Hallo :) Ich möchte für ein Einsatzfahrzeug eine Anlassersperre nachrüsten, damit niemand mit angesteckter Ladeerhaltung losfährt. Als Ladegerät kommt der DEFA Multicharger 1205 zum Einsatz. Ich habe bereits ein Relais als Öffner in die Steuerleitung des Anlasserrelais geklemmt. Dann habe ich versucht mithilfe einer Sperrdiode den Strom in eine Richtung zu begrenzen, damit das zusätzliche Relais nur öffnet, wenn eine Ladespannung anliegt. Allerdings ist das DEFA Ladegerät wahrscheinlich zu „schlau“ und blinkt rot (Fehler), weil ihm durch die Diode die Gegenspannung der Batterie fehlt. Hat jemand einen Tipp, wie ich das umsetzen kann? Vielen Dank schonmal!
Rolf Hoppe oder Fred Delmare fragen? Ach: die sind ja auch schon gestorben.
Cornel schrieb: > Ich möchte für ein Einsatzfahrzeug eine Anlassersperre nachrüsten, damit > niemand mit angesteckter Ladeerhaltung losfährt. Sind die Mitarbeiter/innen nicht in der Lage zu erkennen dass die Ladeerhaltung eingesteckt ist?
Du könntest einen Stromsensor (Spule) ums Kabel vom Ladegerät zur Batterie legen und das mit einem Schaltverstärker auf ein Relais legen, welches die Zündung unterbricht. Ob das den Aufwand lohnt, musst du selber entscheiden.
Micha schrieb: > Cornel schrieb: >> Ich möchte für ein Einsatzfahrzeug eine Anlassersperre nachrüsten, damit >> niemand mit angesteckter Ladeerhaltung losfährt. > > Sind die Mitarbeiter/innen nicht in der Lage zu erkennen dass die > Ladeerhaltung eingesteckt ist? Dr Start von Einsatzfahrzeugen erfolgt oft in gewisser Hektik, da wird sowas tatsächlich oft vergessen. Üblich ist dort aber eher der umgekehrte Weg: Ladestromverbindung trenn beim Start des Fahrzeuges automatisch.
Wie funktioniert dann eine mögliche Starthilfe durch den Pannendienst?
Matthias S. schrieb: > Du könntest einen Stromsensor (Spule) ums Kabel vom Ladegerät zur > Batterie legen und das mit einem Schaltverstärker auf ein Relais legen, Das geht nur so lange gut bis die Batterie geladen ist und kein (relevanter) Strom mehr vom Ladegerät fließt. Dann wird der Anlasser freigegeben obwohl die Leitung noch steckt. Ich würde es insgesamt mit anderen Ansätzen versuchen. Z.B. Eine Steckverbindung die sich bei entsprechender mechanischer Belastung löst. Oder eine Leitungsführung die einen dazu zwingt das Ladegerät abzustecken. Wie die Leitung durchs Lenkrad fädeln, oder an der Tür vorbei so dass man nur nach Entfernen der Leitung einsteigen oder die Tür öffnen kann.
Oder einfach einen Notizzettel reinlegen, am besten aufs Tacho.
Wie hoch ist denn die Ladespannung der Erhaltungsladung? Gibt es eine Schwelle z.b. < 12.5V unter welche die Batteriespannung ziemlich sicher abfällt wenn man das Ladegerät abklemmt? Dann könnte man das Relais separat und mittels Spannungsüberwachung beschalten. Vielleicht sogar ohne Mikrocontroller mit einer analogen Schaltung?
Matthias S. schrieb: > Du könntest einen Stromsensor (Spule) ums Kabel vom Ladegerät zur > Batterie legen und das mit einem Schaltverstärker auf ein Relais legen, sehr sinnvoll bei Gleichspannung...
Heinz R. schrieb: > sehr sinnvoll bei Gleichspannung... Allerdings. Dir scheint nicht bekannt zu sein, das die Strommessung per Spule auch bei Gleichspannung funktioniert. U.a. gibt es deswegen auch Stromzangen für DC. Und solche Kistchen: https://www.amazon.de/Qezodsx-Batteriemonitor-Blei-S%C3%A4Ure-Kapazit%C3%A4T-Leistungsanzeige/dp/B0C7FXJKMT/ Sowas misst z.B. auch in meinem Auto den (DC) Fahrstrom. Das Argument, das der Ladestrom auf Null fällt, ist aber wirklich ein Problem, an das ich nicht gedacht hatte.
