Forum: PC Hard- und Software Virtueller PC im Jahr 2026


von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

ich plage mich gerade mit Legacy-Software aus der Windows-7-Ära von 2010 
bis 2015. Laufen tut sie zwar noch größtenteils auch noch unter Windows 
11, aber die Aktivierung bei einer Neuinstallation wird zunehmend 
schwierig bis unmöglich.

Linderung will ich mir hier mit einer virtuellen Maschine schaffen. Die 
ließe sich vernünftig in einer Datensicherung verstauen, und das Problem 
einer eventuellen Neuinstallation bei einem Hardwaredefekt entfiele.

Dummerweise habe ich mich mit dem Thema zum letzten Mal vor mehr als 15 
Jahren auseinandergesetzt. Damals war begann gerade VMWare nicht mehr 
"Das Ding" zu sein und von VirtualBox verdrängt zu werden - 
hauptsächlich aufgrund der Lizenzpolitik. Aber das ist lange her. Für 
die C'T scheint Hyper-V das Maß aller Dinge zu sein - aber darauf 
scheint Windows 7 oder gar Windows XP 32 Bit nicht zu laufen.

Dann kommen noch so Luxuswünsche wie Touchscreen-Emulation mit 
Druckstufen auf...

Lange Rede kurzer Sinn: Ich suche gerade nach einem Start, mich auf der 
Suche nach einem System für die nächsten paar Jahre einzulesen. Google 
ist nämlich dummerweise kaputt.

Viele Grüße

von Hmmm (hmmm)


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VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos.

von Harald K. (kirnbichler)


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VMware Workstation ist seit geraumer Zeit komplett kostenlos, auch für 
den gewerblichen Einsatz.

Und VMware hat 'ne recht gute Treiberunterstützung, Du kannst beliebige 
USB-Devices an die VM durchreichen.

Das ist der ganz entscheidend große Unterschied zu Hyper-V, das kann 
gar kein USB-Passthrough, ist also für viel derartige Anwendungen 
komplett unbrauchbar.

VMware Workstation existiert auch in einer Linux-Version, Du wärest also 
noch nicht mal auf einen Windows-Host angewiesen.

(Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch eine Variante, die unter macOS 
läuft, die heißt dann "Fusion", wird aber mit abnehmender Verbreitung 
von x86-Macs recht ... sinnlos)

von Walter T. (nicolas)


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Harald K. schrieb:
> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough

Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass 
das keine Standardausstattung ist.

Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen.

Harald K. schrieb:
> Linux-Version

Auch das ist ein Punkt, den ich weitläufig vorbereiten will.

Hmmm schrieb:
> VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos.

Da hat sich dann wohl in den letzten Jahren viel getan...



Danke für die Anregungen! Ich werde wohl mal in den nächsten Tagen einen 
echten PC aufsetzen, um die virtuellen Umgebungen testen zu können.

von Achim M. (minifloat)


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Walter T. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough
>
> Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass
> das keine Standardausstattung ist.

VirtualBox kann es auch. Für USB ≥ 2.0 braucht man ein kostenloses 
Add-On.
Ebenso gibt es ein Add-On für Grafikbeschleunigung.

Walter T. schrieb:
> Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen.

Filter im Host setzen und derGerät wird direkt im Gastbetriebssystem 
enumeriert.

Ich hab bisher mit VirtualBox nur gute Erfahrungen, selbst für 
Retro-Gaming war es brauchbar.

Für Retro-Gaming auf DOS-Emulation und typisches direktes 
Hardwaregefummel gibt es DOSbox.

mfg mf

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Muss das Virtualisierungssystem unter Windows laufen oder geht auch ein 
Linux?

Unter Linux wäre das mit Bordmitteln wie KVM, libvirt und virt-manager 
eine Kleinigkeit. Auch Durchreichen von USB oder PCIe-Geräten.

Ein weiterer Vorteil: in ein paar Jahren wird ein Windows 12 (oder was 
auch immer dann kommt) ein neues Virtualisierungssystem mitbringen bzw. 
erfordern. Vermutlich wird das virtualisierte Windows das anhand von 
irgendwelchen IDs, PCI-ID Kennungen virtueller Hardware oder ähnlichem 
mitbekommen und dann eine Neuaktivierung fordern. War zumindest meine 
Erfahrung in der Vergangenheit das genau sowas passiert. Das ist es aber 
ja was der TO verhindern will.

