Hallo zusammen, Wir haben ein Messgerät das unterschiedliche USB C PD Profile unterstützen soll. Wie kann man die unterschiedlichen Profile Testen und testen, ob sie funktionieren? In unserem Fall soll das Gerät mit 5, 15 und 20V versorgt werden können. Wir haben schon nach USB C Steckernetzteilen gesucht, die nur eine Spannung Ausgeben können aber keine gefunden. Habt ihr Vorschläge? Danke
Michael Z. schrieb: > Wir haben schon nach USB C Steckernetzteilen gesucht, die > nur eine Spannung Ausgeben können aber keine gefunden. USB-C NT, die nur eine Spannung ausgeben können, haben dann natürlich 5V und kein PD. Was wollt Ihr da mit dem PD-Tester testen?
Wir wollen prüfen ob die unterschiedlichen Profile korrekt erkannt werden.
Wenn es bei den Tests nur um die elektrische Funktion gehen soll, muss eben die Firmware Eures Gerätes dahingehend angepasst werden, dass nur die jeweils zu testende Konfiguration in der Liste möglicher Leistungsprofile enthalten ist. Geht es jedoch auch um den Test, ob bzw. welche Leistungsprofile angeboten und ausgehandelt werden, hilft ein einfacher PD-Protokolltester schon ungemein viel. Es gibt von ST Microelectronics für kleines Geld ein entsprechendes Board, das man mit STM32CubeMonitor-UCPD hierfür verwenden kann. Bei einer kleinen Recherche habe ich auf die Schnelle überwiegend USB-PD-Tester gefunden, die man als elektronische Last konfigurieren kann, aber nicht als Quelle. Nur bei GRL wurde ich fündig in Sachen Quelle: https://www.graniteriverlabs.com/de-de/test-solutions/protocol-power-test-solutions Nachtrag: Das Vorgängermodell gibt es gerade bei TestUnlimited in gebrauchtem Zustand zum Schnäppchenpreis: https://www.testunlimited.com/Product/Granite%20River%20Labs/USB-PD-C2/9400
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Michael Z. schrieb: > Wir haben schon nach USB C Steckernetzteilen gesucht, die > nur eine Spannung Ausgeben können aber keine gefunden. Gibt es, ist nur etwas exotisch. https://www.nikon.de/de_DE/product/accessories/accessories-mirrorless-cameras/charging-ac-adapter-eh-7p-VEB029EA (Warum die auf der deutschsprachigen Seite die US-Ausführung zeigen müssen, muss man nicht verstehen) Und das ist nicht das einzige: Ralf X. schrieb: > USB-C NT, die nur eine Spannung ausgeben können, haben dann natürlich 5V > und kein PD. Das ist nicht korrekt; es gibt mindestens ein USB-C-Netzteil, das nur 5V ausgeben kann, aber sehr wohl PD verwendet: https://www.raspberrypi.com/products/27w-power-supply/ PD wird hier verwendet, um zu signalisieren, daß dieses Netzteil 5 A liefern kann. Hier wird ein Selbstbauprojekt für einen USB-PD-Tester beschrieben: https://github.com/wagiminator/CH32X035-USB-PD-Tester
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Harald K. schrieb: > Das ist nicht korrekt; es gibt mindestens ein USB-C-Netzteil, das nur 5V > ausgeben kann, aber sehr wohl PD verwendet: > > https://www.raspberrypi.com/products/27w-power-supply/ > > PD wird hier verwendet, um zu signalisieren, daß dieses Netzteil 5 A > liefern kann. Das kann nicht nur 5.1V, 5A, Beschreibung und Datenblatt nennen auch 9V, 3A, 12V, 2,25A und 15V, 1,8A.
Danke für die Infos, wir benötigen aber genau das Gegenstück DC Input und USB-C Output mit fest einstellbaren Spannungen
Stefan K. schrieb: > Das kann nicht nur 5.1V, 5A, Beschreibung und Datenblatt nennen auch 9V, > 3A, 12V, 2,25A und 15V, 1,8A. Oh, das verwundert. Wie dem auch sei, das eingangs erwähnte Nikon-Netzteil liefert tatsächlich nur 5 V - so ein Ding lag meiner Z7 II bei, ein selten unförmiges Teil.
