Hi. Ich habe einen uralten AvK Drehstromgenerator, gekoppelt an einen Verbrennungsmotor. Das Teil steht seit ewigkeiten still. Es kann gut sein dass Teile fehlen. Der Verbrennungsmotor läuft, an den Klemmen des Generators (die 3 dicken Klemmen beschriftet mit U, V,W liegt trotzdem nix an. Er scheint irgendwie Erregung von Extern zu brauchen, Der Generator scheint eine Art fremderregte Synchronmaschine zu sein, auf dem Typenschild steht ja auch etwas von "Erregung 49/31 Volt", "2,unleserlich A" weiss irgendwer etwas darüber, oder hat zufällig Unterlagen zu dem Generator? Google gibt leider nix brauchbares her...
Bastian B. schrieb: > Der Generator scheint eine Art fremderregte Synchronmaschine zu sein, > auf dem Typenschild steht ja auch etwas von "Erregung 49/31 Volt", > "2,unleserlich A" Da steht 4,9V...31V, und dann 4,9A...18,9A. Du brauchst einen Spannungsregler. Aber bevor du da Geld reinsteckst solltest du eine Isolationsmessung machen, nicht mit dem DMM.
Beitrag #8005887 wurde vom Autor gelöscht.
Moin, hat der Generator zwei Schleifringe, deren Bürsten-Anschlüsse auf's Klemmbrett geführt sind? Gruß, W.
von Bastian B. schrieb:
>auf dem Typenschild steht ja auch etwas von "Erregung 49/31 Volt",
Ohne Erregung wird es nicht funktionieren, du brauchst eine
Gleichspannung für die Erregerwicklung. Schließe da einfach
mal eine 12V Autobatterie an. Mit der Erregerwicklung
kannst du die erzeugte Spannung regeln. Je stärker der
Erregerstrom ist, um so höher ist die erzeugte Spannung.
Du brauchst einen Regler, der den Erregerstrom zurückfährt,
wenn die erzeugte Sollspannung erreicht ist.
Genauso wie man es bei einer Autolichtmaschine macht.
Bei langsamer Drehzahl wird der Erregerstrom erhöht, um
auf Sollspannung zu kommen. Bei hoher Drehzahl ist
dann weniger Erregerstrom nötig.
Günter L. schrieb: > Bei langsamer Drehzahl wird der Erregerstrom erhöht, um > auf Sollspannung zu kommen. Bei hoher Drehzahl ist > dann weniger Erregerstrom nötig. Naja, er wird ja schon 50Hz haben wollen, und da sind bei der 6-poligen Maschine genau 1000rpm nötig.
Okay. Ich sollt wohl im Kohlenkasten zwei Schleifringe finden. Von da muss es logischerweise zum Klemmbrett gehen, und die Versorgung der Erregerwicklung war wohl extern. Was mich etwas verwirrt, ist die Bezeichnung "Selbstregelnder Drehstrom-Generator" auf dem Typenschild - wenn das Ding sich selbst regeln will... die Frequenz kann wohl nicht gemeint sein, die ergibt sich aus der Drehzahl (50Hz bei Nenndrehzahl 1000 u/min) also muss wohl die Spannung gemeint sein, die wird wohl durch den Erregerstrom geregelt - "Selbst" macht der da wohl garnix, das muss wohl externe Elektronik machen (Gerät das die Spannungen der Phasen misst und entsprechend Strom durch die Erregerwicklung schickt). Das "Selbstregelnd" verwirrt mich. https://www.mikrocontroller.net/attachment/561920/Handbuch_DKB_25_100.pdf In Diesem Handbuch (das eigentlich für die bürstenlose Baureihe DKB ist) wird auf den Seiten 3 und 4 kurz auf die DNN Baureihe eingegangen und das Prinzip der Selbstregelung grob erklärt... Meine Hoffnung war, dass jemand was genaueres zur D2N Baureihe hat. Ob die Erregerstromregelung wirklich extern gedacht war, oder in der Maschine integriert sein könnte... Dass ich weiss, was mich erwartet, bevor ich's zerleg ;-)
Bastian B. schrieb: > Ob > die Erregerstromregelung wirklich extern gedacht war, oder in der > Maschine integriert sein könnte Da auf dem Typenschild selbstregelnd eingeprägt ist würde ich davon ausgehen, dass wenn nichts demontiert wurde sich der Hilfsgenerator innerhalb der großen Maschine befindet. Möglicherweise befinden sich darin, mittlerweile entmagnetisierte, Premanentmagnete.
