Hallo, gibt es eine einfache Methode, um bei gelieferte Leiterplatten zu prüfen, ob die Beschichtung der Randsteckverbinder wie gefordert Hartgold ist, oder nur das preiswerte ENIG ?
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Michael B. schrieb: > Hartgold. Also Du meinst, dass diese Goldfinger immer Hartgold sind ????? Glaube ich nicht.
Wenn Du nicht ENEPIG bestellts wirst Du nur ENIG bekommen...
Michael B. schrieb: > Hartgold. Auf dem Foto auf jeden Fall. Ist ja nur geklaut. https://www.pcbbuy.com/news/What-is-Edge-Connector-Beveling-in-PCB-Manufacturing.html Ansonsten kann man die unterschiedliche Schichtdicke sogar fühlen.
H. H. schrieb: > Auf dem Foto auf jeden Fall. Ist ja nur geklaut. Ja, hatte ich nur beipielhaft hinzugefügt. Die Lieferung kommt erst noch. Bestellt Hartgold. Aber ich vertraue dem Lieferanten der kompletten bestückten Leiterplatte nicht. Er könnte die Leiterplatte selber ja auch billig mit ENIG bestellt haben...
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Dirk F. schrieb: > Aber ich vertraue dem Lieferanten nicht. Das ist Hartgold, ENIG taugt dafür nicht, rubbelt nach 10 Steckzyklen ab oder gammelt nach ein paar Jahren weg. Wenn das nicht gerade ein Hobbyist macht...
Michael B. schrieb: > Dirk F. schrieb: >> Aber ich vertraue dem Lieferanten nicht. > > Das ist Hartgold, ENIG taugt dafür nicht, rubbelt nach 10 Steckzyklen ab > oder gammelt nach ein paar Jahren weg. Wenn Du die Gewähr dafür übernimmst, gut. Ansonsten macht es schon Sinn, die Anlieferqualität zu überprüfen. > Wenn das nicht gerade ein Hobbyist macht... Oder ein unehrlicher Chinese. Galvanisch Gold berechnen, ENIG liefern. Würde natürlich niemand machen, Chinesen betrügen bekanntlich nie.
> ENIG taugt dafür nicht, rubbelt nach 10 Steckzyklen ab > oder gammelt nach ein paar Jahren weg. Hatte letztens ein paar Platinen von JLCPCB mit ENIG. Kamen vor Weihnachten. Lies sich super loeten! Vier Wochen spaeter habe ich noch ein Testboard gebraucht, lies sich jetzt SEHR schlecht loeten. Deutlich schlechter wie normale Zinnplatinen von JLCPCB die >1Jahr rumliegen. Fuers stecken also wohl maximal unbrauchbar. Vanye
Vanye R. schrieb: > Vier Wochen spaeter habe ich noch ein Testboard gebraucht, lies sich > jetzt SEHR schlecht loeten. Lagerung vakuumiert und verschweißt (d.h. Herstellungsthema) oder unter undefinierten Bedingungen irgendwelcher Luft mit undefinierten Bestandteilen ausgesetzt. Irgendwie hört sich das eher nach Chemie und einem Platinenthema an, als nach Mikrocontrollern.
Magnetismus ? wegen dem Nickel ? ein 333 Goldring wird grau, wenn man ihn glüht.
> Lagerung vakuumiert und verschweißt (d.h. Herstellungsthema) oder unter
Natuerlich nicht. Einfach so rumliegen in der angebrochenen Tuete von
JLCPCB. :)
Ich hatte mir aber von "vergoldet" irgendwie etwas mehr erwartet. Ich
hab auch den Eindruck als wenn vergoldete Platinen aus anderer,
teurerer, Quelle als JLCPCB noch etwas goldiger aussehen.
Vanye
Im ersten Ansatz könnte man einfach Mal die Finger auf mögliche Unterschiede zu den normalen Pads untersuchen, wenn diese ENIG sind. Also Optik, Kratzfestigkeit, usw.
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Ich würde einfach eine Karte 100x stecken und ziehen, dann trennt sich die Spreu vom Weizen (bzw. das ENIG vom echten Hartgold)
Ohne das jetzt nochmal verifiziert zu haben, würde ich aus meiner Erinnerung sagen: ENIG ist matt-golden und diese Randsteckverbinder mit echter Goldauflage glänzen eher ... wie richtiges Gold eben.
