Forum: Offtopic Dienstwagen als Angestellter selber anschaffen


von Bernd Laura (berni05)


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Hallo,
hat jemand Erfahrung damit, ein Auto als "Dienstwagen" sich 
anzuschaffen, ohne dass der Wagen über die Firma, in der man arbeitet, 
stammt.
Hintergrund: Die Firma, in der ich arbeite, stellt keine Dienstwagen zu 
Verfügung. Idee wäre jetzt eine kleine Firma selber zu gründen  (als 
Nebenjob sozusagen) und über diese Firma dann einen "Dienstwagen" laufen 
zu lassen. Steuerlich wird dann ja meines Wissens alles in einen Topf 
geworfen: Verdienst als Angestellter und Umsatz über eigene Kleinfirma.

Macht das Sinn? Hat jemand Erfahrung damit? Man würde doch zumindest die 
Mehrwertsteuer bei der Anschaffung sich ersparen!?

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd Laura schrieb:
> Hat jemand Erfahrung damit?
Frag (d)einen Steuerberater.

von H. H. (hhinz)


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Pathologischer Steuersparwahn.

von Bernd Laura (berni05)


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H. H. schrieb:
> Pathologischer Steuersparwahn.

Es hat halt nicht jeder das Privileg einen Dienstwagen zu bekommen

von Jörg R. (solar77)


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Lothar M. schrieb:
> Bernd Laura schrieb:
>> Hat jemand Erfahrung damit?
> Frag (d)einen Steuerberater.

Sorry, aber weshalb kommentierst du als MOD den Quatsch..anstatt ihn zu 
löschen?

von Nemopuk (nemopuk)


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Du willst eine Scheinfirma (die nichts tut) gründen, um beim Auto 
Steuern zu sparen? Wenn das funktioniert, warum macht das dann nicht 
jeder?

Lass mich raten: Weil die Aufwände (Gebühren, gewerbliche 
Steuererklärung, Pflichten, etc.) den Nutzen überwiegen.

von Nemopuk (nemopuk)


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Jörg R. schrieb:
> Sorry, aber weshalb kommentierst du als MOD den Quatsch..anstatt ihn zu
> löschen?

Kommt schon noch. Nur nicht heute. Man soll ja nicht gleich jede 
unliebsame Diskussion im Keim ersticken. Wir sind hier nicht in 
Nordkorea.

von Bernd Laura (berni05)


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Nemopuk schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Sorry, aber weshalb kommentierst du als MOD den Quatsch..anstatt ihn zu
>> löschen?
>
> Kommt schon noch. Nur nicht heute. Man soll ja nicht gleich jede
> unliebsame Diskussion im Keim ersticken. Wir sind hier nicht in
> Nordkorea.

Scheinbar doch, hier wird über Musikgeschmack und Mittagessen über 
Wochen diskutiert, aber solche Themen sollen dann gelöscht werden ? Ist 
doch Off-Topic-Folder, warum dann solche Zensur ?

von H. H. (hhinz)


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Bernd Laura schrieb:
> Zensur ?

Es gibt hier keine.

von Bernd Laura (berni05)


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H. H. schrieb:
> Bernd Laura schrieb:
>> Zensur ?
>
> Es gibt hier keine.
Warum gibt es dann Forderungen, solche Fragen zu löschen?

von Nemopuk (nemopuk)


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Bernd Laura schrieb:
> Warum gibt es dann Forderungen, solche Fragen zu löschen?

Weil nicht alle Menschen gleiche Wünsche haben.

von Hmmm (hmmm)


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Bernd Laura schrieb:
> Idee wäre jetzt eine kleine Firma selber zu gründen  (als
> Nebenjob sozusagen) und über diese Firma dann einen "Dienstwagen" laufen
> zu lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liebhaberei

Bernd Laura schrieb:
> Man würde doch zumindest die
> Mehrwertsteuer bei der Anschaffung sich ersparen!?

Dafür fällt sie woanders wieder an. Wenn Du als Unternehmer die 
1%-Regelung nutzt, zahlst Du auf 80% davon zusätzlich Umsatzsteuer. 
Übrigens auch dann, wenn bei der Einkommensteuer nur 0.5% oder 0.25% 
(PHEV oder EV) angesetzt werden.

