Ich würde es abstrakter beschreiben:
Maxwell & Co. gelten prinzipiell immer und überall.
Eben.
Man könnte hier einen Vergleich zur Beschreibung von Schwingungen im Zeitbereich ziehen. Dort (Schwingungslehre) zieht man eine Grenze zwischen "Anschwingverhalten" und "eingeschwungenem Zustand".
Bei EM-Wellen liegt diese Grenze zwischen Nah- und Fernfeld. Vielleicht wäre es besser von Nah- und Fern-Raum zu sprechen. damit deutlich Wird, das sich eine Welle als 'räumlich-periodisches' Phänomen erst "herausbilden" muß, so wie sich eine Schwingung als 'zeitlich-periodisches" Phänomen erst in der Anschwingzeit zu den Eigenschaften der "Schwingung" 'findet'. In dieser Anlaufphase gibt es eben "Überschwinger" und andere der Schwingung resp. Welle widersprechende Eigenschaften.
Auch bei "Wasserwellen" (Kreiswellen) auf einem Teich zeigen sich die Wellenkämme erst ab einem gewissen Abstand vom Ursprungsort. (siehe Anhang)
Im Nahfeld wären die
Felder dann nicht verkoppelt und die Blindleistung dominiert. Im Nahfeld
gibt es aber auch etwas Wirkleistung. Woher kommt diese?
Ist halt die Frage wie man Wirk- und Blindleistung in einem EM-Feld definiert, diese genannten Begriffe stammen doch eher aus der leitungsgebundenen Elektroenergieübertragung? Ist es hier nicht eher die Frage welchen Anteil an der Gesamtenergie im Magnetischen und welcher im "elektrischen" Feld-Anteil steckt?
Nebenbemerkung: und wenn der E-Anteil stärker bedämpft wird als der magnetische, wählt man dann Bereiche in denen der B-Anteil Überwiegt. Beispielsweise bei der Langwellen-Informationsübertragung im Höhlenfunk. https://de.wikipedia.org/wiki/Cave-Link