Das ist unter Linux viel einfacher zu verhindern, denn da hat man 
deutlich mehr Kontrolle über das, was das Qemu dem Gast an IDs und 
virtueller Hardware präsentiert.

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough
>
> Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass
> das keine Standardausstattung ist.

Hyper-V kann PCI-Passthrough, prinzipiell sollte es damit möglich sein, 
eine im PCIe-Slot steckende zusätzliche USB-Karte an eine VM 
durchzureichen.

Das wollte ich nicht unterwähnt lassen.

Walter T. schrieb:
> Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen.

Da gibt es mit Hamrick Vuescan ein (meistens) passendes Wundermittel, 
kostet allerdings auch etwas Geld (für 'nen alten LIDE-Scanner der 
150-Euro-Klasse wird man sich das eher weniger anschaffen als für einen 
ernstgemeinten Scanner mit Durchlichtoption).

von Gerd E. (robberknight)


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Harald K. schrieb:
> Hyper-V kann PCI-Passthrough,

Sicher? Ich dachte das ist mit allerlei Sternchen und Fußnoten 
eingeschränkt. Zumindest braucht man ne Windows Server Lizenz dafür 
soweit ich weiß.

Microsoft nennt das DDA (Discrete Device Assignment).

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Gerd E. schrieb:
> Sicher? Ich dachte das ist mit allerlei Sternchen und Fußnoten
> eingeschränkt.

Ein "Gaming"-Kollege von mir nutzt das (aus welchen Gründen auch immer), 
um seine Graphikkarte an eine VM durchzureichen.

> Zumindest braucht man ne Windows Server Lizenz dafür
> soweit ich weiß.

Das ist natürlich möglich.

Wenn man damit leben kann, den VM-Host gelegentlich neu zu installieren, 
dann gibts das aber auch für lau, in Form der 180-Tage-Testversion des 
Windows Server.

Und wenn man damit leben kann, den etwas älteren 2022 Server zu 
verwenden, dann kann man so eine Installation gute drei Jahre lang 
betreiben; nach Ablauf der 180-Tage-Frist lässt sich diese nämlich mit 
einem "slmgr -rearm" einige Male verlängern.

Beim 2025 Server geht das leider nur einmal.

von Rene K. (xdraconix)


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Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden? 
IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi? Sollte man bedenken! Und man sollte da 
auch daran denken, das dann das Gerät für den Host gesperrt / nicht mehr 
erreichbar ist (Grafikkarten für Grafikbeschleunigung z.b.).

von Harald K. (kirnbichler)


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Rene K. schrieb:
> Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden?
> IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi?

Gibt es PCs, die das nicht können?

Rene K. schrieb:
> Und man sollte da
> auch daran denken, das dann das Gerät für den Host gesperrt / nicht mehr
> erreichbar ist (Grafikkarten für Grafikbeschleunigung z.b.).

Mir ging es hier explizit um USB mit einer dafür eigenen USB-Karte.

Das mit der Graphikkarte erwähnte ich nur als Beispiel für jemanden, der 
Hyper-V mit nicht-Server-Versionen von Windows verwendet. Wozu der das 
braucht, sagt mir nichts, ich bin kein "Gamer".

von Gerd E. (robberknight)


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Rene K. schrieb:
> Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden?
> IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi?

Ja. Vor allem muss die Zuordnung der PCIe-Geräte und -Slots auf dem 
Mainboard zu IOMMU-Gruppen passen. Also es kann immer nur eine 
IOMMU-Gruppe gemeinsam durchgereicht werden. Und nur der 
Mainboardhersteller legt in seinem Design + BIOS-Konfiguration fest was 
welchen IOMMU-Gruppen zugeordnet ist.

Bei Server-Chipsätzen ist das meist kein Problem, bei Desktops+Laptops 
hängt es sehr vom Hersteller ab wie gut das gemacht ist.

Aber dem TO geht es ja eigentlich gar nicht um PCIe-Passthrough, sondern 
um USB-Passthrough. Dort gibt es diese ganzen Einschränkungen nicht, das 
USB-Passthrough muss einfach nur vom jeweiligen Virtualisierungssystem 
unterstützt werden.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gerd E. schrieb:
> Aber dem TO geht es ja eigentlich gar nicht um PCIe-Passthrough, sondern
> um USB-Passthrough.

Richtig. Ich hatte den PCIe-Passthrough mit einer USB-Karte nur als 
Notlösung für Hyper-V erwähnt.

