Forum: PC Hard- und Software NAS oder externe SSD Festplatte?


von Marco S. (hochfrequenz)


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Hallo,
kurze Info zu mir. In Sachen PC habe ich gar keine bis geringe Ahnung. 
Bin mehr im HF-Bereich unterwegs.

Ich bräuchte etwas Hilfe bei der Entscheidung NAS oder externe 
USB-Festplatte.

Für mein Hobby nutze ich 3 Laptops, die für sich jeweils Vorteile haben 
(1xrugged für draussen, 1xgroßer Bildschirm, 1xhohe Rechenleistung).

Anwendung 1)
Einen Teil der Daten möchte ich zwischen den 3 PC´s konsistent halten, 
so dass ich sie offline verändern kann und nach Verbindung mit dem NAS 
oder externe SSD-Festplatte diese Änderungen übernommen und bei 
Anschluss vom anderen PC wieder aktualisiert wird. Das soll automatisch 
mit von mir vorgegebenen Unterordnern passieren.

Anwendung 2)
wie vor, jedoch zusätzlich diese Daten zusätzlich einmal "stumpf" als 
backup auf dem NAS oder der externen SSD sichern. Zugriff händisch, wenn 
ich Arbeitskopie so verändert habe, dass ich auf alte Version 
zurückgreifen möchte.

Anwendung 3)
Austausch von Dateien, durch händisches ablegen in einem Austauschordner 
und händisches Abrufen.

AnwenMarco dung 4)
Anschluss eines weiteren PC mit gezielten händischen Abrufen bestimmter 
Dateien (ab und zu mal)

Anwendung 5)
Frau und Kinder sollen perspektivisch eigene Dateiablage bekommen um ihr 
Handy und Laptop freizumüllen. Kein Zugriff auf meine Daten.

Zwischen dem NAS und der externen Festplatte sehe ich aktuell nur den 
Vorteil, dass beim NAS eine Datendoppelung mit physikalischer Trennung 
stattfinden könnte. Bei Defekt einer Platte sind die Daten gerettet.
Nachteil, dass NAS muss ständig laufen und alles läuft über WLAN/LAN 
Netzwerk oder geht das auch stand alone. Die ext. SSD stecke ich nur an, 
wenn ich muss. Wegen Hobbynutzung würde das nur 1 oder 2 x die Woche 
passieren.

Liefern die bekannten externen SSD-Festplatten Hersteller (z.B. WD) eine 
Software mit oder haben diese, die meine Anwendungen für Laien leicht 
einstellbar abbilden kann? Was denkt ihr? Für welches System 
(NAS/externe SSD) würdet ihr mir raten?

Grüße
Marco aus Diez

von (prx) A. K. (prx)


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Ganz klar NAS für geteilte Daten. Auf eine USB-Disk kann immer nur einer 
zugreifen. Auf eine NAS können es alle im Netz.

USB-Disks haben Vorteile bei Backups. Wenn man sie danach absteckt und 
in einem anderen Gebäude parkt, zwischen mindestens 2 Disks wechselnd.

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (datenreisender)


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Dir muss aber klar sein, dass eine(!) Platte (ob USB-Platte oder NAS) 
Dir nicht hilft. Wenn Deine USB-Platte/Dein NAS einen relevanten Fehler 
hat kann es mit signifikaten Datenverlust sterben. Oder es kann ja sein, 
dass Du einen Benutzerfehler machst (rm -rf * geht recht schnell, dann 
hat man aber auch wieder viel Platz)

Bei mir: Platten im NAS gespiegelt, zweites altes Geraet (ca. 15 Jahre 
alt) als Backup (bestromt nur fuer das Backup), weitere USB-Platten im 
Buero gelagert, eine Platte bei Elternhaus gelagert.

Aber ein Backup-Konzept kann Dir keiner auf einem Forum anbieten.

von Harald K. (kirnbichler)


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Bessere NAS wie die +-Reihe von Synology kommen mit einer 
Backupsoftware, mit der nach Einrichtung eines "Agent" auf jedem 
beteiligten Rechner vollautomatisierte inkrementelle Backups angefertigt 
werden können.

