Einen netten Gruß von mir. Ich bitte das sich die Profis die Schaltung ansehen ob sie so funktioniert. Ich möchte ein Eingangssignal von 0 bis 0,1 Volt verstärken. Ein Ausgang soll eine Verstärkung von 5 und der zweite eine Verstärkung von 50 haben. Danke im voraus. Gruß Ernst
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https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lmc662.pdf Ohne negative Versorgungsspannung wird das nicht gut. "Input common-mode range includes V−" heißt aber nicht dass es noch darunterliegen darf. Absolutes Maximum (V–) – 0.3V Davon geht er nicht kaputt, aber die Funktion ist nicht gewährleistet.
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Im Datenblatt verweisen sie auch auf Designvorschläge des LM358. Auf der Seite (https://www.ti.com/product/LM358) ist unter anderem das "E-book The Signal e-book: A compendium of blog posts on op amp design topics" Das erklärt auf wenigen Seiten ziemlich gut worauf du achten solltest.
Ernst P. schrieb: > Kurze Frage an alle > Ich bitte das sich die Profis die Schaltung Was denn nun? ;-D
Hier schreiben nur Profis. Wenn eine Wechselspannungskopplung nicht infrage kommt, und der Aufwand für einen doppelte Stromversorgung zu hoch ist, z.B. für Batteriebetrieb, dann gibt es dafür noch einfache Spannungswandler wie den ICL7660 und kompatible: https://www.analog.com/en/products/icl7660.html Der macht ausreichend genau -5V aus +5V.
Christoph db1uq K. schrieb: > Ohne negative Versorgungsspannung wird das nicht gut. > "Input common-mode range includes V−" > heißt aber nicht dass es noch darunterliegen darf. > Absolutes Maximum (V–) – 0.3V Woraus schließt du dass das Eingansgsignal AC ist? Ich lese 0 - 0,1V. Das ist für mich ein DC Signal. Wie genau das nahe an 0V wird ist eine andere Frage, aber sein Eingangssignal ist definitiv im erlaubten Bereich.
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Christoph db1uq K. schrieb: > Udo S. schrieb: >> im erlaubten Bereich > > Erlaubt heißt nur, geht davon nicht kaputt. Ich verstehe dich nicht. Eingangsspannung ist am nichtinvertierenden Eingang 0-0,1V. Es ist ein nichtinvertierender Verstärker, also ist die Eingangsspannung am invertierenden auch 0-0,1V. Es ist ein R2R OP. Wo siehst du jetzt das Problem? (Wie gesagt, abgesehen dass er nahe bei 0 nicht mehr unbedingt genau arbeitet)
Christoph db1uq K. schrieb: > den ICL7660 und kompatible: > https://www.analog.com/en/products/icl7660.html > Der macht ausreichend genau -5V aus +5V. Wenn die nachfolgende Schaltung keine negativen Eingangspannungen verträgt, sollte man lieber keinen Spannungswandler mit -5 V verwenden, sondern z.B. einen LM7705, der für genau solche Zwecke bestimmt ist und eine Ausgangsspanung von -0,232 V hat.
Christoph db1uq K. schrieb: > Der macht ausreichend genau -5V aus +5V. Wozu -5V, wieso insbesondere "genaue -5V", wofür ausreichend genau? Wenige hundert Millivolt als negative Hilfsspannung würden doch reichen. Wie groß die mindestens sein muss, hängt u.a. von der Last am Ausgang ab. Ernst P. schrieb: > OPAMP.GIF Warum hast du die Gegenkopplung so niederohmig ausgelegt? Welche Signalbandbreite benötigst du? Warum gibt es keine Abblockkondensatoren für die Versorgungsspannung?
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Den 0,3V-Wandler kannte ich noch nicht, den 7660 gibt es schon viele Jahre von mehreren Herstellern. Nehmen wir +100mV am Eingang des rechten OP. Mit 50-facher Verstärkung sollten +5V herauskommen, das kann der aber nicht. Da ist alles "auf Kante gestrickt".
