Forum: Fahrzeugelektronik E-Mobilität Anno 1911


von Gerhard O. (gerhard_)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ich stolperte zufällig über dieses Bild eines Frühmodells. Man sieht, 
man befasst sich schon seit langer Zeit mit den Möglichkeiten des 
e-Antriebs.

Die am Schild angegebenen 1000 Meilen beziehen sich aber nicht auf die 
zu erwartende Reichweite sondern auf die Betriebszuverlässigkeit über 
1000 Meilen. Die Reichweite per Ladung betrug nur 160km.

https://en.wikipedia.org/wiki/S.R._Bailey_%26_Co.

https://www.cockpitdz.com/en/post/thomas-edison-s-electric-car-from-1910

: Gesperrt durch Moderator
von S. M. (lichtmensch)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Die Reichweite per Ladung betrug nur 160km.

Auch heute gibt es viele Autos die nicht weiter kommen.

von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Das erste Hybrid-Fahrzeug von 1899 scheint mir immer noch 
erwähnenswerter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lohner-Porsche

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Die Reichweite per Ladung betrug nur 160km.

Immerhin, damit käme ich 4 Tage zur Arbeit und zurück.

Was wurde denn damals als Akku verwendet?

von Oliver S. (oliverso)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Die Reichweite per Ladung betrug nur 160km.

„Nur“ wäre in Anbetracht der verfügbaren Technik stark untertrieben, nur 
waren es real wohl deutlich weniger.

Oliver

von Dergute W. (derguteweka)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Was wurde denn damals als Akku verwendet?

Blei-Säure, recht viel anderes wird's da auch noch nicht gegeben haben.
Ist schon etwas her, da war ich auf einer Porsche Hauptversammlung, wo 
sie auch so eine 100 Jahre alte Elektrokiste von sich ausgestellt 
hatten. Die hatte schon Nabenmotoren. Da fand ich erstaunlich, wie wenig 
sich so auf den ersten Blick an den Motoren in 100 Jahren geaendert 
hatte (Ja, klar, da waren sicher viel weniger seltene Erden und anderes 
tolles Gedoens verwurstet, etc. - sah aber eben schon ziemlich genauso 
aus).

Gruss
WK

von Christian B. (luckyfu)


Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Ja, klar, da waren sicher viel weniger seltene Erden und anderes
> tolles Gedoens verwurstet, etc. - sah aber eben schon ziemlich genauso
> aus

Naja, das liegt halt an der Einfachheit eines E Motors. Der braucht halt 
nur eine (oder 3) bestromte Wicklungen in einem Magnetfeld. Wenn sich 
nun das Magnetfeld ändert, beginnt sich der Motor zu drehen. Und man 
kann solch einen Motor halt auch komplett ohne seltene Erden wie Neodym 
bauen, aber dann halt nicht als PSM oder deutlich leistungsschwächer.

Wo sich in den letzten 20 Jahren sehr viel getan hat sind 3 
Kernbereiche, die man nicht unbedingt im Blick hat: Klar, die Batterie, 
daran denkt jeder zuerst. Li technik ist halt der Bleisäure massiv 
überlegen in: Ladezyklen, Energiedichte, Ladegeschwindigkeit.
Aber auch die Leistungselektronik, ohne moderne IGBTs wäre es sicher 
ebenso undenkbar, wie ohne den 3. im Bunde: Die modernen, schnellen 
Mikrocontroller, die man benötigt um das Drehfeld zu erzeugen. Die 
beiden gehen Hand in Hand und sind essentiell. Keiner steuert heute noch 
ein e Mobil wie damals, über Vorwiderstände, Feldschwächung oder 
Änderung der Batteriekonfiguration. Heute hat man eine fixe 
Batteriekonfiguration, einen Controller und 6 IGBts die das Drehfeld für 
die PSM erzeugen. Viel verlustärmer, viel besser zu steuern, 
Rekuperation ist damit ebenso möglich. Das ging mit den alten Modellen 
auch nicht.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Was wurde denn damals als Akku verwendet?
>
> Blei-Säure, recht viel anderes wird's da auch noch nicht gegeben haben.

Doch. Einfach mal den Links folgen ;-)

FeNi-Akkus wurden in diesem Fall verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nickel-Eisen-Akkumulator

Christian B. schrieb:
> Wo sich in den letzten 20 Jahren sehr viel getan hat sind 3
> Kernbereiche, die man nicht unbedingt im Blick hat: Klar, die Batterie,
> daran denkt jeder zuerst. Li technik ist halt der Bleisäure massiv
> überlegen in: Ladezyklen, Energiedichte, Ladegeschwindigkeit.

Korrekt. Das war der Durchbruch.

> Aber auch die Leistungselektronik, ohne moderne IGBTs wäre es sicher
> ebenso undenkbar, wie ohne den 3. im Bunde: Die modernen, schnellen
> Mikrocontroller, die man benötigt um das Drehfeld zu erzeugen. Die
> beiden gehen Hand in Hand und sind essentiell. Keiner steuert heute noch
> ein e Mobil wie damals, über Vorwiderstände, Feldschwächung oder
> Änderung der Batteriekonfiguration.

Daran lag es aber eher nicht. Vernünftige Wechselrichter für PMSM gibt 
es schon mindestens 40 Jahre. Hier in meinem CNC-Drehautomat von 1989 
werkelt ein 10kW PMSM mit einer Simudrive 610 - und die ist tatsächlich 
noch analog aufgebaut und erhält schön ihre +/-10V als Führungsgröße. 
Wirkungsgrad auch hier (mit bipolaren Darlingtons) bereits über 95%! Und 
die Regelung einer CNC würde ich als deutlich dynamischer und genauer 
als jeden Fahrzeugantrieb betrachten. Die 610 ist auch schon ziemlich 
kompakt und hätte problemlos in ein Automobil gepasst.

> Heute hat man eine fixe
> Batteriekonfiguration, einen Controller und 6 IGBts die das Drehfeld für
> die PSM erzeugen. Viel verlustärmer, viel besser zu steuern,
> Rekuperation ist damit ebenso möglich. Das ging mit den alten Modellen
> auch nicht.

Wie gesagt: das geht alles schon sehr lange - aber nun geht es auch 
günstig, bei höherer Spannung (meine CNC arbeitet mit 200V DC) und noch 
ein paar Prozentpunkte besser.

Der Knackpunkt ist die Energiedichte der neuen Akkutypen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Viel interessanter fände ich zu erfahren, wie genau die das mit dem Gas 
geben geregelt haben.
Halbleiter gabs ja noch keine, und meist fährt man kein Vollgas, ein 
Vorwiderstand würde ja die ganze Zeit heizen wie blöde.
Bei Batterieumschaltungen entlädt man ungleichmäßig...

Dabei gibt es Bilder wo ganze E-Auto-Wagenparks geladen werden, das war 
also durchaus verbreitet.

von Mirko (mirkomikro)


Lesenswert?


von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Viel interessanter fände ich zu erfahren, wie genau die das mit dem Gas
> geben geregelt haben.

Ich hatte mal eine alte Maschine, da wurde ein Stelltrafo per Fußpedal 
gestellt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Viel interessanter fände ich zu erfahren, wie genau die das mit dem Gas
>> geben geregelt haben.
>
> Ich hatte mal eine alte Maschine, da wurde ein Stelltrafo per Fußpedal
> gestellt.

Hilft natürlich bei DC nicht so viel und ich denke nicht, dass man dort 
einen Wandler verbaut hat.

Eventuell fuhr das Ding auch mit fester Drehzahl und "regelte" rein 
mechanisch über Riemen als eine Art Variomatik?

Mirko schrieb:
> 
https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/berlin-ist-pionier-der-e-mobilitaet-elektroautos-rollten-fuer-die-post-li.1307
> 1905 besaß die Berliner Oberpostdirektion bereits 621 Elektrowagen.

Danke für den Link - sehr interessant :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Viel interessanter fände ich zu erfahren, wie genau die das mit dem Gas
> geben geregelt haben.

Theoretisch wäre es ja mit einem E-DAF Antrieb/Variomatic denkbar.

Diese E-Karren/Züge waren in den 60ern in HH in vielen Bereichen zu 
sehen:

https://www.kinderfreizeithof.de/oldtimer/still/a06.jpg

Grössere Bahnhöfe, Gross- und Fischmarkt, Freihafen, Flughafen, etc.
Meist auch ohne die "Stossstange" wie oben, sondern eher völlig freier 
Stand wie hier:

https://www.kinderfreizeithof.de/oldtimer/still/a1.png

Als Kind wollte ich unbedingt mal so ein Teil fahren, dachte aber auch 
mit etwas Sorge daran, wie das bei einem Unfall aussieht...

von Dergute W. (derguteweka)


Lesenswert?

Moin,

iirc waren Elektrofahrzeuge am Anfang den Verbrennern auch im taeglichen 
Handling ueberlegen, weil man sie nicht ankurbeln musste. Erst als 
Anlasser an Verbrennermotoren ueblich wurden, aenderte sich das.

Gruss
WK

von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Ich hatte mal eine alte Maschine, da wurde ein Stelltrafo per Fußpedal
> gestellt.

Bleiakkus sind DC. Da geht ein Trafo nicht.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Vorwiderstand würde ja die ganze Zeit heizen wie blöde ...

Da wurde umgeschaltet, die Wicklungszahl geaendert, und über 
Vorwiderstaende die Erregung geaendert.

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (datenreisender)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:
> Mirko schrieb:
>>
> 
https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/berlin-ist-pionier-der-e-mobilitaet-elektroautos-rollten-fuer-die-post-li.1307
>> 1905 besaß die Berliner Oberpostdirektion bereits 621 Elektrowagen.
>
> Danke für den Link - sehr interessant :-)

Interessant ist dabei, dass 1902(!) in Berlin eine rein-elektrische 
U-bahn gebaut wurde (Siemens war halt sehr gross in Berlin). Es gab zwar 
ein paar Probleme mit der Groesse (die beruehmten-beruechtigten 
Kleinprofil-Bahn mit extra kleinem Profil bei Normalspur, die 
U-Bahn-Wagen sind nur 2.30m breit), aber es funktioniert (sort of) immer 
noch. Unter https://www.berliner-untergrundbahn.de/1914.html sieht man 
das Liniennetz von 1914.

Und Berlin hatte auch noch ein pneumatisches Depeschenbefoerderung-Netz, 
entwickelt von Siemens und Halske (in Betrieb 1865). Es wurde bis 1963 
betrieben (dann wurde dieses neue Ding "Telephon" benutzt). In 
Ost-Berlin wurde die Rohrpost bis 1980 aktiv benutzt.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Ich stolperte zufällig über dieses Bild eines Frühmodells. Man sieht,
> man befasst sich schon seit langer Zeit mit den Möglichkeiten des
> e-Antriebs.

