Hey, hab mir eben ein Account hier erstellt, da ich mir nicht weiter zu helfen weiß und von Platinen und wahrscheinlich alledem worum es hier in diesem Forum geht keine Ahnung habe (aber ihr dafür umso mehr) und auch mein Umfeld überfragt ist. Im Folgenden erstmal die Ausgangssituation: Backofen: Siemens HB44255/01 Symptom: Zwangsbelüftung läuft im Kaltzustand, sobald der Ofen Strom hat und Fehlercode Er4 (Problem mit Temperaturfühler) wird angezeigt. Verlauf: Habe als erstes den Temperaturbegrenzer gewechselt, bevor ich den Fehlercode gesehen habe und noch nicht wusste, dass dieser bei "neueren" Öfen nur eine Schutzschaltung ist. Danach begriffen, dass das Uhrenmodul die Zwangsbelüftung steuert. Neues Relais eingelötet, aber weiterhin Problem. Dann Fehlercode bemerkt (den sieht man erst, wenn man den Backofen in Betrieb nehmen möchte). Daraufhin Temperatursensor gemessen-->535Ohm im Kaltzustand. Sollte passen([?]...Original-Sollwerte sind nicht zu ermitteln). Und als PTC steigt der Widerstand auch stetig, wenn ich ihn erwärme. Sensor abgesteckt und Zwangsbelüftung wird unterbrochen (Relais schaltet). Setzt jedoch kurz darauf ein und zeigt Fehlercode Er1 an. Zurückgesteckt an die Platine und wieder am Strom bleibt es erstmal ruhig und nach ca. 1 Minute geht wieder Zwangsbelüftung an und Fehlercode Er4. Frage: Nun bin ich aber bisschen überfragt was sonst das Problem ist. Nach Aussschlussverfahren bin ich bei der Steuerplatine gelandet und das dort das Problem entsteht, aber bin da komplett überfragt und auf Neuland gestoßen. Zumindest sollte es ja eine Art Referenzwiderstand geben und vielleicht ist er gedriftet? Wie ihr seht, ich tappe ich im Dunkel. Es finden sich keine Schaltpläne online und habe auch nur theoretisches Wissen aber kein Know-How, um nachvollziehen zu können was nach dem Sensorkontakt passiert und wo die Fehlerquelle am wahrscheinlichsten liegen könnte. Sprich: Wo ersetze ich welches Bauteil bzw. löte ich nach oder oder. Optisch alles ok und bei nachmessen weiß ich gar wo und was ich erwarten sollte. Ich hoffe jemand von euch kann sich da reindenken und mir halbwegs laienfreundlich helfen. Oder gebt mir eine ehrliche Einschätzung, ob das alles ein bisschen zu blauäugig von mir ist das als Laie angehen zu wollen. Auf Wunsch kann ich natürlich noch mehr Bilder und Informationen liefern. Vielen Dank euch fürs Lesen :) p.s.. Der Eingang vom Temperatursensor ist der erste Kontakt oben links auf der Platine
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Alfred schrieb: > Der Eingang vom Temperatursensor ist der erste Kontakt oben links auf > der Platine Dann mach doch mal von diesem linken oberen Bereich ein Bild, auf dem man die Beschriftung der Bauteile lesen kann.
Hoffe alles ausreichend erkennbar. Kann sonst auch mit der Lupe genaue Bezeichnungen nachschauen.
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Beitrag #8004934 wurde vom Autor gelöscht.
Hmm. Wie alt ist der Backofen ? ER1 und ER4 laut google Fehler mit dem PT 5000 - Google glaub ich hier nicht ganz. Woher bekommt die Platine ihre Spannung (DC) ? Die Lötstellen am st lm2904 (OpAmp) sehen nicht schlecht aus. Was steht auf dem großen dreibeinigen TO220 rechts unten ?
Beitrag #8005021 wurde vom Autor gelöscht.
Der Ofen ist gut über 20 Jahre alt. Hatte die Tage glaube irgendwas von Produktionsjahren 2001/2002 gelesen. Bei der Spannung bin ich mir nicht ganz sicher, wäre der Meinung gewesen sie bekommt sie über die Leistungsplatine (?), also den unteren weißen Flachstecker. Hab nochmal ein Foto angehangen wo man beide Platinen hintereinander verbaut sieht. Wäre der Meinung gewesen man kann die Spannungsversorgen der Leistungsplatine bei dem roten Anschluss im Vordergrund erkennen. Die Kennzeichnung des TO220 hab ich mal als weiteres Foto angehangen.