Harald K. schrieb: > Hier wird ein Selbstbauprojekt für einen USB-PD-Tester beschrieben: > https://github.com/wagiminator/CH32X035-USB-PD-Tester Das Ding müsste jetzt noch eine Schnittstelle haben, mit der es einem Netzteil die einzustellende Spannung und Strom mitteilen kann und man hätte einen fertigen USB PD Source Tester.
Elektor beschreibt gerade auch sowas (kostet aber): https://www.elektormagazine.de/magazine/elektor-462/64501 Kleine Adapter gibts z.B. auch von https://b2b.4smarts.eu/Netzladegeraet-PDPlug-Slim-30W-GaN-1C-weiss https://www.pearl.de/a-ZX3667-1421.shtml https://b2b.4smarts.eu/Netzladegeraet-PDPlug-Slim-Dual-65W-GaN-2C-weiss
Michael Z. schrieb: > Danke für die Infos, > wir benötigen aber genau das Gegenstück DC Input und USB-C Output mit > fest einstellbaren Spannungen Das wäre weder zulässig noch sinnvoll, denn Euer Gerät erwartet so lange 5 V, bis es das Netzteil auffordert, etwas anderes zu liefern. Euer Gerät fordert die Spannung beim Netzteil an. D.h. Dein SW-Kollege könnte Dir eine Test-Firmware schreiben, bei der Du über Knopfdruck auswählen kannst, welches Profil benutzt werden soll. Wahrscheinlich hat er es so programmiert, dass immer die höchste vorhandene Spannung genommen wird. D.h. wenn Du ein Netzteil anschließt, das 20 V kann, dann startet Euer Gerät mit 5 V und schaltet dann auf 20 V um. Das kann man einfach messen, alternativ kann man den PD-Handshake mit einem USB-C-Tester beobachten. Wenn das mit 20 V klappt, besorgst Du Dir ein Netzteil, das nur bis 15 V geht. Dann sollte Euer Gerät mit 5 V starten und dann auf 15 V umschalten. Der Test mit 5 V only ist trivial, da passiert genau gar nichts.
Ulrich P. schrieb: > Das Ding müsste jetzt noch eine Schnittstelle haben, mit der es einem > Netzteil die einzustellende Spannung und Strom mitteilen kann und man > hätte einen fertigen USB PD Source Tester. Des Programmierens befähigte könnten so etwas hinbekommen.
Soul E. schrieb: > Der Test mit 5 V only ist trivial, da passiert genau gar nichts. Wenn du mehr als 500mA haben willst, brauchst du u.U. auch fuer 5V erst einen PD-Contract (je nachdem, welche CC-Widerstaende die Source hat).
Hallo, es gibt Universal-Netzteile, die verschiedene Stecker (Adapter) dabeihaben, darunter auch USB-C. Ich hab z.B. das goobay Universal-Netzteil, 36 Watt. Die Spannung kann man am Gerät auf 5 V oder 6 V oder 7,5 V oder 9 V oder 12 V oder 13,5 V oder 15 V stellen. Der maximale Strom ist immer 2,4 A. Das könnte helfen. MfG egonotto
Ich glaube es ist immer noch nicht allen klar, was der TO sucht. Sie haben eine USB-C Sink, die an beliebige USB-C Sources (Netzteile) angeschlossen werden kann. Nun wollen sie sicherstellen, dass das Gerät auch an allen Netzteilen funktioniert und immer das optimalste verfügbare Profil angewählt wird. Wer hier mal schaut https://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1809251.htm der sieht dass es eine Menge USB-PD Profile gibt und nicht jeder unterstützt alles. Ich habe mehrere USB-C Steckernetzteile, die können "nur" 5V, 15V, 20V. 9V und 12V können sie nicht. Es gibt von yzx Studio und Fnirsi und anderen Chinesen eine Vielzahl von USB-PD Monitor Zwischenstecker, teils mit BlueTooth, um diese PD Verhandlungen und anschließende Spannung und Stromaufnahme zu messen und zu protokollieren. Beispiel: "FNIRSI-FNB58 USB-Tester" Das würde dem TO aber nicht abnehmen, eine Menge verschieden guter und schlechter USB-Netzteile zu kaufen und jedes einzeln über so einen PD Logger an seinem Gerät zu testen. Am einfachsten wäre es, wenn es ein USB-C Netzteil gäbe, das man in der Anzahl und Reihenfolge der unterstützten USB-PD Profile einstellen kann, aber das auch die vielen "Varianten" und Eigenbrödeleien von Samsung, Huawei und anderen nachbilden kann. Eine Änderung der Software für den Test würde ja die Test-Software testen, nicht die Zielsoftware. Eine Aussage ist aber richtig, USB-PD startet immer bei 5V. Alles Andere, auch der Strom, müssen dann ausgehandelt werden.
