Ich möchte ECL80 Bauen. Aber Ausgangübertrager wie machen ? Das Anodewidersand lauten 10KOHM 12V Betreibspannug. WIE groẞ Leistung oder Normales Netztrafo benutzen? Wirt Buch geschrieben.!!!!! Gruß von oliver
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Oliver S. schrieb: > Aber Ausgangübertrager wie machen ? Kannst du nicht einfach ein Röhrenradio vom Schrott schlachten ? Ausgangsübertrager sind anders gebaut als Netztrafos. Daher entweder einen genau dafür gedachten fertig kaufen. Selber wickeln steht hier https://www.radiomuseum.org/forumdata/users/5100/Drosseln_Netztrafos_Uebertrager_OL_rm_v10.pdf
Für einen Test geht ein Netztrafo kleiner Leistung mit ca. 230V auf 4,5V. PS: Heizung der Röhre nicht vergessen.
Woher stammt die Schaltung? Die sieht mir doch ziemlich weltfremd aus. Sieht nach Kainka aus. Schätzt man mal die max Ausgangsspannung sehr wohlwollend mit 8Veff ab so errechnen sich an 10kOhm Anodenwiderstand max 6,4mW Ausgangsleistung. Ist preisverdächtig für den ineffizientesten Verstärker auf diesem Planeten.
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> Aber Ausgangübertrager wie machen ?
Du kommst 30Jahre zu spaet. :-D Weil das selbst die ganzen Noergelopas
von heute in den 80ern nicht hinbekommen haben, haben die damals schon
immer ausgeschlachtet.
Das sind Breitbanduebertraeger die ja idealerweise von 20 bis 20000Hz
funktionieren sollen. Dafuer brauchen sie wesentlich mehr Eisen und eine
andere Wickeltechnik.
Vanye
Michael B. schrieb: > Selber wickeln steht hier Super Artikel, da verliert man gleich mal die Lust auf selber wickeln... Wieder was gelernt! Also klare Antwort: altes Radio schlachten. Röhrenübertrager gibt es in ebay häufig! Die sehen teilweise auch speziell aus... siehe Anhang. https://www.wolfgangrobel.de/electronics/2848.htm
Moin, Ich glaube, die Funkenstrecke auf dem Foto sollte bei 12V Anodenspannung noch etwas empfindlicher eingestellt werden. scnr, WK
Hier finden sich deutlich mehr Detaisl über Aufbau, Funktion und vor allem Wicklungsdaten des übertragers einer Endstufe mit ECL86: https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Drehko-Stefan-ECL86-Amp/TFK-Werkstattbuch.pdf
Vanye R. schrieb: > Das sind Breitbanduebertraeger die ja idealerweise von 20 bis 20000Hz > funktionieren sollen. Dafuer brauchen sie wesentlich mehr Eisen und eine > andere Wickeltechnik. Und einen kleinen Luftspalt, damit die Vormagnetisierung durch den Ruhestrom der Röhre die sowieso schon eher bescheidene Signalqualität nicht noch weiter in den Keller treibt.
Mark S. schrieb: > Sieht nach Kainka aus. Ja: https://www.b-kainka.de/roehren.htm Bei 12 V-Anodenspannung muss man sich nicht mal um einem Luftspalt machen. Blätter doch mal auf Seite 84 weiter, da steht bestimmt was über den Ausgangsübertrager. Aus dem Bauch heraus, würde sich sagen, dass es so ziemlich jeder Netztrafo aus der Bastelkiste mit 230V auf 6 bis 12 V machen sollte.
Eine ECL80 mit 12 V zu betreiben, ist UNFUG! Du arbeitest im untersten Bereich der Kennlinie, da sind gar keine Daten spezifiziert. Es gab mal seltene spezielle Röhren für 12-V-Autoradios, da waren die Elektrodenabstände sehr klein, damit sie überhaupt funktionierten. Wurde schnell verworfen, da fortan Zerhacker-Netzteile für die Autoradios verwendet wurden. Für auch nur 1 W output (20fache Zimmerlautstärke) brauchst Du 100 mA Anodenstrom bei 12 V, und das geht nicht. Also höhere Anodenspannung verwenden! Nur die Elektrometerröhren im Eingang von Tera-Ohm-Metern arbeiten mit Spannungen unter 6 V, aber da fließen auch nur µA Anodenstrom. https://de.wikipedia.org/wiki/Niederspannungsr%C3%B6hre (Niederspannungsröhre)
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Interessantes Röhrenprojekt zumal es bei 12 Volt völlig ungefährlich ist. Zum Verständnis der grundsätzlichen Funktion von Röhren durchaus sinnvoll. Zum Experimentieren könnte ein Übertrager aus der ELA Technik funktionieren. Die sind billig und in allen Leistungsklassen neu zu haben. Beispiel: https://www.ebay.de/itm/397026529149
Ich frage mich u.a., wie da die Gittervorspannung erzeugt werden soll, wenn die Kathoden direkt auf Masse liegen. Werner H. schrieb: > Eine ECL80 mit 12 V zu betreiben, ist UNFUG! Full ACK!
