Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anycubic Vyper: Filamentsensor entprellen?


von Holger P. (scrat382)


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Hallo ihr,

mein 3D Drucker (Anycubic Vyper) hat das Problem, dass er bei halbleerer 
Rolle und zahlreichen Retracts oft der Meinung ist, das Filament wäre 
leer.
Der Filamentsensor besteht aus einem Mikroschalter.

Der Schalter ist gewartet, also kein Problem des Schalters selbst.
Bei einem Retract kann es vorkommen, dass das Filament durchhängt und 
dabei kurz den Schalter leicht anheben lässt.
Tests mit gröffnetem Schalter haben gezeigt, dass auch kürzeste 
Umschaltungen und sogar kürzeste leichte Entlastung des Knopfes 
ausreichen.

Ein kleines mitlaufendes Gewicht auf dem frei zwischen Rolle und Drucker 
hängendem Filament löst das Problem, sieht aber blöd aus....

Eine Anfrage bei Anycubic, ob man den schalter SW-seitig entprellen kann 
brachte die Antwort, wie man ihn SW-seitig komplett deaktiviert und dann 
keine Antwort mehr.

Meine Überlegung: Die Schwelle für "Filament leer" so zu setzen, dass 
der Schalter eine Sekunde lang diesen Zustand haben muss.

Realisierbar wäre das über die SW sicherlich.
Auch per HW-Beschaltung ist es möglich. Dazu muss ich aber erst einmal 
die innere Beschaltung des Druckers herausfinden.

Hat jemand von Euch das gleiche Problem?

: Verschoben durch Moderator
von Harald K. (kirnbichler)


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Mit "Projekte & Code" hat das irgendwie überhaupt nichts zu tun.

von Holger P. (scrat382)


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Moin Harald,

Projekt, Entprellung, Code: Entprellung per Software....war so meine 
Grundidee.

@Admins: Wenn es irgendwo anders besser aufgehoben ist, bitte 
entsprechend verschieben.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Holger P. schrieb:
> Projekt, Entprellung, Code: Entprellung per Software....war so meine
> Grundidee.

Die Überschrift dieses Unterforums lautet:

"Forum: Projekte & Code

Hier könnt ihr Projekte, Schaltungen oder Codeschnipsel vorstellen. 
Projekte bitte nur mit Code oder Schaltplan posten (falls ihr nur Fotos 
vorstellen möchtet, bitte in "Zeigt her eure Kunstwerke"). Bitte hier 
keine Fragen posten."

Von daher verschiebe ich das mal.

Zum Thema: Siehe Entprellung in der Artikelsammlung.

von Rene K. (xdraconix)


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Holger P. schrieb:
> Projekt, Entprellung, Code: Entprellung per Software....war so meine
> Grundidee.

Läuft der Drucker mit einer freien Firmware ala Marlin? Wenn nein, 
kommst du an die Software ran? Ansonsten ist Hardware sicherlich die 
beste Idee ihn zu entprellen, es spricht nichts gegen einen Kondensator 
und einen Widerstand an Schalter.

Davon mal ab, mach mal ein Bild von dem Sensor, wie dämlich ist denn 
dieser Sensor mechanisch konstruiert das er den "Faden" verliert?!

von Holger P. (scrat382)


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Moin Rene,

Der Sensor ist ein Mikroschalter, wie man ihn aus den alten Joysticks 
vom 64er kennt.

Beispiel:
https://encrypted-tbn0.gstatic.com/shopping?q=tbn:ANd9GcSh0KtKL0KKoUw21gYsanQyMvi-67eUK-M03g5d0AwKyr690PDMHYJv7bHqXvKrMDccDHRE_1Tjq5_7VIrllb6GY8-r7TyD

Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, verliert der 
Schalter kurz den Anpressdruck (auch wenn er nicht komplett umschaltet) 
und die interne Firmware (original) erkennt einen "Schaltvorgang".

Der Schalter ist nicht abgeschliffen oder verschlissen. Die Kontakte 
sind sauber usw.
Sicher könnte man durch Aufkleben eines dünnen Kunststoffstreifens den 
fehlenden Zehntelmillimeter kompensieren, aber das würde Symptome 
bekämpfen und nicht die Ursache.
Softwareseitig habe ich quasi null Ahnung. Daher werde ich zuerst 
versuchen, die Beschaltung herauszufinden und dann mit elektronischen 
Mitteln eine Verzögerung erzeugen.
Vielleicht ist es auch einfacher, einen anderen Sensor zu benutzen. Es 
gibt im Netz einige Vorschläge.