Oma Duck fährt schon seit über einhundert Jahren einen Detoit 
Electric...

https://de.duckipedia.org/Oma_Ducks_Elektromobil

Eine Bilderstrecek:

https://www.spiegel.de/fotostrecke/elektroautos-120-jahre-summsumm-fotostrecke-154722.html

Uwe

von Rolf (rolf22)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Viel interessanter fände ich zu erfahren, wie genau die das mit dem Gas
> geben geregelt haben.
> Halbleiter gabs ja noch keine, und meist fährt man kein Vollgas, ein
> Vorwiderstand würde ja die ganze Zeit heizen wie blöde.

Wahrscheinlich wie bei den alten Straßenbahnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_elektrischen_Antriebs_von_Schienenfahrzeugen 
--> dort den Absatz mit "Feldschwächung" suchen.

Noch in den 1960ern hatten wir in Hannover solche Bahnen, die wurden 
allerdings nur im Berufsverkehr als Kapazitätsergänzung benutzt.
Die Widerstände wurden im Winter zum Heizen des Innenraums benutzt, im 
Sommer wurde auf andere Widerstände umgeschaltet, die saßen außen auf 
dem Dach. Gebremst wurde größtenteils rein elektrisch, auch dazu dienten 
die Widerstände.

von Thomas Re (db8nr)


Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Was wurde denn damals als Akku verwendet?
>
> Blei-Säure, recht viel anderes wird's da auch noch nicht gegeben haben.

Bleiakkus wären viel zu schwer, und darum wurden 
Eisen-Nickel-Akkumulatoren verwendet.

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Oma Duck fährt schon seit über einhundert Jahren einen Detoit
> Electric...

So alt ist die ja noch gar nicht.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> Oma Duck fährt schon seit über einhundert Jahren einen Detoit
>> Electric...
>
> So alt ist die ja noch gar nicht.

Doch. Die war bei ihrmen ersten Auftauchen in den Comics (1943) schon 
Mitte 85.

https://donald.org/forum/thread/H0Q?page=0

Aber, Comicfiguren altern bekanntlich nie :-)
https://musenblaetter.de/userimages/Image/Oma%20Duck%20Elektromobil.jpg

Uwe

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Und was gern vergessen wird: der Sprit war bis in die 40er Jahre 
grottenschlecht so daß aus einem Verbrenner nicht so viel Leistung 
herauskam und es auch erheblich Startprobleme gab. Rennwagen hatten 
damals spezielle Benzinsorten, die gab es nicht für jedermann/frau.

Erst 1922 wurde das Bleitetraethyl erfunden und hat sich nur langsam 
durchgesetzt, es gab auch andere Zumischungen. In der Vorkriegszeit gab 
es an fast jeder Tankstelle einen anderen Sprit. Die meisten Verbrenner 
hatten damals am Lenkrad einen Handversteller für die Zündung um den 
Motor auf die jeweilige Spritqualität anzupassen.

In dieser Welt war das E-Auto auch mit der damaligen Technik durchaus 
attraktiv.

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> der Sprit war bis in die 40er Jahre
> grottenschlecht so daß aus einem Verbrenner nicht so viel Leistung
> herauskam

Man hat schon Anfang der 1920er um die 50% Benzol reingemischt. Das gab 
einen Sprit, der mit jetzigem Super vergleichbar war.

von M. E. (engelhard)


Lesenswert?

Christian B. schrieb:
> Und man
> kann solch einen Motor halt auch komplett ohne seltene Erden wie Neodym
> bauen, aber dann halt nicht als PSM oder deutlich leistungsschwächer.

BMW baut in seine Autos ohne seltene Erden. Fremderregte 
Synchronmotoren. Die sehen mir jetzt nicht gerade deutlich 
leistungsschwächer aus.

von Mobile (mobileteser)


Lesenswert?

M. E. schrieb:
> BMW baut in seine Autos ohne seltene Erden.

Auch Reault hat solche Modelle. Der Motor ist halt teurer als mit Neodyn 
Magnete und die Ansteuerung braucht eine 4. Treiberstufe.

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Mobile schrieb:
> M. E. schrieb:
>> BMW baut in seine Autos ohne seltene Erden.
>
> Auch Reault hat solche Modelle. Der Motor ist halt teurer als mit Neodyn
> Magnete und die Ansteuerung braucht eine 4. Treiberstufe.

Und der Wirkungsgrad ist etwas kleiner.

von Mobile (mobileteser)


Lesenswert?

Auch in Wien zählte die Post wegen Benzinmangel zu den Vorreitern der 
E_Mobilität: 
https://www.mycar.net/100-jahre-elektroautos-bei-der-post-spannende-zustellung/
Auch der Wechselakku ist keine Erfindung der heutigen Zeit: 
https://www.filmarchiv.at/de/filmarchiv-on/video/f_02z3zH1aQpFGeMmmPcVK1h

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> der Sprit war bis in die 40er Jahre
>> grottenschlecht so daß aus einem Verbrenner nicht so viel Leistung
>> herauskam
>
> Man hat schon Anfang der 1920er um die 50% Benzol reingemischt. Das gab
> einen Sprit, der mit jetzigem Super vergleichbar war.

Hat man, aber jede Raffinierie hatte ihre eigenen Rezepte und die waren 
teils seltsam und niemals "so gut wie unser heutiges Super"!

Reines Benzol hat als Ottokraftstoff eine hohe Klopffestigkeit (99 ROZ), 
war jedoch vergleichsweise teuer und Motoren verrußten sehr schnell. 
Daher wurde Benzol nur für spezielle Anwendungen als Treibstoff wie 
Motoren mit hoher Kompression verwendet oder für hohe 
Leistungsanforderungen wie Jagdflugzeuge auf Feindflug (Motoren-Benzol).

Da ich meine Lehrbücher aus dem Studium "Kraftstoffe und Tribologie" 
nicht mehr habe hier ein weiteres Zitat aus Wikipedia:

Da die Basisbenzine in ihrer Qualität (und damit Klopffestigkeit) stark 
schwankten (vor 1930: 40 bis 60 ROZ), wurde in Deutschland oft 5 % bis 
10 % Benzol zur Normierung (Einstellung der Klopffestigkeit) zugesetzt, 
was aufgrund der nach damaliger Ansicht geringen Menge noch nicht 
deklariert werden musste. Die bekanntesten Benzinmarken der in 
Deutschland führenden Tankstellengesellschaften (Großen Fünf) hießen:

- Dapolin (Benzin aus US-amerikanischem Erdöl von der 
Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft (DAPG)),
- Stellin (Benzin aus indischem, amerikanischem oder rumänischem Erdöl 
von der Rhenania-Ossag),
- Strax (Benzin aus persischen (ab 1935 iranischen) Erdölquellen von der 
OLEX)
- Leuna (deutsches synthetisches Hydrierbenzin der I.G. Farben, 
vertrieben von der Gasolin).
- Bibo (1924 für den Benzol-Verband entwickeltes Gemisch aus Benzin und 
Benzol)

Sehr viel mehr dazu unter: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklung_der_Ottokraftstoffe

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Reines Benzol hat als Ottokraftstoff eine hohe Klopffestigkeit (99 ROZ),
> war jedoch vergleichsweise teuer

Das Zeug fiel bei der Kokerei in großen Mengen an, und man suchte nach 
einer Verwendung, die man im Ottokraftstoff fand. Ein klein wenig konnte 
man als Grundstoff an die chemische Industrie verkaufen.

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Das gezeigte Fahrzeug war Anfang der 20 Jahrhundert aktuell, da lag der 
ROZ der verfügbaren Kraftstoffe bei 40. Versuch mal damit in einem 
damaligen Verbrennungsmotor vernünftig zu beschleunigen. Das klopft und 
klingelt daß es weh tut und zieht keinen Hering vom Teller. Der 
Elektrowagen dagegen zog einfach sauber durch.

Die Weiterentwicklung der Kraftstoffe ist letztlich der Tod des frühen 
E-Fahrzeuges gewesen so wie jetzt der Umweltschutz der Tod des 
Verbrenners sein wird.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Die Weiterentwicklung der Kraftstoffe ist letztlich der Tod des frühen
> E-Fahrzeuges gewesen so wie jetzt der Umweltschutz der Tod des
> Verbrenners sein wird.

Es gibt durchaus weitere triftige Gründe für das E-Fahrzeug, 
insbesondere die geringere Fehleranfälligkeit und damit verbunden 
geringere Wartung etc. Nicht nur der überzüchtete Benzin- oder 
Dieselantrieb wird obsolet, sondern auch die hochkomplizierten Getriebe, 
Abgasreinigungssysteme (teurer Kat) etc.

In wenigen Jahren werden sich Käufer von Verbrennern über den quasi auf 
Null gefallenen Wert ihrer Autos ärgern.

von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:
> insbesondere die geringere Fehleranfälligkeit und damit verbunden
> geringere Wartung etc.

Und die geringere Haltbarkeit durch Unmassen an Software, mit Cloud- und 
Aboanbindung, die einfach in 10 Jahren nicht mehr gehen werden.
Siehe siehe Tesla-Wiederverkauf, siehe Android-Auto/Apple-Carplay, alles 
Softwareprobleme, die einfach nicht mehr supportet werden und der Kunde 
sitzt dann damit.
ECall 2G ist sogar ein Hardwareproblem, für das es keinen Update gibt.
Die Renault Zoe, die einem hinterhergeworfen wurde weil die Akkus via 
Software tot waren und es keinen Ersatz gab ist auch so eine Geschichte.

Einen Ford T kann man heute noch fahren. Einen aktuellen Tesla (oder 
sonst irgendein E-Auto) spätestens in 15 Jahren nicht mehr, 
verschlissener Akku hin oder her, einfach weil die Computer nicht mehr 
wollen (Flash-Idiotie) oder nicht mehr telefonieren können (Cloud weg).

Rainer Z. schrieb:
> In wenigen Jahren werden sich Käufer von Verbrennern über den quasi auf
> Null gefallenen Wert ihrer Autos ärgern.

Das liegt mehr an der nicht mehr verfügbaren Spritversorgung. Wenn du 
keine Tinte mehr bekommst ist der beste Drucker nur noch ein 
Briefbeschwerer.
Alte Stinkeautos werden gerade weil sie alt werden können auch dann noch 
Liebhaber haben, auch wenn sie dann den Sprit bei der Apotheke holen 
müssen, so wie 1888 schon.

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Meine Prognose: Wenn "der Gesetzgeber" nicht reinpfuscht wird im Verbund 
mit Kernkraft die Weiterentwicklung der CO2 neutralen Kraftstoffe und 
effizienteren Motoren (z.B. Sechstaktverfahren) den unwirtschaftlichen 
und technisch einfach unterlegenen Elektrofahrzeugen langsam den Hahn 
zudrehen.

Auch 2050 wird da, wo es auf maximale Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit 
ankommt (z.B. Feuerwehr, Verteidigung, Schiffe) der Verbrennungsmotor in 
99% der Fahrzeug der Hauptantrieb sein, bei Wahlfreiheit auch im 
individuellen Strassenverkehr.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Und die geringere Haltbarkeit durch Unmassen an Software, mit Cloud- und
> Aboanbindung

Wobei nicht nicht ganz alten Verbrenner und Hybride auch reichlich mit 
Fahrzeug-IT ausgestattet sind.