Wenn sich wirklich nichts findest, dann wird der TO selber bauen müssen. Soll schon mal vorkommen. > der sieht dass es eine Menge USB-PD Profile gibt Ja, und ich würde erst mal katalogisieren was davon gebraucht wird. Alles sicher nicht. > und nicht jeder unterstützt alles. Eben. Was das ominöse Gerät nicht anfragen kann muss das gesuchte NT auch nicht liefern können. Wenn klar ist was das Gerät anfragen kann würde ich noch mal in mich gehen und überlegen ob wirklich jede Kombination die das Gerät anfragen kann getestet werden muss. Mit der Liste was getestet werden soll würde ich vorhandenen Netzteile aus der Kramschublade probieren. Vielleicht noch eine Handvoll NTs aus mehr oder weniger dubiosen Quellen kaufen. Für das was die nicht abdeckt würde ich mich auf die Suche nach programmierbaren PD Controllern zum Bau eines programmierbaren Netzteiles begeben. Zum Beispiel FUSB302T (Nur ein Beispiel. Meine Glaskugel zeigt nicht ob ausgerechnet dieser Controller, wenn er als Source arbeitet, genau so programmiert werden kann wie der TO es für seine Tests braucht) Notfalls müssen halt mehrere NTs mit unterschiedlichen Controllern und Software gebaut werden.
Gut zusammengefasst. Dem Threadstarter würde ein Selbstbau-PD-Netzteil helfen, bei dem die Firmware angepasst werden kann, d.h. das jeweils zur Anwendung kommende und den Verbrauchern angebotene PD-Profil individuell konfigurierbar ist. Das Netzteil selbst muss natürlich in der Lage sein, alle die dann eingestellten Betriebsfälle auch wirklich anzubieten, aber das dürfte klar sein. Möglicherweise lässt sich auf Grundlage eines Bausteins wie des TPS25772 (https://www.ti.com/lit/ds/symlink/tps25772-q1.pdf) etwas derartiges konstruieren. Hierfür gibt es auch ein Evaluation Board, dessen Dokumentation weitere Aufschlüsse bieten sollte, ob der Chip, dessen Datenblatt und Beschreibung ich eher überflogen denn sehr ausführlich studiert habe, sich tatsächlich für die Anwendung eignet. Immerhin gibt es da sogar ein GUI-Tool zur Konfiguration irgendwelcher Parameter.
