Hallo zusammen, ich plage mich gerade mit Legacy-Software aus der Windows-7-Ära von 2010 bis 2015. Laufen tut sie zwar noch größtenteils auch noch unter Windows 11, aber die Aktivierung bei einer Neuinstallation wird zunehmend schwierig bis unmöglich. Linderung will ich mir hier mit einer virtuellen Maschine schaffen. Die ließe sich vernünftig in einer Datensicherung verstauen, und das Problem einer eventuellen Neuinstallation bei einem Hardwaredefekt entfiele. Dummerweise habe ich mich mit dem Thema zum letzten Mal vor mehr als 15 Jahren auseinandergesetzt. Damals war begann gerade VMWare nicht mehr "Das Ding" zu sein und von VirtualBox verdrängt zu werden - hauptsächlich aufgrund der Lizenzpolitik. Aber das ist lange her. Für die C'T scheint Hyper-V das Maß aller Dinge zu sein - aber darauf scheint Windows 7 oder gar Windows XP 32 Bit nicht zu laufen. Dann kommen noch so Luxuswünsche wie Touchscreen-Emulation mit Druckstufen auf... Lange Rede kurzer Sinn: Ich suche gerade nach einem Start, mich auf der Suche nach einem System für die nächsten paar Jahre einzulesen. Google ist nämlich dummerweise kaputt. Viele Grüße
VMware Workstation ist seit geraumer Zeit komplett kostenlos, auch für den gewerblichen Einsatz. Und VMware hat 'ne recht gute Treiberunterstützung, Du kannst beliebige USB-Devices an die VM durchreichen. Das ist der ganz entscheidend große Unterschied zu Hyper-V, das kann gar kein USB-Passthrough, ist also für viel derartige Anwendungen komplett unbrauchbar. VMware Workstation existiert auch in einer Linux-Version, Du wärest also noch nicht mal auf einen Windows-Host angewiesen. (Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch eine Variante, die unter macOS läuft, die heißt dann "Fusion", wird aber mit abnehmender Verbreitung von x86-Macs recht ... sinnlos)
Harald K. schrieb: > Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass das keine Standardausstattung ist. Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen. Harald K. schrieb: > Linux-Version Auch das ist ein Punkt, den ich weitläufig vorbereiten will. Hmmm schrieb: > VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos. Da hat sich dann wohl in den letzten Jahren viel getan... Danke für die Anregungen! Ich werde wohl mal in den nächsten Tagen einen echten PC aufsetzen, um die virtuellen Umgebungen testen zu können.
Walter T. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough > > Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass > das keine Standardausstattung ist. VirtualBox kann es auch. Für USB ≥ 2.0 braucht man ein kostenloses Add-On. Ebenso gibt es ein Add-On für Grafikbeschleunigung. Walter T. schrieb: > Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen. Filter im Host setzen und derGerät wird direkt im Gastbetriebssystem enumeriert. Ich hab bisher mit VirtualBox nur gute Erfahrungen, selbst für Retro-Gaming war es brauchbar. Für Retro-Gaming auf DOS-Emulation und typisches direktes Hardwaregefummel gibt es DOSbox. mfg mf
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Muss das Virtualisierungssystem unter Windows laufen oder geht auch ein Linux? Unter Linux wäre das mit Bordmitteln wie KVM, libvirt und virt-manager eine Kleinigkeit. Auch Durchreichen von USB oder PCIe-Geräten. Ein weiterer Vorteil: in ein paar Jahren wird ein Windows 12 (oder was auch immer dann kommt) ein neues Virtualisierungssystem mitbringen bzw. erfordern. Vermutlich wird das virtualisierte Windows das anhand von irgendwelchen IDs, PCI-ID Kennungen virtueller Hardware oder ähnlichem mitbekommen und dann eine Neuaktivierung fordern. War zumindest meine Erfahrung in der Vergangenheit das genau sowas passiert. Das ist es aber ja was der TO verhindern will. Das ist unter Linux viel einfacher zu verhindern, denn da hat man deutlich mehr Kontrolle über das, was das Qemu dem Gast an IDs und virtueller Hardware präsentiert.