> Eine ECL80 mit 12 V zu betreiben, ist UNFUG!
Das ist korrekt, aber Burkhard (wir sind seit Jahrzehnten befreundet)
macht das weil man heutigen Kindern/Jugendlichen nicht mehr den
Spannungen der 60er aussetzen kann. Man koennte sagen das darin der
Grund fuer die Qualitaet der Jugend von heute liegt weil die Dummen
nicht mehr sterben, aber das machen wir natuerlich nicht. :-D
Jedenfalls kannst du keine Buecher schreiben wo du Kindern empfiehlst
250V an eine Roehre zu legen ohne das die Eltern dich verklagen.
Aber immerhin reicht dann wirklich ein Netztrafo. Burkhard hat viele
Qualitaeten, ein Interesse an Hifi (jenseits von DIN45500), gehoert
nicht dazu. Da kommt es dann auf den Trafo auch nicht mehr an. :-D
BTW: Ich hab vor Jahren mal probiert ob man nicht einen
Kopfhoererverstaerker mit einer GI-30 bauen kann. Einfach weil die so
megacool aussieht. Kann man aber vergessen. Die hat auch die Kennlinie
einer Banane solange die Anodenspannung nicht jenseits von schlimm ist.
:-(
Vanye
Ich bin kein Röhrenfachmann aber wenn selbst Jogi so etwas ähnliches in seiner Sammlung führt sollte das doch auch mit einer ECL80 grundsätzlich funktionieren? Bitte selbst auf seiner Seite nachsehen: KOSMOS Radiomann EF98 als NF Verstärker an 12 Volt
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Vanye R. schrieb: > Jedenfalls kannst du keine Buecher schreiben wo du Kindern empfiehlst > 250V an eine Roehre zu legen ohne das die Eltern dich verklagen. https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2009/48/EG
Mit 12 V wird man da kaum Leistung rausbekommen. Das ist selbst für Kopfhörer zu wenig. Wenn man Angst vor der hohen Anodenspannung hat, nimm 90V, aus Reihenschaltung von 10 mal 9V-Batterien, da kann dann nichts passieren. Die 9V-Batterien sind manchmal sehr billig zu bekommen. NF-Übertrager bekommt man bei Reichelt. Die sind eigentlich gedacht für 100V Übertragungstechnik, also wenn man einen niederohmigen Lautsprecher mit dünnen Drähten über einen größere Entfernung betreiben will. Die haben deshalb keinen Luftspalt. Will man sie in einer Röhrenendstufe betreiben brauchen sie einen Luftspalt. Das ist aber kein Problem, man bekommt sie leicht auseinander. Sie haben EI-Schnittbleche die wechselseitig gesteckt sind. Man nimmt das Blechpacket auseinander und steckt sie neu zusammen so das man ein Luftspalt einfügen kann. https://www.reichelt.de/de/de/shop/suche/100v%20%C3%BCbertrager?GROUPINDEX=0&search=100v+%C3%BCbertrager
Oliver S. schrieb: > Ich möchte ECL80 Bauen. Aber Ausgangübertrager wie machen ? Schau mal in diese beiden Links hier: https://www.roebenack.de/roehrenaudion-mit-ech83-und-ecf80 https://de.wikipedia.org/wiki/Niederspannungsr%C3%B6hre Ich würde auch eine Niederspannungsröhre empfehlen. Ausgangsübertrager findet man hin und wieder bei ebay.de oder kleinanzeigen.de Zum Testen habe ich früher 220V auf 6V Trafos verwendet. Manche Modelle klingen besser als andere (und ja, die haben keinen Luftspalt, funktionieren aber trotzdem bei kleineren Leistungen. Ungetränkte Trafos übertragen die Höhen meist besser). Bei deiner Schaltung würde ich im Katodenkreis der Endstufenröhre noch einen kleinen Widerstand einfügen (der je nachdem ein bisschen Leistung vertragen sollte), der mit einem Elko überbrückt ist (dadurch erhält man die benötigte negative Gittervorspannung). So wie hier: https://technik.reicke.de/img/roehrenverstaerker1.gif (statt 200R und 50uF würde ich es bei deinem Aufbau erst mal mit 18R und 470uF probieren)
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Die ECL80 hat eine gemeinsame Kathode. Die Schaltung mit der ECL taugt doch eh nur zum Lernen. Vor 60 Jahren waren Bücher von H.Richter u.s.w. zum Lernen gut.( Nach den Kriterien weiter oben wahrscheinlich jugendgefährdend ) Wer heute noch einen Röhrenverstärker ,außer zum Lernen, baut muß weit mehr Aufwand treiben.
Heiner B. schrieb: > Die ECL80 hat eine gemeinsame Kathode. Verstehe, dann geht das natürlich nicht. Hier gibt es, wie bereits gepostet, mehr oder weniger die gleiche Schaltung wie oben, allerdings mit 70V betrieben.