W.P. K. schrieb: > Ohne das jetzt nochmal verifiziert zu haben, würde ich aus meiner > Erinnerung sagen: ENIG ist matt-golden und diese Randsteckverbinder mit > echter Goldauflage glänzen eher ... wie richtiges Gold eben. Wir kennen aber auch das üppig glänzende Chinagold von HF- oder Hifi-Steckern, das man erstmal mit dem Glasfaserpinsel bearbeiten muss, bis es überhaupt elektrisch leitet.
Man könnte vielleicht eine Schabkante(Ziehklinge?) mit genau eingestelltem Kippwinkel zum Abtragen der Kontaktfläche hernehmen, um dann an der geneigten Oberfläche die Schichtendicken abschätzen zu können. 1,25-0,8 versus 0,05 µm in der Metallprüfung verwendet man meist Säuren(-mischungen) zur Freilegung von Kristallgefügegrenzen, Salpetersäure als starke Reagenz, aber auch andere schwächere, auch Laugen. Denkbar wäre auch elektrolytisches Abtragen. Man kann am Reflektionsverhalten Metalle unterscheiden, aber das erfordert außerordentlich gutes Gerät und umfangreiche Kalibrierdaten.(leitz mpv umbau mit moderne elektronik) Wie einfach soll es denn sein ?
Hast Du denn für das galvanische Auftragen von Steckergold die Leiterbahnstrukturen außerhalb der LP für den Anschluß des Gegenpols mitgeliefert? Oder macht das der LP-Fertiger von sich aus? Wenn nicht, dann wird es auch kein Steckergold aka Hardgold sein.
Carsten W. schrieb: > Hast Du denn für das galvanische Auftragen von Steckergold die > Leiterbahnstrukturen außerhalb der LP für den Anschluß des Gegenpols > mitgeliefert? Oder macht das der LP-Fertiger von sich aus? Wenn nicht, > dann wird es auch kein Steckergold aka Hardgold sein. Macht der Fertiger selber. Der Teil wird dann unten weggefräst.
Ich habe das bisher in Absprache immer selbst ins Layout eindesigned. Deshalb die Nachfrage. Ohne Gegenpol kein galvanisches Hartgold.
Falk B. schrieb: > Ich würde einfach eine Karte 100x stecken und ziehen, dann trennt sich > die Spreu vom Weizen (bzw. das ENIG vom echten Hartgold) So isses. Das ist ein sehr einfacher, aber ziemlich aussagekräftiger Test. Natürlich muß man sich die Kontaktspuren unter einem Mikroskop anschauen, denn der Rest der Fläche bleibt natürlich unverändert goldig. Aber in den Kontaktspuren sieht man doch sehr deutlich, ob da schon das Kupfer auftaucht oder nicht. Wenn man nach 100 Zyklen schon auf fast ganzer Länge das Kupfer sehen kann, war's definitiv keine Hartvergoldung.
Ein beweiskräftiges Bild wird so wohl nicht geben, aber bitte, Wem's gefällt..
Ob S. schrieb: > Wenn man nach 100 Zyklen schon auf fast > ganzer Länge das Kupfer sehen kann, war's definitiv keine > Hartvergoldung. Dann hat vor allem das Nickel gefehlt...
Dirk F. schrieb: > Aber ich vertraue dem Lieferanten der kompletten bestückten Leiterplatte > nicht. Er könnte die Leiterplatte selber ja auch billig mit ENIG > bestellt haben... Das heißt, ihr lasst das in einer EMS-Bude bestücken? Dann würde ich denen aufgeben, dass sie von ihrem Vorlieferanten (Leiterplattenhersteller) Schliffproben aus dem fraglichen Bereich mitliefern und diese im Rahmen der Wareneingangskontrolle überprüfen. Gleichzeitig würde ich vom Bestücker einen Erstmusterprüfbericht anfordern wo er bestätigt, dass alle Vorgaben eingehalten und geprüft wurden. Warum sich selber die Arbeit machen, wenn man andere sowieso dafür bezahlt?
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