Walter T. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough > > Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass > das keine Standardausstattung ist. Hyper-V kann PCI-Passthrough, prinzipiell sollte es damit möglich sein, eine im PCIe-Slot steckende zusätzliche USB-Karte an eine VM durchzureichen. Das wollte ich nicht unterwähnt lassen. Walter T. schrieb: > Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen. Da gibt es mit Hamrick Vuescan ein (meistens) passendes Wundermittel, kostet allerdings auch etwas Geld (für 'nen alten LIDE-Scanner der 150-Euro-Klasse wird man sich das eher weniger anschaffen als für einen ernstgemeinten Scanner mit Durchlichtoption).
Harald K. schrieb: > Hyper-V kann PCI-Passthrough, Sicher? Ich dachte das ist mit allerlei Sternchen und Fußnoten eingeschränkt. Zumindest braucht man ne Windows Server Lizenz dafür soweit ich weiß. Microsoft nennt das DDA (Discrete Device Assignment).
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Gerd E. schrieb: > Sicher? Ich dachte das ist mit allerlei Sternchen und Fußnoten > eingeschränkt. Ein "Gaming"-Kollege von mir nutzt das (aus welchen Gründen auch immer), um seine Graphikkarte an eine VM durchzureichen. > Zumindest braucht man ne Windows Server Lizenz dafür > soweit ich weiß. Das ist natürlich möglich. Wenn man damit leben kann, den VM-Host gelegentlich neu zu installieren, dann gibts das aber auch für lau, in Form der 180-Tage-Testversion des Windows Server. Und wenn man damit leben kann, den etwas älteren 2022 Server zu verwenden, dann kann man so eine Installation gute drei Jahre lang betreiben; nach Ablauf der 180-Tage-Frist lässt sich diese nämlich mit einem "slmgr -rearm" einige Male verlängern. Beim 2025 Server geht das leider nur einmal.
Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden? IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi? Sollte man bedenken! Und man sollte da auch daran denken, das dann das Gerät für den Host gesperrt / nicht mehr erreichbar ist (Grafikkarten für Grafikbeschleunigung z.b.).
Rene K. schrieb: > Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden? > IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi? Gibt es PCs, die das nicht können? Rene K. schrieb: > Und man sollte da > auch daran denken, das dann das Gerät für den Host gesperrt / nicht mehr > erreichbar ist (Grafikkarten für Grafikbeschleunigung z.b.). Mir ging es hier explizit um USB mit einer dafür eigenen USB-Karte. Das mit der Graphikkarte erwähnte ich nur als Beispiel für jemanden, der Hyper-V mit nicht-Server-Versionen von Windows verwendet. Wozu der das braucht, sagt mir nichts, ich bin kein "Gamer".
Rene K. schrieb: > Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden? > IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi? Ja. Vor allem muss die Zuordnung der PCIe-Geräte und -Slots auf dem Mainboard zu IOMMU-Gruppen passen. Also es kann immer nur eine IOMMU-Gruppe gemeinsam durchgereicht werden. Und nur der Mainboardhersteller legt in seinem Design + BIOS-Konfiguration fest was welchen IOMMU-Gruppen zugeordnet ist. Bei Server-Chipsätzen ist das meist kein Problem, bei Desktops+Laptops hängt es sehr vom Hersteller ab wie gut das gemacht ist. Aber dem TO geht es ja eigentlich gar nicht um PCIe-Passthrough, sondern um USB-Passthrough. Dort gibt es diese ganzen Einschränkungen nicht, das USB-Passthrough muss einfach nur vom jeweiligen Virtualisierungssystem unterstützt werden.
Gerd E. schrieb: > Aber dem TO geht es ja eigentlich gar nicht um PCIe-Passthrough, sondern > um USB-Passthrough. Richtig. Ich hatte den PCIe-Passthrough mit einer USB-Karte nur als Notlösung für Hyper-V erwähnt. Da VMware Workstation aber problemlos USB-Passthrough beherrscht und ohne Lizenztricks zu verwenden ist, und obendrein darunter auch deutlich mehr Betriebssysteme nutzbar sind als unter Hyper-V ...