Alfred schrieb: > Die Kennzeichnung des TO220 hab ich mal als weiteres Foto angehangen. Das ist ein linearer Spannungsregler. Dort würde ich im eingebauten und bestromen Zustand mal messen, ob die erwarteten 5V herauskommen.
An welchen zwei der drei Beinen am besten messen? oder ist das egal?
Alfred schrieb: > An welchen zwei der drei Beinen am besten messen? oder ist das egal? Ich epfehle hier das Datenblatt. Dort kannst du dann sehen, dass an Mitte Masse ist und links (im Foto oben) eine Spannung von >8V hineingehen muss, damit am rechten Pin (im Foto unten) eine Spannung von 5V herauskommt.
Am dem rechten liegen 5Volt an, keine Kurzschlüsse durch Abrutschen der Messspitzen produzieren. Masse liegt an der Kühlfahne an. Aber: Der Controller arbeitet aber richtig, sonst würden gar keine Fehlermeldungen produziert werden. Dein Temperatursensor ist defekt. Besorge Dir ein paar 470 Ohm Widerstände an und schliesse einen, zwei oder drei davon in Parallelschaltung statt des PTCs an. Damit bietest Du dem Controller niedrigere Widerstandswerte an, etwa 470, 235, 150 und kannst Deine Versuche fortsetzen. So ein 10er-Packel bedrahtete Widerstände kosteten im Bastlerladen (blau) an der Theke mal 1,-, viel billiger als der Tempfühler. Irgendwo an der Frontseite gibts ein Typenschild mit E-Nr und einem Fertigungsdatum "FD xxxx"- Kalenderwoche und Baujahr+20. Deine bisherigen Versuche zeigen, dass im Stromkreis des PTC, der als Analogwert digitalisiert wird, Kabelbruch/Stecker nicht angesteckt, zu niedrige und zu hohe Werte erfasst werden, reine Softwaresache. Da Dein Backofen wahrscheinlich Pyrolyse hat wird der PTC auch arg strapaziert, plus Alterung. Zum probieren sind die Pfennigartikel-Widerstände aber risikolos.
Heinrich K. schrieb: > Dein Temperatursensor ist defekt. > Besorge Dir ein paar 470 Ohm Widerstände an und schliesse einen, zwei > oder drei davon in Parallelschaltung statt des PTCs an. Da werkelt aber ein Pt500!
Lothar M. schrieb: > Ich epfehle hier das Datenblatt. Dort kannst du dann sehen, dass an > Mitte Masse ist und links (im Foto oben) eine Spannung von >8V > hineingehen muss, damit am rechten Pin (im Foto unten) eine Spannung von > 5V herauskommt. Ich konnte stabile 4,99V messen.
Heinrich K. schrieb: Dein Temperatursensor ist defekt. > Besorge Dir ein paar 470 Ohm Widerstände an und schliesse einen, zwei > oder drei davon in Parallelschaltung statt des PTCs an. Damit bietest Du > dem Controller niedrigere Widerstandswerte an, etwa 470, 235, 150 und > kannst Deine Versuche fortsetzen. Ja, ich hatte auch schon die Idee einen Poti kurzzeitig anzulöten und dann mit Aus- und Zuschaltung der Sicherung einen Bereich zwischen 100Ohm bis 1000Ohm schrittweise abzugrasen und zu schauen, ob die Elektronik ab einem bestimmten Punkt die Belüftung abschaltet und ebenso die Fehlermeldung. Dachte nur, dass ich dann, wenn dieser Punkt eintritt, immernoch nicht weiß, ob der PTC oder ein Referenzwiderstand seinen Wert geändert hat.
Schon mal den Präzisionswiderstand oben links nachgelötet oder gemessen?
Alfred schrieb: > ein Referenzwiderstand Den gibt es hier eher nicht. Üblicherweise wird der Meßwert im uC mit einer dort intern verfügbaren Referenzspannung verglichen.
