Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED Netzteil defekt - welches Bauteil könnte es sein?


von Björn F. (bjoern3003)


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Guten Morgen zusammen,

ich habe in den letzten Jahren schon desöfteren mal die Netzteile von so 
Billig LED Spots oder Wandlampen geöffnet, nachdem Sie den Geist 
aufgegeben hatte. IMMER was es ein geplatzter Elko auf der Primärseite, 
der das Problem verursacht hatte. Ausgelötet, neuen rein, Lampe läuft 
wieder. Kostenpunkte, kein Euro und man hatte nen gutes Gefühl, ein 
Produkt vor dem Schrott gerettet zu haben.

Nun habe ich hier wieder so nen Kandidat. Ist eigentlich nur nen Ersatz 
Netzteil, dass ich mal benutzt hatte, um es an einer Baugleichen Lampe 
während der Reparatur einzusetzen. Es hat keine 2 Tage gehalten.

Nun habe ich auch hier das Gehäuse dieser Billigst Netzteile geöffnet 
und auch gehofft, einfach den Elko zu tauschen. Dort ist aber keiner 
Verbaut.

Siehe Bilder.

Offensichtlich ist so nichts gefektes zu erkennen.

Fehlerbild war wie folgt. Erst flackerte der Spot einige Zeit, bis er 
dann nach wenigen Schaltvorgängen ganz ausfiel.

Vermute fast, dass bei den Teilen eine Reparatur gar nicht rentabel ist. 
Interessiert wäre ich dennoch, was da nach so kurzer Zeit kaputt geht.

Grüße und ein schönes Wochenende.

: Verschoben durch Moderator
von Harald K. (kirnbichler)


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Björn F. schrieb:
> Siehe Bilder.

Auf den Bildern sieht man viel zu wenig vom Tisch, auf dem das ganze 
liegt.

von Joachim B. (jar)


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Harald K. schrieb:
> Auf den Bildern sieht man viel zu wenig vom Tisch

stimmt

von Harald K. (kirnbichler)


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Wenn man etwas Vaseline auf das Kamerobjektiv aufträgt, kann man den 
Hamilton-Weichzeichnereffekt noch besser zur Geltung bringen. Mit 
weniger Licht und etwas mehr Bewegung der Kamera kann man auch den 
letzten Rest störender Bildschärfe zielstrebig eliminieren, obendrein 
bietet dann auch das Bildrauschen dem Kompressionsalgorithmus mehr 
Chancen, sichtbare Resultate zu liefern.

von Björn F. (bjoern3003)


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Ist Sperrholz mit einem Laminat. 😁

Da ich vom Netzteil dieser Art keine Ahnung habe, wäre es vielleicht 
nett, zu schreiben, von was genau Details gewünscht werden, anstatt in 
Ironie zu verfallen. Viel mehr wäre vermutlich auch nicht zu erkennen, 
wenn ich näher ran gehe.

Die Fotos waren mehr dazu gedacht, damit man sich ein Bild der Netzteil 
Art machen kann. Möglicherweise sind ja direkt Ideen da, mit denen ich 
dann weiter arbeiten könnte.

von Gerald B. (gerald_b)


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Was ist da verbaut? Auf einem IC steht immer eine Bezeichnung, mit der 
man dann beim Hersteller ein Datenblatt findet, das ein 
Schaltungsbeispiel enthält. Wenn das Bauteil SMD ist und keien 
vollständigen Klartext aufgedruckt hat, scharf aufgelöstes Foto machen, 
der Herr Hinz hier ist ein Level vorm Hellsehen :-)

von Björn F. (bjoern3003)


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Ist der Gleichrichter gemeint? Ist nen MB10F.

Ansonsten sehe ich da keinen IC.

von H. H. (Gast)


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Ist halt ein Flimmermurks.

Der TO-92er wird ein HV9921/-22/-23 oder ein U6113 sein.

von H. H. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> der Herr Hinz hier ist ein Level vorm Hellsehen :-)

Hellseher? Das sind doch ärmliche Amateuere...

von Michael B. (laberkopp)


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Björn F. schrieb:
> Fehlerbild war wie folgt. Erst flackerte der Spot einige Zeit, bis er
> dann nach wenigen Schaltvorgängen ganz ausfiel.

LED defekt.

Miss die LED Spannung wenn es leuchtet und wenn es aus geht.