Beitrag #8006629 wurde vom Autor gelöscht.
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Meine Prognose: Wenn "der Gesetzgeber" nicht reinpfuscht wird im Verbund
> mit Kernkraft die Weiterentwicklung der CO2 neutralen Kraftstoffe und
> effizienteren Motoren (z.B. Sechstaktverfahren) den unwirtschaftlichen
> und technisch einfach unterlegenen Elektrofahrzeugen langsam den Hahn
> zudrehen.

Schon wieder Schnee von gestern, seit die ersten 20-Takter erfolgreich 
getestet wurden.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> im Verbund mit Kernkraft

Da wirst du schon auf die Merz'schen Fusionskraftwerke warten müssen. 
Aber wie schon bei Moses, wird er das gelobte Land wohl selbst nicht 
mehr sehen. Aber nicht, weil die dann chinesischen Spargel ihm die Sicht 
versperren.

: Bearbeitet durch User
von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Kernkraftwerke gab es schon mal in diesem Land. Wir nutzen noch immer 
Kernkraft, die Kraftwerke stehen nur im Ausland. In Europa mehr als 100 
und es werden neue gebaut.

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Kernkraftwerke gab es schon mal in diesem Land. Wir nutzen noch
> immer
> Kernkraft, die Kraftwerke stehen nur im Ausland. In Europa mehr als 100
> und es werden neue gebaut.

Es gibt halt immer noch genug Leute, die auf die Mär vom billigen 
Atomstrom reinfallen.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> In Europa mehr als 100 und es werden neue gebaut.

Stand 2024 waren insgesamt 2 in der EU in Bau, 1x Frankreich und 1x 
Slowakei.
https://www.bundestag.de/resource/blob/1030862/WD-5-126-24-pdf.pdf

: Bearbeitet durch User
von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Kernkraftwerke gab es schon mal in diesem Land. Wir nutzen noch immer
> Kernkraft, die Kraftwerke stehen nur im Ausland. In Europa mehr als 100
> und es werden neue gebaut.

Ist ja auch besser wenn Bürger anderer Länder diese Kraftwerke mit ihren 
Steuern subventionieren. Wir sind schlauer.

Uwe

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Ja, wir sind so schlau das wir lieber für 30 ct/kwh unberechenbaren 
Flatterstrom aus Photovoltaik und Wind generieren statt für 5ct/kwh 
Atomstrom in beliebiger Menge. Das macht jetzt Frankreich für uns mit 59 
Kernkraftwerken.

Polen will übrigens 3 neue KKW bauen, Tschechien 5, China 44.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> 5ct/kwh
> Atomstrom in beliebiger Menge.

Nuja, den Dreck und seine Aufbewahrung hast du da aber generös 
übersehen.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Ja, wir sind so schlau das wir lieber für 30 ct/kwh unberechenbaren
> Flatterstrom aus Photovoltaik und Wind generieren statt für 5ct/kwh
> Atomstrom in beliebiger Menge. Das macht jetzt Frankreich für uns mit 59
> Kernkraftwerken.

In DE lag der Durchschnittspreis für private Haushalte 2025 bei ~38 
ct/kWh, in FR staatlich gefördert bei ~27 ct/kWh.
Also bitte bei der Wahrheit bleiben.

> Polen will übrigens 3 neue KKW bauen, Tschechien 5, China 44.

Mit Wünschen ist das immer so eine Sache...

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> In DE lag der Durchschnittspreis für private Haushalte 2025 bei ~38
> ct/kWh,

Ist aber dieses Jahr gut gesunken, zumindest bei meinem Anbieter.

Hier aktuell 21ct/kWh.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Ronny M. schrieb:

> Nuja, den Dreck und seine Aufbewahrung hast du da aber generös
> übersehen.

60.000 Tonnen abgebrannter Kernbrennstoffe werden in
Europa zwischengelagert. In irgendwelchen Hinterhöfen. Es gibt keinen 
wirklichen Plan zur "Entsorgung". Lediglich Finnland baut ein Endlager.

Nur so am Rande notiert...

Uwe

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Ronny M. schrieb:
>> In Europa mehr als 100 und es werden neue gebaut.
>
> Stand 2024 waren insgesamt 2 in der EU in Bau, 1x Frankreich und 1x
> Slowakei.
> https://www.bundestag.de/resource/blob/1030862/WD-5-126-24-pdf.pdf

Gut, er sprach von ganz Europa. Da käme dann noch GB mit einem dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Hinkley_Point

(Übrigens ein besonders gutes Beispiel dafür, warum man keine neuen AKW 
planen und bauen sollte, wenn Energie bezahlbar bleiben soll.)

Da wären wir dann bei drei.

Geplant wurde schon immer viel, gebaut dann viel weniger. Und das sind 
dann nur Ersatzbauten für abgeschaltete AKWs. Insgesamt nimmt der Anteil 
der Kernenergie auch weltweit deutlich ab.

Kilo S. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> In DE lag der Durchschnittspreis für private Haushalte 2025 bei ~38
>> ct/kWh,
>
> Ist aber dieses Jahr gut gesunken, zumindest bei meinem Anbieter.
>
> Hier aktuell 21ct/kWh.

Hier auch: 25ct/kWh

Sehr erfreulich :-)

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Der JETZT (12:45) aktuelle Strompreis an der Börse in:

Frankreich:   8,36 ct/kwh
Deutschland: 13,93 ct/kwh

https://kwhprice.eu

60% Unterschied im Binnenmarkt. Wie macht das Frankreich nur?

Im Aktienmarkt wäre das ein utopisch guter Arbitrage Handel.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Wie macht das Frankreich nur?

Indem mit Staatsknete zugefüttert wird.

"Der französische Rechnungshof hat das finanzielle Desaster bei den 
neuesten und die unüberschaubaren Risiken bei geplanten Kernkraftwerken 
analysiert. Das Fazit: Trotz staatlicher Unterstützung enttäuscht die 
Technologie in punkto Wirtschaftlichkeit."
https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/franzoesischer-rechnungshof-kritisiert-kernkraftausbau

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:
> Kilo S. schrieb:
>> Ralf X. schrieb:
>>> In DE lag der Durchschnittspreis für private Haushalte 2025 bei ~38
>>> ct/kWh,
>>
>> Ist aber dieses Jahr gut gesunken, zumindest bei meinem Anbieter.
>>
>> Hier aktuell 21ct/kWh.
>
> Hier auch: 25ct/kWh
>
> Sehr erfreulich :-)

Sind das geschätze Preise für Arbeitspreis + Fixkosten und OHNE Prämien, 
etc?

In einem internationalen Vergleich zählen aber eh nur 
Durchschnittspreise aus verlässlicher Quelle, wie z.B. eurostat.

Seinen Stromhändler kann man sich in DE ja aussuchen, seinen 
Netzbetreiber idR nicht.
Und da gibt es wahnsinnige regionale Preisunterschiede in DE.

In FR sind die Netzkosten landesweit gleich, aber nach gewählter 
Anschlussleistung gestaffelt, wobei sich um 90% der fr. Haushalte einen 
3 oder 6 kVA Tarif "leisten".
Mittels Lastabwurfrelais, Zeitschaltuhren und Gasherden kommen die 
Franzosen damit klar.
Wir deutschen leisten uns da ganz bedeutend mehr, das kostet aber auch.

Arbeitspreise sind auch in ganz FR tariflich gestaffelt von EDF/RTE 
identisch, einige Private bleiben da ggf. leicht drunter.
Die aktuelle Lage dürfte Hinz bedeutend besser kennen, als ich.

von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Keine Sorge! In 20 Jahren ist die Fusion dann so weit.

Iter soll 2034 laufen (erstes Plasma), 2039 erster Betrieb mit dem 
fusionsfähigen Brennstoffgemisch, ursprünglich war 2025 geplant.
Die Prognosen sind also zuverlässig und werden eingehalten.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> In FR sind die Netzkosten landesweit gleich, aber nach gewählter
> Anschlussleistung gestaffelt, wobei sich um 90% der fr. Haushalte einen
> 3 oder 6 kVA Tarif "leisten".

Das reicht ja noch nichteinmal für eine standesgemäße Hobbywerkstatt ;-)

Man erzählt daß in Frankreich viel mit elektrisch geheizt wird. Gibt es 
dafür Extratarife?

Uwe

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/franzoesischer-rechnungshof-kritisiert-kernkraftausbau

"Das Nachrichtenportal für Klimaschutz und bürgernahe Energiewende"
Danke, ich habe genug gelesen!

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Sind das geschätze Preise für Arbeitspreis + Fixkosten und OHNE Prämien,
> etc?

Nicht geschätzt, 20,59 cent  Netto, 24,5 cent brutto. Preisanpassung 
seit diesem Monat.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> "Das Nachrichtenportal für Klimaschutz und bürgernahe Energiewende"
> Danke, ich habe genug gelesen!

Immer schön in der Blase bleiben. Wird sonst anstrengend, das Denken.

Uwe

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Danke, ich habe genug gelesen!

Wenn nicht einmal der französische Rechnungshof deinen Ansprüchen 
genügt, was wäre als Quelle denn akzeptabel?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Die Haushaltstarife heißen in Frankreich "Tarif Bleu". Sie unterscheiden 
sich je nach Anbieter ein klein wenig.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Der JETZT (12:45) aktuelle Strompreis an der Börse in:
>
> Frankreich:   8,36 ct/kwh
> Deutschland: 13,93 ct/kwh
>
> https://kwhprice.eu
>
> 60% Unterschied im Binnenmarkt. Wie macht das Frankreich nur?

Solange es die Grenzübergangsstellen verkraften, kann DE, bzw. deutsche 
Stromhändler ja den billigen Strom aus FR einkaufen.
Gibt auch immer wieder Zeiten, wo der Spotmarktpreis in DE weit unter 
dem von FR liegt.
Hier kannst Du auch gut in die Vergangenheit schauen, ggf. auf Stunden- 
oder Tageskurse umschalten:

https://www.smard.de/home/marktdaten?marketDataAttributes=%7B%22resolution%22:%22quarterhour%22,%22from%22:1770505200000,%22to%22:1770711107249,%22moduleIds%22:%5B8004169,8000254%5D,%22selectedCategory%22:null,%22activeChart%22:true,%22style%22:%22color%22,%22categoriesModuleOrder%22:%7B%7D,%22region%22:%22DE%22%7D

> Im Aktienmarkt wäre das ein utopisch guter Arbitrage Handel.

Schlimmer als Äpfel & Birnen zu vergleichen.

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> das Denken

Welches Denken? Ronny bevorzugt es Fake News rauszuposaunen. Da muss man 
nicht mal eine 2. Quelle suchen und schon gar nicht denken.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Wie macht das Frankreich nur?

Teuer einkaufen, billig verkaufen und mit der Differenz die 
Staatsschulden ausgleichen.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
>> Hier auch: 25ct/kWh
>>
>> Sehr erfreulich :-)
>
> Sind das geschätze Preise für Arbeitspreis + Fixkosten und OHNE Prämien,
> etc?

