Hallo, ich habe hier einen Milchaufschäumer LONO Milk & Choc, der nach einiger Zeit Nutzung nicht mehr funktioniert bzw. einen Fehler anzeigt. Trennt man das Gerät für einige Zeit (>10 Min.) vom Netz, läuft es manchmal wieder. Der Fehler äußert sich dadurch, dass eine LED an der Anzeige an dritter Stelle anfängt zu blinken. Über einen Knopf kann man die einzelnen Programme durchschalten. Das erste ist für das warme Aufschäumen. Das dritte, auf das er springt, ist „nur Milch erwärmen“. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Fehlercode. Im Netz findet man mit dem Suchwort „weiße LED“ Berichte zu diesem Fehler. Ist er längere Zeit am Netz ohne das man was drückt springt er oft alleine auch in diesen Fehlermodus und fängt an zu blinken. Ich habe den Thermistor gereinigt; der ist konstruktionsbedingt leider so ausgeführt, dass – wenn außen an der Kanne Flüssigkeit ist – diese oft in den Bereich des Thermistors läuft. Der Thermistor wird durch eine Feder von unten an die Kanne gedrückt. Das war bei mir nicht mehr der Fall, da er festsaß. Nach dem Reinigen lief das Gerät zunächst wieder ziemlich problemlos. Mittlerweile denke ich aber, dass es mit dem längeren Trennen vom Netz zusammenhängen könnte. Der Thermistor hatte ca. 120 kΩ bis 140 kΩ. Wenn man ihn erwärmt oder abkühlt, ändert sich der Fehler nicht. Optisch sieht auf der Platine alles in Ordnung aus. Ich habe die Platine auch schon mit einem Föhn erwärmt (wegen Elkos oder thermischer Probleme), aber keinen Unterschied bemerkt. Gibt es noch andere mögliche Ursachen – außer thermischen oder kapazitiven – die zu diesem Fehlerbild passen, insbesondere dazu, dass das Gerät nach dem Ziehen des Netzsteckers oft wieder „für eine Runde“ funktioniert? Hat jemand eine Idee, wo man systematisch mit der Fehlersuche anfangen könnte?
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Nicht jeder hat, oder kennt den WMF Milchaufschäumer. Ist der kabellos mit Ladestation, wie eine elektrische Zahnbürste? Bild 3 impliziert sowas. Sieht aus, wie die Ladespule. Das Naheliegendste wäre dann, Akku taub.
Gerald B. schrieb: > Nicht jeder hat, oder kennt den WMF Milchaufschäumer. > Ist der kabellos mit Ladestation, wie eine elektrische Zahnbürste? Bild > 3 impliziert sowas. Sieht aus, wie die Ladespule. Das Naheliegendste > wäre dann, Akku taub. Kein Akku, sondern Induktionsheizung des abnehmbaren Topfes.
H. H. schrieb: > Kein Akku, sondern Induktionsheizung des abnehmbaren Topfes. Meine Mutter hat so nen Milchaufschäumer und der hat so einen Schäumeinsatz der sich dreht, per Magnet angetrieben. So ähnlich wie ein Rührfisch im Chemielabor. Die kleinere Spule mit dem gelben Deckel auf Bild 4 sieht so aus als könnte sie für sowas gedacht sein. Wie die Heizung bei den Dingern realisiert ist weiß ich nicht. Induktiv scheint mir aber nen bischen viel Aufwand zu sein. Beim Modell meiner Mutter ist das Ganze ein Teil, die Elektronik ist fest am Boden des Topfes angebracht. Wie das hier bei dem Modell ist weiß ich aber nicht.
Gerd E. schrieb: > Die kleinere Spule mit dem gelben Deckel auf Bild 4 sieht so aus als > könnte sie für sowas gedacht sein. Das ist ein kleiner DC-Motor, mit Bürsten. Auf dessen Achse sitzt dann der Magnet. > Wie die Heizung bei den Dingern realisiert ist weiß ich nicht. Induktiv > scheint mir aber nen bischen viel Aufwand zu sein. Ist aber so, bei diesem Modell.
