Hallo zusammen, ich verzweifle mal wieder an einem Elektronik Problem und bin auf eure Expertise angewiesen: Hintergrund: Ich habe, ambitioniert wie ich bin/war, ca 15m SK6812 LED Bänder als Beleuchtung verbaut, die ich gerne über einen uC ansteuern würde. Da (für meine Verhältnisse) relativ viel Strom fließen wird habe ich hier mit PV Kabeln und Sicherung vorgesorgt. Um jetzt bei größeren Schaltvorgängen die Spannungsspitzen abzufangen, wollte ich hier die 2x 2200uF Kondensatoren an die Versorgungsleitung hängen. Um beim Einschalten der Spannungsquelle aber keinen kurzzeitigen Kurzschluss zu erzeugen sollte der Ladewiderstand R3 dienen. Dieser sollte dann sobald die Ladespannung erreicht ist (gemessen über den Spannungsteiler R4R5 vom uC durch den PMOSFET kurzgeschlossen werden. Ich habe jetzt schon einiges an Verbesserungspotential ausprobiert (Pull-up, bzw Pull-down an den gates (war mir nicht bewusst), BS170 falschherum eingebaut, und komme trotzdem nicht auf einen grünen Zweig. Ich messe die Spannung am Kondensator beim Einschalten der 5V Spannung (X2-1) und die Ladekurve passt nicht zu dem erwarteten. Sie ist viel zu kurz, gerade so, als würde der PMOSFET direkt durchschalten. (die Schaltung habe ich 6x verlötet für 6 Spannungsrails und alle zeigen das gleiche Verhalten. Ich bin jetzt mal auf ein breadboard gegangen aber auch da ist gleiches zu beobachten. sobald ich den pmos fet rausnehmen erhalte ich die erwartete "langsame" Ladekurve. Mache ich basierend auf diesem Schaltplan etwas falsch? Der BS170 ist ggf. nicht optimal ausgelegt, weil er erst bei 5V durchschaltet und ich mit maximal 3,3 vom uC komme. Aber das sollte ja nur ein Problem beim "einschalten" sein. Ich bin für jeden Tipp dankbar :) Ich werde zeitnah noch ein Bild vom breadboard aufbau hochladen. Vielleicht übersehe ich ja etwas. viele Dank im Voraus! David
Oh man.... der PMOSfet ist auch falsch rum... ich dachte ich hätte das schon geprüft... aber habe nur geprüft ob ich sie nach dem Schaltplan angeschlossen habe... Danke ... manchmal frag ich mich wie blind ich sein kann...
David D. schrieb: > Ich habe, ambitioniert wie ich bin/war, ca 15m SK6812 LED Bänder als > Beleuchtung verbaut, die ich gerne über einen uC ansteuern würde. > Ich werde zeitnah noch ein Bild vom breadboard aufbau hochladen. Das gehört bei solchen Problemen besser direkt in die Eröffnung des Threads. Ist dir bewusst dass die SK6812 keine „normalen“ LEDs sind? Zeige mal den kompletten Schaltplan, inkl. der Stromversorgung und den LEDs.
ohja... der BS170 ist doch richtig rum drin... habe mich da durch ein Datenblatt dass auch den 2N7000 (mit genau umgekehrter Belegung) führt verwirren lassen. aber bei ursprünglischer beschaltung mit umgedrehtem PMOS funktioniert es jetzt nach Tagen der Verzweiflung... :D und dann ist es so offensichltich.... danke euch! Das wird jetzt gemurkse das bei der bestehenden Platine zu ändern :D
Dein Antwort war mir durch meinen Antwort-Post ungesehen geblieben. was genau meinst du mit "normalen" LEDs? Mir ist bewusst, dass sie einzeln adressierbar sind, falls du das meinst. anbei der Gesamte Schaltplan der Platine. (nur das linke "rail" ist bisher korrigiert mit Pull-up/downs und dem gedrehten MOSFET) Zusätzlich habe ich noch Netzteil -- Sicherung --- (LED Band-5V + Klemme x21 der Platine)
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Jörg R. schrieb: > Ist dir bewusst dass die SK6812 keine „normalen“ LEDs sind? > > Zeige mal den kompletten Schaltplan, inkl. der Stromversorgung und den > LEDs. Er will die SKs mit seiner Schaltung nicht dimmen, sondern nur das Netzteil vor Hickup, bzw. die Sicherung davor, mittels Einschaltstrombegrenzer schützen. Um sowas macht sich sonst kaum jemand Gedanken.
David D. schrieb: > Dein Antwort war mir durch meinen Antwort-Post ungesehen > geblieben. Benutze bitte die Zitierfunktion, damit man erkennt wen du meinst;-) > was genau meinst du mit "normalen" LEDs? Mir ist bewusst, dass sie > einzeln adressierbar sind, falls du das meinst. Ja, das meinte ich. Gerald B. schrieb: > Jörg R. schrieb: >> Ist dir bewusst dass die SK6812 keine „normalen“ LEDs sind? >> >> Zeige mal den kompletten Schaltplan, inkl. der Stromversorgung und den >> LEDs. > > Er will die SKs mit seiner Schaltung nicht dimmen, Ja, das ist mir bewusst.
David D. schrieb: > Um jetzt bei größeren Schaltvorgängen die Spannungsspitzen abzufangen, > wollte ich hier die 2x 2200uF Kondensatoren an die > Versorgungsleitung hängen. Was möchtest du damit erreichen? Hast du dir die Stromaufnahme deiner LED-Kette einmal zeitlich hoch aufgelöst angesehen? Die Schaltvorgänge der einzelnen LEDs finden im Mikrosekundenbereich statt, Schaltvorgänge in der ganze Kette gibt es gar nicht. Ein "Einschalten" der Kette ist immer ein Lauflicht. Die Geschwindigkeit ist dabei durch die serielle Übertragung der Daten in die Länge gezogen. Kondensatoren von 2200µF haben ihre Domäne im Bereich von Millisekunden, nicht Mikrosekunden. Du brauchst Abblockkondensator von z.B. 100nF bei den LED-Kontrollern und der Rest ist Aufgabe des Netzteils, das doch vermutlich ein Schaltnetzteil mit etlichen Kilohertz Schaltfrequenz ist.