Alfred schrieb: > ob der PTC ... seinen Wert geändert hat Den PTC kannst du leicht prüfen. Denn das dürfte wie vermutet ein PT500 sein. Der hat bei 20°C einen Widerstand von 538 Ohm: - https://www.unternehmensberatung-babel.de/industriegase-lexikon/widerstandsthermometer/pt50-pt1000.html Wenn dann andere Widerstände auch passen (kochendes Wasser hat 100°C und der Widerstand sollte dann bei 690 Ohm liegen), dann ist der Fehler woanders. > ein Referenzwiderstand seinen Wert geändert hat Zur näheren Analyse müsste man dafür die Konditionierungsschaltung zwischen Widerstand und ADC herauszeichnen. BTW: es könte auch die Referenzspannung für den ADC weggedriftet sein, wenn z.B. ein Kerko einen Kurzen hat...
Pete K. schrieb: > Schon mal den Präzisionswiderstand oben links nachgelötet oder gemessen? Welcher genau ist das? :D Gern in Foto einzeichnen, falls umständlich zu erklären.
> Der hat bei 20°C einen Widerstand von 538 Ohm: Das passt. Verhält sich auch entsprechend der Temperaturänderung. > Zur näheren Analyse müsste man dafür die Konditionierungsschaltung > zwischen Widerstand und ADC herauszeichnen. Das übersteigt dann mein Können, zumal ich nichtmal jedem Bauteil seine korrekte Funktion zuordnen kann. na gut...mit google sollte es gehen. gibt ja die bezeichnungen auf den meisten Elementen. > BTW: es könte auch die Referenzspannung für den ADC weggedriftet sein, > wenn z.B. ein Kerko einen Kurzen hat... Hm dachte Referenzspannung steht genrell gerade in Frage? Klaus hatte immerhin Bedenken geäußert.
Alfred schrieb: > Klaus hatte immerhin Bedenken geäußert. Klaus hatte den Wandlungsvorgang beschrieben. Das, was du da mit 4,99V gemessen hast, war nicht (direkt) die Referenzspannung, sondern die Versorgungsspannung. Die könnte zwar durchaus auch als Referenzspannung verwendet werden, dann aber über eine Zusatzschaltung, denn sonst käme Versorgungsspannung als Fehlerursache icht in Betracht, weil sie ja exakt stimmt. Kannst du mal die Bezeichung des Controllers leserlich fotografieren? Evtl. findet man ein Datenblatt und kann die Referenzspannngserzeugung abschätzen.
Konnte über die Bezeichnung des controllers nichts finden :( Jmd von euch?
Habe zwar Datenblätter gefunden, aber so ganz was damit anfangen kann ich nicht. So wie ich es verstanden habe, hat der Controller keine feste Referenzspannung? Hm aber scheint ja auch uneindeutig welches Modell es genau ist, oder?
Dieter S. schrieb: > Laut Maskset ein MC68HC705B16, MC68HC705B16N oder MC68HC705B32. Wenn schon dann MC68HC05xx nicht HC705..
Alfred schrieb: > der Controller ist kundenspezifisch, den kannst wohl weder auslesen noch was ändern. Wenn der hinüber ist, kannst Herd zum Wertstoffhof bringen. Suche besser den Temperatursensor und dessen Eingangsschaltung.
Dieter S. schrieb: > Laut Maskset ein MC68HC705B16, MC68HC705B16N oder MC68HC705B32. Wie kommst Du auf diese Familie? Jörg schrieb: >> Laut Maskset ein MC68HC705B16, MC68HC705B16N oder MC68HC705B32. > Wenn schon dann MC68HC05xx nicht HC705.. Weil.. ? MC68HC705 klingt nicht abwegig, ist ein OTP-Controller, also EPROM ohne Löschfenster. Klaus F. schrieb: > Alfred schrieb: >> der Controller > ist kundenspezifisch, den kannst wohl weder auslesen noch was ändern. Auslesen könnte man, wenn der Schutz nicht gesetzt wurde. Ändern kann man am 705 nichts, weil dessen EPROM nicht löschbar ist. Das ist aber rein theoretisch und scheitert sowohl am Wissen als auch der fehlenden Hardware. > Wenn der hinüber ist, kannst Herd zum Wertstoffhof bringen. So funktioniert Wachstum, Geräte so zu konstruieren, dass sie nicht reparierbar sind.