Ohne Prämien (ich lasse immer nur nach Angeboten ohne irgendwelche 
Prämien suchen), inkl. aller Abgaben, aber auch ohne 
Grundgebühr/Zählermiete. Die liegt bei €12/Monat.

> In einem internationalen Vergleich zählen aber eh nur
> Durchschnittspreise aus verlässlicher Quelle, wie z.B. eurostat.
>
> Seinen Stromhändler kann man sich in DE ja aussuchen, seinen
> Netzbetreiber idR nicht.
> Und da gibt es wahnsinnige regionale Preisunterschiede in DE.

Es scheint mir auch so. Aber wir haben bis Ende Januar bspw. auch 
32ct/kWh bezahlt (+€15 Grundkosten). Ich glaube, dass viele auch einfach 
zu faul zum Vergleichen/Wechseln sind.

Also, da ist der Preis auch "netzbetreiberbereinigt" schon deutlich 
gesunken. Ich habe eben mal nachgeschaut, wann wir das letzte Mal 25ct 
hatten: 2019

Ronny M. schrieb:
> Polen will übrigens 3 neue KKW bauen, Tschechien 5, China 44.
> 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

"Die Anzahl der in Betrieb befindlichen Atomreaktoren nimmt weltweit 
deutlich langsamer zu als noch im vorherigen Jahrhundert und sank 
zuletzt leicht."

: Bearbeitet durch Moderator
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Gibt auch immer wieder Zeiten, wo der Spotmarktpreis in DE weit unter
> dem von FR liegt.

Gibt sogar Zeiten, in denen D-Land noch was drauflegen muss um den Strom 
nach Österreich zu verscherbeln. Wenn deren Pumpspeicherkraftwerke schon 
längst voll sind, sind sie dazu übergegangen, das Wasser einfach wieder 
runterplätschern zu lassen. Im Endeffekt ein riesen Heizwiderstand.

Das wäre doch auch ein Geschäftsmodell für D-Land. 10000 Tauchsieder 
kaufen und die im örtlichen Löschweiher versenken.

Ich finde das Obervermuntwerk in Österreich faszinierend.
6-teiliges Video dazu: 
https://www.youtube.com/watch?v=zbfm-ACmbQI&list=PLo-18tO7QyqkQ1uFPOG0BDtcbXjAcfbSz

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Teuer einkaufen, billig verkaufen und mit der Differenz die
> Staatsschulden ausgleichen.

Das geht offenbar auch in der deutschen Energiebranche. Von einem 
Energieversorger wurde ich unlängst gebeten, einen negativen Betrag zu 
überweisen.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> In FR sind die Netzkosten landesweit gleich, aber nach gewählter
>> Anschlussleistung gestaffelt, wobei sich um 90% der fr. Haushalte einen
>> 3 oder 6 kVA Tarif "leisten".
>
> Das reicht ja noch nichteinmal für eine standesgemäße Hobbywerkstatt ;-)

Du kannst alles bestellen, wobei die Fixpreise für die höheren 
Leistungen scheinbar erheblich gesunken sind:

https://particulier.edf.fr/content/dam/2-Actifs/Documents/Offres/Grille_prix_Tarif_Bleu.pdf

> Man erzählt daß in Frankreich viel mit elektrisch geheizt wird. Gibt es
> dafür Extratarife?

Erstaunlich sind selbst da niedrige Anschlusswerte die Mehrzahl.
Aus alten Kenntnissen von Eurostat lag der deutsche Haushalt bei 3.200 
kWh/a, der französische bei 5.300 kWh/a.
Haushaltsmitglieder nahezu identisch bei knapp über 2.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Erstaunlich sind selbst da niedrige Anschlusswerte die Mehrzahl.
> Aus alten Kenntnissen von Eurostat lag der deutsche Haushalt bei 3.200
> kWh/a, der französische bei 5.300 kWh/a.
> Haushaltsmitglieder nahezu identisch bei knapp über 2.

Ist vielleicht auch dem anderen Klima in vielen Teilen Frankreichs 
geschuldet. Das liegt südlicher, mit mehr maritimem Einfluss und daher 
ist es dort im Schnitt einfach deutlich wärmer.

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Atomstrom zum heizen. Kein Heizungskeller, kein Tank, keine schwankenden 
Preise, billig, verfügbar und CO2 frei. GEIL!

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Erstaunlich sind selbst da niedrige Anschlusswerte die Mehrzahl.
>> Aus alten Kenntnissen von Eurostat lag der deutsche Haushalt bei 3.200
>> kWh/a, der französische bei 5.300 kWh/a.
>> Haushaltsmitglieder nahezu identisch bei knapp über 2.
>
> Ist vielleicht auch dem anderen Klima in vielen Teilen Frankreichs
> geschuldet. Das liegt südlicher, mit mehr maritimem Einfluss und daher
> ist es dort im Schnitt einfach deutlich wärmer.

Absolut, grosse Teile FR liegen ja südlich der Alpen im mediteranen 
Klimaeinfluss, oft wird ggf. nur eine Notbeheizung vorgehalten.

Aber nochmal etwas deutlicher:
Aus Arbeitspreis, Fixkosten und Verbrauch lässt sich über einen 
bestimmten Zeitraum der Endpreis pro bezogener kWh berechnen.

Und wenn man bedenkt, dass bei uns die meisten mit 22 oder sogar 44 kW 
angeschlossen sind, kann man ja mal bei EDF schauen, was das im Jahr 
kosten würde..

von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Atomstrom zum heizen. Kein Heizungskeller, kein Tank, keine schwankenden
> Preise, billig, verfügbar und CO2 frei. GEIL!

Bei uns wurden die Kernkraftwerke alle zu einer Zeit gebaut, als man 
diese neue Technologie unbedingt haben wollte und daher auch staatlich 
subventioniert hat. Das bedeutete insbesondere

a) Übernahme der Haftungsrisiken im Havariefall. Für die alten 
Kraftwerke wäre ein Unfall eine "Naturkatastrophe", der Staat kommt für 
alle Kosten auf. Für Neuanlagen müsste der Betreiber eine 
Haftpflichtversicherung nachweisen, und die kostet.

b) Übernahme der "Ewigkeitskosten" für die Aufbewahrung des Atommülls. 
Für Neuanlagen müsste der Betreiber ein Entsorgungskonzept nachweisen 
und Rücklagen bilden.

Unter den heutigen Bedingungen wäre der Betrieb schlicht und einfach 
nicht wirtschaftlich. Damit investiert auch keiner. Da braucht man 
nichts zu verbieten, das regelt der Markt von alleine.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Bei uns wurden die Kernkraftwerke alle zu einer Zeit gebaut, als man
> diese neue Technologie unbedingt haben wollte und daher auch staatlich
> subventioniert hat. Das bedeutete insbesondere
>
> a) Übernahme der Haftungsrisiken im Havariefall. Für die alten
> Kraftwerke wäre ein Unfall eine "Naturkatastrophe", der Staat kommt für
> alle Kosten auf. Für Neuanlagen müsste der Betreiber eine
> Haftpflichtversicherung nachweisen, und die kostet.
>
> b) Übernahme der "Ewigkeitskosten" für die Aufbewahrung des Atommülls.
> Für Neuanlagen müsste der Betreiber ein Entsorgungskonzept nachweisen
> und Rücklagen bilden.

Dabei sollte mal jeder schauen, wer denn der Eigentümer der damaligen 
Erbauer/Betreiber war.
Das lag doch annähernd kpl. in staatlicher Hand, bis es insb. unter 
rot/grün Ende der 90er zur grossen Privatisierungswelle kam.

Mit dem Haftungsrisiko wäre die Politik die Meiler gar nicht erst 
losgeworden, Endlagerrisiken wurden allerdings übertragen.
Nur mit dem späteren Hickhack über alle Parteien mit 
Laufzeitverlängerung, Verkürzung, Sofortabschaltung, etc. brachte sich 
die Politik in die Lage, mit Übernahme der Rücklagen auch die 
Verantwortung zu übernehmen, ansonsten wäre es vor Gericht bedeutend 
teurer geworden.

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Der Markt sorgt vor allem dafür, wenn er nicht durch "den Gesetzgeber" 
beschränkt wird, für den Bau von, Stand JETZT, 14 neuen Kernkraftwerken 
in Europa und 40 in Asien.

https://de.statista.com/infografik/23762/die-anzahl-der-atomreaktoren-die-im-bau-oder-in-planung/

Die nächsten Generation der Flüssigsalzreaktoren kann sogar Atommüll 
energetisch verwerten. Das Thema Endlagerung ist damit nahezu erledigt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dual-Fluid-Reaktor

Diese Reaktoren sind eigensicher, da der schlimmste Fall (die 
Kernschmelze) nicht eintreten kann. Der Kern ist schon geschmolzen.
Als Wärmeträger dient flüssiges Blei, das viel mehr Wärme ohne 
Dampfbildung und damit ohne Druckerhöhung aufnehmen kann.

Erdacht in vom Institut für Festkörperphysik in Berlin, entwickelt in 
Vancouver von deutschen Forschern und demnächst als Prototyp in 
Ruanda(!).

Alles im Netz unter seriösen Adressen zu finden.

https://dual-fluid.com/

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Der Markt sorgt vor allem dafür, wenn er nicht durch "den Gesetzgeber"
> beschränkt wird, für den Bau von, Stand JETZT, 14 neuen Kernkraftwerken
> in Europa

Es ist umstritten, ob Russland zu Europa oder Asien gehört.
KI meint, 25% zu 75%.

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Und wenn man bedenkt, dass bei uns die meisten mit 22 oder sogar 44 kW
> angeschlossen sind, kann man ja mal bei EDF schauen, was das im Jahr
> kosten würde..

Anschlusspreise:
3x30A: 30,49€/m
3x60A: 52,54€/m

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Atomstrom zum heizen. Kein Heizungskeller, kein Tank, keine
> schwankenden
> Preise, billig, verfügbar und CO2 frei. GEIL!

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schlaraffenland_(Bruegel)

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> demnächst als Prototyp in
> Ruanda(!).

Nö, in Phantasien.

von Rolf (rolf22)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Polen will übrigens 3 neue KKW bauen, Tschechien 5, China 44.

Ein supertolles Sachargument. Fehlt nur noch "Donald hat gesagt, ..."

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Absolut, grosse Teile FR liegen ja südlich der Alpen im mediteranen
> Klimaeinfluss, oft wird ggf. nur eine Notbeheizung vorgehalten.

Unsinn.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Diese Reaktoren sind eigensicher

Derzeit sind sie tatsächlich sehr sicher, da es sie nicht gibt. Und 
voraussichtlich auch nicht geben wird.

: Bearbeitet durch User
von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Ok, Donald hat gesagt:

...Hier könnte ich einige von Trumps Versprechen aufzählen und wie sie 
umgesetzt wurden..