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Ernst P. schrieb: > ob sie so funktioniert Im Prinzip ja. Ob das auch in der Praxis so funktioniert, hängt vom Aufbau und der Umgebung ab. Da deine OpAmps weder Abblockkondensatoren noch einen Eingangsschutz haben, muss man darauf bauen dass von aussen kein Stress kommt und keine zu hohe kapazitive Last dranhängt. Wenn man wirklich nur eine feste Verstärkung will, wurde ich auch auf Festwiderstände und keine Trimmpotis zurückgreifen. Die Offsespannung der OpAmps von 3mV kannst du auch mit dem Trimmpoti nicht kompensieren. Es sind auch nur 3% der 100mV Eingangsspannung, kann ja ausreichend genau sein.
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Ernst P. schrieb: > Ich bitte das sich die Profis die Schaltung > ansehen ob sie so funktioniert. Ja, tut sie (du schreibst allerdings nichts ueber die maximale Frequenz). Wenn du als Spannungsteiler fuer 5x entweder 3k/12k oder 7.5k/30k nimmst, kommst du evtl. auch ohne Poti aus. Fuer Faktor 50 gibt's in E24 leider keine genau passenden Werte, mit 33k/680R bist du aber immerhin schonmal besser als 1% (Verstaerkung = 49.53). Der Opamp hat allerdings einen Eingangs-Offset von bis zu 6.3mV, bei 0.1V Eingangsspannung sind das 6.3% Fehler. Wenn es genauer sein muss, besser einen Praezisions-Opamp nehmen. Eine negative Spannung brauchst du nicht, das Datenblatt des Opamps garantiert die Funktion fuer eine Eingangsspannung ab 0V (bei 25°C sogar schon ab -0.1V), und der Ausgang hat ueber die Rueckkopplung einen Pull-Down, wird also auch keine Schwierigkeiten haben, bis ganz auf 0V runter zu kommen. Edit: ein Kondensator zwischen Pins 4 & 8 am Opamp ist anzuraten, damit die Schaltung stabil bleibt.
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Grüß dich Ich danke dir für den Tipp mit den Widerständen 3 K und 12 K usw.. Der Verstärker soll nur Gleichspannung verstärken angeschlossen wird daran ein Atmega 8 Pin C0 (23) und C1 (24). Den Kondensator habe ich nicht vergessen ich habe ihn nur im Schaltplan nicht eingezeichnet um ihn einfacher zu gestalten. Was wäre dazu für ein OP besser geeignet. Wenn du noch einen besseren Vorschlag hast bin ich dankbar. Gruß Ernst
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Arne R. schrieb: > schon ab -0.1V), und der Ausgang hat ueber die Rueckkopplung einen > Pull-Down, wird also auch keine Schwierigkeiten haben, bis ganz auf 0V > runter zu kommen. Aber nicht bis ganz hoch. Der Rückkopplungszweig stellt schließlich auch eine Last dar. Etwas mehr als 5V in der Versorgung wären nötig, wenn der TO wirklich 5V bei bestimmter Last erreichen will ...
Andreas M. schrieb im Beitrag
> 2. Gehört das in den Bereich "Analog"
Das ist sicherlich digital, woas nix und woas etwas, waren die zwei
Zustaende. ;)
Moin, Ernst P. schrieb: > angeschlossen wird daran > ein Atmega 8 Wenn an dem noch ein paar IOs frei sind, dann wuerde ich die als Pushpullausgaenge per Software wackeln lassen und da ein paar Dioden und Cs anschliessen, um mir eine Spannung >5V und eine <0V zu generieren, mit der ich dann den OpAmp speisen koennte, auf dass ich nicht so eine windige Konstruktion mit R2R-Amp etc. bla braeuchte, sondern etwas "Luft" am OpAmp Ausgang haette. Gruss WK
> Tipp mit den Widerständen ...
z.B.: 49 = (36k+750) / 750
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Dergute W. schrieb: > Wenn an dem noch ein paar IOs frei sind, dann wuerde ich die als > Pushpullausgaenge per Software wackeln lassen und da ein paar Dioden und > Cs anschliessen, um mir eine Spannung >5V und eine <0V zu generieren Es genügt sogar schon ein einziger Pushpullausgang, um sich eine positive und negative Spannung gleichzeitig zu generieren.