Matthias S. schrieb: > Das Argument, das der Ladestrom auf Null fällt, ist aber wirklich ein > Problem, an das ich nicht gedacht hatte. Es könnte ja auch Stromausfall sein, und dann wird das Einsatzfahrzeug benötigt ... Das Problem sollte mechanisch gelöst werden. Wenn es eine Buchse zum Anschluss des Ladegerätes gibt, sollte die so angebracht werden, daß das Fahrzeug bei gestecktem Stecker nur mit einigem Aufwand bewegt werden kann - also z.B. mitten in der Sitzfläche des Fahrersitzes ...
Matthias S. schrieb: > Heinz R. schrieb: >> sehr sinnvoll bei Gleichspannung... > > Allerdings. Dir scheint nicht bekannt zu sein, das die Strommessung per > Spule auch bei Gleichspannung funktioniert. U.a. gibt es deswegen auch > Stromzangen für DC. Und solche Kistchen: > https://www.amazon.de/Qezodsx-Batteriemonitor-Blei-S%C3%A4Ure-Kapazit%C3%A4T-Leistungsanzeige/dp/B0C7FXJKMT/ > Sowas misst z.B. auch in meinem Auto den (DC) Fahrstrom. Funktioniert aber mit Hallsensor.
Es wird ja wohl einen Einspeisestecker geben, und da hängt man einfach ein Relais mit 230VAC Spule dran.
Einfach einen magnetischen Stecker nehmen, der losfahren ohne abzustecken unterstützt. Zum Beispiel: https://bcbattery.de/products/stecker-magnetisch-fahrzeug-ladegerat-bc-fur-mag-f https://www.hanser-automotive.de/a/produktmeldung/magnetische-stecker-fuer-ladeanwendungen-4947346
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Harald K. schrieb: > Das Problem sollte mechanisch gelöst werden. Sehe ich auch so. So einen Push-Pull-Steckverbinder könnte man verwenden: https://shop.impulse-innovation.de/Anhaengersteckersatz-3-polig-12V-Kunststoff-Stecker-Steckdose Die Buchse hinten am Fz., die Arretierung entfernt und den Stecker mit Abreißseil an der Wand angeschlagen.
RETTBOX - automatischer Auswurf beim Starten https://www.fireandrescue-shop.de/batterie-ladeerhaltung-luft/rettbox-s-rettbox-s-air-20-a
Hi! Anderer Ansatz: Magnetstecker mit E-Magnet, sobald Zündung an wird das Ladekabel abgeworfen und fällt bei entsprechender Montage zur Seite. Genau für Rettungsfahrzeuge erfunden worden, genaue Bezeichnung müsste ich auch erstmal suchen. VG Matthias
Matthias S. schrieb: > Du könntest einen Stromsensor (Spule) ums Kabel vom Ladegerät zur > Batterie legen und das mit einem Schaltverstärker auf ein Relais legen, > welches die Zündung unterbricht. Ich würde mit einem Spannungsfolger vom Ladegerät auf ein extra Relais gehen, das die Klemme 50 unterbricht. Spannungsfolger, damit man nicht mit dem Ladegerät das Relais schalten muss. Wenn das Ladegerät nicht durch den Relaisstrom gestört wird, reicht es auch das Relais direkt über das Ladegerät einzuschalten. Nur wenn der Strom für das Ladegerät mal weg sein sollte, kann man immer noch fahren und das Ladegerät abreißen. Aber wie ich das gerade so schreibe, es gibt Stecker mit Pilotkontakt. Da kann man die Klemme 50 drüber auf eine fette Lampe legen. So sieht der Fahrer direkt, dass das Ladegerät dran ist und der Strom für den Anlasser reicht nicht mehr. Müsste man aber erstmal ausprobieren, ob der Strom wirklich nicht mehr reicht. Noch einfacher. Klemme 50 unterbrechen und auf den Stecker mit Pilotkontakt legen, wie auch Plus und Minus zur Batterie. Fahrzeugseitig den anderen Teil vom Stecker, mit dem Anschluss zum Anlasser im Pilotkontakt.