Aber Politik wollen wir in diesem Forum nicht.

von Korax K. (korax)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ronny M. schrieb

25 Beiträge seit 2009, allein 8 in diesem Thread.
Interessant..

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Korax K. schrieb:
> Ronny M. schrieb
>
> 25 Beiträge seit 2009, allein 8 in diesem Thread.
> Interessant..

Vielleicht ein 79er.

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Korax K. schrieb:
>> Ronny M. schrieb
>>
>> 25 Beiträge seit 2009, allein 8 in diesem Thread.
>> Interessant..
>
> Vielleicht ein 79er.

Sicher ein Spinner.

von Thomas R. (thomasr)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

@Hinz: Was ist das für ein Anschluß?

Hat mein Sohn in Toulouse; mit Schwimmbad und Wärmepumpe. Wobei draußen 
am Tor noch eine Art Verteilung ist (Zählerschrank?)

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> @Hinz: Was ist das für ein Anschluß?
>
> Hat mein Sohn in Toulouse; mit Schwimmbad und Wärmepumpe. Wobei draußen
> am Tor noch eine Art Verteilung ist (Zählerschrank?)

Disjoncteur d'abonné monophase.

Sieht nach Schneider Electric aus.

Wird auf 45A eingestellt sein.

Nach hiesiger Bezeichnung also ein 9kVA Anschluss, einphasig.

von Thomas R. (thomasr)



Lesenswert?

Hier bessere Ausschnitte.....

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> @Hinz: Was ist das für ein Anschluß?
>>
>> Hat mein Sohn in Toulouse; mit Schwimmbad und Wärmepumpe. Wobei draußen
>> am Tor noch eine Art Verteilung ist (Zählerschrank?)
>
> Disjoncteur d'abonné monophase.
>
> Sieht nach Schneider Electric aus.
>
> Wird auf 45A eingestellt sein.
>
> Nach hiesiger Bezeichnung also ein 9kVA Anschluss, einphasig.

Und hier regen sich die Leute über die Absicherung auf 3x35A auf wenn 
sie eine PV Anlage bekommen......

von H. H. (Gast)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Hier bessere Ausschnitte.....

https://www.mikrocontroller.net/attachment/689785/Anschluss_Toulouse.jpg

Also noch einer von Merlin Gerin, die wurden in den '90ern von Schneider 
übernommen.

Und jetzt sieht man auch die Einstellung auf 45A.

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Hier bessere Ausschnitte.....
>
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/689785/Anschluss_Toulouse.jpg
>
> Also noch einer von Merlin Gerin, die wurden in den '90ern von Schneider
> übernommen.
>
> Und jetzt sieht man auch die Einstellung auf 45A.

Danke!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Übrigens, ein paar Gruende, warum sich damals die Verbrenner gegenueber 
den EAutos durchsetzten, kann man auch dort entnehmen:

https://www.businessinsider.de/wirtschaft/e-auto-winter-albtraum-in-norwegen-ich-haette-ein-anderes-auto-nehmen-sollen/

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Von einem Energieversorger wurde ich unlängst gebeten, einen negativen
> Betrag zu überweisen.

Das kann ich auch für Dich übernehmen.

von Michael O. (michael_o)


Lesenswert?

Schurbelbeitrag. Wieviele E-Autos waren aus Spass an der Freude am 
Nordcap? Bei uns aus der Gruppe bis Dato 10 Fahrzeuge und keiner hatte 
ernste Probleme. Aber einen Diesel bei -25 Grad an zu bekommen ist genau 
so schwer wie einen durchgefrohrenen Benziner mit den heute üblichen 
Splielzeugbatterien durch das hartgefrohrenen Motoröl zu drehen. Das die 
Norweger 99% E-Autos kaufen liegt natürlich an wesentlich 
intelligenteren Rahmenbedingungen und viel weniger Schwurbelei als bei 
uns.

MfG
Michael

von Heinrich K. (minrich)


Lesenswert?

hartgefrohrenen Motoröl, jaja...

ohne h, hartgefrorenes

Du meine Güte...

von Michael W. (miks)


Lesenswert?

Heinrich K. schrieb:
> hartgefrohrenen Motoröl, jaja...
>
> ohne h, hartgefrorenes
>
> Du meine Güte...

Nicht nur - siehe auch: Schurbelbeitrag und Splielzeugbatterien... 😆

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Michael W. schrieb:
> Heinrich K. schrieb:
>> hartgefrohrenen Motoröl, jaja...
>>
>> ohne h, hartgefrorenes
>>
>> Du meine Güte...
>
> Nicht nur - siehe auch: Schurbelbeitrag und Splielzeugbatterien... 😆

Das Ente ist nah!

von Heinrich K. (minrich)


Lesenswert?

Norwegen, und seine "sprachbegabten" Propagandisten, kann natürlich 
leicht den Saubermann spielen:

Google weiß dazu:

"Norwegen ist einer der weltweit bedeutendsten Exporteure von Rohöl und 
Erdgas, wobei etwa 71 % der Ölproduktion exportiert werden, was im Jahr 
2024 rund 1,69 Millionen Barrel pro Tag entsprach. Als Hauptlieferant 
für Europa, insbesondere Deutschland, sichern die Exporte (die ca. 60 % 
der Gesamtexporte ausmachen) den beispiellosen Reichtum des Landes und 
speisen den größten Staatsfonds der Welt."

Das kann man natürlich machen, ganz Europa mit fossilem Gas und Erdöl 
versorgen, aber selbst "sauber" sein. Oder es ist die selektive 
Wahrnehmung eines Propagandisten.

Denn: Der Fahrzeug-Bestand besteht immer noch zur Hälfte aus 
Verbrennern.

! Obwohl ! E-Fahrzeuge von der saftigen Mehrwertsteuer befreit sind, 
immerhin 25%.

In den USA ruft Mercedes gerade rund 12.000 seiner E-Karren zurück, ein 
einziges Modell. Sie können, wer hätte das gedacht, jederzeit anfangen 
zu brennen. Ganz egal, ob geparkt, aufgeladen oder nicht, einfach im 
Freien möglichst weit weg parken und schnellstmöglich Vertragswerkstatt 
aufsuchen. Schöne neue Welt.

von Dergute W. (derguteweka)


Lesenswert?

Da Norwegen anscheinend auch ein paar Berge hat und nicht permanent 
schoenes Wetter, soll es da geruechteweise auch ordentlich viel Strom 
aus Wasserkraft geben. Und da die vermutlich auch eine - hm - andere 
Energiepolitik machen, koennten da die Kosten fuer den Ladestrom 
verglichen mit den Kosten fuer Sprit auch wohl etwas anders liegen als 
hier.
Dafuer sind die Deutschen aber halt Moralweltmeister. Das sind die 
Norweger sicher nicht. Man kann halt nicht alles haben.

Gruss
WK

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

"Eine Auswertung des norwegischen Pannendienstes Viking aus Januar 2024 
belegt: Elektroautos haben bei extremer Kälte seltener Startprobleme als 
Verbrenner. Die häufigsten Pannenursachen bei Fahrzeugen mit 
Verbrennungsmotor sind versagende 12-Volt-Batterien und eingefrorener 
Diesel. Elektroautos hingegen funktionieren zuverlässig."

https://www.go-electra.com/de/newsroom/norway-electric-cars-97-percent-new-registrations/

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Heinrich K. schrieb:
> Denn: Der Fahrzeug-Bestand besteht immer noch zur Hälfte aus
> Verbrennern.
>
> ! Obwohl ! E-Fahrzeuge von der saftigen Mehrwertsteuer befreit sind,
> immerhin 25%.

Es fehlt eindeutig eine Verschrottungsprämie.

Wobei sie die eigentlich nicht verschrotten müssten. Sie könnten sie 
auch an Entwicklungsländer verkaufen. Etwa an die hartnäckigen 
Verbrenner-Fans in Deutschland. Da kommt demnächst eine 
Verschrottungsprämie für Windenergie, die das Landbild verschandelt. :)

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Ich fahre gern ein E-Auto wenn die nächste Generation Akkus die 
Lithiumtechnologie verdrängt hat.

https://www.elektronikpraxis.de/nicht-brennbare-und-ungiftige-alternative-zu-li-ionen-akkus-fuer-die-industrie-a-f0361521493bee6fbf00905a3b340b7c

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Gute Idee, aber die Erfahrung bei Verbrennern stimmt skeptisch, denn 
Autos mit nicht brennbarem Treibstoff konnten sich nicht durchsetzen. 😃

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Unter dem Artikel sind noch Weiterführende Inhalte.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Gute Idee, aber die Erfahrung bei Verbrennern stimmt skeptisch,
> denn
> Autos mit nicht brennbarem Treibstoff konnten sich nicht durchsetzen.

Bestimmt eine gigantische Verschwörung! ;-)

https://en.wikipedia.org/wiki/Water_fuel_cell

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Das Problem war der Winter.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Das Problem war der Winter.

Muss man halt Salzwasser tanken....

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Was für ein Blödsinn bezüglich Starten im Winter.

In den 80er und 90er Jahren war ich regelmäßig jeden Januar zu Pkw. 
Fahrzeugtesten bei -20 bis -30°C in Ivalo/Nordfinnland. Da haben wir 
jedes Dieselfahrzeug ohne Probleme gestartet bekommen WENN Winterdiesel 
drin war und die Batterie gut.

Allerdings geht auch das Gegenteil: bei einem Radpanzer in unserem 
Klimawindkanal mußten bei -45°C die Vorgelegegetriebe zerlegt werden 
weil das falsche Öl drin war und der sich keinen mm mehr bewegen ließ.

: Bearbeitet durch User
von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

...als Testwagen diente ein VW ID.3. „Das Auto wurde ein ganzes Jahr 
lang gefahren und erreichte eine Laufleistung im Test von 30.594 km“, 
berichtet die Zeitschrift. Als Vergleichsfahrzeug diente ein Golf TDI. 
Das Ergebnis:


.. Die Reichweite des Stromers schrumpfte entsprechend, und zwar von 
mehr als 400 Kilometern auf nur noch 317 km. (-21%)

...Die Reichweite des Diesel mit 52-Liter-Tank liegt im Sommer bei 1084 
km, im Winter bei 1026,5 km, so das Fazit des Vergleichs. (-5%)

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Eine Auswertung des norwegischen Pannendienstes Viking...

Es liegt auch daran, dass die E-Autos neuer sind.

Ein großer Unterschied ist jedoch, dass die Norweger schon sehr lange 
Steckdosen bei den Autostellplätzen hatten. Im Norden von Oslo erklärte 
mir das vor einigen vor gut einem Jahr ein Hausbesitzer. Der Anschluss 
war für eine elektrische Heizung des Fahrzeugmotors vorgesehen gewesen. 
Dieser hatte daran sein E-Auto angeschlossen. Sein Nachbar hatte in der 
Dose eine Wochenzeitschaltuhr an der des Autos (mit Verbrennungsmotor) 
Heizung hing. Eben jene mit dieser Infrastruktur sind der Personenkreise 
mit den EAutos.

von Heinrich K. (minrich)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:
> Norden von Oslo erklärte mir das vor einigen vor gut einem Jahr

Zurecht-Editieren des Textbausteins verpatzt?