Jörg schrieb: > > Wenn schon dann MC68HC05xx nicht HC705.. Die MC68HC705... sind die OTP Varianten der MC68HC05... mit ROM.
Manfred P. schrieb: > Weil.. ? MC68HC705 klingt nicht abwegig Das Maskset 0D60J kenne ich nur als maskenprogrammiert ab Werk. Sind auch in verschiedenen KFZ Steuergeräten älteren Baujahres zu finden. Und sie steigen mit zunehmenden Alter gern aus. Das Kundenspezifisches Marking spricht auch dafür. > Auslesen könnte man, wenn der Schutz nicht gesetzt wurde. Ändern kann > man am 705 nichts, weil dessen EPROM nicht löschbar ist. Das ist aber > rein theoretisch und scheitert sowohl am Wissen als auch der fehlenden > Hardware. Wenn er nicht geschützt ist kann man ihn auslesen und damit einen HC705 programmieren. Hab ich eventuell noch da. Aber lohnt das für einen über 20 Jahre alten Backofen...
Man könnte prüfen ob das Signal vom Temperatursensor am Mikrocontroller ankommt, das sind die "ANx" Pins für den AD Wandler. Eine Temperaturänderung sollte sich an einem der "ANx" Pins bemerkbar machen. Der Mikrocontroller hat einen EEPROM, denkbar wäre auch das dort etwas nicht mehr passt. Nur wird man in diesem Fall relativ wenig machen können, auch wenn man den EEPROM auslesen könnte braucht man einen Vergleich.
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Beitrag #8006029 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8006494 wurde von einem Moderator gelöscht.
Bitte beim Thema bleiben! Der TO sucht keine Vorschläge für einen leichter zu reparierenden Ofen, sondern Vorschläge für die Reparatur seines Ofens.
Lothar M. schrieb: > Der TO sucht ... > Vorschläge für die Reparatur seines Ofens. Ja, und dann darf man also nicht schreiben, daß das Unterfangen wirtschaftlicher Unsinn ist? Abgesehen davon, daß der TO viel zu wenig Kenntnisse hat, die Fehlerursache zu finden, geschweige denn reparieren zu können.
Klaus F. schrieb: > Ja, und dann darf man also nicht schreiben, > daß das Unterfangen wirtschaftlicher Unsinn ist? Richtig, was wirtschaftlich ist oder auch nicht, entscheidet einzig der Eigentümer des Gerätes und nicht Du.
Klaus F. schrieb: > daß das Unterfangen wirtschaftlicher Unsinn ist? Wenn ein gebrauchter Herd ohne den ausfallenden elektronischen Schnickschnack um die 80 Euronen kostet, sollte bedacht werden, dass die Anfahrt des Kundendienstes bereits einen ähnlichen Betrag auffrißt. Wenn die Regierung motzt, weil sie nicht mehr auf die Heißluft-Friteuse ausweichen will, sollte er einen Plan B haben. Wenn die Reparatur gelingt, dann hat er ein Thema, welches sich leicht in Kapiteln über 20 Minuten spannend erzählen läßt in der Wirtschaft. Da kann er auch die schönsten Einwände der Postenden zum Besten geben. Das ist sicherlich bei weitem mehr gehaltvoller, als was sonst in der Wirtschaft am Tisch geplaudert wird - also doppelt wirtschaftlich sinnvoll.
SuperDiets Blödsinn wurde gelöscht, prompt erzählt er neuen Blödsinn.
Als erstes würde ich bei dem Temperaturfühler auch noch an eine andere Fehlerquelle denken. Meistens haben die Temperaturfühler relativ kleine Amplituden und benötigen noch eine Verstärkung. Damit sind deren Messwerte auch empfindlicher auf Störungseinflüsse. Es ist auch nicht ungewönlich, dass solche Elektronik von einem Kondensatornetzteil versorgt wird. Wenn dieses nachläßt, kann es sein, dass der µC noch arbeitet, aber die Signale der Sensoren bereits versaut werden und Fehlfunktionen verursachen. Um sowas herauszufinden, müßte unter Spannung gemessen werden, was ich keinem Anfänger empfehlen würde zu versuchen.
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