Verbindliche Beratung gibt's natürlich nur beim Steuerberater, aber auch 
der wird (wenn auch vielleicht nicht wörtlich) von einer Schnapsidee 
sprechen.

von H. H. (hhinz)


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von Matthias S. (dachs)


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Wenn mich meine Fa. irgendwohin schicken will, dann lasse ich mir von 
der Reiseabteilung die Fortbewegung buchen.

Je nach Ziel: Bus/Zug/Taxi/Flugzeug war alles schon dabei. Warum sollte 
man sich einen "Dienstwagen" ans Bein binden?

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Matthias S. schrieb:
> Wenn mich meine Fa. irgendwohin schicken will, dann lasse ich mir von
> der Reiseabteilung die Fortbewegung buchen.

Richtig, habe auch schon mal den Dienstwagen vom Chef bekommen.

@ TO
Denk daran das du dann IHK für das Gewerbe und GEZ für den "Firmenwagen" 
zahlen musst.

von Oliver S. (oliverso)


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Bernd Laura schrieb:
> Steuerlich wird dann ja meines Wissens alles in einen Topf
> geworfen: Verdienst als Angestellter und Umsatz über eigene Kleinfirma.
>
> Macht das Sinn? Hat jemand Erfahrung damit? Man würde doch zumindest die
> Mehrwertsteuer bei der Anschaffung sich ersparen!?

Wenn nicht der Umsatz der Kleinfirma so hoch ist, daß er die Kosten für 
das Auto übersteigt, und dein Arbeitgeber einen solchen nicht ganz 
unerheblichen Nebenjob erlaubt, und du das Auto auch tatsächlich für die 
Nebenberufliche Firma brauchst, und du die private Nutzung dann auch 
versteuerst, kann man das machen.

Eine Selbstständigkeit, die dauerhaft nur Kosten erzeugt, aber keinen 
Gewinn abwirft, führt zu allergischen Reaktionen beim Finanzamt.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Oliver S. schrieb:
> Eine Selbstständigkeit, die dauerhaft nur Kosten erzeugt, aber keinen
> Gewinn abwirft, führt zu allergischen Reaktionen beim Finanzamt.

Und das Gewerbeamt wird dann das Gewerbe zwangsabmelden, 
gebührenpflichtig.

von Al. K. (alterknacker)


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H. H. schrieb:
> Bernd Laura schrieb:
>> Zensur ?
>
> Es gibt hier keine.

Na ja, auf bestimmte Wörter wird hochgradig reagiert und es werden sogar 
Sanktionen angedroht.
;--)))

Ist das Zensur????

MfG
ein Aufmerksamer

: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Al. K. schrieb:
> ein Aufmerksamer

Wohl eher jemand, der Aufmerksamkeit sucht.

von Al. K. (alterknacker)


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Hmmm schrieb:
> Wohl eher jemand, der Aufmerksamkeit sucht.

Das ist hier nur Training und Ablenkung.
Gefällt mir aber was es hier so versteckte Charakteren gibt.
so reicht für OT

MfG
ein alter 81 Jähriger

von O. D. (odbs)


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Komische Vorstellung hast du da.

Natürlich müsste der Dienstwagen für die betriebliche Zwecke deiner 
kleinen neugegründeten Firma verwendet werden, und zwar zum 
überwiegenden Teil. Und was sollte das sein? Transport von Angestellten 
zu einer anderen Firma? Und wer wäre dann der Auftraggeber? Sonst kommst 
du nicht in Genuss der Dienstwagenprivilegien (die, wenn wir ehrlich 
sind, eigentlich ungerechte aber politisch gewollte Schlupflöcher sind).

Steuerehrlichkeit ist eine Tugend, die immer mehr verloren geht. Man 
kann sich doch einfach eingestehen, dass im Fall eines Angestellten der 
Privat-PKW eben doch zum Privatvermögen gehört und dann auch aus 
versteuerten privaten Mitteln bezahlt wird (wie deine Kartoffeln auch).

Die Möglichkeit, die Fahrten von/zum Arbeitsplatz und evtl. Dienstreisen 
steuerlich abzusetzen, hast du doch weiterhin.