Prüfe den LED Strang per Labornetzteil (wegen Wackelkontakt dur haus 
zeitintensiv).

von Björn F. (bjoern3003)


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Led ist nicht defekt. Das kann ausgeschlossen werden, da der Spot an 
einem anderen Netzteil wieder läuft und ich dieses Netzteil an einem 
anderen Spot gegegeprüft habe.

von Heinrich S. (heinrich4)


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Ich habe das Foto mal an CHATGPT.COM übergeben und eine Antwort 
erhalten. Vielleicht kannst Du das ja noch weiter mit CHATGPT vertiefen 
und kommst so zu einer Lösung.
Das war die Antwort:

Sieht nach einem sehr kleinen Schaltnetzteil (Flyback-Wandler) aus – 
genau die Sorte, die man z. B. in LED-Lampen, Nachtlichtern, Sensoren 
oder Lade-/Steckernetzteilen findet.
Was man aus dem Bild recht gut ableiten kann:
🟡 Gelber Block = Übertrager → spricht klar für ein isoliertes 
Schaltnetzteil
⚪ Zwei weiße Drähte auf einer Seite → sehr wahrscheinlich 
Netzspannungseingang (230 V AC)
🔴⚫ Rot / Schwarz auf der anderen Seite → Niederspannungs-DC-Ausgang
📏 Sehr klein & wenig Bauteile → geringe Leistung (typisch 1–5 W, evtl. 
bis ~10 W)
Wahrscheinliche Einsatzarten
LED-Treiber (z. B. 3–12 V DC für LEDs)
Mini-Netzteil für Elektronik (5 V, 9 V oder 12 V)
In fest verbauten Geräten (nicht als Steckernetzteil gedacht)
Was es nicht ist
Kein Trafo-Netzteil (zu klein, keine Eisenlamellen)
Kein USB-Netzteil mit Regelung/Schutz aufwendig – eher simpel
Wie du es genauer bestimmen kannst
Falls du es gefahrlos testen willst (⚠️ Vorsicht, Netzspannung!):
Beschriftung auf der Platine (Rückseite?) – manchmal steht z. B. „5V“, 
„12V“, „LED“
Ausgangsspannung messen (Multimeter, ohne Last und mit kleiner Last)
Prüfen, ob der Ausgang konstant Spannung (Netzteil) oder konstant Strom 
(LED-Treiber) liefert
👉 Wenn du willst, sag mir:
woher das Teil stammt (Lampe? Gerät?)
oder schick ein Foto der Rückseite der Platine
Dann kann ich ziemlich genau sagen, was rein darf und was rauskommt 🙂

von H. H. (Gast)


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Heinrich S. schrieb:
> Ich habe das Foto mal an CHATGPT.COM übergeben und eine Antwort
> erhalten.

Klar, Antwort gibts immer, aber oft nur Müll.

von Gerald B. (gerald_b)


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Unter den Blinden ist halt der Einäugige König

von Harald K. (kirnbichler)


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Björn F. schrieb:
> Viel mehr wäre vermutlich auch nicht zu erkennen,
> wenn ich näher ran gehe.

Naja, man könnte, wenn Du nicht Deine Tischplatte, sondern das defekte 
Gerät ablichtest, auch darauf befindliche Bauteile erkennen. Und dazu 
sind auch beide Seiten der Platine von Interesse, selbst wenn auf der 
bislang nicht gezeigten Unterseite nicht viel los ist.

Und wenn Du das Objektiv Deines Smartphones mit einem sauberen Tuch 
abwischst, sollte auch der Weichzeichnereffekt verschwinden.

Hier sind Leute unterwegs, die mit den bislang nicht erkennbaren Details 
etwas anfangen können, wie z.B. der beeindruckend geniale Hinz (der 
Großmeister der Bauteilidentifikation).

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Heinrich S. schrieb:
> Ich habe das Foto mal an CHATGPT.COM übergeben und eine Antwort
> erhalten.

Naja. Es ist halt ein herbeihalluziniertes Ergebnis eines etwas besseren 
Zufallsgenerators.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Eine sehr emotionale KI, mit vielen Emojis.

Der Brückengleichrichter ist also der hier:
https://www.diodes.com/datasheet/download/MB10F.pdf

CHATGPT schrieb:
> Kein Trafo-Netzteil .. (keine Eisenlamellen)
Was ist es dann, der Trafo ist mit Isolierband umwickelt, da sind 
vielleicht "Lamellen" drunter. Ich denke, das ist ein kleiner Netztrafo, 
also für 50Hz, erst am Ausgang sitzt der Gleichrichter, danach ein 
Transistor für den Konstantstrom. Dessen Aufdruck sollte eigentlich 
lesbar sein.

von H. H. (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ich denke, das ist ein kleiner Netztrafo,
> also für 50Hz, erst am Ausgang sitzt der Gleichrichter, danach ein
> Transistor für den Konstantstrom. Dessen Aufdruck sollte eigentlich
> lesbar sein.