Christoph db1uq K. schrieb: > Absolutes Maximum (V–) – 0.3V > Davon geht er nicht kaputt, aber die Funktion ist nicht gewährleistet. Ganz lustigerweise ist bei den "Absolute Maximum Ratings" (V-)-0,3V angegeben. Und bei den "Electrical Characteristics" dann TYP (V-)-0,4V. Da ist wohl das Korrekturlesen schief gegangen... > Input common-mode range includes V−" > heißt aber nicht dass es noch darunterliegen darf. Wie auch immer, den gewünschten Spannungsbereich von 0V bis +0,1V kann der OP bei unipolarar Versorgung am Eingang immer. Aber eines ist sicher: er kommt am Ausgang ohne einen Lastwiderstand gegen GND nicht auf 0V herunter. Und wenn der Lastwiderstand zu gering ist, dann kommt er nicht mehr auf 5V hoch... Ernst P. schrieb: > Der Verstärker soll nur Gleichspannung verstärken angeschlossen wird > daran ein Atmega 8 Pin C0 (23) und C1 (24). Dann brauchst du eh' keinen "genauen" Spannungsteiler, denn irgendeine "Fehlskalierung" kann ganz einfach in der SW korrigiert werden. Und das Gute: das kostet nicht mehr Rechenzeit als du sowieso brauchst, wenn du einen "abgeglichenen" Spannungsteiler hast. Was du brauchst, ist lediglich ein "stabiler" Spannungsteiler aus Widerständen mit geringer Toleranz. Das ist allemal besser, als so ein Schleifkontakt, der irgendwann Probleme machen wird. Und wenn du dann den Spannungsteiler so auslegst, dass du am Ausgang "nur" einen Spannungsbereich von 0V..4,8V brauchst, dann hat sich das "Problem" mit dem "nicht ganz bis nach Vcc kommen" auch schon erledigt. Denn 4,8V schafft der OP ja sogar mit 2k Lastwiderstand.
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Christoph db1uq K. schrieb: > Hier schreiben nur Profis. > > Wenn eine Wechselspannungskopplung nicht infrage kommt, und der Aufwand > für einen doppelte Stromversorgung zu hoch ist, z.B. für > Batteriebetrieb, dann gibt es dafür noch einfache Spannungswandler wie > den ICL7660 und kompatible: > https://www.analog.com/en/products/icl7660.html > Der macht ausreichend genau -5V aus +5V. Wenn Du wirklich 0,0 V bis 100 mV halbwegs genau verstärken willst, dann brauchst Du eine symmetrische Spannungsversorgung. Eine Ladungspumpe ist die einfachste Lösung um die negative Spannung zu erzeugen. Enrico E. schrieb: > Es genügt sogar schon ein einziger Pushpullausgang, um sich eine > positive und negative Spannung gleichzeitig zu generieren. Kann man auch machen. Nur wenn man die Bauteile nicht in der Krabbelkiste hat und kaufen muß, dann kauf besser gleich den ICL7660. Ausserdem brauchst Du noch einen Taktgenerator. Der ICL7660 bietet Dir die volle Unterstützung. Ich hatte vor Jahren solch eine negative Hilfsspannung auch per Timer NE555 erzeugt. mfg klaus
Ernst P. schrieb: > ob sie so funktioniert Sie funktioniert so, allerdings fehlt die Offsetkompensation bzw die Einstellung des Offsets, wenn das Ergebnis genau sein soll. Vor allem bei der hohen Verstärkung von 50 wird diese SEHR wichtig sein. Zusätzich sind die Potentiometer für hohe Drift bekannt, falls die Schaltung nicht in einem temperaturgeregelten Ofen verbaut werden soll. Widerstände mit kleinem Temperaturkoeffizienten wären empfehlenswert je anch angestrebter Genauigkeit. Für "Hobby" reicht das erst mal so. Das Dabla des OPV, was der kann oder nicht oder was dem gefällt oder wie teuer der ist, lese ich jetzt nicht aus zeitgründen. Wie so oft sind die Minikurse von Thomas Schaerer auch heute noch empfehlenswerte Lektüre. Enrico E. schrieb: > Es genügt sogar schon ein einziger Pushpullausgang, um sich eine > positive und negative Spannung gleichzeitig zu generieren. Und man muß auch genau solche Art von Dioden dafür verwenden. mfg
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