Hmmm schrieb: > VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos. Hmm... Derzeit würde ich definitiv von VirtualBox abraten, wenn folgende Randbedingungen zutreffen: 1) Host Chipset (also incl. Grafik) Intel 2) Host OS Windows11 3) Guest OS aktuelles Debian (oder auch Derivate wie Ubuntu oder Mint) Aber der TO wollte ja nur Windows7 als Gast, das sollte tatsächlich unproblematisch funktionieren.
Ob S. schrieb: > 1) Host Chipset (also incl. Grafik) Intel Funktioniert prima (unter Linux Mint). Oder war das speziell für Win Host gemeint? Oder nur für alle 3 Bedingungen gleichzeitig?
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Ob S. schrieb: > Derzeit würde ich definitiv von VirtualBox abraten, wenn folgende > Randbedingungen zutreffen: Das ist als UND-Verknüfung gedacht, oder? Die Kombination Windows 11 und Intel-Chipsatz dürfte ja extrem verbreitet sein. Gerd E. schrieb: > Muss das Virtualisierungssystem unter Windows laufen oder geht auch ein > Linux? Optimal wäre natürlich beides. Ich sehe die Virtualisierung dieser Legacy-Software als ersten Schritt in die Richtung an, die Chance zu haben, auf Linux zu migrieren. Für fast alle anderen Anwendungen habe ich mittlerweile Software für beide Betriebssysteme. Nur die obengenannte Legacy-Software nagelt mich immer noch an Windows. Harald K. schrieb: > Da VMware Workstation aber problemlos USB-Passthrough beherrscht und > ohne Lizenztricks zu verwenden ist Wenn VMware wieder lizenztechnisch als unkritisch angesehen wird, ist das natürlich erste Wahl - hauptsächlich deshalb, weil ich gerade die vage Hoffnung habe, dass die VMware-Kopie meines Arbeits-PCs von 2014 noch existiert und noch lauffähig ist. Dann hätte ich fast gar keine Installations-Arbeit mehr. Harald K. schrieb: > (für 'nen alten LIDE-Scanner der > 150-Euro-Klasse wird man sich das eher weniger anschaffen als für einen > ernstgemeinten Scanner mit Durchlichtoption). Denk eher Richtung Scanner mit hochwertigen Einzug- oder Umblättereinrichtungen. Die PCIe-Passthrough-Geschichten sind für mich nicht von praktischer Bedeutung, weil ich keinen "großen" PC mehr habe. Für diejenigen, die das gebrauchen können, klingt das natürlich nach einem Schatz. Ich denke da gerade an alte Meß-, Steuer- oder Soundkarten.
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Gerd E. schrieb: > Unter Linux wäre das mit Bordmitteln wie KVM, libvirt und virt-manager > eine Kleinigkeit. Auch Durchreichen von USB oder PCIe-Geräten. Nur so als Randnotiz: Es gibt ein KVM-Backend für VirtualBox, wenn man sich nicht von der VirtualBox-UI und Tools trennen mag, aber trotzdem KVM verwenden möchte (oder muss, weil das vboxdrv-Kernelmodul Probleme macht).
Walter T. schrieb: > Lange Rede kurzer Sinn: Ich suche gerade nach einem Start, mich auf der > Suche nach einem System für die nächsten paar Jahre einzulesen. Google > ist nämlich dummerweise kaputt. Ich hätte ja auch VMWare Workstation empfohlen(https://www.dell.com/support/contents/de-de/videos/videoplayer/erstellen-einer-virtuellen-maschine-in-vmware-workstation-pro/1700108455885340472) - Wenn du allerdings dabei bist, könntest du dir auch mal kvm, xen oder bochs(https://bochs.sourceforge.io/) oder Hercules, den Mainframe-Emulator ansehen. Welche Plattform brauchst du bzw. die Legacy-Software denn? 32/16 oder 64/32? Mit welchem Prozessor läuft dein OS zum Emulieren? Letztlich könnte man sich noch über Container oder Managementlösungen (sowas wie Red Hats OpenShift) unterhalten - wäre dann aber wohl mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Nichtsdestotrotz..