Da VMware Workstation aber problemlos USB-Passthrough beherrscht und 
ohne Lizenztricks zu verwenden ist, und obendrein darunter auch 
deutlich mehr Betriebssysteme nutzbar sind als unter Hyper-V ...

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Hmmm schrieb:

> VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos.

Hmm...

Derzeit würde ich definitiv von VirtualBox abraten, wenn folgende 
Randbedingungen zutreffen:

1) Host Chipset (also incl. Grafik) Intel
2) Host OS Windows11
3) Guest OS aktuelles Debian (oder auch Derivate wie Ubuntu oder Mint)

Aber der TO wollte ja nur Windows7 als Gast, das sollte tatsächlich 
unproblematisch funktionieren.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Ob S. schrieb:
> 1) Host Chipset (also incl. Grafik) Intel

Funktioniert prima (unter Linux Mint). Oder war das speziell für Win 
Host gemeint? Oder nur für alle 3 Bedingungen gleichzeitig?

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Ob S. schrieb:
> Derzeit würde ich definitiv von VirtualBox abraten, wenn folgende
> Randbedingungen zutreffen:

Das ist als UND-Verknüfung gedacht, oder? Die Kombination Windows 11 und 
Intel-Chipsatz dürfte ja extrem verbreitet sein.

Gerd E. schrieb:
> Muss das Virtualisierungssystem unter Windows laufen oder geht auch ein
> Linux?

Optimal wäre natürlich beides. Ich sehe die Virtualisierung dieser 
Legacy-Software als ersten Schritt in die Richtung an, die Chance zu 
haben, auf Linux zu migrieren.

Für fast alle anderen Anwendungen habe ich mittlerweile Software für 
beide Betriebssysteme. Nur die obengenannte Legacy-Software nagelt mich 
immer noch an Windows.

Harald K. schrieb:
> Da VMware Workstation aber problemlos USB-Passthrough beherrscht und
> ohne Lizenztricks zu verwenden ist

Wenn VMware wieder lizenztechnisch als unkritisch angesehen wird, ist 
das natürlich erste Wahl - hauptsächlich deshalb, weil ich gerade die 
vage Hoffnung habe, dass die VMware-Kopie meines Arbeits-PCs von 2014 
noch existiert und noch lauffähig ist. Dann hätte ich fast gar keine 
Installations-Arbeit mehr.

Harald K. schrieb:
> (für 'nen alten LIDE-Scanner der
> 150-Euro-Klasse wird man sich das eher weniger anschaffen als für einen
> ernstgemeinten Scanner mit Durchlichtoption).

Denk eher Richtung Scanner mit hochwertigen Einzug- oder 
Umblättereinrichtungen.

Die PCIe-Passthrough-Geschichten sind für mich nicht von praktischer 
Bedeutung, weil ich keinen "großen" PC mehr habe. Für diejenigen, die 
das gebrauchen können, klingt das natürlich nach einem Schatz. Ich denke 
da gerade an alte Meß-, Steuer- oder Soundkarten.

: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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Gerd E. schrieb:
> Unter Linux wäre das mit Bordmitteln wie KVM, libvirt und virt-manager
> eine Kleinigkeit. Auch Durchreichen von USB oder PCIe-Geräten.

Nur so als Randnotiz:
Es gibt ein KVM-Backend für VirtualBox, wenn man sich nicht von der 
VirtualBox-UI und Tools trennen mag, aber trotzdem KVM verwenden möchte 
(oder muss, weil das vboxdrv-Kernelmodul Probleme macht).

von Rbx (rcx)


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Walter T. schrieb:
> Lange Rede kurzer Sinn: Ich suche gerade nach einem Start, mich auf der
> Suche nach einem System für die nächsten paar Jahre einzulesen. Google
> ist nämlich dummerweise kaputt.

Ich hätte ja auch VMWare Workstation 
empfohlen(https://www.dell.com/support/contents/de-de/videos/videoplayer/erstellen-einer-virtuellen-maschine-in-vmware-workstation-pro/1700108455885340472) 
- Wenn du allerdings dabei bist, könntest du dir auch mal kvm, xen oder 
bochs(https://bochs.sourceforge.io/) oder Hercules, den 
Mainframe-Emulator ansehen.

Welche Plattform brauchst du bzw. die Legacy-Software denn? 32/16 oder 
64/32?
Mit welchem Prozessor läuft dein OS zum Emulieren?