Ulrich P. schrieb: > Ich glaube es ist immer noch nicht allen klar, was der TO sucht. Du betreibst aber auch nur Kaffeesatzleserei. > Sie haben eine USB-C Sink, die an beliebige USB-C Sources (Netzteile) > angeschlossen werden kann. Nun wollen sie sicherstellen, dass das Gerät > auch an allen Netzteilen funktioniert und immer das optimalste > verfügbare Profil angewählt wird. Warum? Reicht denn nicht ein passendes Profil? Das wäre IMHO eines, das die Mindestspannung für den/die internen Schaltregler liefert und insgesamt genug Leistung. Das kann man problemlos in den µC programmieren, der die PD-Verhandlungen führt. Der nimmt dann bspw. das erste passende Profil. Oder blinkert böse mit einer roten LED wenn kein passendes Profil dabei war. An allen Netzteilen kann es nur dann funktionieren, wenn es mit dem Minimum (5V, 500mA) auskommt. Dann erübrigt sich eigentlich jeder Test. BTW, "optimal" kann man nicht steigern. > ... es eine Menge USB-PD Profile gibt und nicht jeder > unterstützt alles. Ich habe mehrere USB-C Steckernetzteile, die können > "nur" 5V, 15V, 20V. 9V und 12V können sie nicht. Ja. Eben. Es gibt unendlich (ok, sehr) viele Kombinationen von Profilen die ein Netzteil anbieten kann. Und auch noch mehrere Versionen des USB-PD Standards. Warum sollte man die alle abtesten? Zumal "optimal" ja vieles bedeuten kann. Bester Wirkungsgrad der Schaltregler im Gerät? Oder bester Gesamtwirkungsgrad am Netz? Woher kennt man den Wirkungsgrad des Netzteils bei verschiedenen Ausgangsspannungen? Das ist doch alles Humbug. Im Zweifelsfall will man, daß das Gerät funktioniert. Und dann ist es egal, wie viele weitere passende PD Profile das Netzteil anbietet.
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Harald K. schrieb: > Hierfür gibt es auch ein Evaluation Board, dessen Dokumentation weitere > Aufschlüsse bieten sollte, Guter Hinweis. Für den von mir rein zufällig gezogenen FUSB302T gibt es auch ein Eval-Board FUSB302TGEVB https://www.onsemi.com/design/evaluation-board/FUSB302TGEVB Da muss sich der TO halt hin setzen und schauen welcher Controller mit oder ohne Eval-Board für seine - uns im Detail unbekannten - Anforderungen passt.
Axel S. schrieb: > BTW, "optimal" kann man nicht steigern. Trump kann das. Ansonsten hast Du, in Bezug auf den Overengineering-Verdacht, durchaus recht.
Michael Z. schrieb: > Wir wollen prüfen ob die unterschiedlichen Profile korrekt erkannt > werden. Einfach. Dein Sink zieht die CC Leitung runter, die Source liefert 5V damit der Sink mit ihr reden kann. Damit wäre bereits das Kriterium erfüllt, denn 5V MÜSSEN immer gehen. Nun kann der Sink das von Ihm gewünschte Profil anfragen und nur wenn sich Sink und Source einig werden, wird die verhandelte Spannung angelegt. Wenn nicht, fällt es auf 5V zurück Der Sink muss also überhaupt keine Profile erkennen. Er fordert sie an und es gibt keinerlei Verpflichtung irgendwas anderes anzubieten außer 5V. Man kann, muss aber nicht. Ich habe ein USB-PD Netzteil gebaut und kann vermelden das es meines Erachtens völlig unmöglich ist ausversehen eine zu hohe Spannung zu verhandeln. Die Kisten sind derart mit Sicherheit zugenagelt das es eher schwierig ist herauszufinden warum ein Profil nicht zustande kommt. Ich verstehe auch Deine Anforderung nicht. Wenn Du mit 5V und 20V umgehen kannst, kannst du auch mit 9, 12 und 15 und allem dazwischen umgehen. Was soll da erkannt werden? Wenn Du 20V/5A anfordert und nur 3A zur Verfügung stehen scheitert die Verhandlung. Du probiert es also weiter, bis was klappt, dann weist du was geklappt hat. Oder Du liest dir die USB Spec durch und baust das Protokoll auf der CC Leitung nach und hast die volle Kontrolle. Ansonsten benutzt Du einen USB trigger Modul Chip und folgst seinem Datenblatt.
Michael K. schrieb: > Michael Z. schrieb: >> Wir wollen prüfen ob die unterschiedlichen Profile korrekt erkannt >> werden. > Nun kann der Sink das von Ihm gewünschte Profil anfragen und nur wenn > sich Sink und Source einig werden, wird die verhandelte Spannung > angelegt. Und genau das wünscht der TO zu testen. Ob die SW in seinem Sink korrekt anfordert und ob die HW bei allen Profilen sauber arbeitet. Stromverlauf in der Drossel, leitungsgebundene Störaussendung, was man so testet wenn man CE und USB-Logos anbringen will. > Ich habe ein USB-PD Netzteil gebaut und kann vermelden das es meines > Erachtens völlig unmöglich ist ausversehen eine zu hohe Spannung zu > verhandeln. Ein copy&paste-Fehler reicht, und der Pointer zeigt aufs falsche Element. Und schon hat man statt fünf Kartons fünf Waggons Schuhcreme bestellt. Ich würde das vor Auslieferung schon testen. > Wenn Du mit 5V und 20V umgehen kannst, kannst du auch mit 9, 12 und 15 > und allem dazwischen umgehen. Das ist wohl wahr. Und auch diese Profile sollte man durchtesten und schauen was die Buck-Converter im frisch entwickelten Sink draus machen.