Walter T. schrieb: > Wenn VMware wieder lizenztechnisch als unkritisch angesehen wird, ist > das natürlich erste Wahl Aktuell ist es das auf jeden Fall. Nach der Übernahme von VMware durch Broadcom wollen die ihre Brötchen mit großen Installationen verdienen. Mit den Peanuts von Workstation/Fusion wollen sie sich da nicht mehr abgeben. Da besteht nur das Risiko, dass sie den Teil für ein paar Piepen an irgendjemand anders abstoßen, der dann wieder glaubt, er hätte eine Goldgrube … Allerdings: mit ihrer Preispolitik bei den großen Lösungen haben sie wohl schon den einen oder anderen verprellt. Auch da könnte also durchaus das Risiko bestehen, dass das in einer Sackgasse endet und Broadcom das irgendwann alles wieder abstößt … Inwiefern allerdings das nun bei VirtualBox und Oracle besser ist, ist aber die andere Frage: all den interessanteren Kram dort (beginnend bei steinzeitlichem USB 2.0) haben sie auch bloß nie mehr Opensource gemacht und vertreiben das nur binär als proprietäres Plugin. Einzig wirklich mieser Punkt bei VMware und Broadcom ist, dass sie einem nichtmal mehr die Updates innerhalb des Produkts einfach so geben, sondern man muss sich dort einen Account machen und das Zeug aktiv runterladen. Es gibt Berichte, dass bei einigen Leuten die Überprüfung des Accounts nie beendet wird … probier's einfach aus. Wenn du den Account aktiv bekommen hast, sollte das Problem zumindest grundsätzlich gelöst sein (auch, wenn es mir schon mehrmals danach passiert ist, dass angeblich mein Passwort inkorrekt sei, und ich jedesmal über "Passwort vergessen" gehen musste – vielleicht wollen sie ja auf diese Weise sicherstellen, dass die registrierte Mailadresse noch stimmt).
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Jörg W. schrieb: > Einzig wirklich mieser Punkt bei VMware und Broadcom ist, dass sie einem > nichtmal mehr die Updates innerhalb des Produkts einfach so geben, > sondern man muss sich dort einen Account machen und das Zeug aktiv > runterladen. Ja, dieser Accountscheiß ist wirklich ärgerlich. Was aber auch funktioniert, ist dieser Softwarehändler: https://winningpc.com/store/vmware-coupon-code/ Der wirkt nicht wirklich vertrauenserweckend, nirgendwo wird erwähnt, wo überhaupt diese Firma sitzt, oder wer dahintersteckt ... Aber: Die dort ohne Account herunterladbaren VMware-Varianten haben jedenfalls in den letzten knapp anderthalb Jahren immer die gleichen SHA2-Signaturen wie die "Originale" bei Broadcom gehabt. Ich hab' das ein paar Mal (seit Version 17.3.0) stichprobenartig vergleichen; netterweise listet die Webseite die SHA2-Signaturen auch gleich auf. Ärgerlicherweise kommt man auf der Broadcom-Seite selbst an die Signaturen nur mit einem Account 'ran. Ich kann natürlich nicht ansatzweise dafür garantieren, daß "winningpc" nicht irgendwann die Gelegenheit nutzt, einem irgendwelche "interessanten" Dinge unterzujubeln.
Ich habe gerade die Befürchtung, dass mein Vorhaben nicht funktionieren wird. Die CPU wird ja von der VMWare direkt durchgereicht, d.h. installierte Programme merken, wenn der Host-PC gewechselt wird. Gegen abgeschaltete Aktivierungsserver nützt die Virtualisierung also nichts.
