Was ist denn das besondere an den Instrumentenverstärkern im Vergleich zu einem herkömmlichen OPV? Ich kann doch auch einen herkömmlichen OPV mit IN+ und IN- an einen Shunt anschliessen und den Strom messen=?
L.S. schrieb: > Was ist denn das besondere an den Instrumentenverstärkern im > Vergleich > zu einem herkömmlichen OPV? Ich kann doch auch einen herkömmlichen OPV > mit IN+ und IN- an einen Shunt anschliessen und den Strom messen=? Bei einem IV hast zwei hochohmige Eingänge trotz Rückkopplungs-Netzwerk, beim OPV nur den einen nichtinvertierenden ...
Jens G. schrieb: > Bei einem IV hast zwei hochohmige Eingänge trotz Rückkopplungs-Netzwerk, > beim OPV nur den einen nichtinvertierenden ... Man könnte sich den IV aus drei normalen OP-Amps bauen, aber meist sind die in IVs doch besser aufeinander abgestimmt und entsprechend getrimmt.
L.S. schrieb: > Instrumentenverstärkern An einen Instrumentenverstaerker kannst Du nicht nur eine EGitarre anschliessen. Übrigens steht die Antwort auch auf Wikipedia. Bitte lesen, damit die Schlagworte reichen und keine langatmigen Erklaerungen gebraucht werden.
Dieter D. schrieb: > Übrigens steht die Antwort auch auf Wikipedia. Bitte lesen, damit die > Schlagworte reichen und keine langatmigen Erklaerungen gebraucht werden. Wenn du nichts beitragen möchtest oder gar kannst, weshalb sparst du dir und auch uns dann nicht einfach deinen Kommentar?
Sebastian R. schrieb: > Jens G. schrieb: >> Bei einem IV hast zwei hochohmige Eingänge trotz Rückkopplungs-Netzwerk, >> beim OPV nur den einen nichtinvertierenden ... > > Man könnte sich den IV aus drei normalen OP-Amps bauen, aber meist sind > die in IVs doch besser aufeinander abgestimmt und entsprechend getrimmt. Richtig und man kann auch eine Instrumenten-Verstärkerschaltung mit nur zwei OPVs realisieren. Im Anhang die Kurzdarstellung der Vor- und Nachteile von Schaltungen mit einem, zwei oder drei OPVs, um eine Differenzspannung zu verstärken/messen zu können.
L.S. schrieb: > Was ist denn das besondere an den Instrumentenverstärkern im Vergleich > zu einem herkömmlichen OPV? Ich kann doch auch einen herkömmlichen OPV > mit IN+ und IN- an einen Shunt anschliessen und den Strom messen=? Instrumentenverstärker setzt man für präzise Messungungen ein. Ich hatte mal vor zig Jahren einen mittels 4-Fach IC nachgebaut. Da staunt man dann was Offsetspannungen so alles bewirken können. https://de.wikipedia.org/wiki/Instrumentenverst%C3%A4rker https://www.ti.com/de-de/product-category/amplifiers/instrumentation/overview.html Ein Text von TI:
1 | Mit zukunftsweisender Prozess- und Dünnschichttechnologie erzielen unsere Instrumentenverstärker ein sehr hohes Maß an Gleichstrompräzision (DC), zum Beispiel hinsichtlich Offsetspannung, Verstärkungsfehler, Drift und Gleichtaktunterdrückung. Innovative Designs ermöglichen, dass unsere Instrumentenverstärker ein beispielloses Maß an Geschwindigkeit, Rauschen und Leistung erzielen, während hochmoderne Gehäuse mit QFN-Optionen im Format 3 x 3 mm in Bezug auf die Größe neue Grenzen für maximale Platzeinsparung setzen. |
Es hab früher mal den µA741. Heute ist man etwas weiter. Wenn man mal Schaltungen mit dem gebaut hat, dann weiss man die aktuellen IC zu schätzen. mfg Klaus
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Sebastian R. schrieb: > Wenn du nichts beitragen möchtest ... Es kommt öfters vor, dass das Naheliegende, wie zum Beispiel in Wikipedia schauen, gerade nicht einfällt. In Wikipedia steht immer noch mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Instrumentenverst%C3%A4rker
Klaus R. schrieb: > Instrumentenverstärker setzt man für präzise Messungungen ein. Ich hatte > mal vor zig Jahren einen mittels 4-Fach IC nachgebaut. Da staunt man > dann was Offsetspannungen so alles bewirken können. Wenn man z.B. einen LM324 nimmt, damit hatte das Analoginstrument hinter ihm keinen stabilen Nullpunkt. Mit einem TL074 läuft das seit zweistelligen Jahren sauber, aber um den Preis einer zusätzlich negativen Versorgung. Noch länger her, hatte ich mir NS LH0038 bemustern lassen. Oops, anstatt DIP ein Blechgehäuse mit goldenen Beinchen. Dazu nannte der Kollege aus dem Einkauf einen Preis, der uns fast vom Stuhl fallen ließ. Die Werte als Meßverstärker waren exzellent, intern alles sauber abgeglichen.