"SuperDiet" war natürlich vor Ort, wie immer.🥱

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Heinrich K. schrieb:
> "SuperDiet" war natürlich vor Ort, wie immer.🥱

In der Klinik wohnt auch ein Scotty...

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:

> Ein großer Unterschied ist jedoch, dass die Norweger schon sehr lange
> Steckdosen bei den Autostellplätzen hatten. Im Norden von Oslo erklärte
> mir das vor einigen vor gut einem Jahr ein Hausbesitzer. Der Anschluss
> war für eine elektrische Heizung des Fahrzeugmotors vorgesehen gewesen.
> Dieser hatte daran sein E-Auto angeschlossen. Sein Nachbar hatte in der
> Dose eine Wochenzeitschaltuhr an der des Autos (mit Verbrennungsmotor)
> Heizung hing. Eben jene mit dieser Infrastruktur sind der Personenkreise
> mit den EAutos.

Gab es in den nordischen Ländern "schon immer". Allerdings meist nur mit 
6A gesichert weil das nicht zum Laden diente sondern nur dem Warmhalten 
des Motors während des Einkaufens bei -20°C ;-)

Und da es in Finnland sehr hohe Steuern auf Autos gab waren dort auch 
recht alte Modelle immer nocht gut gepflegt im Einsatz. So gab es für 
mein damaliges "Bastelauto" VW Käfer auch eine Ölheizung die statt des 
Ölsumpfdeckels verbaut wurde. Und natürlich die obligaten H4 Brenner mit 
100Watt, eigentlich für Off-Road in den Snowmobilen gedacht.

von Christian R. (supachris)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> ...als Testwagen diente ein VW ID.3. „Das Auto wurde ein ganzes
> Jahr lang gefahren und erreichte eine Laufleistung im Test von 30.594
> km“, berichtet die Zeitschrift. Als Vergleichsfahrzeug diente ein Golf
> TDI. Das Ergebnis:
> .. Die Reichweite des Stromers schrumpfte entsprechend, und zwar von
> mehr als 400 Kilometern auf nur noch 317 km. (-21%)
> ...Die Reichweite des Diesel mit 52-Liter-Tank liegt im Sommer bei 1084
> km, im Winter bei 1026,5 km, so das Fazit des Vergleichs. (-5%)

Und eine Birne schmeckt anders als ein Apfel.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Die Reichweite des Stromers schrumpfte entsprechend, und zwar von
> mehr als 400 Kilometern auf nur noch 317 km. (-21%)

Und?

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

In einfacher Sprache:
Ein gleich großes E-Auto kann nicht mal halb so weit fahren im Sommer 
und noch mal weniger im Winter.
Dafür dauert das Voll-Laden 8h, anstatt 3 Minuten beim Diesel.

https://praxis-elektroauto.de/e-autos/vw/id3/ladezeiten.html

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Dafür dauert das Voll-Laden 8h

8h am 200kW Schnellader sind 1600 kWh. :)

Wer unterwegs mit 11kW läd, der will Zeit verbraten oder im Hotel 
übernachten. Diesel tankt man ja auch nicht mit dem Strohhalm.

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Ist mir noch nicht passiert dass ich mein Auto in der Hotelgarage parke 
und am nächsten Tag der Tank voll war.

von Roland E. (roland0815)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Ronny M. schrieb:
>> Dafür dauert das Voll-Laden 8h
>
> 8h am 200kW Schnellader sind 1600 kWh. :)
>
> ...

<klugscheiß>
Nein, sind es nicht.
</klugscheiß>

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Ist mir noch nicht passiert dass ich mein Auto in der Hotelgarage
> parke
> und am nächsten Tag der Tank voll war.

Wenn ich mein Auto in der Hotelgarage parken würde, dann wäre noch am 
selben Abend der Akku voll.

von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Ein gleich großes E-Auto kann nicht mal halb so weit fahren im Sommer
> und noch mal weniger im Winter.
> Dafür dauert das Voll-Laden 8h, anstatt 3 Minuten beim Diesel.

Aber wenn Du einen Carport mit Wallbox hast, und Solar auf dem Dach, 
dann lädt es quasi umsonst. Das hat mit dem Diesel noch keiner 
geschafft. Kommt also immer auf den use case an.

(Anschaffungskosten lassen wir mal außen vor, aber die zählen bei Auto, 
Angelausrüstung und Messgerätepark ja auch nicht ;-)

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> Dafür dauert das Voll-Laden 8h, anstatt 3 Minuten beim Diesel.

Bei unserem Bekannten dauert das maximal 20 Sekunden:
abends in der Garage anstecken = 10s, morgens abziehen = 10s.

Wer möchte, kann natürlich auch über Nacht zusehen. Muss man aber nicht.

: Bearbeitet durch Moderator
von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Ronny M. schrieb:
> anstatt 3 Minuten beim Diesel.

3 Minuten ist sehr sportlich beim Dieseltanken, und man darf nicht 
vergessen: Nach dem Dieseltanken stinken die Finger, und meist auch die 
Schuhe, denn die meisten Dieseltanker sind schweine und siffen die ganze 
Zapfe zu, auch auf dem Boden.
Und auch wenn man gegen die Stinkefinger gute dieselbeständige 
Handschuhe dabeihat: die muss man auch sicher im Auto aufbewahren, ohne 
das die Scheiße gleich in den Teppich zieht.

(prx) A. K. schrieb:
> Wer unterwegs mit 11kW läd

findet manchmal nix anderes. Kabel geklaut, außer Betrieb, falsche Karte 
dabei, tut gerade nicht (Dunkelflaute). Beim Diesel/Benzin ist das 
einzige Hindernis "Tut mir leid, Karte zahlen geht gerade nicht".
Da muss Elektro noch was lernen. Öffentlich einsehbare Preise, 
Verfügbarkeit und Verbreitung sind noch in den Kinderschuhen.

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Beim Diesel/Benzin ist das einzige Hindernis "Tut mir leid, Karte zahlen
> geht gerade nicht"

Das ist aber kein Hindernis denn da ist der Tank schon voll...

von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Das ist aber kein Hindernis denn da ist der Tank schon voll...

Das kommt drauf an.
Ich hatte vor kurzem eine Erscheinung diesbzgl. an einer großen Tanke an 
der Autobahn mit etlichen Zapfen.
Alle Autofahrer total verwirrt, denn normalerweise geht nach dem 
Schnorchelrausnehmen das Display an, zeigt Preis/l und Menge an und die 
Pumpe legt los.
Hier: Zahlen kommen, Krach nicht, Sprit also auch nicht.
An einer (!) flatterte ein Postit: "Firmenkarten und $Tanksystem nicht 
möglich, andere Karten und Bar schon, kommen sie bitte rein".
Fazit: man musste einfach reinlatschen und der Dame an der Kasse sagen 
das man an der 17 tanken wollen würde, und das man bar, EC oder 
Kreditkarte nutzen will. Schwupp schon klappts.
Die hat einfach komplett alle Zapfen gesperrt, anstatt überall ein 
Zettelchen dranzumachen das man sich eben anmelden soll bzw. das nur 
Bares und Kreditkarte geht
Da dieses Zettelchen so winzig und unsichtbar war, sind etliche Kunden 
wieder gefahren, ich habe mehr als einmal "die ham wohl nix mehr" 
gehört.

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Standard in anderen Ländern. Meistens sogar prepaid.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Ich stolperte zufällig über dieses Bild eines Frühmodells. Man sieht,
> man befasst sich schon seit langer Zeit mit den Möglichkeiten des
> e-Antriebs.

Richtig. Und dann ist man zu Verbrennermotoren umgeschwenkt weil die 
Vorteile einfach zu klar und zu offensichtlich waren um sich weiter 
ernsthaft mit Batterieautos zu quälen. Leider hat diese Weisheit dann 
nur 100 Jahren angehalten.

von Korax K. (korax)


Lesenswert?

Erdöl zu verbrennen würde ich nicht als weise bezeichnen.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Korax K. schrieb:
> Erdöl zu verbrennen würde ich nicht als weise bezeichnen.

Nein nein, das hat ja nur die gesamte Welt der letzten 100 Jahre 
geformt.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> das hat ja nur die gesamte Welt der letzten 100 Jahre geformt.

Das ist ja das Problem.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> Korax K. schrieb:
>> Erdöl zu verbrennen würde ich nicht als weise bezeichnen.
>
> Nein nein, das hat ja nur die gesamte Welt der letzten 100 Jahre
> geformt.

Eben. Mit Umwelt- und Gesundheitszerstörung, Kriege ...
Nicht wirklich ein Erfolgsmodell

Uwe

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?


: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Mit Umwelt- und Gesundheitszerstörung, Kriege ...
> Nicht wirklich ein Erfolgsmodell

Ach komm.
Stichwort 3TG, auch die Elektronik kann Umwelt und Gesundheit zerstören 
und Kriege verursachen.
Und Lithium ist nicht weniger kritisch.
Und wie geil Mais-Monokulturen für Biogas oder unrecycelbare 
Vollplastik-WEAs sind, die 5 Minuten nach Ende der Ökostromförderung 
abgeschaltet und verbrannt werden (müssen) für die Umwelt sind, sollte 
auch klar sein.

von Uwe B. (uwebre)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Ach komm.

Ist es gemütlich in deiner Blase?

Uwe

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Ist mir noch nicht passiert dass ich mein Auto in der Hotelgarage parke
> und am nächsten Tag der Tank voll war.

Wer es sich leisten kann, macht Valet Parking with petrol service in 
einem der besseren Center Parks. Ein kleines Tankfahrzeug fährt zu den 
Fahrzeugen und füllt diese Auto auf.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Uwe B. schrieb:
> Eben. Mit Umwelt- und Gesundheitszerstörung, Kriege ...
> Nicht wirklich ein Erfolgsmodell

vgl. Lebenserwartung damals und heute.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> vgl. Lebenserwartung damals und heute.

Wessen?

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> vgl. Lebenserwartung damals und heute.
>
> Wessen?

Bissle dumm?

von Gerhard M. (ggcode)


Lesenswert?


von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Gerhard M. schrieb:
> 
https://www.tu-clausthal.de/pressemitteilungen/pressemitteilungendetail/recyclingquoten-bei-lithium-von-92-prozent-moeglich

Zauberwort "möglich".
So lange die Kiffer ihre Einwegakkukiffen in die Restmülltonne werfen 
kannst du das vergessen.
Und erstaunlicherweise muss man dem Volk öfter als früher erklären wie 
man Batterien, Plastik, Biomüll, Elektroschrott und anderes richtig 
entsorgt.
Also steigt einerseits die Versorgung des Volkes mit Schrott, 
andererseits sinkt die kognitive Qualität zur Verwertung des Schrotts 
ab.
Es gibt seitenweise Berichte in der Zeitung wie man das richtig macht, 
oder wie man im Dunkeln am Fahrrad das Licht anmacht.
Da zweifel ich schon dran ob's die Menschheit noch lange tut.

