Wie würdet ihr herangehen, wenn ihr einen 30 PIN Simm Speichersockel auf einem Mainboard tauschen wollt? Mit bezahlbaren Mitteln. Vorheizen des Board Dann den Sockel in mehrere Teile sägen und dann in Teilstücken auslöten? Auf der Unterseite ein 1,5mm Kupferdraht an alle Pins legen und mit Lötzin fluten? Zur Verfügung habe ich eine Ersa ICON 1,notfalls könnte man sicher einen billigen stärkeren Lötkolben besorgen. Selbst wenn das auslöten irgendwie gelingt, bleibt noch das Problem alle Löcher wieder vom Lötzinn zu befreien ohne Leiterbahnen zu beschädigen. Ich würde mich über Vorschläge freuen
Sockelkunststoff mit dem Seitenschneider/Werkzeug der Wahl in Krümel und Brocken zerlegen. Alle Kunststoffreste entfernen. Jeden Pin einzeln auslöten. Zinn aus den einzelnen Löchern absaugen. MfG. Andreas
Das Problem, die Halteklammern sind kaputt, eine andere Möglichkeit wäre es, wenn man es kleben könnte, einfach die Haltenasen eines neuen Sockels abzusägen und das dann an den alten Sockel zu kleben. Ist das mit Epoxyd klebbar?
Max schrieb: > Ist das mit Epoxyd klebbar? Würde evtl. klappen, aber das wird nicht mehr flexibel sein. Knackt also wieder ab, wenn man die Halteklammer bewegen will. Es gab Sockel mit Metallklammern...
ja, die meine ich, es sind auch jetzt Metallklammern, und ich hätte dann versucht gleiche Sockel zu besorgen und nur die Seitenteile mit der Klammer abzusägen und anzukleben, die werden ja nicht ständig betätigt
Max schrieb: > Selbst wenn das auslöten irgendwie gelingt, bleibt noch das Problem alle > Löcher wieder vom Lötzinn zu befreien ohne Leiterbahnen zu beschädigen. Für die paar Kröten funzt dieses Ding recht gut: https://www.amazon.de/-/en/gp/product/B012HN6ZEC
Andreas schrieb: > Sockelkunststoff mit dem Seitenschneider/Werkzeug der Wahl in Krümel und > Brocken zerlegen. Sofern man 'rankommt und man bei der Aktion nicht das Mainboard beschädigt, würde ich das auch so machen. G. K. schrieb: > Für die paar Kröten funzt dieses Ding recht gut: > https://www.amazon.de/-/en/gp/product/B012HN6ZEC Damit wäre ich vorsichtig - keine Temperaturregelung (also potentiell deutlich zu heiß) und wegen des Rückstoßes beim Auslösen hohes Risiko für die Beschädigung der Lötaugen/Leiterbahnen. Diese Probleme hat man hiermit nicht, kost' aber auch das neunfache: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/entloetstation_zd-8965_1-kanal_140_w_esd-393094 (anderswo vielleicht auch günstiger zu bekommen) Für JBC C245 gibt es lange Lötspitzen, mit denen man mehrere nebeneinanderliegende Lötstellen gleichzeitig erhitzen kann. Damit würde es genügen, den defekten Sockel in mehrere Segmente passender Länge zu zerbrechen, was weniger Aufwand ist, als den Kunststoff komplett wegzuknabbern. (Siehe Bild) So etwas gibt es natürlich auch als Nachbau via Aliexpress zum dann doch genehmeren Preis. Fun Fact ohne Belang: Ich hatte mal ein 386er-Mainboard, auf dem acht dieser Sockel untergebracht waren, und zusätzlich acht Sipp-Sockel, also gedrehte Buchsenleisten. War damals ein teures Vergnügen, aber ich konnte einen 386er mit 16 MB RAM betreiben ...
Max schrieb: > Das Problem, die Halteklammern sind kaputt, An Multilayerboards löten ist besonders bei GND und Plus nicht einfach. Gesteckte SIMs halten auch ohne Klammern, oder wird das Board durchgerüttelt? Wenn es geklappte SIMMs sind und nur bei einem Sockel die Klammern defekt sind, kann man vielleicht was zum nächsten SIMM dazwischen klemmen, wie einen zugeschnittenen Radiergummi. Ist es der erste Sockel und in Gegenrichtung geklappt, dann hilft vielleicht ein mehrfach geschlitztes Holz, das oben auf die SIMMs gedrückt wird und sich an den anderen Modulen abstützt. Auch ein Kabelbinder um die ersten beiden SIMs könnte klappen.
Wolf17 schrieb: > An Multilayerboards löten ist besonders bei GND und Plus nicht einfach. O ja ... die thermische Last der Innenlayer ist beeindruckend.
Max schrieb: > Mit bezahlbaren Mitteln. Ist immer die Frage was für dich bezahlbar ist und ob du es danach weiter gebrauchen kannst. Irgendwann habe ich mir so eine Entlötpumpe gekauft. Klar kann man auch mit einem Sauger arbeiten, aber der Unterschied ist doch gewaltig. Möchte ich nicht mehr missen. Also, wenn du die später noch gebrauchen kannst, Entlötpumpe kaufen.
Von 8 Sockel sind leider 4 unbrauchbar, also auch nicht mit Improvisation, da mehr als nur die Klammer abgebrochen ist Wolf17 schrieb: > Max schrieb: >> Das Problem, die Halteklammern sind kaputt, > An Multilayerboards löten ist besonders bei GND und Plus nicht einfach. > Gesteckte SIMs halten auch ohne Klammern, oder wird das Board > durchgerüttelt? > Wenn es geklappte SIMMs sind und nur bei einem Sockel die Klammern > defekt sind, kann man vielleicht was zum nächsten SIMM dazwischen > klemmen, wie einen zugeschnittenen Radiergummi. > Ist es der erste Sockel und in Gegenrichtung geklappt, dann hilft > vielleicht ein mehrfach geschlitztes Holz, das oben auf die SIMMs > gedrückt wird und sich an den anderen Modulen abstützt. Auch ein > Kabelbinder um die ersten beiden SIMs könnte klappen.
Die für 100€ wäre schon noch im Rahmen, nur ob es damit getan an, bezweifle ich, ich kann durchaus gut löten, habe schon etliche QFP mit kleinem Pitch etc gelötet, aber so 30Pin Sockel machen mir doch Bauchschmerzen Frank O. schrieb: > Max schrieb: >> Mit bezahlbaren Mitteln. > > Ist immer die Frage was für dich bezahlbar ist und ob du es danach > weiter gebrauchen kannst. > Irgendwann habe ich mir so eine Entlötpumpe gekauft. > Klar kann man auch mit einem Sauger arbeiten, aber der Unterschied ist > doch gewaltig. Möchte ich nicht mehr missen. > Also, wenn du die später noch gebrauchen kannst, Entlötpumpe kaufen.
Mit niedrig schmelzendem Lot (BiSn42, 138°C) vorbehandeln, dann mit dem Heißluftgebläse alle Pins gleichzeitig erwärmen.
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