Letztlich könnte man sich noch über Container oder Managementlösungen 
(sowas wie Red Hats OpenShift) unterhalten - wäre dann aber wohl mit 
Kanonen auf Spatzen zu schießen. Nichtsdestotrotz..

von Harald K. (kirnbichler)


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Rbx schrieb:
> Mit welchem Prozessor läuft dein OS zum Emulieren?

Er will Windows virtualisieren.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Walter T. schrieb:
> Wenn VMware wieder lizenztechnisch als unkritisch angesehen wird, ist
> das natürlich erste Wahl

Aktuell ist es das auf jeden Fall.  Nach der Übernahme von VMware durch 
Broadcom wollen die ihre Brötchen mit großen Installationen verdienen. 
Mit den Peanuts von Workstation/Fusion wollen sie sich da nicht mehr 
abgeben.  Da besteht nur das Risiko, dass sie den Teil für ein paar 
Piepen an irgendjemand anders abstoßen, der dann wieder glaubt, er hätte 
eine Goldgrube …

Allerdings: mit ihrer Preispolitik bei den großen Lösungen haben sie 
wohl schon den einen oder anderen verprellt.  Auch da könnte also 
durchaus das Risiko bestehen, dass das in einer Sackgasse endet und 
Broadcom das irgendwann alles wieder abstößt …

Inwiefern allerdings das nun bei VirtualBox und Oracle besser ist, ist 
aber die andere Frage: all den interessanteren Kram dort (beginnend bei 
steinzeitlichem USB 2.0) haben sie auch bloß nie mehr Opensource gemacht 
und vertreiben das nur binär als proprietäres Plugin.

Einzig wirklich mieser Punkt bei VMware und Broadcom ist, dass sie einem 
nichtmal mehr die Updates innerhalb des Produkts einfach so geben, 
sondern man muss sich dort einen Account machen und das Zeug aktiv 
runterladen.  Es gibt Berichte, dass bei einigen Leuten die Überprüfung 
des Accounts nie beendet wird … probier's einfach aus.  Wenn du den 
Account aktiv bekommen hast, sollte das Problem zumindest grundsätzlich 
gelöst sein (auch, wenn es mir schon mehrmals danach passiert ist, dass 
angeblich mein Passwort inkorrekt sei, und ich jedesmal über "Passwort 
vergessen" gehen musste – vielleicht wollen sie ja auf diese Weise 
sicherstellen, dass die registrierte Mailadresse noch stimmt).

: Bearbeitet durch Moderator
von Harald K. (kirnbichler)


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Jörg W. schrieb:
> Einzig wirklich mieser Punkt bei VMware und Broadcom ist, dass sie einem
> nichtmal mehr die Updates innerhalb des Produkts einfach so geben,
> sondern man muss sich dort einen Account machen und das Zeug aktiv
> runterladen.

Ja, dieser Accountscheiß ist wirklich ärgerlich.

Was aber auch funktioniert, ist dieser Softwarehändler:

https://winningpc.com/store/vmware-coupon-code/

Der wirkt nicht wirklich vertrauenserweckend, nirgendwo wird erwähnt, wo 
überhaupt diese Firma sitzt, oder wer dahintersteckt ...

Aber:
Die dort ohne Account herunterladbaren VMware-Varianten haben jedenfalls 
in den letzten knapp anderthalb Jahren immer die gleichen 
SHA2-Signaturen wie die "Originale" bei Broadcom gehabt.

Ich hab' das ein paar Mal (seit Version 17.3.0) stichprobenartig 
vergleichen; netterweise listet die Webseite die SHA2-Signaturen auch 
gleich auf. Ärgerlicherweise kommt man auf der Broadcom-Seite selbst an 
die Signaturen nur mit einem Account 'ran.


Ich kann natürlich nicht ansatzweise dafür garantieren, daß "winningpc" 
nicht irgendwann die Gelegenheit nutzt, einem irgendwelche 
"interessanten" Dinge unterzujubeln.

von Walter T. (nicolas)


Angehängte Dateien:

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Ich habe gerade die Befürchtung, dass mein Vorhaben nicht funktionieren 
wird.

Die CPU wird ja von der VMWare direkt durchgereicht, d.h. installierte 
Programme merken, wenn der Host-PC gewechselt wird.