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Verbrennerfahrzeuge werden aktuell zu 93% recycelt. Das sind noch nicht 
ganz die vorgeschriebenen 95%, aber immerhin ist es so.

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?


von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Zauberwort "möglich".
> So lange die Kiffer ihre Einwegakkukiffen in die Restmülltonne werfen
> kannst du das vergessen.

Für den scheiß müsste man dir echt mal Abführmittel in den Kaffe Packen, 
Klo absperren und Klopapier, ach was sage ich, alles zum abwischen 
geeignete, verstecken!

Und alle Mülleimer aus dem Gebäude entfernen!

Lustiges aus der Welt eines "Vapes Recycler": Seit ich das mache war nur 
exakt EINE(!) mit Warnung das sie HHC enthält dabei. Und die hab ich 
nicht gefunden, die wurde mir privat übergeben! Das sind allesamt 
Nikotinvapes die ich draußen finde und die hauptsächlich ursächlich für 
Brände sind!

Ach und noch was... 
https://www.theatlantic.com/technology/2011/11/science-sure-smart-people-love-drugs/335437/

von Gerhard M. (ggcode)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Zauberwort "möglich".

:-)

Bei dem verbrannte Öl heißt das von dir zitierte "Zauberwort" UNMÖGLICH
was mal verbrannt ist, ist für immer weg.

Nur mal zum Nachdenken.
Klimaschutz: Da die Rückumwandlung von
in Öl extrem aufwendig ist, ist der effektivste Klimaschutz das 
Vermeiden der Verbrennung (Wechsel auf erneuerbare Energien), statt zu 
versuchen, das verbrannte Öl zu "ersetzen"

von Joachim B. (jar)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Ich stolperte zufällig über dieses Bild

wäre mir zu kalt für unsere Winter, vor allem dieses Jahr!

von Walta S. (walta)


Lesenswert?

Am Beginn der Automobilität gab es gleich viele Verbrenner wie E-Autos.

Elektroautos wurden für Frauen beworben - leise, keine Abgase, 
zuverlässig.
Verbrenner wurden für Männer beworben - laut, Geruch, Abenteuer (weil 
unzuverlässig).

Walta

von Thomas W. (datenreisender)


Lesenswert?

Gerhard M. schrieb:

> Klimaschutz: Da die Rückumwandlung von
> in Öl extrem aufwendig ist, ist der effektivste Klimaschutz das
> Vermeiden der Verbrennung (Wechsel auf erneuerbare Energien), statt zu
> versuchen, das verbrannte Öl zu "ersetzen"

Als die Koalition-Verhandlungen der "Ampel" (Dezember 2021) verhandelt 
wurden, ging es ja um die E-Fuels (genau, CO_2 + Unmenge Energie -> CH_4 
[Methan], Methanisierung).

Das funktioniert, mit ca. 30% Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad des 
Prozesses ist durch die Thermodynamik bestimmt, d.h. man braeuchte schon 
neue Physik um die Zahlen wirklich zu verbessern. Da der Verbrenner so 
oder so (durch die Physik) nur einen Wirkungsgrad von 20 - 30% hat (der 
Rest geht in die Abwaerme) war die Idee der E-Fuels sehr gewagt.

Wenn man die gleiche elektrische Energie in einen Akku speichert und 
dann mechanische Arbeit via Elektromotor leistet, hat man einen 
Wirkungsgrad von ca. 70%.

von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Thomas W. schrieb:
> Das funktioniert, mit ca. 30% Wirkungsgrad. (...)
>
> Wenn man die gleiche elektrische Energie in einen Akku speichert und
> dann mechanische Arbeit via Elektromotor leistet, hat man einen
> Wirkungsgrad von ca. 70%.

Dafür kann man das Methan in wenigen Minuten in den Tank pressen, 
wogegen laden mehrere Stunden dauert. Was nun besser ist, die 
Zeitersparnis oder die höhere Effizienz, hängt von der Anwendung ab.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Dafür kann man das Methan in wenigen Minuten in den Tank pressen,
> wogegen laden mehrere Stunden dauert. Was nun besser ist, die
> Zeitersparnis oder die höhere Effizienz, hängt von der Anwendung ab.

Da das Auto 90% des Tages nutzlos rumsteht, ist die Antwort eigentlich 
klar.

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Thomas W. schrieb:
> as funktioniert, mit ca. 30% Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad des
> Prozesses ist durch die Thermodynamik bestimmt, d.h. man braeuchte schon
> neue Physik um die Zahlen wirklich zu verbessern.

Gibt es dafür eine Quelle?
Denn die chemische Umwandlung ist per se erst mal kein thermodynamischer 
Prozess wie z.B. ein carnotscher Kreisprozess.
Nichtsdestotrotz können da natürlich entsprechende physikalische 
Prozesse notwendig sein, die den Wirkungsgrad limitieren.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> wogegen laden mehrere Stunden dauert.

Das ist so pauschal schlicht FALSCH!
Wenn men es eilig hat, geht mit vielen neueren Fahrzeugen Schnellladen 
mit 20-30 min für ca. 200-300km.

Dafür kann man ein E-Auto daheim in die Garage stellen und dort ggf. 
sogar kostenlos laden.

Wie machst du das mit Benzin/Diesel? Den Bohrturm im Garten, die 
Raffinerie in der Garage und die Zapfsäule neben dem Garagentor?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?


von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
>
> Das ist so pauschal schlicht FALSCH!
> Wenn men es eilig hat, geht mit vielen neueren Fahrzeugen Schnellladen
> mit 20-30 min für ca. 200-300km.
>
Mit teils drastischen Verlusten durch die erforderliche Batteriekühlung 
;-)

Hatte ich schon mal geschrieben: Porsche Taycan braucht bei 300kW 
Ladeleistung bis zu 15kW nur für die Kühlung der Batterie!!

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>>
>> Das ist so pauschal schlicht FALSCH!
>> Wenn men es eilig hat, geht mit vielen neueren Fahrzeugen Schnellladen
>> mit 20-30 min für ca. 200-300km.
>>
> Mit teils drastischen Verlusten durch die erforderliche Batteriekühlung
> ;-)
>
> Hatte ich schon mal geschrieben: Porsche Taycan braucht bei 300kW
> Ladeleistung bis zu 15kW nur für die Kühlung der Batterie!!

Und zwei Packungen Diazepam zur Beruhigung des Gasfußes während der 
Wartezeit.

von Thomas W. (datenreisender)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Thomas W. schrieb:
>> as funktioniert, mit ca. 30% Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad des
>> Prozesses ist durch die Thermodynamik bestimmt, d.h. man braeuchte schon
>> neue Physik um die Zahlen wirklich zu verbessern.
>
> Gibt es dafür eine Quelle?

Ja, hier ist die deutsche Wikipedia im Vorteil:

https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas#Methanisierung

berichtet ueber einen Wirkungsgrad von 16%. Wobei man natuerlich immer 
aufpassen muss, welche Prozesse jetzt fuer den Wirkungsgrad relevant 
sind (z.B. ob Du die Abwaerme des Prozesses noch irgendwie verwenden 
kannst). Und man muss auch gucken, wer den Artikel geschrieben hat.

Egal wie, der "direkte" Weg Strom -> Elektromotor ist deutlich 
effizienter, trotz der Verluste bei dem Akku-Laden/Entladen.

von Bruno V. (bruno_v)


Lesenswert?

Thomas R. schrieb:
> Hatte ich schon mal geschrieben: Porsche Taycan braucht bei 300kW
> Ladeleistung bis zu 15kW nur für die Kühlung der Batterie!!

Jetzt Mal ehrlich: Das ist doch völlig egal.

360 Tage im Jahr reicht die Haushaltssteckdose. 3 Mal im Jahr braucht es 
ein bisschen mehr. Aber wegen der Urlaubsfahrt, wo man beim 
Zwischenstopp keinen Kaffee trinken will, verzichtet man aufs E-Auto.

Jetzt kommt Porsche und sagt: "Hey, Laden dauert für diese eine Fahrt 
nicht länger als ein Tankstopp". Und statt "Hurra, Ladeangst ist kein 
Argument mehr" heißt es ... "Halt, 5% Stromverluste!"

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Gibt es dafür eine Quelle?
> Denn die chemische Umwandlung ist per se erst mal kein thermodynamischer
> Prozess wie z.B. ein carnotscher Kreisprozess.

Das scheint kontrovers mit wenig Brauchbarem: Die einen sagen 
Zuluft-Temp und Brennstoff-Energie sind absolute Carnot-Grenzen (egal, 
ob es am Ende die Abluft ist), die anderen kümmern sich gar nicht um 
Wärmeaustausch und unterstellen dass der Kolben so lange ausfährt, bis 
das Gas auf Umgebungsdruck und -Temperatur gefallen ist (100%).

von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Kilo S. schrieb:
> hurrrrrrrrr

Ja das Zitat ist verfälscht. KMA.
Ich sehe Leute, die sich an der Tanke 20 neue Einwegkiffen besorgen und 
dann draußen drauf warten das keiner kuckt und aus der Cargohose pro 
Tasche zwei Hände voll alte Siffstinker in den Hundescheißeimer von 
Langnese vor dem Tankehäuschen schmeißen.
Aber wir sind ja alle so öko.

Gerhard M. schrieb:
> Bei dem verbrannte Öl heißt das von dir zitierte "Zauberwort" UNMÖGLICH
> was mal verbrannt ist, ist für immer weg.

Ja, das ist auf was ich aufmerksam machen wollte: das ganze Epoxy in den 
Windmaschinen kann man nur verbrennen.
Oder schreddern und in den Unterbau einer Autobahn eingraben.
Recycling geht da nicht.
Aus was wird eigentlich Epoxy gemacht????

Chris D. schrieb:
> Da das Auto 90% des Tages nutzlos rumsteht, ist die Antwort eigentlich
> klar.

CARSHARING! :D

Udo S. schrieb:
> Wie machst du das mit Benzin/Diesel? Den Bohrturm im Garten, die
> Raffinerie in der Garage und die Zapfsäule neben dem Garagentor?

Die Tanken sind wesentlich öfter in Reichweite, jedes Dreckskaff hat >1 
und man ist in 5 Minuten für "alle" Kilometer durch. 10, wenn man 
hinfährt. Was man normal eben bevor man zum eigentlichen Ziel fährt 
macht. Liegt also auf dem Weg, und verzögert nicht wesentlich die 
Gesamtzeit.
Das kann E nicht leisten. Entweder muss man zuhause (dann eben langsam) 
oder irgendwo (dann schnell aber sauteuer) laden. Das kann man m.E. 
nicht vergleichen.
Noch nicht, zugegeben.

von Ronny M. (supertyp) Benutzerseite


Lesenswert?

