Hallo ihr, mein 3D Drucker (Anycubic Vyper) hat das Problem, dass er bei halbleerer Rolle und zahlreichen Retracts oft der Meinung ist, das Filament wäre leer. Der Filamentsensor besteht aus einem Mikroschalter. Der Schalter ist gewartet, also kein Problem des Schalters selbst. Bei einem Retract kann es vorkommen, dass das Filament durchhängt und dabei kurz den Schalter leicht anheben lässt. Tests mit gröffnetem Schalter haben gezeigt, dass auch kürzeste Umschaltungen und sogar kürzeste leichte Entlastung des Knopfes ausreichen. Ein kleines mitlaufendes Gewicht auf dem frei zwischen Rolle und Drucker hängendem Filament löst das Problem, sieht aber blöd aus.... Eine Anfrage bei Anycubic, ob man den schalter SW-seitig entprellen kann brachte die Antwort, wie man ihn SW-seitig komplett deaktiviert und dann keine Antwort mehr. Meine Überlegung: Die Schwelle für "Filament leer" so zu setzen, dass der Schalter eine Sekunde lang diesen Zustand haben muss. Realisierbar wäre das über die SW sicherlich. Auch per HW-Beschaltung ist es möglich. Dazu muss ich aber erst einmal die innere Beschaltung des Druckers herausfinden. Hat jemand von Euch das gleiche Problem?
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Mit "Projekte & Code" hat das irgendwie überhaupt nichts zu tun.
Moin Harald, Projekt, Entprellung, Code: Entprellung per Software....war so meine Grundidee. @Admins: Wenn es irgendwo anders besser aufgehoben ist, bitte entsprechend verschieben.
Holger P. schrieb: > Projekt, Entprellung, Code: Entprellung per Software....war so meine > Grundidee. Die Überschrift dieses Unterforums lautet: "Forum: Projekte & Code Hier könnt ihr Projekte, Schaltungen oder Codeschnipsel vorstellen. Projekte bitte nur mit Code oder Schaltplan posten (falls ihr nur Fotos vorstellen möchtet, bitte in "Zeigt her eure Kunstwerke"). Bitte hier keine Fragen posten." Von daher verschiebe ich das mal. Zum Thema: Siehe Entprellung in der Artikelsammlung.
Holger P. schrieb: > Projekt, Entprellung, Code: Entprellung per Software....war so meine > Grundidee. Läuft der Drucker mit einer freien Firmware ala Marlin? Wenn nein, kommst du an die Software ran? Ansonsten ist Hardware sicherlich die beste Idee ihn zu entprellen, es spricht nichts gegen einen Kondensator und einen Widerstand an Schalter. Davon mal ab, mach mal ein Bild von dem Sensor, wie dämlich ist denn dieser Sensor mechanisch konstruiert das er den "Faden" verliert?!
Moin Rene, Der Sensor ist ein Mikroschalter, wie man ihn aus den alten Joysticks vom 64er kennt. Beispiel: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/shopping?q=tbn:ANd9GcSh0KtKL0KKoUw21gYsanQyMvi-67eUK-M03g5d0AwKyr690PDMHYJv7bHqXvKrMDccDHRE_1Tjq5_7VIrllb6GY8-r7TyD Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, verliert der Schalter kurz den Anpressdruck (auch wenn er nicht komplett umschaltet) und die interne Firmware (original) erkennt einen "Schaltvorgang". Der Schalter ist nicht abgeschliffen oder verschlissen. Die Kontakte sind sauber usw. Sicher könnte man durch Aufkleben eines dünnen Kunststoffstreifens den fehlenden Zehntelmillimeter kompensieren, aber das würde Symptome bekämpfen und nicht die Ursache. Softwareseitig habe ich quasi null Ahnung. Daher werde ich zuerst versuchen, die Beschaltung herauszufinden und dann mit elektronischen Mitteln eine Verzögerung erzeugen. Vielleicht ist es auch einfacher, einen anderen Sensor zu benutzen. Es gibt im Netz einige Vorschläge. Meine momentane Lösung würde sich auch ohne Heißkleber für die quick&dirty Rubrik anbieten. Ich habe mit einer Drahtschlaufe ein kleines Gewicht auf das Filament gehängt, das durch eine Krokoklemme in der Mitte der Strecke zwischen Rolle und Drucker gehalten wird. Bei den Retracts hält das Gewicht das Filament unter Spannung und es erfolgen keine ungewollten Unterbrechungen.