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Walter T. schrieb: > Die CPU wird ja von der VMWare direkt durchgereicht, d.h. installierte > Programme merken, wenn der Host-PC gewechselt wird. > > Gegen abgeschaltete Aktivierungsserver nützt die Virtualisierung also > nichts. Bei KVM/Qemu unter Linux kannst Du die CPUID, die dem Gast vorgegaukelt wird, einstellen.
Das scheint unter VMware auch zu gehen. Wie sollte sich ja herausfinden lassen. Ich bin im Moment noch am Anfang. Ich habe alte Windows-VMWare gefunden. Damals habe ich aber nur mein Entwicklungssystem gesichert - nicht die Adobe-Software, um die es jetzt geht. Die war ja damals schließlich nagelneu.
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Walter T. schrieb: > Das ist als UND-Verknüfung gedacht, oder? Ja klar. Das geht zwar indirekt auch aus dem Nachsatz zum Thema Windows7 hervor, aber wäre schon besser gewesen, wenn ich es explizit und unmißverständlich hingeschrieben hätte.
Walter T. schrieb: > Ich habe gerade die Befürchtung, dass mein Vorhaben nicht funktionieren > wird. > > Die CPU wird ja von der VMWare direkt durchgereicht, d.h. installierte > Programme merken, wenn der Host-PC gewechselt wird. Ja, klar. Das geht sogar noch sehr viel weiter. Schon der Umzug von einem physischen PC in eine VM wird üblicherweise den Zwang zur Neuaktivierung auslösen, selbst wenn diese VM dann auch wieder nur auf dem ursprünglichen PC ausgeführt wird. > Gegen abgeschaltete Aktivierungsserver nützt die Virtualisierung also > nichts. Tja, MS hat im Zuge der endgültigen Abschaffung der telefonischen Aktivierungen wohl etliche eher historische Aktivierungsserver wieder in Betrieb genommen. Über die genaue Situation bin ich allerdings nicht informiert, weil bei uns derzeit kein akuter Bedarf für die Neuaktivierung von VMs vorliegt. Erst wenn der wieder entsteht, werde ich Zeit dafür aufwenden dürfen, mich damit zu beschäftigen. Ich freue mich schon darauf... Nicht wirklich, nein.
Walter T. schrieb: > nicht die Adobe-Software, um die es > jetzt geht. Die war ja damals schließlich nagelneu. Sollte das zufälligerweise CS2 sein - das lässt sich auch ohne Aktivierung betreiben; Adobe hat da vor einiger Zeit mal Installer und Lizenzschlüssel "geleakt", die das Problem beheben. Aus dem Paket funktionieren mindestens Illustrator und Photoshop auch unter Windows 10 (btdt).
Ich finde das absolut okay, mich beim Aufsetzen der virtuellen Maschine ein letztes Mal durch die Aktivierung zu quälen - wenn es danach dauerhaft funktioniert. Den Nachmittag habe ich damit verbracht, ein möglichst kompaktes Windows 7 zu erzeugen. Etliche Programme starten lustigerweise deutlich schneller auf der virtuellen Maschine als auf der echten. TurboCAD 15 beispielsweise ist selbst dann auf der virtuellen Maschine schneller als nativ unter Windows 11 gestartet, wenn die VMware erst gestartet werden muss. Genauso CorelDraw X4 auf der VMWare vs. CorelDraw X6 nativ. Die Endgegner von Adobe (Lightroom, Photoshop, Premiere) stehen aber noch aus.
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Walter T. schrieb: > Ich finde das absolut okay, mich beim Aufsetzen der virtuellen Maschine > ein letztes Mal durch die Aktivierung zu quälen - wenn es danach > dauerhaft funktioniert. Wenn Du noch eine alte Kiste mit Win7-OEM-Lizenz hast, kannst Du auch die SLIC-Aktivierung davon in die VM mitnehmen, zumindest mit VirtualBox klappt das.
Es geht nicht um die Aktivierung von Windows. Für Windows 7 habe ich noch eine lebenslängliche MSDNAA-Lizenz. Aber danke, dass Du mich daran erinnerst. Das Aktivierungsproblem liegt bei Adobe.