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Michael K. schrieb: > Nun kann der Sink das von Ihm gewünschte Profil anfragen und nur wenn > sich Sink und Source einig werden, wird die verhandelte Spannung > angelegt. > Wenn nicht, fällt es auf 5V zurück Und genau das will der TE doch testen. > Der Sink muss also überhaupt keine Profile erkennen. Er fordert sie an > und es gibt keinerlei Verpflichtung irgendwas anderes anzubieten außer > 5V. > Man kann, muss aber nicht. > > Ich habe ein USB-PD Netzteil gebaut und kann vermelden das es meines > Erachtens völlig unmöglich ist ausversehen eine zu hohe Spannung zu > verhandeln. Offenbar hast Du noch nie ernsthaft Geräte mit Kommunikationsprotokollen entwickelt. Sonst wüsstest Du, was dort sinnvollerweise per Protokolltester, aber auch durch Interoperabilitätstests mit schon auf dem Markt verfügbaren Produkten systematisch durchgetestet wird. Ich entsinne mich noch genau an die damalige(zm) GSM-Protokollstackentwicklung. Die Hälfte des Codes bestand darin, irgendwelche vom ETSI-Standard abweichenden Fälle auszugleichen.
1 | if (base_station_manufacturer == ERICSSON) {
|
2 | if ((base_station_model == 123) && (base_station_firmware <= 456)) {
|
3 | bitmask = 0x10; |
4 | } else {
|
5 | bitmask = 0x30; |
6 | } |
7 | } else {
|
8 | bitmask = 0x08; |
9 | } |
Die GSM-Telefone ließen sich für Testzwecke zwischen zwei Betriebsarten umschalten, d.h. dem strikt ETSI-konformen Modus, der fehlerfrei mit den offizielen Testsuiten lief und Bestandteil des Zulassungsverfahren war, und dem Normalmodus, der die ganzen Sonderlocken für die zig verschiedenen Firmwarestände der Basisstationen und (ausländischen) Mobilfunknetze enthielt. Zum Vergleich schauten wir uns mit den Protokolltestern auch Nokia-Mobiltelefone an. Diese waren damals(tm) dafür bekannt, sehr gut in allen möglichen Netzen zu funktionieren. Das lag (entgegen der landläufigen Vermutung) nicht etwa an einem überlegenen HF-Teil, sondern an deren Workarounds für Basisstationen. Das lässt sich auch auf die aktuelle Situation übertragen, wenngleich ein PD-Stack natürlich bei weitem nicht so komplex wie ein Mobilfunkprotokollstack ist. Wenn das eigene Gerät z.B. verschiedene Leistungsmerkmale bzw. Funktionen nur bereitstellen soll, wenn ein hinreichend leistungsstarkes PD-Profile ausgehandelt und vereinbart wurde, dann muss dies natürlich auch getestet werden. Und damit benötigt man eben PD-Quellen, die sich passend konfigurieren lassen.
