorwurf - die 
bekommen sehr wenig Geld für einen Scheißjob und müssen immer mehr 
Krempel durch die Gegend wuchten. Besonders toll sind dann Leute, die 
sich säckeweise Katzenstreu o.ä. bei Amazon nach Hause bestellen, weil 
sie den Kram nicht selbst tragen wollen.

Hier fahren auch immer mehr bemitleidenswerte Menschen auf 
Elektrofahrrädern durch die  Gegend, irgendwelchen wohlstandsverwöhnten 
Deppen Essen bringen. Auch bei Glatteis, wie Anfang der Woche, wo hier 
auch die Straßenbahnen komplett ausfielen.

von Asko B. (dg2brs)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Nee, viele der Paketboten klingeln nicht. Einfach gar nicht. Wenn man
> Glück hat, haben sie noch etwas für jemanden anderen im Vorderhaus und
> geben dem dann alles, und wenn man ganz großes Glück hat, gibts sogar
> eine Benachrichtigung im Briefkasten.

Ich habe mal einen blöden Arbeitsunfall gehabt.
Ich konnte "nicht mal schnell".
Also klingelte die "Kristel von der Post" erst bei mir,
lieferte dann die Päckchen/Pakete bei den Nachbarn aus,
und kam dann zu mir zurück an ihr Auto.
Weil sie wusste, dass ich nicht so schnell kann.
Sie hat mir sogar mal ein >30kg-Paket bis zur Haustür getragen.
DAS nenne ich "service".

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Normaler aber ist, daß nicht geklingelt wird, und die Sendung gleich in
> irgendeinem Paketshop landet.
>
> Dein "hier" ist nicht mein "hier" - ich lebe in der Hauptstadt des
> rücksichtslosen Partyhedonismus, das scheint bei Dir, der Du ein paar
> hundert Kilometer weiter südlich wohnst, doch noch anders zu sein.

Hätte (auch) zum Thema "Neues und Interessantes aus der Hauptstadt" 
gepasst. Ja, auch bei mir auf dem Lande ist es noch anders. Einen 
Zustellversuch gibt es immer, ggfls. auch bei Nachbarn, bevor es im 
Paketshop landet. Bei DHL, Hermes und DLS befindet er sich im Dorf, also 
wirklich kein Problem.

> Ich mache den Paketboten auch nicht unbedingt einen Vorwurf - die
> bekommen sehr wenig Geld für einen Scheißjob und müssen immer mehr
> Krempel durch die Gegend wuchten. Besonders toll sind dann Leute, die
> sich säckeweise Katzenstreu o.ä. bei Amazon nach Hause bestellen, weil
> sie den Kram nicht selbst tragen wollen.

Gebe ich Dir Recht. Ich beneide die Zusteller/Zustellerinnen auch nicht 
um ihren Job.

> Hier fahren auch immer mehr bemitleidenswerte Menschen auf
> Elektrofahrrädern durch die Gegend, irgendwelchen wohlstandsverwöhnten
> Deppen Essen bringen. Auch bei Glatteis, wie Anfang der Woche, wo hier
> auch die Straßenbahnen komplett ausfielen.

Essen-Bringdienste habe ich wenige Male in der Großstadt bei Freunden 
erlebt. Ich fand's lecker, aber dieser ganze Verpackungsmüll... Für jede 
Portion, ja für jede einzelne Zutat (z.B. Soße) ein eigenes Döschen. 
Aber es wurde ja "umweltfreundlich" per Fahrrad angeliefert...

Ich nenne das unverblümt Dekadenz.

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Wenn Firmen da nicht mitmachen.....

Bei meiner jetzigen Firma (inzwischen > 80 MA) ist es noch kein Problem.
Da lässt sich sogar der Chef seine Pakete in die Firma liefern (ist aber 
auch sein...).
Bei eine vorherigen (wesentlich größer) wurde es verboten, aber dafür 
eine DHL-Packstation vor dem Eingang eingerichtet.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> das scheint bei Dir, der Du ein paar hundert Kilometer weiter südlich
> wohnst, doch noch anders zu sein

Ich denke, dass das nicht so sehr von der großen Geographie abhängt 
sondern lokal stark unterschiedlich ist, weil es vor allem von den 
Personen abhängt.