Meine momentane Lösung würde sich auch ohne Heißkleber für die 
quick&dirty Rubrik anbieten.
Ich habe mit einer Drahtschlaufe ein kleines Gewicht auf das Filament 
gehängt, das durch eine Krokoklemme in der Mitte der Strecke zwischen 
Rolle und Drucker gehalten wird. Bei den Retracts hält das Gewicht das 
Filament unter Spannung und es erfolgen keine ungewollten 
Unterbrechungen.

von Rainer W. (rawi)


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Holger P. schrieb:
> Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt,

Das beantwortet nicht die Frage.

Rene K. schrieb:
> Davon mal ab, mach mal ein Bild von dem Sensor, wie dämlich ist denn
> dieser Sensor mechanisch konstruiert das er den "Faden" verliert?!

Mit Laufrollen, die das Filament vor und nach dem Schalter führen, 
könnte es sich in dem Bereich nicht verbiegen und der Schalter den 
Kontakt verlieren.
Wer einen 3D-Drucker besitzt kann sich so etwas leicht drucken. Zur 
Verminderung der Reibung kann man auch ein Stück PTFE-Schlauch einlegen.

Holger P. schrieb:
> Der Sensor ist ein Mikroschalter, wie man ihn aus den alten Joysticks
> vom 64er kennt.

> Sicher könnte man durch Aufkleben eines dünnen Kunststoffstreifens den
> fehlenden Zehntelmillimeter kompensieren, ...

Der Mikroschalter besitzt eine Hysterese, die weit größer als einen 
Zehntelmillimeter ist. Die Ursache für die Biegung wird sein, dass das 
Filament vorher auf einer Rolle aufgewickelt war und bei Entlastung 
wieder in diese Form zurück geht, falls man das nicht durch 
entsprechende Führungen verhindert.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Holger P. schrieb:
> Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, verliert der
> Schalter kurz den Anpressdruck (auch wenn er nicht komplett umschaltet)
> und die interne Firmware (original) erkennt einen "Schaltvorgang".

Wenn der Drucker so konstruiert ist, daß das Filament durch "sich 
wegbiegen" den Taster auslöst, dann ist das die Ursache für das Problem.

Hier über "Prellen" zu sinnieren, ist Herumdoktern an Symptomen. Das 
Problem sollte mechanisch lösbar sein, und sei es durch eine 
modifizierte Filamentführung, die das "Wegbiegen" kompensiert.

von Rainer W. (rawi)


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Harald K. schrieb:
> Holger P. schrieb:
>> Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, verliert der
>> Schalter kurz den Anpressdruck (auch wenn er nicht komplett umschaltet)
>> und die interne Firmware (original) erkennt einen "Schaltvorgang".
>
> Wenn der Drucker so konstruiert ist, daß das Filament durch "sich
> wegbiegen" den Taster auslöst, dann ist das die Ursache für das Problem.
>
> Hier über "Prellen" zu sinnieren, ist Herumdoktern an Symptomen. Das
> Problem sollte mechanisch lösbar sein, und sei es durch eine
> modifizierte Filamentführung, die das "Wegbiegen" kompensiert.

Mit Kontaktprellen hat das nichts zu tun. Das findet im Bereich von 
Millisekunden statt und entsteht durch elastischen Eigenschaften und die 
Träge Masse der Kontakte.

von Rainer W. (rawi)


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Holger P. schrieb:
> Auch per HW-Beschaltung ist es möglich. Dazu muss ich aber erst einmal
> die innere Beschaltung des Druckers herausfinden.

Falls der Schalter einschließlich Verdrahtung frei zugänglich, würde 
auch der Einbau eines RS-Flipflop dein Problem lösen, auch wenn es 
Herumdoktern an Symptomen wäre.
Alles Rätselraten, weil ohne Photos ... :-(

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Rainer W. schrieb:
> Mit Kontaktprellen hat das nichts zu tun.

Ich hab' das in Anführungszeichen geschrieben ... nicht ohne Grund.

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