Hallo, ja ich habe momentan kein Bild vom zusammen gebauten Zustand, aber das hier ist das Modell https://www.wmf.com/de/de/wmf-lono-milchaufschaeumer-milk-choc-3200000053.html Der hat eine Iduktionsspule und einen herausnehmbaren Topf. Der Rührer wird wie schon geschrieben per Magnet angetrieben. An einem kleinen DC Motor ist eine Scheibe mit 4 kleinen Magneten befestigt, die dann den Rührer in dem Topf bewegt. DerTopf ist wirklich nur ein Metallteil ohne weitere Elektrik oder Mechanik. Man stellt dann den Rührer rein, der unten eine Scheibe hat, die sich dann dreht durch den Magneten in der Basis. Ähnlich dem Teil im Labor Der Motor lässt sich eigentlich sauber drehen. Ich konnte da nichts feststellen, aber habe ihn deswegen auch nicht weiter auseinander gebaut. Da scheint es auch keine Erkennung zu geben, ob der Topf drauf ist und entsprechend der Rührer dreht, weil das ganze auch ohne Topf geht, also man hört den Motor mit Magnet drehen dann. Und es erklärt ja auch nicht warum das Teil im Standby nach einiger Zeit auch in den Fehlermodus springt, obwohl nichts gedrückt. Dachte schon an verrauschte VCC, aber auf der anderen Seite muss der MC ja funktionieren, weil er ja in den Fehlermodus wechselt und da für das Blinken sorgt.
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T.M .. schrieb: > Dachte schon an verrauschte VCC, aber auf der anderen Seite muss der MC > ja funktionieren, weil er ja in den Fehlermodus wechselt und da für das > Blinken sorgt. Eine defekte Spannungsversorgung für den Mikrocontroller könnte dennoch sein. Z.B. könnte es hin und wieder zu kurzen Spannungseinbrüchen kommen. Die lösen dann ein Brownout-Reset des Mikrocontrollers aus. Wenn kurz darauf wieder genug Spannung da ist erkennt er den Reset-Grund und geht in den Fehlermodus. Die Elektrolyt-Kondensatoren des Netzteils zu prüfen (ESR) und evtl. zu tauschen wäre also schon mal ein Ansatz.
Wenn ich das auf dem Bild richtig entziffern kann ist der Mikrocontroller ein Holtek HT45F0004: https://www.holtek.com/webapi/116711/HT45F0004v150.pdf Lt. Datenblatt hat der eine Low Voltage Detector Funktion. Die könnte das auslösen.
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Hallo, auf die Idee nachzugucken was das genau für ein MCU bin ich noch nicht gekommen, dachte das wäre ein allerwelts Chinatyp. Das ist ja verrückt, dass es sogar fertige Chips für so Induktionsgeräte gibt. Ich löte da mal zwei Kabel an und gucke mit dem Akkuoszi, ob man da was sieht. Vielleicht reicht auch das Multimeter schon? Wenn es längerfristige Unterspannung ist? Habe leider kein Trenntrafo und Angst um mein DSO.. Viele Elkos sind es ja nicht, sonst löte ich die alle mal aus und teste, wenn du doch denkst, dass es damit zusammen hängen könnte.
T.M .. schrieb: > Viele Elkos sind es ja nicht, sonst löte ich die alle mal aus und teste, Mach das.
T.M .. schrieb: > Ich löte da mal zwei Kabel an und gucke mit dem Akkuoszi, ob man da was > sieht. Vielleicht reicht auch das Multimeter schon? Wenn es > längerfristige Unterspannung ist? Hängt davon ab wie stark die Kondensatoren kaputt sind und wie empfindlich dieser Mikrocontroller da ist. Wenn der Fehler kräftig ist reicht das evtl. schon um ihn zu sehen. Aber um es sicher zu sehen wäre nen richtiges Oszi schon das Messmittel der Wahl. > Viele Elkos sind es ja nicht, sonst löte ich die alle mal aus und teste, > wenn du doch denkst, dass es damit zusammen hängen könnte. Das dürfte einfacher sein. Und nicht nur Kapazität messen, sondern vor allem den ESR (-> LCR-Meter).
Gerd E. schrieb: > Das dürfte einfacher sein. Und nicht nur Kapazität messen, sondern vor > allem den ESR (-> LCR-Meter) Ok muss mal gucken, ob ich heute noch dazu komme, sonst spätestens Morgen. Habe ein DER-EE DE-5000. Damit würde das gehen
Gerd E. schrieb: > Induktiv > scheint mir aber nen bischen viel Aufwand zu sein. Ist aber die einzig sinnvolle Methode, denn nur so kann das Aufschäumgefäß brauchbar gereinigt werden. Ist die Heizung (und damit auch die restliche Elektronik) fest mit dem Aufschäumgefäß verbunden, kann man das nur vorsichtig ausspülen und abwischen, nicht aber vernünftig reinigen. Sowas ist Mist, sowas will man nicht haben.
Eine Frage, mit welcher Frequenz soll ich die Kondensatoren messen und welche Rs sind im grünen Bereich? Ein 330uF/35V hat 290uF und Rs von 0.067Ohm bei 1kHz ein 10uF/400V hat 8.5uF und 4.3 Ohm bei 1kHz, bei 100Hz 9.15 Ohm
Miss bei 100kHz. Und zeig die Dinger mal, es gibt bestimmt ein Datenblatt.