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Rainer W. schrieb: > David D. schrieb: >> Um jetzt bei größeren Schaltvorgängen die Spannungsspitzen abzufangen, >> wollte ich hier die 2x 2200uF Kondensatoren an die >> Versorgungsleitung hängen. > > Was möchtest du damit erreichen? Na ja, der Stripe hat mit steigender Länge einen ohmschen Widerstand auf der Versorgungsleitung. Die LEDs am Ende bekommen bei ganzem Stripe weiß, weniger, als ein einzelner durchlaufender Punkt. Das kann soweit gehen, das hinten der Rest zeitweise abstürzt und erst beim nächsten Telegramm irgendwann reagiert. Beidseitig, oder alle paar Meter einspeisen ist der Idealfall, am Ende die Elkos, die sich zu guten Zeiten aufladen, kann aber das letzte notwendige Quäntchen Stabilität bringen.
Rainer W. schrieb: > Was möchtest du damit erreichen? Hauptsächlich wollte ich damit meine LEDs "schützen". Bei meinen "Versuchsaufbauten" hat mir da ein altes analoges Netzteil beim Abschalten schon zweimal eine LED auf einem Strip zerschossen. Das tritt vielleicht bei Schaltnetzeilen nicht auf. Aber ich dachte ich könnte es etwas "abfedern" Zu glauben, dass ich das besser mache als ein Netzteil war vermutlich sehr naiv ;-) Jetzt ist die Schaltung aber schonmal da. Macht sie denn was kaputt? Rainer W. schrieb: > Die Schaltvorgänge der einzelnen LEDs finden im Mikrosekundenbereich > statt, Schaltvorgänge in der ganze Kette gibt es gar nicht. Das ist natürlich vollkommen richtig, da war meine Vorstellung/Überlegung nicht korrekt. Die gibt gibt es wohl nur beim Abschalten ;-). Rainer W. schrieb: > 2200µF haben ihre Domäne im Bereich von Millisekunden, > nicht Mikrosekunden. Du brauchst Abblockkondensator von z.B. 100nF bei > den LED-Kontrollern Danke. Da fehlt mir die tiefere Fachkenntnis. heißt das die sind effektiv tatsächlich "langsamer"? liegt das dann an Widerständen im realen Aufbau da es keine reinen Kapazitäten sind? Was genau meinst du an den LED-Kontrollern? an den einzelnen chips? da werde ich ja nicht dran kommen oder meinst du meine beiden Datenleitungen? Gerald B. schrieb: > Beidseitig, oder alle paar Meter > einspeisen ist der Idealfall, am Ende die Elkos Ja ich habe die 15m in 2x7,5m unterteilt, weil ich dann (ich habs nicht mehr genau im Kopf) grob auf meine 30fps komme. Länger Strips ergeben dann ein für mich nicht mehr ansehnliches Ruckeln in einer "Animation". die 7m haben in Summe 3 Einspeisungen. Die Elkos hingegen liegen leider nicht am Ende vom Strip sondern auf der Platine, wo alle 3 (bzw 2x3 Einspeisungen) hin geführt werden
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David D. schrieb: > Ich bin für jeden Tipp dankbar Lass den ganzen Quatsch weg. Die SK6812 bekommen 100nF Abblockkondensatoren auf dem Strip (haben sie vermutlich schon) und alles ist gut. Sorge allerdings für Pegelwandler zwischen uC und SK6812, denn die will 3.4V für high https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/1284638/ETC1/SK6812RGBW.html
David D. schrieb: > Was genau meinst du an den LED-Kontrollern? an den einzelnen chips? Genau dort > da werde ich ja nicht dran kommen oder meinst du meine beiden > Datenleitungen? An den Datenleitungen haben Kondensatoren nichts verloren. Ich mein Abblockkondensatoren direkt an den Chips, die bei fertig gekauften LED-Bändern hoffentlich schon vorhanden sind. Im Datenblatt der SK6812 ist jedenfalls für eine typische Applikation bei jedem Chip ein Kondensator von 10nF gezeigt (S.8 "16. The typical application circuit:"). https://www.normandled.com/upload/201603/SK6812%20LED%20%20Datasheet.pdf
Michael B. schrieb: > Sorge allerdings für Pegelwandler zwischen uC und SK6812, denn die will > 3.4V für high Dafür hätte ich den 74HCT125 eingeplant (wie im zweiten Schaltplan eingezeichnet verschaltet) zwar kein klassischer Pegelwandler aber der sollte mir das logik Singal ja trotzdem auf 5V heben. Rainer W. schrieb: > Abblockkondensatoren direkt an den Chips, die bei fertig gekauften > LED-Bändern hoffentlich schon vorhanden sind Das hoffe ich. ich hätte weder die Möglichkeit, noch die Muße jetzt nachträglich bei ~3000 LED chips die anzubringen, bzw. zu verdrahten :D Ich möchte trotzdem nochmal die Frage stellen, ob die Schaltung etwas "schaden" bzw. schlechter machen wird. Ich habe verstanden, dass es vermutlich vergebene Lebensmüh war [abgesehen von den Learnings die mir dieses Projekt gebracht hat :)] und sie nicht den Effekt erzielen wird, den ich mir erhofft habe.
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