Forum: PC Hard- und Software Virtueller PC im Jahr 2026


von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

ich plage mich gerade mit Legacy-Software aus der Windows-7-Ära von 2010 
bis 2015. Laufen tut sie zwar noch größtenteils auch noch unter Windows 
11, aber die Aktivierung bei einer Neuinstallation wird zunehmend 
schwierig bis unmöglich.

Linderung will ich mir hier mit einer virtuellen Maschine schaffen. Die 
ließe sich vernünftig in einer Datensicherung verstauen, und das Problem 
einer eventuellen Neuinstallation bei einem Hardwaredefekt entfiele.

Dummerweise habe ich mich mit dem Thema zum letzten Mal vor mehr als 15 
Jahren auseinandergesetzt. Damals war begann gerade VMWare nicht mehr 
"Das Ding" zu sein und von VirtualBox verdrängt zu werden - 
hauptsächlich aufgrund der Lizenzpolitik. Aber das ist lange her. Für 
die C'T scheint Hyper-V das Maß aller Dinge zu sein - aber darauf 
scheint Windows 7 oder gar Windows XP 32 Bit nicht zu laufen.

Dann kommen noch so Luxuswünsche wie Touchscreen-Emulation mit 
Druckstufen auf...

Lange Rede kurzer Sinn: Ich suche gerade nach einem Start, mich auf der 
Suche nach einem System für die nächsten paar Jahre einzulesen. Google 
ist nämlich dummerweise kaputt.

Viele Grüße

von Hmmm (hmmm)


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VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos.

von Harald K. (kirnbichler)


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VMware Workstation ist seit geraumer Zeit komplett kostenlos, auch für 
den gewerblichen Einsatz.

Und VMware hat 'ne recht gute Treiberunterstützung, Du kannst beliebige 
USB-Devices an die VM durchreichen.

Das ist der ganz entscheidend große Unterschied zu Hyper-V, das kann 
gar kein USB-Passthrough, ist also für viel derartige Anwendungen 
komplett unbrauchbar.

VMware Workstation existiert auch in einer Linux-Version, Du wärest also 
noch nicht mal auf einen Windows-Host angewiesen.

(Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch eine Variante, die unter macOS 
läuft, die heißt dann "Fusion", wird aber mit abnehmender Verbreitung 
von x86-Macs recht ... sinnlos)

von Walter T. (nicolas)


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Harald K. schrieb:
> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough

Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass 
das keine Standardausstattung ist.

Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen.

Harald K. schrieb:
> Linux-Version

Auch das ist ein Punkt, den ich weitläufig vorbereiten will.

Hmmm schrieb:
> VirtualBox funktioniert für diesen Zweck tadellos.

Da hat sich dann wohl in den letzten Jahren viel getan...



Danke für die Anregungen! Ich werde wohl mal in den nächsten Tagen einen 
echten PC aufsetzen, um die virtuellen Umgebungen testen zu können.

von Achim M. (minifloat)


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Walter T. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough
>
> Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass
> das keine Standardausstattung ist.

VirtualBox kann es auch. Für USB ≥ 2.0 braucht man ein kostenloses 
Add-On.
Ebenso gibt es ein Add-On für Grafikbeschleunigung.

Walter T. schrieb:
> Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen.

Filter im Host setzen und derGerät wird direkt im Gastbetriebssystem 
enumeriert.

Ich hab bisher mit VirtualBox nur gute Erfahrungen, selbst für 
Retro-Gaming war es brauchbar.

Für Retro-Gaming auf DOS-Emulation und typisches direktes 
Hardwaregefummel gibt es DOSbox.

mfg mf

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Muss das Virtualisierungssystem unter Windows laufen oder geht auch ein 
Linux?

Unter Linux wäre das mit Bordmitteln wie KVM, libvirt und virt-manager 
eine Kleinigkeit. Auch Durchreichen von USB oder PCIe-Geräten.

Ein weiterer Vorteil: in ein paar Jahren wird ein Windows 12 (oder was 
auch immer dann kommt) ein neues Virtualisierungssystem mitbringen bzw. 
erfordern. Vermutlich wird das virtualisierte Windows das anhand von 
irgendwelchen IDs, PCI-ID Kennungen virtueller Hardware oder ähnlichem 
mitbekommen und dann eine Neuaktivierung fordern. War zumindest meine 
Erfahrung in der Vergangenheit das genau sowas passiert. Das ist es aber 
ja was der TO verhindern will.

Das ist unter Linux viel einfacher zu verhindern, denn da hat man 
deutlich mehr Kontrolle über das, was das Qemu dem Gast an IDs und 
virtueller Hardware präsentiert.