Harald K. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Induktiv >> scheint mir aber nen bischen viel Aufwand zu sein. > > Ist aber die einzig sinnvolle Methode, denn nur so kann das > Aufschäumgefäß brauchbar gereinigt werden. Die einzig sinnvolle Methode ist eine normale Edelstahlkanne ohne jegliche Elektronik zu verwenden und da die Dampflanze der Espressomaschine reinzuhalten. ;-) Gibt eine viel bessere Schaumkonsistenz als diese Art Milchaufschäumer. Die produzieren einen viel zu festen Schaum, damit kann man z.B. Latte-Art komplett vergessen und der Geschmack leidet unter begrenzten Vermischung.
H. H. schrieb: > Miss bei 100kHz. > > Und zeig die Dinger mal, es gibt bestimmt ein Datenblatt. Ich mache später noch Bilder, wenn nötig. Da steht nur Fujicon 105°C(M) RK Der 330uF zeigt ab 10kHz keinen Messwert mehr an
T.M .. schrieb: > Ich mache später noch Bilder, wenn nötig. Da steht nur Fujicon 105°C(M) > RK Fujicon RK Serie: https://store.comet.bg/download-file.php?id=10106 Die sind für Schaltregler nicht wirklich geeignet: alle Werte im Datenblatt sind nur für 120 Hz angegeben. Ein ESR ist nicht direkt angegeben, nur indirekt ein Ripplestrom - aber der eben auch wieder nur für 120 Hz. Die Folge ist dass das erst mal so läuft, aber die Kondensatoren im Betrieb schneller altern. > Der 330uF zeigt ab 10kHz keinen Messwert mehr an Könnte sein dass das LCR-Meter da an seine Grenzen kommt.
Gerd E. schrieb: > Könnte sein dass das LCR-Meter da an seine Grenzen kommt. Ja kann gut sein. C wird nicht mehr angezeigt, aber bei Rs sind es 0.05 Also alle sind quasi =< 1 Ohm, außer der 400V Typ. Mit Kältespray reagiert der ESR Wert auch stärker als bei den anderen. KA ob das ist weil er 400V hat und die anderen <35V oder ob das auf einen Defekt hin deutet?
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Gerd E. schrieb: > Die einzig sinnvolle Methode ist eine normale Edelstahlkanne ohne > jegliche Elektronik zu verwenden und da die Dampflanze der > Espressomaschine reinzuhalten. Das ist natürlich richtig, aber das setzt die Anwesenheit einer vernünftigen Kaffeemaschine voraus. Und mach' mal mit 'nem Siebträger Kaffee für sechs Leute. Da biste beschäftigt. Mein "einzig sinnvoll" bezog micht nicht auf das Erhitzen von Milch, sondern auf die Konstruktion solcher Geräte. Wenn man schon meint, so ein Ding anzuschaffen, dann ... Ist 'ne Bequemlichkeitsfrage, wie ganz vieles. Milch kann man auch in 'nem Topf auf dem Herd erwärmen, man muss nur aufpassen, daß sie dabei nicht zu heiß wird. Jenseits von 70 °C wirds ungünstig. Diese Induktionsmilchschäumer haben, im Gegensatz zum Herd, 'ne Temperaturregelung, was dem stressgeplagten Küchennutzer die Zeit gibt, derweil aufs Smartphone zu glotzen. Oder was anderes sinnvolles zu tun.
T.M .. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Könnte sein dass das LCR-Meter da an seine Grenzen kommt. > > Ja kann gut sein. C wird nicht mehr angezeigt, aber bei Rs sind es 0.05 > Also alle sind quasi =< 1 Ohm Wenn der ESR deutlich unter 1 Ohm ist dürften die Ok sein. > außer der 400V Typ. Mit Kältespray > reagiert der ESR Wert auch stärker als bei den anderen. KA ob das ist > weil er 400V hat und die anderen <35V oder ob das auf einen Defekt hin > deutet? Die ~4 Ohm die Du gemessen hast finde ich ein wenig viel, das ist verdächtig. Als 400V-Typ hat der natürlich einen höheren ESR als ein 35V-Typ, aber nicht gleich so viel. Sind die Maße von dem 10x16 oder 10x20mm? Da gäb es z.B. die Panasonic EE-Serie, EEU-EE2G100. Das wäre 10x20, musst du schauen ob der mechanisch von der Höhe her passt.
T.M .. schrieb: > Ich mache später noch Bilder, wenn nötig Könnte man noch etwas genauere Bilder von EC3 und EC7 bekommen?
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