Forum: Haus & Smart Home Opas PV Anlage mit freiliegenden 60V Akkus


von Gerhard H. (dozerv8)



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Hallo Leute,

mein Großvater hat sich eine PV Anlage installieren lassen. Der 
Installateur hat ein angemeldetest Gewerbe, die Anlage wurde laut 
Aussage meines Großvaters auch von einem zertifizierten Elektro 
Installations Betrieb geprüft und abgenommen.

Ich persönlich kenn nich nicht so gut aus, ich bin nur irritiert weil 
der komplette Akku frei liegt. Der Akku zeigt am Display 60V an und 
meines Wissens nach darf in Österreich alles über Kleinspannung nicht 
frei zugänglich sein. Auch das Rack in dem die Akkus stehen ist selbst 
gebastelt.

Wärt ihr so nett und seht euch mal die Fotos an. Weil Opa wills 
natürlich so günstig wie möglich. Ich mach mir Sorgen um meine kleinen 
Nichten. Weil die da rein laufen und drauf greifen könnten. Oder 
irgendetwas fällt um und schließt den Akku kurz.

lg Achim

von Michael P. (mipo)


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Ich würde mir eher Gedanken machen, was passiert wenn die Alu-Leiter 
umfällt und ein paar Zellen brückt... das sollte meiner Meinung nach 
(Berührungssicher) abgedeckt sein

von Michael B. (laberkopp)


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Gerhard H. schrieb:
> Der Akku zeigt am Display 60V an und
> meines Wissens nach darf in Österreich alles über Kleinspannung nicht
> frei zugänglich sein.

Nach DIN VDE 0100-410 ist die DAUERND zulässige Berührungsspannung bei 
DC
120V. Allerdings ist bereits ab 48V ein Basisschutz gefordert (z. B. ein
Gehäuse).

Das Gehäuse fehlt, und bei Kurzschluss wird die Sache brandgefährlich, 
daher würde ich auch eine Abdeckung fordern.

Immerhin ist der Akku vorgespannt für lange Lebensdauer und hat eine 
Zellenüberwachung. Das hat der Solateur selbst konstruiert.

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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Die Akkukonstruktion wurde doch aus einem der zahllosen Amateurvideos 
auf YT abgekupfert!
Warum da kein fertiger Akku eines Herstellers genommen wurde kann uns 
der Insallateur sicher darlegen.
Kosten? Hmm....

Da muss ein Deckel drüber, sieht ja auch bescheuert aus.

von Karl B. (gustav)


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Elektroinstallationen auf Holz sind nach VDE erlaubt, erfordern aber 
spezielle Brandschutzmaßnahmen.
Die Installation darf keine Entzündung des brennbaren Holzbaustoffs 
verursachen.

ciao
gustav

von Fritz G. (fritz65)


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Gerhard H. schrieb:
> Der Akku zeigt am Display 60V an

Bei 16 Zellen sind das 3.75V pro Zelle. Da es sich mit hoher 
Wahrscheinlichkeit um LiFePO4 handelt, wäre die Batterie damit schon 
deutlich überladen.

Basisschutz wird ab 60V DC gefordert, eine 16s LiFePO4-Batterie liegt 
normalerweise da noch drunter. Trotzdem wäre eine Abdeckung als 
Kurzschlussschutz natürlich sehr sinnvoll.

von Christian M. (likeme)


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Michael B. schrieb:
> Das Gehäuse fehlt, und bei Kurzschluss wird die Sache brandgefährlich,
> daher würde ich auch eine Abdeckung fordern.

Heizraum? Tropfende Wasserleitung? Also einen Deckel sollte das schon 
haben. Wenn Oma mal unbedacht da was leitendes drauf stellt dann .....

von Oliver S. (oliverso)


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Gerhard H. schrieb:
> Der Akku zeigt am Display 60V an

Ähem…

Augenscheinlich ist das ein 16s LifePo4-Akku. Der hat eine 
Ladeschlußspannung von maximal 58,4V, besser nur 55,2V. Was wirklich 
angezeigt wird, kam man auf dem Foto leider nicht erkennen.

60V ist deutlich zu viel.Da muß der Elektromensch nochmal ran.

Ansonsten aber nett. Ich hätte nicht gedacht, daß ein Elektriker solche 
Anlagen kommerziell baut. Sowas ist eigentlich klassisches 
DIY-Territorium.

Oliver

von Christian M. (likeme)


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Oliver S. schrieb:
> daß ein Elektriker solche
> Anlagen kommerziell baut.

und zeugt von Mut, denn er kommt nicht mehr dran zum Nachguggen obs auch 
wirklich perfekt läuft. Ich würde das einem Laien nicht in den Keller 
stellen.

von Oliver S. (oliverso)


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Gerhard H. schrieb:
> Oder
> irgendetwas fällt um und schließt den Akku kurz

Da gehören auf jeden Fall Abdeckungen drüber, die das verhindern. Einen 
Kurzschluß auf den Kontakten willst du nicht haben.