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Hyper-V, [] kann gar kein USB-Passthrough
>
> Danke für den Hinweis! Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass
> das keine Standardausstattung ist.

Hyper-V kann PCI-Passthrough, prinzipiell sollte es damit möglich sein, 
eine im PCIe-Slot steckende zusätzliche USB-Karte an eine VM 
durchzureichen.

Das wollte ich nicht unterwähnt lassen.

Walter T. schrieb:
> Alternde Scannertreiber sind nämlich auch gerade ein Teil meiner Sorgen.

Da gibt es mit Hamrick Vuescan ein (meistens) passendes Wundermittel, 
kostet allerdings auch etwas Geld (für 'nen alten LIDE-Scanner der 
150-Euro-Klasse wird man sich das eher weniger anschaffen als für einen 
ernstgemeinten Scanner mit Durchlichtoption).

von Gerd E. (robberknight)


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Harald K. schrieb:
> Hyper-V kann PCI-Passthrough,

Sicher? Ich dachte das ist mit allerlei Sternchen und Fußnoten 
eingeschränkt. Zumindest braucht man ne Windows Server Lizenz dafür 
soweit ich weiß.

Microsoft nennt das DDA (Discrete Device Assignment).

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Gerd E. schrieb:
> Sicher? Ich dachte das ist mit allerlei Sternchen und Fußnoten
> eingeschränkt.

Ein "Gaming"-Kollege von mir nutzt das (aus welchen Gründen auch immer), 
um seine Graphikkarte an eine VM durchzureichen.

> Zumindest braucht man ne Windows Server Lizenz dafür
> soweit ich weiß.

Das ist natürlich möglich.

Wenn man damit leben kann, den VM-Host gelegentlich neu zu installieren, 
dann gibts das aber auch für lau, in Form der 180-Tage-Testversion des 
Windows Server.

Und wenn man damit leben kann, den etwas älteren 2022 Server zu 
verwenden, dann kann man so eine Installation gute drei Jahre lang 
betreiben; nach Ablauf der 180-Tage-Frist lässt sich diese nämlich mit 
einem "slmgr -rearm" einige Male verlängern.

Beim 2025 Server geht das leider nur einmal.

von Rene K. (xdraconix)


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Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden? 
IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi? Sollte man bedenken! Und man sollte da 
auch daran denken, das dann das Gerät für den Host gesperrt / nicht mehr 
erreichbar ist (Grafikkarten für Grafikbeschleunigung z.b.).

von Harald K. (kirnbichler)


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Rene K. schrieb:
> Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden?
> IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi?

Gibt es PCs, die das nicht können?

Rene K. schrieb:
> Und man sollte da
> auch daran denken, das dann das Gerät für den Host gesperrt / nicht mehr
> erreichbar ist (Grafikkarten für Grafikbeschleunigung z.b.).

Mir ging es hier explizit um USB mit einer dafür eigenen USB-Karte.

Das mit der Graphikkarte erwähnte ich nur als Beispiel für jemanden, der 
Hyper-V mit nicht-Server-Versionen von Windows verwendet. Wozu der das 
braucht, sagt mir nichts, ich bin kein "Gamer".

von Gerd E. (robberknight)


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Rene K. schrieb:
> Muss PCI-Passthrouhgt nicht auch durch die Hardware unterstützt werden?
> IOMMU über Intel VT-d/AMD-Vi?

Ja. Vor allem muss die Zuordnung der PCIe-Geräte und -Slots auf dem 
Mainboard zu IOMMU-Gruppen passen. Also es kann immer nur eine 
IOMMU-Gruppe gemeinsam durchgereicht werden. Und nur der 
Mainboardhersteller legt in seinem Design + BIOS-Konfiguration fest was 
welchen IOMMU-Gruppen zugeordnet ist.

Bei Server-Chipsätzen ist das meist kein Problem, bei Desktops+Laptops 
hängt es sehr vom Hersteller ab wie gut das gemacht ist.

Aber dem TO geht es ja eigentlich gar nicht um PCIe-Passthrough, sondern 
um USB-Passthrough. Dort gibt es diese ganzen Einschränkungen nicht, das 
USB-Passthrough muss einfach nur vom jeweiligen Virtualisierungssystem 
unterstützt werden.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gerd E. schrieb:
> Aber dem TO geht es ja eigentlich gar nicht um PCIe-Passthrough, sondern
> um USB-Passthrough.

Richtig. Ich hatte den PCIe-Passthrough mit einer USB-Karte nur als 
Notlösung für Hyper-V erwähnt.

Da VMware Workstation aber problemlos USB-Passthrough beherrscht und 
ohne Lizenztricks zu verwenden ist, und obendrein darunter auch 
deutlich mehr Betriebssysteme nutzbar sind als unter Hyper-V ...

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