Aber wie geschrieben, die "Stamm-Boten" kennen das Haus und wissen, dass 
sie ihre Dinge bei irgendeinem Nachbarn eigentlich immer los werden.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> weil es vor allem von den Personen abhängt.

Sicher. Je nach Paketdienst kommen da unterschiedlich motivierte Leute 
vorbei; was meistens (aber in letzer Zeit abnehmend) funktioniert, ist 
die Post (DHL), richtig schlimm sind Amazon-Boten (einige meiner 
Kollegen bestellen da, ich hab' damit aufgehört), die können oft die 
Adresse nicht finden. Trotz Hausnummer, trotz ausreichend großem und gut 
lesbarem Firmenschild ... Hermes, dpd, gls sind mal brauchbar, mal 
nicht.

Was zuverlässig funktioniert, ist UPS, aber das liegt daran, daß meine 
Firma mit denen einen Vertrag hat.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> die können oft die Adresse nicht finden

Auch bei grösseren Unternehmen, um die es hier geht?

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> die können oft die Adresse nicht finden
>
> Auch bei grösseren Unternehmen, um die es hier geht?

Hermes hat es zweimal nicht geschafft, die Adresse zu finden.
Dann habe ich die Sendung in einen Hermes-Shop in der Nähe umgeleitet.
Aber auch da haben sie noch eine Woche gebraucht, bis es endlich dort 
war...

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Auch bei grösseren Unternehmen, um die es hier geht?

... um die es hier auch geht ...

von Stefan M. (derwisch)


Lesenswert?

Jörg K. schrieb:
> Hat bei uns in der Firma funktioniert bis natürlich ein paar Dussel das
> übertrieben haben. Jetzt also nicht mehr :-[

Bei uns genau das gleiche...

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


Lesenswert?

Kleine Anekdote am Rande:
Ich habe mal Gerichtspost am Sitz des Arbeitsplatzes vom Gegner 
zustellen lassen, weil dieser "unbekannt verzogen" war und seiner Ex die 
neue Adresse absichtlich verschwieg.

Sowas geht (und ist auch zulässig/wirksam). Dagegen kann der Arbeitgeber 
nix tun.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Eher nützt es ihr, weil Du in der Zeit keinen Schaden anrichten kannst.

Das sagt ausgerechnet Manni-Kasper :-)

von Matthias B. (turboholics)


Lesenswert?

Hab schon firmeneigene Paketstationen im Eingangsbereich großer 
Bürogebäude stehen gesehen.

VG

Beitrag #8001445 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sven L. (sven_rvbg)


Lesenswert?

Klar in kleinen Firmen ist es meist nicht das große Problem sich mal was 
liefern zu lassen. Hier kommt es aber auch immer wieder etwas darauf an, 
wie man in den Wald ruft und wie oft es vorkommt.

Bei mir hat sich die Notwendigkeit jedoch auf null reduziert, nachdem 
ich nun in einer Wohnlage bin, in der ich sicher abstellen lassen kann.

Davor an einer Hauptstraße für jeden einsehbar, war das nicht so toll.
Schrauben für 2,50 musste ich mal einen Ort weiter abholen, während 
Hardware für mehrere 100 Euro vor der Tür stand.

Zum Zoll musste ich in allen Jahren genau einmal. Mittlerweile wäre es 
kein Problem, da der Zoll direkt neben der Firma ist.

von Lu (oszi45)


Lesenswert?

Asko B. schrieb:
> Und prompt musste ich das
> von der 2km entfernten Poststelle abholen.

Man kann z.B. bei DHL eine Zweitzustellung beantragen. Da mein 
Zusteller sich die doppelte Arbeit gern ersparen möchte, habe ich ihn 
erzogen bei Nachbarn zu klingeln.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.