Soul E. schrieb: > Ein copy&paste-Fehler reicht, und der Pointer zeigt aufs falsche > Element. Und schon hat man statt fünf Kartons fünf Waggons Schuhcreme > bestellt. Ich würde das vor Auslieferung schon testen. Genau so etwas hatte damals ein Kamerad bei der Bundeswehr erlebt, der in der Logistik arbeitete. Er wollte 500 Blatt Urlaubsanträge bestellen, hatte sich aber vertan, weil er wesentlich ganz VPE bestellte. Ein paar Wochen später rief ein Mitarbeiter der Bundesbahn an, um einen Abholtermin zu vereinbaren und zu erfragen, ob die Bundeswehr ihren eigenen Gabelstapler mitbringt. Allerdings ging es "nur" um 500 Kartons und nicht 500 Waggons. Er erzählte aber auch den gegenteiligen Fall. Er bestellte eine Packung Fotopapier. Stattdessen kam aber ein einzelnes Blatt in einem normalen Briefumschlag, d.h. auch nicht lichtdicht verpackt. Das lag definitiv an dem Volltrottel im Zentrallager. Wahrscheinlich war dann auch der Rest der Packung unbrauchbar geworden.
Andreas S. schrieb: > Und genau das will der TE doch testen. Dann soll er seinen Sink anweisen genau dieses Profil zu fordern und kein anderes. Sofern die Source das kann, wird sie es liefern, vollkommen unerheblich was sie sonst noch kann. V-USB != Zielspannung = Verhandlung hat nicht geklappt. Welchen Teil des Problems verstehe ich nicht? Wenn man das Featureset der Source bestimmen will, STUSB4761 EVM kaufen und mit den STM Tools die Power Profile umstellen. https://www.st.com/en/interfaces-and-transceivers/stusb4761.html#tools-software Andreas S. schrieb: > Sonst wüsstest Du, was dort sinnvollerweise per > Protokolltester Jaja, Du bist der Allergrößte, ich bin es nicht wert Deinen Staub zu fressen. Aber was genau hat das mit der Herangehensweise des TOs zu tun und wie genau passt das zu einer USB Konformen Cert. um hochoffiziell das Logo draufpappen zu können? Nichts? Stimmt, war ja auch nicht seine Frage. Also: Der SINK 'erkennt' keine Profile, er bestimmt sie. Er bekommt was er verlangt WENN die Source das kann. Der TO hat den Sink gebaut. ER bestimmt was der anfordert.
Michael K. schrieb: > Welchen Teil des Problems verstehe ich nicht? 1. Ein größtmögliche Testabdeckung des eigenen Codes. 2. Sicherstellung der Interoperabilität auf marktüblichen Geräten. > Aber was genau hat das mit der Herangehensweise des TOs zu tun und wie > genau passt das zu einer USB Konformen Cert. um hochoffiziell das Logo > draufpappen zu können? > Nichts? Doch. Der Unterschied zwischen spezifikationskonformer Implementierung und Interoperabilität mit marktüblichen Geräten kann größer sein als erwartet. > Also: Der SINK 'erkennt' keine Profile, er bestimmt sie. > Er bekommt was er verlangt WENN die Source das kann. > Der TO hat den Sink gebaut. ER bestimmt was der anfordert. Offenbar gehörst Du zu genau der Kategorie von Entwicklern, deren Arbeitgeber mir dann lukrative Aufträge erteilen. Ich habe schon genug Entwickler erlebt, die ihre Wunschvorstellung als gegeben ansehen und dann nicht in der Lage sind, einzusehen, dass deren Schrottimplementierung davon deutlich abweicht.
Andreas S. schrieb: > die ihre Wunschvorstellung als gegeben ansehen Hast Du eigentlich jemals irgendwas mit USB-PD zu tun gehabt was über das Einstöpseln des Steckers hinausging? Es reicht ein simples Multimeter um herauszufinden ob genau das Spannungsprofil verhandelt wurde. Die Kommunikation auf den CC Pins ist vollständig in der USB Spec beschrieben und wer mag darf sich selbstverständlich mit Protokollanalyzer reinhängen und sich Details ansehen. Deine Ausführungen machen keinen Sinn. Wie eine konfigurierbare PD Quelle aussieht habe ich bereits gepostet. Nur ist das eben EINE Quelle von STM und trifft genau NULL Aussage darüber wie sich alle anderen möglichen Quellen verhalten. Und für den Fall ist es vollkommen unerheblich ob der Sink genau ein profil anfragt oder die Quelle genau ein Profil liefern kann. In beiden Fällen wird die Zielspannung nur eingestellt wenn sich beide einig sind und die ist mit dem Multimeter zu messen.