Wenn man 15kW zum kühlen braucht sind da auch etwa 15kW Ladeverluste 
entstanden und das nur innerhalb der Batterie! Plus schätzungsweise 
nochmal 15kW für Leistungselektronik im Fahrzeug und Ladestation und 
ohmsche Verluste im Kabel und Stecker (250A über Steckkontakte!!!).
Sind 45kW @ 70ct/kWh, die man bezahlt, aber nicht nutzen kann. Sollte 
auch in eine ehrliche Wirkungsgradbetrachtung.

von Joachim B. (jar)


Lesenswert?

Bruno V. schrieb:
> 360 Tage im Jahr reicht die Haushaltssteckdose.

die man mit Verlängerungsleitung aus der Mietwohnung hängt als 
Laternenparker, denn dort gibt es auch zukünftig keine 
Ladeinfrastruktur!
Die paar Watt die dort für Laternen benötigt werden reichen nicht für 
PKW.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:
> Da das Auto 90% des Tages nutzlos rumsteht, ist die Antwort eigentlich
> klar.

Du hast wahrscheinlich keine Zahnbürste wegen der Auslastung oder? Oder 
ein Klo, oder ne Dusche usw. Wie ist denn da die Auslastung so? Schon 
mal ausgerechnet?

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> Du hast wahrscheinlich keine Zahnbürste wegen der Auslastung oder? Oder
> ein Klo, oder ne Dusche usw. Wie ist denn da die Auslastung so? Schon
> mal ausgerechnet?

Die kann man ja problemlos in kurzer Zeit aufladen...

von Korax K. (korax)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> Zahnbürste

In der nutzlosen Zeit wird sie aufgeladen.

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Korax K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Zahnbürste
>
> In der nutzlosen Zeit wird sie aufgeladen.

Und was machst Du, wenn Du mal 12 Stunden am Stück putzen willst?

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Korax K. schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>> Zahnbürste
>>
>> In der nutzlosen Zeit wird sie aufgeladen.
>
> Und was machst Du, wenn Du mal 12 Stunden am Stück putzen willst?

Dann miete ich mir eine benzinbetriebene Zahnbürste...

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Bei alkoholbetriebenen Zahnbürsten riskierst du zwar Ärger bei der 
Verkehrskontrolle, aber stell dir vor, der Schupo riecht Benzin in 
deinem Atem? :)

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Korax K. schrieb:
>>> Cyblord -. schrieb:
>>>> Zahnbürste
>>>
>>> In der nutzlosen Zeit wird sie aufgeladen.
>>
>> Und was machst Du, wenn Du mal 12 Stunden am Stück putzen willst?
>
> Dann miete ich mir eine benzinbetriebene Zahnbürste...

Das würde aber eine unzumutbare Vorplanung voraussetzen.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Ralf X. schrieb:
>>> Korax K. schrieb:
>>>> Cyblord -. schrieb:
>>>>> Zahnbürste
>>>>
>>>> In der nutzlosen Zeit wird sie aufgeladen.
>>>
>>> Und was machst Du, wenn Du mal 12 Stunden am Stück putzen willst?
>>
>> Dann miete ich mir eine benzinbetriebene Zahnbürste...
>
> Das würde aber eine unzumutbare Vorplanung voraussetzen.

Für gesunde Zähne tut man doch alles!

von Bruno V. (bruno_v)


Lesenswert?

Joachim B. schrieb:
> denn dort gibt es auch zukünftig keine Ladeinfrastruktur!

Auch für Leute ohne Führerschein ist ein E-Auto völlig unpraktisch.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Bruno V. schrieb:
> Auch für Leute ohne Führerschein ist ein E-Auto völlig unpraktisch.

Hier nicht.

von Gerhard M. (ggcode)


Lesenswert?

Jens M. schrieb:
> Gerhard M. schrieb:
>> Bei dem verbrannte Öl heißt das von dir zitierte "Zauberwort" UNMÖGLICH
>> was mal verbrannt ist, ist für immer weg.
>
> Ja, das ist auf was ich aufmerksam machen wollte: das ganze Epoxy in den
> Windmaschinen kann man nur verbrennen.
> Oder schreddern und in den Unterbau einer Autobahn eingraben.
> Recycling geht da nicht.
> Aus was wird eigentlich Epoxy gemacht????

Ah jetzt hab ich dich verstanden. Lieber das Öl gleich im Verbrenner 
entsorgen .....

Sehr gutes Argument.
Und wie hat der Lehrer früher gesagt, Fritzchen bitte setzten, 
nachdenken und dann nochmal von vorne wir schaffen das schon :-)

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Fangen wir mal mit der Energie an die aufgewendet wird um das Öl zu 
fördern, welches zur Herstellung von Kunstoffverkleidungen, Reifen, 
Kabelisolierung, etc benötigt wird. Dann die Herstellung und 
Verarbeitung von Siliziumwafern die für die Elektronik benötigt werden, 
angefangen bei der Förderung von Sand. Dann die Herstellung der 
Batterie(n) mit der Förderung von Lithium etc. und nicht zuletzt die 
Herstellung des Diesels bzw. des Ladestroms für 100 km Reichweite, wobei 
man beachten sollte dass Strom aus Gaskraftwerken erzeugt wird. Wer 
Strom aus Solarzellen bezieht möge bitte die Herstellung der Solarpanels 
ebenso in die Rechnung mit einbeziehen. Dann ist auch die 
Feinstaubbelastung mit zu beachten (Tipp: wird zum Großteil durch 
Reifenabrieb erzeugt, leistungsabhängig) und letztendlich gehört auch 
die Entsorgung des Fahrzeugs mit in die Rechnung hinein.

Hat das hier irgendjemand mal für Vebrenner und E-Auto durchgerechnet? 
Also, maul halten..

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Hat das hier irgendjemand mal für Vebrenner und E-Auto durchgerechnet?
> Also, maul halten..

Na selbstverständlich, sogar ziemlich viele und schau an - über die 
gesamte Lebensdauer ist die Bilanz eines E-Mobils deutlichst besser.

https://www.enbw.com/blog/elektromobilitaet/laden/co2-bilanz-wie-umweltfreundlich-sind-elektroautos/

Solche Einwendungen kommen halt von so Deppen die Abends am Stammtisch 
immer ganz große Parolen verbreiten.

Ich sag es dann mal in deinen Worten: "Also, Maul halten.."

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Antrieb-CO₂-Emission pro Lebenszyklus - lächerlich! Erst lesen, dann 
denken, dann Maul aufreißen. Setzen Sechs.

von Rene K. (xdraconix)


Lesenswert?

Na du hast es scheinbar nicht gelesen. Aber das ist bei dir typisch: 
irgendeine Stammtischparole raushauen, man gibt dir Gegenbeweise und du 
ignorierst sie wissentlich. Ganz im Gegenteil: du weißt noch darauf hin 
man "solle lesen". Ja, habe ich - du scheinbar nicht.

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Aha hm, reduzieren wir die Diskussion auf den CO₂-Ausstoss und 
manipulieren mal schnell eben den Umweltaspekt. Was ist z.b. mit 
Wasserverbrauch? Und den Gebrauchtwagenmarkt in dritte-Welt-Ländern 
blenden wir bei der Entsorgungsdebatte auch mal mit aus.

Ein System mit Gesamtwirkungsgrad 80% wird sich gegen ein System mit 
einem Gesamtwirkungsgrad von unter 10% immer durchsetzen, sagt Christoph 
(rayelec)

Spontanentzündungen von E-Autos sind statistisch nicht relevant, sagt 
Udo (urschmitt)

Verbrenner können deutlich schneller komplett ausbrennen als der 
Innenraum eines E-Autos bei Akkubrand, stimmt der Feuerwehrmann 
(xdraconix) der bei den ersten 60 Sekunden von Autobränden dabei ist 
(sic!) in den Kanon mit ein, um auch mal gegen Kurierfahrer (alecxs) 
wettern zu können.

Na dann lass uns das doch mal ganz populistisch abkürzen, wir voten 
einfach mal!

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?


von Alexander (alecxs)


Lesenswert?


von Heinrich K. (minrich)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Spontanentzündungen von E-Autos sind statistisch nicht relevant, sagt
> Udo (urschmitt)

Reg Dich ab, Alex 😄 Mercedes-Benz muss gerade knapp 12.000 E-Autos 
zurückrufen, weil die genau das machen: Spontane Selbstentzündung.

von Jens M. (schuchkleisser)


Lesenswert?

Im Film explodieren die Stinkeautos immer, in der Realität äußerst 
selten.
Bei Stromern ist's genau andersrum.
Selbst auf dem Fahrrad ist man nicht mehr sicher, wenn das einen Akku 
hat!

Spart das Sportstudio, geht zu Fuß!

von Gerhard M. (ggcode)


Lesenswert?

Heinrich K. schrieb:
> Alexander schrieb:
>> Spontanentzündungen von E-Autos sind statistisch nicht relevant, sagt
>> Udo (urschmitt)
>
> Reg Dich ab, Alex 😄 Mercedes-Benz muss gerade knapp 12.000 E-Autos
> zurückrufen, weil die genau das machen: Spontane Selbstentzündung.

und...

Rückruf bei Stellantis: Brandgefahr

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nennt als Grund für den Rückruf eine 
fehlerhafte verschraubte Verbindung zwischen der Hochdruckleitung und 
der Kraftstoffrail. Diese Schwachstelle könnte dazu führen, dass 
Kraftstoff austritt und sich an heißen Motorteilen entzündet. Nach 
Informationen des KBA wurden im Zusammenhang mit dem Rückruf bis zum 17. 
Juni 2025 bereits elf Brände gemeldet.

https://www.adac.de/news/auto-rueckruf-stellantis-brandgefahr/

von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Nachdem schon in den 90er Jahren die IAV für Volkswagen eine 
Dampfmaschine für den Einsatz im Pkw entwickelte zog BMW Anfang der 
2000er nach. Das war als Vergleich zum damals ebenfalls grundsätzlich 
untersuchten Einsatz von Brennstoffzellen gedacht (bis dato hatte BMW 
den Wasserstoff direkt verbrannt) die einige Zeit zum Hochfahren 
brauchen (weshalb alle Brennstoffzellenfahrzeuge auch einen Akku haben 
müssen).

Der Prozeß als solcher war durchaus konkurrenzfähig.....

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Ihr könnt über das Bewertungssystem abstimmen ob ihr für E-Autos oder 
gegen Verbrenner seid (die beiden YT Links, scheint nicht deutlich 
angekommen zu sein?)

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> die beiden YT Links

Sorry aber Youtube links ohne Kommentar ist noch eine Stufe bescheuerter 
als irgendwelchen KI Mist hier abzuladen.

von J. T. (chaoskind)


Lesenswert?

Alexander schrieb:
> Ihr könnt über das Bewertungssystem abstimmen ob ihr für E-Autos oder
> gegen Verbrenner seid (

Wenn wir gewinnen, dürfen wir bleiben, wenn ihr verliert, müsst ihr 
gehen.

von Alexander (alecxs)


Lesenswert?

Kommentar steht doch direkt im Post über den Links

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Ich denke, wir schließen hier mal ab, nachdem zum eigentlichen Thema 
nichts mehr kommt.

Stammtisch ist erst heute Abend.

Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.