Gegen abgeschaltete Aktivierungsserver nützt die Virtualisierung also 
nichts.

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Walter T. schrieb:
> Die CPU wird ja von der VMWare direkt durchgereicht, d.h. installierte
> Programme merken, wenn der Host-PC gewechselt wird.
>
> Gegen abgeschaltete Aktivierungsserver nützt die Virtualisierung also
> nichts.

Bei KVM/Qemu unter Linux kannst Du die CPUID, die dem Gast vorgegaukelt 
wird, einstellen.

von Walter T. (nicolas)


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Das scheint unter VMware auch zu gehen.

Wie sollte sich ja herausfinden lassen. Ich bin im Moment noch am 
Anfang. Ich habe alte Windows-VMWare gefunden. Damals habe ich aber nur 
mein Entwicklungssystem gesichert - nicht die Adobe-Software, um die es 
jetzt geht. Die war ja damals schließlich nagelneu.

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Walter T. schrieb:

> Das ist als UND-Verknüfung gedacht, oder?

Ja klar. Das geht zwar indirekt auch aus dem Nachsatz zum Thema Windows7 
hervor, aber wäre schon besser gewesen, wenn ich es explizit und 
unmißverständlich hingeschrieben hätte.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Walter T. schrieb:

> Ich habe gerade die Befürchtung, dass mein Vorhaben nicht funktionieren
> wird.
>
> Die CPU wird ja von der VMWare direkt durchgereicht, d.h. installierte
> Programme merken, wenn der Host-PC gewechselt wird.

Ja, klar. Das geht sogar noch sehr viel weiter. Schon der Umzug von 
einem physischen PC in eine VM wird üblicherweise den Zwang zur 
Neuaktivierung auslösen, selbst wenn diese VM dann auch wieder nur auf 
dem ursprünglichen PC ausgeführt wird.

> Gegen abgeschaltete Aktivierungsserver nützt die Virtualisierung also
> nichts.

Tja, MS hat im Zuge der endgültigen Abschaffung der telefonischen 
Aktivierungen wohl etliche eher historische Aktivierungsserver wieder in 
Betrieb genommen.

Über die genaue Situation bin ich allerdings nicht informiert, weil bei 
uns derzeit kein akuter Bedarf für die Neuaktivierung von VMs vorliegt. 
Erst wenn der wieder entsteht, werde ich Zeit dafür aufwenden dürfen, 
mich damit zu beschäftigen. Ich freue mich schon darauf... Nicht 
wirklich, nein.

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> nicht die Adobe-Software, um die es
> jetzt geht. Die war ja damals schließlich nagelneu.

Sollte das zufälligerweise CS2 sein - das lässt sich auch ohne 
Aktivierung betreiben; Adobe hat da vor einiger Zeit mal Installer und 
Lizenzschlüssel "geleakt", die das Problem beheben. Aus dem Paket 
funktionieren mindestens Illustrator und Photoshop auch unter Windows 10 
(btdt).

von Walter T. (nicolas)


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Ich finde das absolut okay, mich beim Aufsetzen der virtuellen Maschine 
ein letztes Mal durch die Aktivierung zu quälen - wenn es danach 
dauerhaft funktioniert.

Den Nachmittag habe ich damit verbracht, ein möglichst kompaktes Windows 
7 zu erzeugen. Etliche Programme starten lustigerweise deutlich 
schneller auf der virtuellen Maschine als auf der echten.

TurboCAD 15 beispielsweise ist selbst dann auf der virtuellen Maschine 
schneller als nativ unter Windows 11 gestartet, wenn die VMware erst 
gestartet werden muss. Genauso CorelDraw X4 auf der VMWare vs. CorelDraw 
X6 nativ.

Die Endgegner von Adobe (Lightroom, Photoshop, Premiere) stehen aber 
noch aus.

: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Walter T. schrieb:
> Ich finde das absolut okay, mich beim Aufsetzen der virtuellen Maschine
> ein letztes Mal durch die Aktivierung zu quälen - wenn es danach
> dauerhaft funktioniert.

Wenn Du noch eine alte Kiste mit Win7-OEM-Lizenz hast, kannst Du auch 
die SLIC-Aktivierung davon in die VM mitnehmen, zumindest mit VirtualBox 
klappt das.

von Walter T. (nicolas)


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Es geht nicht um die Aktivierung von Windows. Für Windows 7 habe ich 
noch eine lebenslängliche MSDNAA-Lizenz.

