Guten Morgen!
https://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltplaneditoren#Circuit_Diagram
scheint das perfekte Programm für meine Idee zu sein, abgesehen vom
unmöglichen Namen. Warum nennt man ein Programm so, dass man nicht
danach suchen kann? Was machen die noch verkehrt? Gibt es praktische
Erfahrungen? Gibt es etwas besseres, evt. doch Eagle? Es läuft ja, und
ich kenne das Eagle-xml.
Hintergrund: Ein Webserver soll ein Schaltbild ausliefern, mit aktuellen
Spannungen usw. aus der realen Hardware. Mit Eagle würde das sofort
funktionieren, aber Eagle stirbt aus und ist ein wenig zu komplex für so
ein einfaches Schaltbild. Vielleicht brauche ich nicht einmal eine
Netzliste. Vom Umfang her würde der Webserver leicht auf einen ESP32
passen.
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Benutzer -> Schaltplan-Editor
2
v
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XML- oder SVG-Datei
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v
5
mein Konverter
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v
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HTML, CSS, PNG...
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v
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Realtime-Daten -> Webserver -> ein bewegtes buntes Bild ;)
Bauform B. schrieb:> Gibt es etwas besseres, evt. doch Eagle?
Warum nicht KiCad? Das hat Eagle praktisch abgelöst... Die Dateien sind
kein XML aber s-expressions, die fast noch einfacher zu parsen sind als
XML. Weil's OpenSource ist könntest du sogar deinen eigenen Exporter
direkt hinein integrieren.
Niklas G. schrieb:> Warum nicht KiCad?
Ja, natürlich, aber... es geht vor allem um einfache Bedienung. Man
braucht nicht viel mehr als bei einem einfachen Mal-Programm, allerdings
mit elektrischen Verbindungen. Die potentiellen Opfer würden keine Lust
haben, sich lange einzuarbeiten.
Circuit Diagrams GUI schien mir gerade richtig zu sein -- nur, wie
installiert man das lokal? Das läuft anscheinend nur auf deren Server?
Ja, es gibt ein 10 Jahre altes exe, aber das kann's ja auch nicht sein.
Leider ist der KiCad-SVG-Export recht spartanisch, und enthält wirklich
nur das Bild.
Wenn der z.B. die Netzlinien usw. entsprechend annotieren würde
(class="netGND", id="componentC12" z.B.) könnte man das exportierte SVG
leicht direkt im HTML einbetten und per Javascript umstylen/ändern.
Texte im erzeugten SVG wären dann das nächste Problem. Die sind zwar als
"<desc>" da rein informativ drinnen, zum Suchen, werden aber als Pfad in
der eigenen Vektorschriftart gerendert.
Bauform B. schrieb:> nur, wie installiert man das lokal?
Es gibt davon kein Offline-Programm. Heute laufen immer mehr Programme
in der Cloud. Und die wenigen Desktopprogramme werden kaum oder gar
nicht mehr gewartet.
Εrnst B. schrieb:> Leider ist der KiCad-SVG-Export recht spartanisch, und enthält wirklich> nur das Bild.
Das macht mir nichts. Im Gegenteil, dann habe ich ein sauberes
Hintergrundbild und Texte muss ich sowieso per HTML/CSS platzieren. Die
Positionen und Attribute bekomme einfach und direkt:
Niklas G. schrieb:> Die Dateien sind kein XML aber s-expressions, die fast noch einfacher> zu parsen sind als XML.
Bauform B. schrieb:> Texte muss ich sowieso per HTML/CSS platzieren.
Genau das könnte ja wegfallen, wenn das SVG entsprechend vorbereitet
wäre.
Du platzierst die Texte, Label usw. direkt in KiCad oder nachträglich
per Inkscape o.Ä, und das Seiten-Javascript kann direkt auf die
zugreifen.
(document.getElementById geht genauso auf SVG-Grafikelemente wie auf
HTML-Elemente)
Just for fun:
KiCad-Schaltplan in SVG geplottet.
Inkscape verwendet, um die Seite zu verkleinern (alles markieren,
Seitengröße auf Auswahl), und die Netze über die Pfad-IDs zu markieren
(id="path161_in" statt "path161"), damit ich sie im Editor später
leichter wiederfinde.
svg-Datei in HTML umbenannt, xml-header entfernt, etwas boilerplate-HTML
aussenherum.
den pfaden Klassennamen passend zu den Netzen gegeben (das meinte ich
oben, wäre schön wenn der SVG-Export von KiCad das direkt machen würde)
style-Block mit zwei Animationen, die auf die Netze angewendet werden.
Nächster Schritt wäre: schick designte Anzeige-Blöcke mit Inkscape im
Schaltplan positionieren, im HTML per Javascript deren Text-Inhalt
dynamisch setzen.
René H. schrieb:> Bauform B. schrieb:>> nur, wie installiert man das lokal?>> Es gibt davon kein Offline-Programm. Heute laufen immer mehr Programme> in der Cloud.
tragisches Missverständnis; ich möchte das, was da in der Cloud läuft,
in meiner eigenen lokalen "Cloud" installieren. Also ein PC mit httpd
und diesem schicken Schaltplaneditor.
Bauform B. schrieb:> ich möchte das, was da in der Cloud läuft, in meiner eigenen lokalen> "Cloud" installieren
Das scheinen sie aber nicht anzubieten, der Teil der Software bleibt ihr
Geheimnis.
Was mir inhaltlich nicht ganz klar ist:
User die kein anständiges ECAD bedienen können, es auch nicht lernen
wollen, sollen sich mit dem Cloud Gedöhns einen Schaltplan zeichnen,
vorrausgesetzt sie bringen die notwendigen Fähigkeiten mit?
Das Bildchen bekommt dann eingeblendete Werte, die mittels unbekannter
'Messgeräte' irgendwie der bildgebenden Software bekannt gemacht werden
um eine Schaltung zu messen, die sie selber gebaut haben?
(Eine Art inverses LTspice nur ohne den ganzen geilen shice?)
Frage:
Womit haben die die Schaltung gebaut?
Ohne Schaltplan, nur aus der Erinnerung mit Fädeldraht auf Lochraster?
Aus den schier unendlich vielen Fragen die mir da in den Kopf schießen,
nur mal die offensichtlichste:
Wenn es ohnehin auf ein Bildchen hinausläuft, warum dann nicht ein
beliebige Foto der bekritzelten Serviette verwenden und dort die Werte
eintragen?
So kann jeder nehmen was er kann.
Fingerfarben oder Kicad, je nach Fähigkeiten.
Bauform B. schrieb:> Circuit Diagrams GUI schien mir gerade richtig zu sein -- nur, wie> installiert man das lokal?
Ich würde sagen gar nicht. Im GitHub Repo des Projektes findet sich nur
der Windows-Sourcecode der Kommandozeilen-Werkzeuge, nicht die
Server-Software.
> Das läuft anscheinend nur auf deren Server?
So sieht es aus.