Oliver

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Dann kommt irgendwann die Omi mit dem feuchten Lappen um mal 
abzustauben, schön drüber über die verstaubten Akkus und an den Kabeln 
rumgezerrt ... BRZZZLLLBRUZEL!

von M. E. (engelhard)


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Keine Sicherungen in den Balancer Leitungen. Das wäre mir zu gefährlich. 
Ich habe jeder einzelnen Zelle direkt an der Zelle eine Sicherung dafür 
spendiert, dass in einem Kurschlussfall dieser dünnen Leitung irgendwo 
oder einem Fehler im BMS nicht innerhalb weniger Sekunden alles in 
Flammen steht. Ich glaube auch kaum, dass diese üblichen BMS System eine 
funktionale Sicherheit aufweisen. Wenn da irgendeine Komponente darauf 
durch legiert, ist's passiert.

von Gerhard H. (dozerv8)


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Danke für Eure bisherigen Kommentare! Für mich sieht das auch sehr DIY 
aus, vor allem das komplette Akku pack mit dieser geschnittenen 
Pressspanplatte.

Je mehr ich nachfrage umso zwielichtiger wirds. Mittlerweile ist es kein 
Elektriker mehr der das eingebaut hat sondern irgend ein Bekannter der 
weiterempfohlen wird. Arbeitet vermutlich schwarz.

Würde auch erklären warum danach noch ein anderer Elektrik Betrieb da 
war der die Anlage abgenommen hat.

LOL genau darüber läuft eine Öl oder/und Wasser Leitung zum Brenner.
An Accident waiting to happen..

von Oliver S. (oliverso)


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Gerhard H. schrieb:
> Für mich sieht das auch sehr
> DIY
> aus, vor allem das komplette Akku pack mit dieser geschnittenen
> Pressspanplatte.

Daran ist nichts verkehrt. Es fehlt nur die Abdeckung.

M. E. schrieb:
> Ich habe jeder einzelnen Zelle direkt an der Zelle eine Sicherung dafür
> spendiert

Kann man machen, wenn man unnötige Übergangswiderstände produzieren 
will, um das Balancen zu konterkarieren. Bei den Strömen, die da im 
Kurzschlußfall fließen können, sind die dünnen Leitungen schon selber 
die Sicherungen.

Oliver

von Clara (clara)


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Zumindest gibt es genügend Schaumlöschmittel.

von Udo S. (urschmitt)


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Gerhard H. schrieb:
> LOL genau darüber läuft eine Öl oder/und Wasser Leitung zum Brenner.

Das sind der Isolation nach zu urteilen Heizungs und/oder WW Leitungen.
Führen also Wasser

von Heinrich K. (minrich)


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Rechts davon steht ein Limo-/Bierkasten, da werden die Nichten sicher 
öfter in den Keller geschickt um schnell dem lieben Opa ein kühles 
Bierchen zu holen. Die Dartscheibe (Spielzeug) und die Aluleiter zeigen, 
daß der Raum für alles Mögliche genutzt und frequentiert wird, es ist 
also kein "abgesperrter Betriebsraum" - Kinder haben da Zugang.

"Gefahr in Verzug"...

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das sieht so aus, wie die Anlage eines Forumsmitgliedes bis der Thread 
geloescht wurde. ;)

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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Gerhard H. schrieb:
> Je mehr ich nachfrage umso zwielichtiger wirds. Mittlerweile ist es kein
> Elektriker mehr der das eingebaut hat sondern irgend ein Bekannter der
> weiterempfohlen wird.

Also dafür wiederum ist es schon ordentlich gemacht mit den Kabelkanälen 
und der Verzurrung.
Fehlt eben der Deckel!
Den kann der Vadder doch selber zusammendengeln aus Siebdruckplatten 
oder OSB.
Dann noch paar Säcke Flammschutzkugeln drauf und der solaren Zukunft 
steht nichts im Wege.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Die maximale Ladeschlussspannung für eine LiFePO4 Zelle beträgt 3,6 
Volt. Bei 16 Zellen sind das dann maximal 58 Volt, aber auf dem Display 
steht zum Glück nur 54,58 Volt.

Also alles im grünen Bereich :-)

von Michael B. (laberkopp)


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M. E. schrieb:
> Keine Sicherungen in den Balancer Leitungen

Oje, natürlich doch, die Leitung selbst ist so dünn dass sie weggluhen 
würde.

Man kanns mit dem Arsch auf Grundeis auch übertreiben. Ich weiss, 
Deutsche sind quo Geburt Bedenkenträger.

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