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Walter T. schrieb: > Das Aktivierungsproblem liegt bei Adobe. Nicht wirklich. Das liegt bei dir. Adobe wird sich darauf zurückziehen, dass das Programm auf der ursprünglichen Maschine läuft. Denn mehr haben sie in ihren Nutzungsbestimmungen auch nicht zugesichert.
Ob S. schrieb: > Walter T. schrieb: > >> Das Aktivierungsproblem liegt bei Adobe. > > Nicht wirklich. Das liegt bei dir. Adobe wird sich darauf zurückziehen, > dass das Programm auf der ursprünglichen Maschine läuft. Denn mehr haben > sie in ihren Nutzungsbestimmungen auch nicht zugesichert. Fast vergessen: Falls es zum Rechtsstreit kommt, ist es ziemlich kontraproduktiv, die ursprüngliche Maschine noch lauffähig zu besitzen...
Ob S. schrieb: > Adobe wird sich darauf zurückziehen, Adobe wird sich darauf zurückziehen, dass man einer Software, die 2014 mal 180 Euro gekostet hat, keine Anwaltskosten für den zigfachen Preis hinterherwerfen wird. Praktisch bedeutete das für mich also lediglich, dass die Ära Adobe für mich ein paar Jahre früher zuende ginge.
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Walter T. schrieb: > Adobe wird sich darauf zurückziehen, dass man einer Software, die 2014 > mal 180 Euro gekostet hat, keine Anwaltskosten für den zigfachen Preis > hinterherwerfen wird. Bei den Anbietern rechnet sich das anders. Klar, die einzelne Lizenz hat vielleicht nur 180€ gekostet. Aber: die Software wurde einige 100000mal verkauft. Schon 180*100000 sind 18Millionen. Da werden bei Adobe schon die höheren Chargen der Rechtsabteilung mit beschäftigt werden. Zumal es für Adobe ja vor allem darum geht, was neues (zu sehr viel höheren Preisen) zu verkaufen und den Anreiz dazu zu verstärken. Das sind dann schon noch etliche Millionen mehr, um die es geht. Du kannst dich darauf verlassen, dass hier alles an juristischer Kompetenz aufgeboten wird, was die Firma hat.
Walter T. schrieb: > Die Endgegner von Adobe (Lightroom, Photoshop, Premiere) stehen aber > noch aus. Welche Versionen? Ob S. schrieb: > Zumal es für Adobe ja vor allem darum geht, was neues (zu sehr viel > höheren Preisen) zu verkaufen Adobe verkauft gar nichts mehr, die machen nur noch Abo. Denn erst damit druckt man richtig Geld. Lightroom & Photoshop gibts im Bündel, aber haben kürzlich den Preis verdoppelt (jetzt 24 Euro/Monat, statt früher nur etwa 12). CS2 erschien 2005; gegen 2013 wurden die "Aktivierungsserver" dafür abgeschaltet. Adobe veröffentlichte damals Lizenzschlüssel, die ohne Aktivierung nutzbar sind. https://www.heise.de/news/Adobe-verschenkt-die-Creative-Suite-2-1778465.html Die dort verlinkte Downloadseite allerdings ist natürlich zwischenzeitlich ersetzt worden.
Εrnst B. schrieb: > Nur so als Randnotiz: > Es gibt ein KVM-Backend für VirtualBox, wenn man sich nicht von der > VirtualBox-UI und Tools trennen mag, aber trotzdem KVM verwenden möchte > (oder muss, weil das vboxdrv-Kernelmodul Probleme macht). Na das KVM Gebastel für Virtualbox ist was Externes. Oracle fängt erst gerade an, das Ganze auf KVM zum Laufen zu bringen: https://github.com/VirtualBox/virtualbox/issues/2#issuecomment-3848644498 VMWare war da schon schneller: https://lore.kernel.org/lkml/20250422161304.579394-1-zack.rusin@broadcom.com/
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