Und nein, zusammengeworfen wird nichts. Eine neue Firma ist - je nach 
Rechtsform - erstmal ein neues steuerliches Subjekt und muss auch eigene 
Steuererklärungen abgeben. Zusammengeführt wird das hinterher in deiner 
persönlichen Einkommensteuererklärung.

von Al. K. (alterknacker)


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Klar ist das eine Schnapsidee, aber garantiert eine Wochenenddiskussion.
;--)))
MfG
Der Alte

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Glaube die Lösung habe ich vor 1,5 Stunden neben dem Edaka gesehen. Da 
war eine junge Frau gestanden, rauchend, ne Wodka-Bottle auf der Tonne, 
ganz kurze Jaeanshose, T-Shirt, darüber eine Jacke, bei nur 4 Grad und 
telefonierte nach ihrem Dienstwagen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Bernd Laura schrieb:
> ein Auto als "Dienstwagen" sich
> anzuschaffen, ohne dass der Wagen über die Firma, in der man arbeitet,
> stammt.

Ganz einfach indem Du eine Zeitarbeitsfirma gründest, die Dir den 
Dienstwagen verschafft und Dich an die Firma verleihst, die Dir keinen 
Dienstwagen stellt.

von Michael B. (laberkopp)


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Bernd Laura schrieb:
> Macht das Sinn?

Nein.

Alle diese steuersparenden Konstrukte, wie eine Firma zur Aufzucht von 
Menschenkindern zu gründen, oder eben eine Firma die den Zweck hat dich 
vom Wohnort zum Arbeitsort zu bringen und dort deinem Arbeitgeber als 
Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, mit denen man in unserem 
kapitalistischen Steuersystem Unmengen an Steuerlasten einsparen könnte, 
z.B. das Fahrzeug von unversteuerten Einnahmen ohne Mehrwertsteuer 
kaufen zu können statt von versteuerten Einkommen unter Abführung von 
Mehrwertsteuer und damit doppelt so teuer, werden alle vom Finanzamt 
kassiert.

Da muss schon deine Frau eine Arbeitnehmerüberlassung aka 
Zeitarbeitsfirma gründen und mehr als bloss dich vermitteln, dann geht 
es teilweise.

von Bernd Laura (berni05)


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Jörg P. R. schrieb:

>
> @ TO
> Denk daran das du dann IHK für das Gewerbe und GEZ für den "Firmenwagen"
> zahlen musst.

Guter Punkt, doppelte GEZ, daran hätte ich jetzt nicht gedacht! (Und die 
meisten Steuerberater wohl auch nicht)

von Bernd Laura (berni05)


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O. D. schrieb:
>
> Und nein, zusammengeworfen wird nichts. Eine neue Firma ist - je nach
> Rechtsform - erstmal ein neues steuerliches Subjekt und muss auch eigene
> Steuererklärungen abgeben. Zusammengeführt wird das hinterher in deiner
> persönlichen Einkommensteuererklärung.

Doch, es wird zusammen geworfen. Das ist die Info von einem 
Steuerfachmann. Aber ich habe ja hier nach Erfahrungen gefragt, die 
einer damit gemacht hat.

von H. H. (hhinz)


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Bernd Laura schrieb:
> Aber ich habe ja hier nach Erfahrungen gefragt, die
> einer damit gemacht hat.

Der sitzt noch.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das geht eigentlich nur gut mit einem Onkel, der außerhalb der EU wohnt. 
Dieser vermietet Dich an Deine Firma und stellt Dir über einen anderen 
Neffen oder Sohn den Dienstwagen zur Verfügung. Somit brauchst Du auch 
keine 0,5% pro Monat für den Dienstwagen zu versteuern.

von Manfred P. (pruckelfred)


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O. D. schrieb:
> Steuerehrlichkeit ist eine Tugend, die immer mehr verloren geht.

Wenn man sieht, wie ein Teil der Gelder sinnlos verschleudert wird, ist 
das nachvollziehbar. Ich schaue immer böse, wenn xxx die von mir 
gezahlten 5 Euro in der Kasse registriert anstatt sie einfach so zu 
vereinnahmen.

von Al. K. (alterknacker)


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Dieter D. schrieb:
> Somit brauchst Du auch
> keine 0,5% pro Monat für den Dienstwagen zu versteuern.

Aber die Kontaktpersonen machen das bestimmt  nicht umsonst, bei solchen 
dubiosen Lösungen...

MfG
#ein Aufmerksamer Alter

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> Aber die Kontaktpersonen...

Auch dafür gibt es Lösungen. Wo ein Wille, da ein Weg.
https://www.steuern.de/unterhaltszahlungen

von Bernd Laura (berni05)


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H. H. schrieb:
> Bernd Laura schrieb:
>> Aber ich habe ja hier nach Erfahrungen gefragt, die
>> einer damit gemacht hat.
>
> Der sitzt noch.
 Auch im Sitzen kann man Erfahrungen weitergeben :-)

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