Oder er keinen Hilfsgenerator hat... es könnte ja die durch Remanenz im Rotor im Stator induzierte (mickerige) Spannung gleichgerichtet und "irgendwie geregelt" über "vermutlich zwei Schleifringe" in den Rotor zurückgeführt werden... und das Ding sich damit selbst erregen... Passt irgendwie zu alten Aggregaten, die ich kenne... erstmal auf Drehzahl fahren, dann die Last zuschalten, sonst keine Spannung... Wie die Regelung beim D2N funktioniert(en sollte), bleibt fraglich... Ich muss es wohl zerlegen, ohne vorher schlau zu sein... Irgendwas "innovatives, schlaues" (für 1952, in der Timeline von Stamford/AvK wurde der D2N 1952 explizit erwähnt) muss da drin sein... nur find ich nix "genaues, passendes" zu dem Ding... Wer in den 60ern dadran rumgeschraubt hat... war damals vielleicht 20... ist also BJ 1940? ... also heute 86? Jahre alt... sitzt vielleicht nicht vorm Rechner und scannt mir kurz das Generatorhandbuch, das da im Regal verstaubt... hm...
Die AvK Maschinen die ich kenne hatten keine Permanetmagnete, sondern wurden über den Restmagnetismus erregt und hochgefahren. Eine Regelplatine sollte irgendwo im Genno, oder im Klemmkasten sitzen. Siehe angehängte Beispielbilder. Viel wichtiger als die Spannung konstant zu halten ist die Frequenzhaltung. Das passiert idR per Governor Drehzahlregelung am Dieselmotor. Allerdings, bei der kleinen Maschine aus 1966 wäre auch noch eine Fliehkraftregelung in der ESP möglich.
Moin, 's wird wieder viel geschwafelt. Bastian: Hat der Generator 2 Schleifringe ja / nein? Wenn Ja: wohin gehen die zwei Leitungen von den Schleifringen?
Das war ja was ich hoffte herauszufinden anhand der Infos auf dem Typenschild bevor ich das Ding zerrupf... Drum das Geschwafel ;-). Weil aber anhand der Angaben auf dem Typenschild nix rauszubekommen ist, muss ich's wohl zerlegen, schauen wie viele Bürsten da drin sind, und wo Die Kabel hingehen.
Moin, Jetzt wird's spannend: Wenn das ein fremderregter Synchrongenerator ist, mit der Zufuhr der Erregerspannung über zwei Schleifringe, dann gibt es im Motorgehäuse Klappen um an die Bürsten der Schleifringe zur Wartung 'ranzukommen. Hat der Generator Klappen?
Beitrag #8006833 wurde vom Autor gelöscht.
Rainer D. schrieb: > Die AvK Maschinen die ich kenne hatten keine Permanetmagnete, sondern > wurden über den Restmagnetismus erregt und hochgefahren. (...) > Siehe angehängte Beispielbilder. Nein, da wird eine Erregermaschine verwendet. Im ersten Bild sieht man links, unterhalb der Traverse zwei Feld- bzw. Polspulen der Errgermaschine. Darunter sollte sich der zugh. Anker befinden, der dann über einen mitrotierenden Gleichrichter die Errgerwicklung der Synchronmaschine speist. Grüßle, Volker
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Das Bild gehört auch zu ner DNN, ich hab ne D2N. Zur D2N find ich ... garnix an Doku im Netz. Morgen schraub ichs auseinander, dann weiss ich's. Ich hätt gern vorher gewusst, was mich da erwartet, aber scheinbar hat keiner was zum D2N. Auch Stamford/AvK/Cummins mag nix rausrücken. Danke für die Hinweise, ich lass' von mir hören sobald ich's zerlegt hab.
Bastian B. schrieb: > Morgen schraub ichs > auseinander, dann weiss ich's. Sowieso das Beste. Dann siehst du was ist. Kannst auch gleich die Kohlen gäng machen. Ich habe auch schon Schlüsse im Motor gehabt und nach dem Aufschrauben lag nur ein Kabel an Masse. Deshalb, immer rein schauen.
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Volker B. schrieb: > Nein, da wird eine Erregermaschine verwendet. Im ersten Bild sieht man > links, unterhalb der Traverse zwei Feld- bzw. Polspulen der > Errgermaschine. Darunter sollte sich der zugh. Anker befinden, der dann > über einen mitrotierenden Gleichrichter die Errgerwicklung der > Synchronmaschine speist. Jepp. Und was denkst Du woher die Erregermaschine ihren ersten Saft herbekommt?
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