Hallo zusammen, ich möchte ein 500W DC‑ATX Netzteil, das eine Eingangsspannung von 12-48V verträgt, in ein Gehäuse einbauen, anschließen und entsprechend absichern. Als Steckverbindung am Gehäuse schwebt mir ein XT60e‑m Einbaustecker vor. Da für den mit dem Netzteil betrieben PC 400W mehr als genug sind, würde ich eine 25A KFZ‑Sicherung am Pluspol vor dem Netzteil einsetzen. Spricht aus eurer Sicht etwas gegen diese Überlegungen? Außerdem möchte ich das Netzteil vor Eingangsspannungen schützen, die höher als 48V sind. Insbesondere soll ein Schutz greifen, falls versehentlich z.B. eine 60V‑Batterie angeschlossen wird. Gibt es dafür ein fertiges Bauteil, das man einfach in die Leitung integrieren kann?
Bei den Leistungen würde ich mich nicht auf eine TVS Diode verlassen. Z-Diode oder TVS ans Gate eines entsprechend stromfesten Thyristors. bei Überspannung wird der Thyristor gezündet und bringt sicher die Sicherung zum Abschmelzen.
Gerhard F. schrieb: > KFZ‑Sicherung Die Standardsicherungen sind nur bis 32V spezifiziert, aber es gibt auch welche für höhere Spannungen. Das Schmelzintegral der KFZ-Sicherungen ist allerdings ziemlich groß, da muss man bei einer Crowbar schon einen richtig dicken Thyristor verwenden. Ich würde eine Sicherung in Baugröße Midget (5AG, 10x38mm) verwenden.
H. H. schrieb: > Gerhard F. schrieb: >> KFZ‑Sicherung > > Die Standardsicherungen sind nur bis 32V spezifiziert, aber es gibt auch > welche für höhere Spannungen. > Das Schmelzintegral der KFZ-Sicherungen ist allerdings ziemlich groß, da > muss man bei einer Crowbar schon einen richtig dicken Thyristor > verwenden. > Ich würde eine Sicherung in Baugröße Midget (5AG, 10x38mm) verwenden. Oder auch die gebräuchlichere 6,3 x 32mm Bauform. Die wird auch im Vorzählerbereich eingesetzt und kann die dort geforderten hohen Ströme schalten.
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Thomas R. schrieb: > Oder auch die gebräuchlichere 6,3 x 32mm Bauform. Muss man aber auf das DC-Schaltvermögen achten!
Die KFZ Sicherungen gibt es auch als Automat. https://www.ebay.de/itm/185611926933 https://www.ebay.de/itm/127554326267
Danke @Gerald für Deine Antwort. Ich habe versucht, deinen Vorschlag grundsätzlich nachzuvollziehen und habe dazu einen Schaltplan erstellt. Passt mein Gedankengang so? * Ich schalte den Thyristor zwischen V+ und V-. * Das Gate ziehe ich über einen Widerstand auf V-. * Zwischen Gate und V+ kommt die Zenerdiode. * Die 25A‑Sicherung setze ich an den Eingang von V+. Normalerweise liegt das Gate also auf V-, wodurch der Thyristor sperrt. Wenn jedoch die Eingangsspannung zu groß wird, zündet der Thyristor und verursacht praktisch einen Kurzschluss zwischen V+ und V-, sodass die Sicherung durchbrennt. Ich bin Informatiker, und meine E‑Technik‑Vorlesungen liegen schon eine Weile zurück …
Danke auch für Eure Anmerkungen zur KFZ-Sicherung. Dass die Standardsicherungen nur bis 32V spezifiziert sind, war mir nicht bewusst. Ich habe die Sicherung gesehen: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/kfz-sicherung_standard_58v_25a_weiss-279054 Eure weiteren Vorschläge sowie den Hinweis zum DC‑Schaltvermögen werde ich mir noch genauer ansehen.
https://www.eaton.com/at/de-de/skuPage.176071.pdf DC Leitungsschutzschalter in Standard Bauform für Hutschienenmontage. Bis 250Vdc und in allen gängigen Strömen mit B und C Kennlinie verfügbar. Nutzen wir auf Arbeit für 250Vdc Anwendungen, bisher absolut unauffällig. Ist auch besser zu resetten wenn mal einer 60V anklemmt und deine Crowbar auslöst.
Gerhard F. schrieb: > Ich habe versucht, deinen Vorschlag grundsätzlich nachzuvollziehen und > habe dazu einen Schaltplan erstellt. > * Zwischen Gate und V+ kommt die Zenerdiode. Zenerdiode ist bei dir in Durchlassrichtung gezeichnet, d.h. der Thyristor zündet praktisch immer.
Loco M. schrieb: > Zenerdiode ist bei dir in Durchlassrichtung gezeichnet, d.h. der > Thyristor zündet praktisch immer. Danke @loco für den Hinweis; da muss ich nachbessern. Ich habe gerade noch folgende Seite gefunden: https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/crowbar.htm
Ich würde diesen Thyristor nehmen: https://www.tme.eu/de/details/cla100e1200hb/smd-tht-thyristoren/ixys/ 160A Maximalstrom Dauer und 1,19 Kiloampere Impuls Die 1,2 kV Spannungsfestigkeit brauchst du zwar bei Weitem nicht, aber störend sind sie auch nicht. 80 mA Gatestrom gehen bei der Größe ebenfalls noch in Ordnung. Als Z-Diode würde ich die 1N5367 nehmen. Die ist mit 43V angegeben. Der nächste Wert ist 47V. da die Dinger aber immer Exemplarstreuungen haben können, ist es nicht völlig auszuschließen, das du dann über die 48V kommst, zumal das Gate ja ebenfalls nochmal eine Diodenstrecke darstellt, wo was hängenbleibt. Mit der 5W Z-Diode solltest du auf der sicheren Seite sein. Bei den paar Cent würde ich es nicht riskieren, das eine Diode kleiner leistung nur 1x schaltet ;-) https://www.tme.eu/de/details/1n5367b-dio/zener-dioden-tht/diotec-semiconductor/1n5367b/ Generell würde ich dir empfehlen, die Crowbar zu testen. Zunächst statt der Sicherung einen Verbraucher (Reihenschaltung von 12V Glühlampen), um die Auslösepannung messen zu können. Danach nochmal einen Versuch mit Sicherung in Nennstärke. Wenn die Halbleiter das überleben, dann tun sie das auch im Ernstfall. Ich habe einen derartigen Test auch schon mal mit einem 200A MOSFET im TO247 Gehäuse und einer 20A Sicherung an einem Bleiakku gemacht, weil ich sicher gehen wollte, das mir auch bei einem Kurzschluss der Dieselglühkerze der MOSFET keine Kernschmelze bekommt und die Sicherung auslöst.
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