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H. H. schrieb: > Es geht doch bestimmt nicht um BOS. Oder doch? Dann kommt die Feuerwehr eben nicht, weil klein Cornel die Fahrzeugelektrik verbastelt hat.
Bei uns in der Freiwilligen Feuerwehr fallen die Stecker wie auch die Abgasabsaugung beim losfahren von alleine aus der Dose / vom Rohr und werden nach oben gezogen. Die Fahrzeuge kommen ja schon von Werk mit diesen Schnellkupplungen daher. Da macht keiner von den Kameraden irgend ein Kabel oder Schlauch ab. Um was für ein "Einsatzfahrzeug" handelt es sich denn?
Also jetzt mal ganz blöd: Einsatzfahrzeug bedeutet Fahrzeug mit hoheitlicher Aufgabe oder im Firmenumfeld (private Feuerwehr z.B.) Und da willst Du jetzt selbst herumbasteln? Und das, obwohl Dir entweder nur das Wissen, oder aber auch die notwendige Qualifikation fehlt? Lass das diejenigen Machen, die das können. Die aus Jahrzehnten der Praxis wissen, worauf es ankommt. Die all die Fälle kennen, die Du - egal wie lange Du überlegst - gar nicht auf dem Schirm hast. Zahlemann und Söhne spielt der Steuerzahler oder der AG. Mögliche Adressen sind Auto-Tröndle, Rettungstechnik Doll, Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) oder Norrenbrock Technik.
Wir wissen doch gar nichts. Es kann sich ebenso gut um ein privates Einsatzfahrzeug zur Tierrettung handeln. Matthias S. schrieb: > Das wurde genau für diesen Zweck erfunden: > > https://www.rosenberger.com/de/produkt/magcode/ Für welchen Zweck? TE hat eine Anlassersperre eingebaut, wie wird die damit freigeschalten? Ist auch sichergestellt dass kein Hund/Katze den Ladevorgang unterbrechen kann?
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Alexander schrieb: > Für welchen Zweck? Cornel schrieb: > damit > niemand mit angesteckter Ladeerhaltung losfährt Das wird zwar nicht verhindert, richtet aber keinerlei Schäden an, wenn die MagCode Verbindungen benutzt werden. Alexander schrieb: > TE hat eine Anlassersperre eingebaut Nein, siehe OP. Alexander schrieb: > freigeschalten Gar nicht, das Wort existiert nicht.
Matthias S. schrieb: > Nein, siehe OP. Doch, siehe OP. Cornel schrieb: > Ich habe bereits ein Relais als Öffner in die Steuerleitung des > Anlasserrelais geklemmt. Matthias S. schrieb: > das Wort existiert nicht. Doch. Es existiert. Und zwar genau hier: Alexander schrieb: > freigeschalten
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Alexander schrieb: > Es kann sich ebenso gut um ein privates > Einsatzfahrzeug zur Tierrettung handeln. Pizzalieferdienst...
Cornel schrieb: > Als Ladegerät kommt der DEFA Multicharger 1205 zum Einsatz. Sitzt der im Fahrzeug? Dann das 230V Kabel im KFZ anzapfen. Sitzt es außerhalb? Dann die 12V Verbindung auf einen 5Pol XLR umrüsten und einen Pol intern auf das Öffnerrelais führen. Wenn man die Verriegelung vom XLR ausbaut und die Buchse hinten am KFZ ist, dann kann man notfalls auch ohne Trennung losfahren. Wenn man in eine 230VAC Speiseleitung dicht hinter dem KFZ ein Kombi gerader Kaltgerätestecker/Kabelbuchse einfügt, bleibt beim nicht abgesteckten losfahren nur ein "Schwänzchen" statt der Garagenverkabelung hinten hängen.