Matthias S. schrieb: > Ich frage mich u.a., wie da die Gittervorspannung erzeugt werden soll, > wenn die Kathoden direkt auf Masse liegen. Durch den Gitteranlaufstrom: Thermische Elektronen fließen zum Teil über das Gitter und den 10k-Widerstand zur Kathode zurück und so liegt am Gitter eine leicht negative Vorspannung an. Bei ca. 800°C Kathodentemperatur sind das ca. 100 mV. Eigentlich sogar kontraprodukiv! Bei so geringen Anodenspannungen sollte man eher das Gitter als Raumladegitter positiv aufladen, also z.B. in Reihe zum Gitterwiderstand noch eine 1,5 V-Mignonbatterie schalten. - Den Gitterwiderstand braucht man trotzdem, um den AC-Kurzschluss der Batterie vom Eingang zu entkoppeln. ("Hochpass")
Oliver beteiligt sich wie üblich nicht an der sehr interessanten Diskussion...
von Dirk schrieb: >Heiner B. schrieb: >> Die ECL80 hat eine gemeinsame Kathode. >Verstehe, dann geht das natürlich nicht. Doch es geht, mit der sogenannten halbautomatischen Gitterspannungserzeugung. Dabei wird der Minuspol der Anodenspannung über einen Widerstand mit Masse verbunden. Den Spannungsabfall an diesen Widerstand kann man dann für die Gittervorspannung benutzen, falls die Gittervorspannung durch Gitter-Anlasstrom nicht ausreicht. Bei Trioden reicht oft die Gittervorspannung die durch Gitter-Anlaufstrom entsteht. Der Arbeitspunkt bei Röhren sollte möglichst in der Mitte des linearen Bereichs der Röhrenkennlinie eingestellt werden. https://www.mikrocontroller.net/attachment/314556/Gitterstromanlaufbereich.pdf
Günter L. schrieb: > Wenn man Angst vor der hohen Anodenspannung hat, > nimm 90V, aus Reihenschaltung von 10 mal 9V-Batterien, > da kann dann nichts passieren. Wenn die Baupläne für Kinder gedacht sind, dann dürften die Geräte unter die Kategorie Spielzeug fallen und da sind 90V auch zuviel. Hier gilt als Grenze maximal 60VDC.
Hans schrieb: > Wenn die Baupläne für Kinder gedacht sind, dann dürften die Geräte unter > die Kategorie Spielzeug fallen und da sind 90V auch zuviel. Hier gilt > als Grenze maximal 60VDC. Nö, nur 24VDC. Teil IV Elektrische Eigenschaften 1. Bei elektrischem Spielzeug darf die Nennspannung höchstens 24 Volt Gleichspannung oder die entsprechende Wechselspannung betragen, und an keinem zugänglichen Teil dürfen 24 Volt Gleichspannung oder die entsprechende Wechselspannung überschritten werden. Die innere Spannung darf 24 Volt Gleichspannung oder die entsprechende Wechselspannung nur dann überschreiten, wenn sichergestellt ist, dass die Kombination von Spannung und Stromstärke auch bei defektem Spielzeug kein Risiko für Gesundheit und Sicherheit bildet oder keinen schädlichen Stromschlag verursacht.
H. H. schrieb: > Nö, nur 24VDC. Ich hab's der Definition von Kleinspannung (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannung) entnommen. Lt. dieser gelten Spannunge <=50VAC und 120VDC als Kleinspannung. Die Hälfte dieser Spannungen gilt für Menschen und Tiere als nicht lebensbedrohlich. Lt. dieser Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Spielzeugtransformator gilt für Spielzeuge 24AC und 33VDC. Man bezieht sich in dem Artikel auf DIN EN 61558-2-7; VDE 0570-2-7
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Marek N. schrieb: > Blätter doch mal auf Seite 84 weiter, da steht bestimmt was über den > Ausgangsübertrager.
DIESE BUCH AUS ELETOR: RÖHREN-PROJEKT VON 6 bis 60V Gruß Oliver Keines Hochspannung!!!
Hans schrieb: > Lt. dieser Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Spielzeugtransformator > gilt für Spielzeuge 24AC und 33VDC. Man bezieht sich in dem Artikel auf > DIN EN 61558-2-7; VDE 0570-2-7 Wohl veraltet.
Michael B. schrieb: > Kannst du nicht einfach ein Röhrenradio vom Schrott schlachten ? Das war vor einigen Jahrzehnten kein Problem. Am Sperrmülltag war immer viel los. mfg Klaus
https://de.wikipedia.org/wiki/Ad_usum_Delphini was haben wir früher(TM) gefährlich gelebt! Mein einziges Röhrenprojekt war mal ein Reflexklystron 2K25 mit Spannung zu versorgen. Die schwingt dann von alleine im 10 GHz Amateurband. https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_2k25.html https://tubedata.tubes.se/sheets/187/2/2K25.pdf
Klaus R. schrieb: > Michael B. schrieb: >> Kannst du nicht einfach ein Röhrenradio vom Schrott schlachten ? > > Das war vor einigen Jahrzehnten kein Problem. Am Sperrmülltag war immer > viel los. Dann braucht man ja nur noch eine Zeitmaschine.
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