Jaaa, da gibt es feine Sachen. Ich hab noch 2 INA111B in der Blechdose, die haben vor etwa 30 Jahren so um die 60 DM das Stück gekostet. Die korrekte Übersetzung von Instrumentation Amplifier wäre übrigens Instrumentierungsverstärker und nicht Instrumentenverstärker.
Dieter D. schrieb: > Übrigens steht die Antwort auch auf Wikipedia. Bitte lesen, damit die > Schlagworte reichen und keine langatmigen Erklaerungen gebraucht werden. Dieter, der Hobbytheoretiker, unser Elektronik-Guru hat gesprochen!
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> Die korrekte Übersetzung von Instrumentation Amplifier wäre übrigens > Instrumentierungsverstärker und nicht Instrumentenverstärker. Und "Musik"-Instrument ist nicht das gleiche wie "Mess"-Instrument. Wie eine kurzen Recherche in der Wikipedia oder Lehrbuch zu entnehmen ist, werden an Messinstrumenten besondere Anforderungen bezüglich Linearität, Temperaturstabilität, Rauschresistenz, ... und insbesonders geringe Belastung der Prüflings (hochohmige Eingange) gestellt. * https://www.y-ic.de/blog/a-guide-to-instrumentation-amplifiers.html Mancher erinnert sich vielleicht noch an Strom- und Spannungsrichtiges Messen und die damit Vorüberlegungen bei Aufbau einer Messschaltung unter Berücksichtigung des Innenwiderstandes des Mess-Instrumentes. Wobei Mess-Instrument eben damals kein hochohmiges digitalisierendes Multimeter war sondern eine "analoge" stromdurchflossene Dreh-Spule. Manche weisen auch noch daraufhin, das solcher Verstärker kleinester Signale gern in der Medizintechnik eingesetzt werden und sich dadurch Anforderungen an die Isolation ergeben: https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/diffamp.htm (zweites Unterkapitel).
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Für mich waren Instrumentierungsverstärker "böhmische Dörfer" bis ich auf der Suche nach einer Leckage in einem Flachdach auf ein Meßgerät/Aufbau gestoßen bin der so etwas nötig macht. Das in Frage stehende Stück Flachdach wird mit Wasser geflutet (wenige mm reichen) und rundum wird eine Ringelektrode verlegt. Diese an max. 40 Volt DC, Gegenpol an eine gute Erde (PAS). Damit fließt ein extrem geringer Strom durch die Wasserfläche und das gesuchte Loch gegen Erde. Kein Ahnung wie man so geringe Ströme bzw. deren Spannungsfall sonst messen will. Nun geht man mit zwei Elektroden über die Fläche spazieren und mißt den Spannungstrichter aus. Ideal ist ein Analoginstrument zur Anzeige, das zeigt dann "in die Richtung". Das dauert zwar, aber es funktioniert. Selbst bei nur feuchtem Dach war das noch begrenzt möglich. Soweit ich erinnere hatte ich da einen INA114 verbaut, gespeist aus zwei 9Volt Blockbatterien.
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L.S. schrieb: > Was ist denn das besondere an den Instrumentenverstärkern im Vergleich > zu einem herkömmlichen OPV? Ich kann doch auch einen herkömmlichen OPV > mit IN+ und IN- an einen Shunt anschliessen und den Strom messen=? Der aus drei Operationsvestärkern bestehende "Instrumentation amplifier" hat zwei wesentliche Vorteile im Vergleich zum "einfachen" Differenzverstärker: 1.) Extrem hohe Eingangswiderstände an beiden Eingängen - verursacht durch volle Geegenkopplung beider Eingangsstufen; 2.) Verstärkungseinstellung mit nur EINEM Widerstand möglich - und zwar ohne die Gleichtaktunterdrückung zu beeinflussen, die im wesentlichen durch die letzte Stufe (mit 4 gleichen Widerständen) bestimmt wird. Das ist eine wesentlicher Vorteil, denn wegen dieser 4 gleichen Widerstände kann die gute Gleichtaktunterdrückung dieser Stufe besser/einfacher realisiert werden als mit ungleichen Widerstandswerten, welche zudem noch die Verstärkung einstellen müssen.
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