Aber danke, dass Du mich daran erinnerst.

Das Aktivierungsproblem liegt bei Adobe.

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Walter T. schrieb:

> Das Aktivierungsproblem liegt bei Adobe.

Nicht wirklich. Das liegt bei dir. Adobe wird sich darauf zurückziehen, 
dass das Programm auf der ursprünglichen Maschine läuft. Denn mehr haben 
sie in ihren Nutzungsbestimmungen auch nicht zugesichert.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Ob S. schrieb:
> Walter T. schrieb:
>
>> Das Aktivierungsproblem liegt bei Adobe.
>
> Nicht wirklich. Das liegt bei dir. Adobe wird sich darauf zurückziehen,
> dass das Programm auf der ursprünglichen Maschine läuft. Denn mehr haben
> sie in ihren Nutzungsbestimmungen auch nicht zugesichert.

Fast vergessen: Falls es zum Rechtsstreit kommt, ist es ziemlich 
kontraproduktiv, die ursprüngliche Maschine noch lauffähig zu 
besitzen...

von Walter T. (nicolas)


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Ob S. schrieb:
> Adobe wird sich darauf zurückziehen,

Adobe wird sich darauf zurückziehen, dass man einer Software, die 2014 
mal 180 Euro gekostet hat, keine Anwaltskosten für den zigfachen Preis 
hinterherwerfen wird.

Praktisch bedeutete das für mich also lediglich, dass die Ära Adobe für 
mich ein paar Jahre früher zuende ginge.

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Walter T. schrieb:

> Adobe wird sich darauf zurückziehen, dass man einer Software, die 2014
> mal 180 Euro gekostet hat, keine Anwaltskosten für den zigfachen Preis
> hinterherwerfen wird.

Bei den Anbietern rechnet sich das anders. Klar, die einzelne Lizenz hat 
vielleicht nur 180€ gekostet. Aber: die Software wurde einige 100000mal 
verkauft. Schon 180*100000 sind 18Millionen. Da werden bei Adobe schon 
die höheren Chargen der Rechtsabteilung mit beschäftigt werden.

Zumal es für Adobe ja vor allem darum geht, was neues (zu sehr viel 
höheren Preisen) zu verkaufen und den Anreiz dazu zu verstärken. Das 
sind dann schon noch etliche Millionen mehr, um die es geht. Du kannst 
dich darauf verlassen, dass hier alles an juristischer Kompetenz 
aufgeboten wird, was die Firma hat.

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> Die Endgegner von Adobe (Lightroom, Photoshop, Premiere) stehen aber
> noch aus.

Welche Versionen?


Ob S. schrieb:
> Zumal es für Adobe ja vor allem darum geht, was neues (zu sehr viel
> höheren Preisen) zu verkaufen

Adobe verkauft gar nichts mehr, die machen nur noch Abo. Denn erst 
damit druckt man richtig Geld.

Lightroom & Photoshop gibts im Bündel, aber haben kürzlich den Preis 
verdoppelt (jetzt 24 Euro/Monat, statt früher nur etwa 12).

CS2 erschien 2005; gegen 2013 wurden die "Aktivierungsserver" dafür 
abgeschaltet. Adobe veröffentlichte damals Lizenzschlüssel, die ohne 
Aktivierung nutzbar sind.

https://www.heise.de/news/Adobe-verschenkt-die-Creative-Suite-2-1778465.html

Die dort verlinkte Downloadseite allerdings ist natürlich 
zwischenzeitlich ersetzt worden.

von Walter T. (nicolas)


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Harald K. schrieb:
> Welche Versionen?

Jeweils die letzten Kaufversionen, also von 2016.

von Richie (mikro123)


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Εrnst B. schrieb:
> Nur so als Randnotiz:
> Es gibt ein KVM-Backend für VirtualBox, wenn man sich nicht von der
> VirtualBox-UI und Tools trennen mag, aber trotzdem KVM verwenden möchte
> (oder muss, weil das vboxdrv-Kernelmodul Probleme macht).

Na das KVM Gebastel für Virtualbox ist was Externes.

Oracle fängt erst gerade an, das Ganze auf KVM zum Laufen zu bringen:
https://github.com/VirtualBox/virtualbox/issues/2#issuecomment-3848644498

VMWare war da schon schneller:
https://lore.kernel.org/lkml/20250422161304.579394-1-zack.rusin@broadcom.com/

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