Michael K. schrieb: > Hast Du eigentlich jemals irgendwas mit USB-PD zu tun gehabt was über > das Einstöpseln des Steckers hinausging? Ja. Ich habe selbst einen USB-PD-Stack für ein Gerät eines sehr renommierten und bekannten deutschen Kunden angepasst und kenne daher einige der Fallstricke zur Genüge. > Es reicht ein simples Multimeter um herauszufinden ob genau das > Spannungsprofil verhandelt wurde. Nein. Damit kann man nur prüfen, ob die ausgehandelte Versorgungsspannung von der Quelle bereitgestellt wird. Nichts anderes. Man sieht mit einem Multimeter nicht, ob: - der korrekte Strom ausgehandelt wurde, - die Priorisierung möglicher Profile korrekt erfolgt ist, - die geräteseitige Firmware bei nicht erfolgreicher Aushandlung dank irgendeines Fehlers (verbogener Zeiger, ungültiger Array-Index) ins Klo greift und falsche Parameter annimmt - sämtliche möglichen zulässigen Profile korrekt an den Rest der Firmware gemeldet und dort ggf. zu den korrekten Aktionen (Sperre/Freigabe von Leistungsmerkmalen) führt > Die Kommunikation auf den CC Pins ist vollständig in der USB Spec > beschrieben und wer mag darf sich selbstverständlich mit > Protokollanalyzer reinhängen und sich Details ansehen. Genau. > Deine Ausführungen machen keinen Sinn. Man merkt, dass Du in Sachen Interoperabilität und Protokollstackimplementierung noch ziemlich unbeleckt bist und nahezu keine Erfahrung hast. Falls Du tatsächlich der Betreiber von Knölke Elektronik sein solltest, wundert mich das doch sehr, denn da hätte ich einen deutlich besseren Überblick vermutet. http://www.knoelke-elektronik.de/
Michael K. schrieb: > Es reicht ein simples Multimeter um herauszufinden ob genau das > Spannungsprofil verhandelt wurde. Der TO hat den Sink gebaut und programmiert. Zu einem vollständigen HW-, SW- und Systemtest gehört schon ein bisschen mehr als nur mit dem Multimeter schauen ob Spannung anliegt. > Die Kommunikation auf den CC Pins ist vollständig in der USB Spec > beschrieben und wer mag darf sich selbstverständlich mit > Protokollanalyzer reinhängen und sich Details ansehen. Die Spec hat er hoffentlich vor der Implementierung gelesen. Und trotzdem kann sein Code Fehler enthalten, weswegen man zweckmäßigerweise vor der Auslieferung testet. Bei unseren Auslandsstandorten in den Niedriglohnländern erlebe ich regelmäßig, dass die irgendwas nach Pflichtenheft implementieren und dann noch nicht einmal testen ob der Code überhaupt kompiliert. Soll sich doch der Integrator damit rumärgern, Ticket geschlossen. Ich finde es gut, dass der TO es besser machen will.
Soul E. schrieb: > Zu einem vollständigen HW-, > SW- und Systemtest Ohne Frage. Nur hat das eben überhaupt nichts mit der Frage des TO zu tun und bewegt sich auf einem völlig anderen Level, der weit über das hinausgeht was hier teilweise vorgeschlagen wurde und eher der Selbstdarstellung dient als einem praktikablen Vorgehen. Soul E. schrieb: > Ich finde > es gut, dass der TO es besser machen will. Und das alles liest Du aus der Frage des TO heraus? Michael Z. schrieb: > Wie kann man die unterschiedlichen Profile Testen und testen, ob sie > funktionieren? In unserem Fall soll das Gerät mit 5, 15 und 20V versorgt > werden können. Wir haben schon nach USB C Steckernetzteilen gesucht, die > nur eine Spannung Ausgeben können aber keine gefunden. Der TO ist auf dem niedrigsten Level der 'geht oder geht nicht' Tests. Und da reicht eben ein Multimeter und ein SINK der nur das eine Profil verhandelt. Und ja, das reicht völlig aus, wenn man kein offizielles Logo aufkleben will und nicht den globalen Massenmarkt im Sinn hat.
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