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Martin S. schrieb: > Und da willst Du jetzt selbst herumbasteln? Und das, obwohl Dir entweder > nur das Wissen, oder aber auch die notwendige Qualifikation fehlt? > Lass das diejenigen Machen, die das können. Die aus Jahrzehnten der > Praxis wissen, worauf es ankommt. Die all die Fälle kennen, die Du - > egal wie lange Du überlegst - gar nicht auf dem Schirm hast. > Zahlemann und Söhne spielt der Steuerzahler oder der AG. Problem ist, das viele Gemeinden "Budget 0,00€" übrig haben und das Einsatzfahrzeug gern schon 20 Jahre alt ist. Hier bei uns wurde auch die "Laderaum" beleuchtung privat nachgerüstet, weil original nicht vorhanden. Und die KiTa der Gemeinde freut sich über gespendete gebrauchte (2 Jahre alte) Innenrollos, damit die Kinder nicht mehr in der Mittagssonne schlafen müssen... . VG
Wolf17 schrieb: > Wenn man in eine 230VAC Speiseleitung dicht hinter dem KFZ ein Kombi > gerader Kaltgerätestecker/Kabelbuchse einfügt, bleibt beim nicht > abgesteckten losfahren nur ein "Schwänzchen" statt der > Garagenverkabelung hinten hängen. Eine selbstaufrollende Kabeltrommel würde sich gut machen.
Das DEFA-Ladegerät fest einbauen gehr nicht? Ich habe es in meinem Bulli so geregelt, dass mein Trennrelais für Klemme 50 von einem zusätzlichen kleinen Netzteil bei Landstrom versorgt wird. Sobald ich den CEE-Stecker ziehe, fällt das ab. Allerdings ist der Fraron-Lader fest verbaut. Bei der Feuerwehr haben wir die Ladestecker neben der Fahrertüre, da sind die Leitungen nicht zu übersehen.
Bei Wletraumraketen werden die letzten Kabel beim Start mit so einer Zugvorrichtung abgestöpselt.
Es ist Gang und gebe das in vielen Feuerwehren alles möglich am Auto selbst gebastelt werden (muss). Klingt erschreckend, ist so. Da wird einfach zu viel benötigt was es nicht von der Stange gibt oder die Leute nicht wissen daß sie etwas von der Stange kaufen können.
In Zeiten von Qi Chargern und ähnlichen Konstrukten muß man nicht einmal eine Steckverbindung haben. Da reicht ein Magnet der den Charger an seinem Gegenstück im Fahrzeug hält bis er beim Losfahren abgerissen wird. Es geht doch lediglich um kleine Ströme zur Ladeerhaltung....
Thomas R. schrieb: > In Zeiten von Qi Chargern und ähnlichen Konstrukten muß man nicht > einmal > eine Steckverbindung haben. Da reicht ein Magnet der den Charger an > seinem Gegenstück im Fahrzeug hält bis er beim Losfahren abgerissen > wird. Es geht doch lediglich um kleine Ströme zur Ladeerhaltung.... Nach einem Einsatz der immer mehr und stärker werdenden Akkuwerkzeuge würde ich nicht mehr von kleinen Ladeströmen reden. Dass die Akkugeräte überwiegend in den Fahrzeugen aufgeladen werden, sollte bei Rettungsfahrzeugen selbsterklärend sein.
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Thomas S. schrieb: > Allerdings ist der Fraron-Lader fest verbaut. Bei > der Feuerwehr haben wir die Ladestecker neben der Fahrertüre, da sind > die Leitungen nicht zu übersehen. Das ist sicher die beste Idee. Und am besten den Stecker des Ladegerätes in den Fahrgastraum, direkt auf dem Fahrersitz mit einem Verlängerungskabel verbinden. So vergisst der Fahrer ganz sicher nicht den Stecker zu ziehen.
Ralf X. schrieb: > Thomas R. schrieb: >> In Zeiten von Qi Chargern und ähnlichen Konstrukten muß man nicht >> einmal >> eine Steckverbindung haben. Da reicht ein Magnet der den Charger an >> seinem Gegenstück im Fahrzeug hält bis er beim Losfahren abgerissen >> wird. Es geht doch lediglich um kleine Ströme zur Ladeerhaltung.... > > Nach einem Einsatz der immer mehr und stärker werdenden Akkuwerkzeuge > würde ich nicht mehr von kleinen Ladeströmen reden. > Dass die Akkugeräte überwiegend in den Fahrzeugen aufgeladen werden, > sollte bei Rettungsfahrzeugen selbsterklärend sein. OK, das war mir nicht bewußt! Also eher höhere Ströme und dann auch 230Volt weil die speziellen Charger der Akkugeräte das benötigen? Da bleibt ja nur die RettBox und ähnliche. Allerdings wissen wir immer noch nicht was sein "Einsatzfahrzeug" ist ;-)
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