Holger P. schrieb: > Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, Das beantwortet nicht die Frage. Rene K. schrieb: > Davon mal ab, mach mal ein Bild von dem Sensor, wie dämlich ist denn > dieser Sensor mechanisch konstruiert das er den "Faden" verliert?! Mit Laufrollen, die das Filament vor und nach dem Schalter führen, könnte es sich in dem Bereich nicht verbiegen und der Schalter den Kontakt verlieren. Wer einen 3D-Drucker besitzt kann sich so etwas leicht drucken. Zur Verminderung der Reibung kann man auch ein Stück PTFE-Schlauch einlegen. Holger P. schrieb: > Der Sensor ist ein Mikroschalter, wie man ihn aus den alten Joysticks > vom 64er kennt. > Sicher könnte man durch Aufkleben eines dünnen Kunststoffstreifens den > fehlenden Zehntelmillimeter kompensieren, ... Der Mikroschalter besitzt eine Hysterese, die weit größer als einen Zehntelmillimeter ist. Die Ursache für die Biegung wird sein, dass das Filament vorher auf einer Rolle aufgewickelt war und bei Entlastung wieder in diese Form zurück geht, falls man das nicht durch entsprechende Führungen verhindert.
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Holger P. schrieb: > Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, verliert der > Schalter kurz den Anpressdruck (auch wenn er nicht komplett umschaltet) > und die interne Firmware (original) erkennt einen "Schaltvorgang". Wenn der Drucker so konstruiert ist, daß das Filament durch "sich wegbiegen" den Taster auslöst, dann ist das die Ursache für das Problem. Hier über "Prellen" zu sinnieren, ist Herumdoktern an Symptomen. Das Problem sollte mechanisch lösbar sein, und sei es durch eine modifizierte Filamentführung, die das "Wegbiegen" kompensiert.
Harald K. schrieb: > Holger P. schrieb: >> Wenn das Filament beim Retract nach oben durchbiegt, verliert der >> Schalter kurz den Anpressdruck (auch wenn er nicht komplett umschaltet) >> und die interne Firmware (original) erkennt einen "Schaltvorgang". > > Wenn der Drucker so konstruiert ist, daß das Filament durch "sich > wegbiegen" den Taster auslöst, dann ist das die Ursache für das Problem. > > Hier über "Prellen" zu sinnieren, ist Herumdoktern an Symptomen. Das > Problem sollte mechanisch lösbar sein, und sei es durch eine > modifizierte Filamentführung, die das "Wegbiegen" kompensiert. Mit Kontaktprellen hat das nichts zu tun. Das findet im Bereich von Millisekunden statt und entsteht durch elastischen Eigenschaften und die Träge Masse der Kontakte.
Holger P. schrieb: > Auch per HW-Beschaltung ist es möglich. Dazu muss ich aber erst einmal > die innere Beschaltung des Druckers herausfinden. Falls der Schalter einschließlich Verdrahtung frei zugänglich, würde auch der Einbau eines RS-Flipflop dein Problem lösen, auch wenn es Herumdoktern an Symptomen wäre. Alles Rätselraten, weil ohne Photos ... :-(
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Rainer W. schrieb: > Mit Kontaktprellen hat das nichts zu tun. Ich hab' das in Anführungszeichen geschrieben ... nicht ohne Grund.
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