Noch schlechter als die KI.

von Frank E. (ffje)


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Harald K. schrieb:
> das Objektiv Deines Smartphones mit einem sauberen Tuch
> abwischst...

...und mit irgendeiner kleinen Sammellinse geringen Durchmessers vor's 
Handy gehalten ließe sich eine ~Nahlinsen-Optik improvisieren.
mfG  fE

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ich habe Eingang und Ausgang verwechselt, der Gleichrichter sitzt direkt 
am Eingang (kann bis zu 1000V). Also schwingt der Transistor (?) mit 
wesentlich mehr als 50 Hz und es ist tatsächlich ein Trafo aus 
irgendeinem Ferritmaterial.
Wird das Ausgang irgendwie geregelt, oder ist die Schaltung einfach 
genau für den benötigten Strom bemessen? Sitzt da noch ein Gleichrichter 
nach dem Trafo?
Vielleicht die Diode?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wird das Ausgang irgendwie geregelt, oder ist die Schaltung einfach
> genau für den benötigten Strom bemessen? Sitzt da noch ein Gleichrichter
> nach dem Trafo?

Beitrag "Re: LED Netzteil defekt - welches Bauteil könnte es sein?"

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ah ja!
https://www.microchip.com/en-us/product/HV9921
Nicht netzgetrennt
Der Anschluss VDD ist nur zum Abblocken?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Der Anschluss VDD ist nur zum Abblocken?

Ja.

von Gerald B. (gerald_b)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> https://www.microchip.com/en-us/product/HV9921

Und nur V in max 400V und keinerlei "Schmutzfänger", wie Varistor oder 
wenigstens ein Siebelko, der Transienten abpuffern könnte.
Für 110V Netz ausreichend, aber für 230V sollten es eher 600V 
Spannungsfestigkeit sein. Sonst isses Jubelelektronik, die von 12 bis 
mittag hält.

von H. H. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Jubelelektronik

Ganz offensichtlich.

von Jörg W. (dl3to)


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Moin, auf jeden Fall würde zur eigenen Sicherheit das Netzteil geöffnet 
nie direkt ans Netz abschließen. Bitte nur mit Trenntrafo, oder 
Stelltrenntrafo!!! LEBENSGEFAHR!!

Hm, ich habe ja auch schon etliche Schaltnetzteile und Schaltregler 
repariert. Ich hatte mal ein kleines Steckernetzteil für ein kleines 
Radio, sogar schon mit DAB+, was mir zum Wegschmeißen zu schade war.
Angefangen zu suchen, der Primäre stehende Elko, war oben schon etwas 
rundlich, die Einlötsicherung war durch, beides gewechselt. Ging am 
Stelltrenntrafo bis ich die Spannung über 150V oder 160V erhöht hatte, 
paff, war das wieder aus, noch einmal die Sicherung gewechselt, Test 
langsam wiederholt. Natürlich mit einer last im angegeben Bereich. Das 
gleiche Resultat, es konnte eigentlich nur der Brückengleichrichter auf 
der Netzseite sein. Das war ein 1A Typ bis 600V,erstaunlich wie klein 
die SMD Dinger sein können.

Ich würde zum weitere Vorgehen bei der Fehlersuche, erst einmal die 
gleichgerichtete Netzspannung messen, das kann man auch mit geringerer 
Spannung am Eingang machen. Wenn alles eingespart wurde, was geht, ein 
Netzgleichrichter egal ob Einweg oder Grätz.
Die Taktfrequenz solcher Netzteile liegen meist um 60 kHz. Dann muss, 
wenn nur ein Trafo drauf ist, eine Rückkopplung für die Regelung wird 
drauf sein, müsste ein Optokoppler sein. Sonst bekommt man keine 
Galvanische Trennung hin. Ich habe aber auch schon billige Netzteile 
gesehen, da war nur ein Spannungsfester Kondensator verbaut. Wenn der 
primäre Elko aufgeladen ist, und das NT nicht arbeitet, egal warum auch 
immer ist nach dem Abschalten am Elko auf der Primärseite VORSICHT 
geboten!
Trotz allem, wären wie alle Deine unscharfen Bilder bemängeln, versuch 
es mal mit ner andern Kamera under Handy oder Tablet ordentliche Bilder 
mit allen Details zu machen. Dann kann man auf die Bestückung der BE 
weitere Rückschlüsse ziehen.
Viel Erfolg!

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