Man muss sich keine Gedanken mehr drum machen, welche Daten man wann und 
wie sichern will, das sichert einfach alles. Das Backup ist 
inkrementell, d.h. es wird eine einstellbare Anzahl von Backupständen 
aufgehoben. Praktisch, wenn man Dienstag feststellt, letzte Woche eine 
Datei gelöscht zu haben, aber Montag schon das letzte Backup gemacht 
hatte ...

Durch "Deduplizierung" braucht diese Sicherungsform aber nicht das 
zigfache  Datenvolumen der zu sichernden Daten.

Zur Datenwiederherstellung kann einerseits über eine Weboberfläche des 
NAS auf jede einzelne Datei inklusive Versionsverlauf zugegriffen werden 
(bei einer jeden Tag bearbeiteten und gesicherten Datei also auch auf 
jeden beliebigen Zwischenstand), andererseits kann aber auch ein "bare 
metal restore" erfolgen, bei dem ein Festplattenabbild mit Hilfe einer 
Wiederherstellungssoftware komplett zurückgeschrieben wird.

Naja, und ansonsten kann so ein NAS das, was so ein NAS halt kann - es 
ist in erster Linie ein Dateiserver.

Ja, das DS225+ als kleinstes in Frage kommendes Modell kostet einiges 
mehr als eine simple USB-SSD, aber dafür ist es jeder "Datensicherung" 
im Handbetrieb haushoch überlegen.

von Alexander S. (alesi)


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Harald K. schrieb:
> Zur Datenwiederherstellung kann einerseits über eine Weboberfläche des
> NAS auf jede einzelne Datei inklusive Versionsverlauf zugegriffen werden
> (bei einer jeden Tag bearbeiteten und gesicherten Datei also auch auf
> jeden beliebigen Zwischenstand), andererseits kann aber auch ein "bare
> metal restore" erfolgen, bei dem ein Festplattenabbild mit Hilfe einer
> Wiederherstellungssoftware komplett zurückgeschrieben wird.

Kann ich, wenn das NAS irreparabel defekt ist, die Platte(n) in einen 
normalen PC "einbauen" und mit Standard Windows oder Linux Programmen 
(d.h. ohne SW von Synology) auslesen?

von Harald K. (kirnbichler)


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Alexander S. schrieb:
> Kann ich, wenn das NAS irreparabel defekt ist

Mit Windows ganz sicher nicht, aber Linux sollte mit btrfs 
zurechtkommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Btrfs

Das dort erwähnte WinBtrfs kommt nicht mit der von Synology 
verwendeten zurecht.

Synology selbst beschreibt, wie man mit Ubuntu ans Ziel kommt:

https://kb.synology.com/en-uk/DSM/tutorial/How_can_I_recover_data_from_my_DiskStation_using_a_PC

Man kan ein irreparabel defektes NAS aber durch ein 
baugleiches/kompatibles Modell ersetzen, aber der Ansatz ist vermutlich 
zu trivial.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Noch als Einwurf: Schau dir SyncThing an.
Das gibt's für lau für Windows, Android und diverse NASen, auch Linuxe 
kennen es. Nur bei Apple muss man für die App bezahlen.
Bei Windows gibt's eine Tray-Anwendung SyncTrayzor, ebenfalls für Lau.

Das spiegelt kostenlos Ordner zwischen den Geräten, d.h. du kannst 
Shareordner einrichten und wenn eins der anderen Geräte verfügbar ist 
(also im LAN oder via Internet erreichbar) werden die Daten 
Synchronisiert.
Klasse als einfaches Backup oder zum einfachen Datenaustausch.
Wer welche Ordner sieht ist an jedem Gerät getrennt einstellbar.

Ich nutze das um meine Backups vom Android auf mein NAS zu spielen, 
zudem geteilte Ordner zwischen Laptop und PC oder auch eine Galerie am 
Handy, die im Bilderordner der PCs landet. Bild machen, "in Album 
verschieben", 30 Sekunden warten, am PC nutzen.

Und es geht auch als Backup, weil man Ordner als "nur schreiben" 
deklarieren kann, mit History, und sogar für nicht vertrauenswürdige 
Partner mit Verschlüsselter Ablage.

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