Forum: Platinen LP Goldfinger Beschichtung: ENIG oder Hartgold ?


von Dirk F. (dirkf)


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Hallo,
gibt es eine einfache Methode, um bei gelieferte Leiterplatten zu 
prüfen, ob die Beschichtung der Randsteckverbinder wie gefordert 
Hartgold ist, oder nur das preiswerte ENIG ?

: Verschoben durch Moderator
von Michael B. (laberkopp)


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Hartgold.

von Dirk F. (dirkf)


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Michael B. schrieb:
> Hartgold.

Also Du meinst, dass diese Goldfinger immer Hartgold sind ?????
Glaube ich nicht.

von Uwe B. (Firma: TU Darmstadt) (uwebonnes)


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Wenn Du nicht ENEPIG bestellts wirst Du nur ENIG bekommen...

von H. H. (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Hartgold.

Auf dem Foto auf jeden Fall. Ist ja nur geklaut.

https://www.pcbbuy.com/news/What-is-Edge-Connector-Beveling-in-PCB-Manufacturing.html

Ansonsten kann man die unterschiedliche Schichtdicke sogar fühlen.

von Dirk F. (dirkf)


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H. H. schrieb:
> Auf dem Foto auf jeden Fall. Ist ja nur geklaut.

Ja, hatte ich nur beipielhaft hinzugefügt.
Die Lieferung kommt erst noch.
Bestellt Hartgold.
Aber ich vertraue dem Lieferanten der kompletten bestückten Leiterplatte 
nicht. Er könnte die Leiterplatte selber ja auch billig mit ENIG 
bestellt haben...

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Dirk F. schrieb:
> Aber ich vertraue dem Lieferanten nicht.

Das ist Hartgold, ENIG taugt dafür nicht, rubbelt nach 10 Steckzyklen ab 
oder gammelt nach ein paar Jahren weg.

Wenn das nicht gerade ein Hobbyist macht...

von Soul E. (soul_eye)


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Michael B. schrieb:
> Dirk F. schrieb:
>> Aber ich vertraue dem Lieferanten nicht.
>
> Das ist Hartgold, ENIG taugt dafür nicht, rubbelt nach 10 Steckzyklen ab
> oder gammelt nach ein paar Jahren weg.

Wenn Du die Gewähr dafür übernimmst, gut. Ansonsten macht es schon Sinn, 
die Anlieferqualität zu überprüfen.


> Wenn das nicht gerade ein Hobbyist macht...

Oder ein unehrlicher Chinese. Galvanisch Gold berechnen, ENIG liefern. 
Würde natürlich niemand machen, Chinesen betrügen bekanntlich nie.

von H. H. (Gast)


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Soul E. schrieb:
> Chinesen betrügen bekanntlich nie.

Dänen lügen nicht!

von Carypt C. (carypt)


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Nickelnitrat ist grün, Komplexchemie.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> ENIG taugt dafür nicht, rubbelt nach 10 Steckzyklen ab
> oder gammelt nach ein paar Jahren weg.

Hatte letztens ein paar Platinen von JLCPCB mit ENIG. Kamen vor 
Weihnachten. Lies sich super loeten! Vier Wochen spaeter habe ich noch 
ein Testboard gebraucht, lies sich jetzt SEHR schlecht loeten. Deutlich 
schlechter wie normale Zinnplatinen von JLCPCB die >1Jahr rumliegen.
Fuers stecken also wohl maximal unbrauchbar.

Vanye

von Rainer W. (rawi)


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Vanye R. schrieb:
> Vier Wochen spaeter habe ich noch ein Testboard gebraucht, lies sich
> jetzt SEHR schlecht loeten.

Lagerung vakuumiert und verschweißt (d.h. Herstellungsthema) oder unter 
undefinierten Bedingungen irgendwelcher Luft mit undefinierten 
Bestandteilen ausgesetzt.

Irgendwie hört sich das eher nach Chemie und einem Platinenthema an, als 
nach Mikrocontrollern.

von Carypt C. (carypt)


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Magnetismus ? wegen dem Nickel ?

ein 333 Goldring wird grau, wenn man ihn glüht.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Lagerung vakuumiert und verschweißt (d.h. Herstellungsthema) oder unter

Natuerlich nicht. Einfach so rumliegen in der angebrochenen Tuete von 
JLCPCB. :)
Ich hatte mir aber von "vergoldet" irgendwie etwas mehr erwartet. Ich 
hab auch den Eindruck als wenn vergoldete Platinen aus anderer, 
teurerer, Quelle als JLCPCB noch etwas goldiger aussehen.

Vanye

von P. S. (namnyef)


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Im ersten Ansatz könnte man einfach Mal die Finger auf mögliche 
Unterschiede zu den normalen Pads untersuchen, wenn diese ENIG sind. 
Also Optik, Kratzfestigkeit, usw.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Ich würde einfach eine Karte 100x stecken und ziehen, dann trennt sich 
die Spreu vom Weizen (bzw. das ENIG vom echten Hartgold)

von W.P. K. (elektronik24)


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Ohne das jetzt nochmal verifiziert zu haben, würde ich aus meiner 
Erinnerung sagen: ENIG ist matt-golden und diese Randsteckverbinder mit 
echter Goldauflage glänzen eher ... wie richtiges Gold eben.

von Soul E. (soul_eye)


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W.P. K. schrieb:
> Ohne das jetzt nochmal verifiziert zu haben, würde ich aus meiner
> Erinnerung sagen: ENIG ist matt-golden und diese Randsteckverbinder mit
> echter Goldauflage glänzen eher ... wie richtiges Gold eben.

Wir kennen aber auch das üppig glänzende Chinagold von HF- oder 
Hifi-Steckern, das man erstmal mit dem Glasfaserpinsel bearbeiten muss, 
bis es überhaupt elektrisch leitet.

von Carypt C. (carypt)


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Man könnte vielleicht eine Schabkante(Ziehklinge?) mit genau 
eingestelltem Kippwinkel zum Abtragen der Kontaktfläche hernehmen, um 
dann an der geneigten Oberfläche die Schichtendicken abschätzen zu 
können. 1,25-0,8 versus 0,05 µm

in der Metallprüfung verwendet man meist Säuren(-mischungen) zur 
Freilegung von Kristallgefügegrenzen, Salpetersäure als starke Reagenz, 
aber auch andere schwächere, auch Laugen. Denkbar wäre auch 
elektrolytisches Abtragen.

Man kann am Reflektionsverhalten Metalle unterscheiden, aber das 
erfordert außerordentlich gutes Gerät und umfangreiche 
Kalibrierdaten.(leitz mpv umbau mit moderne elektronik)

Wie einfach soll es denn sein ?

von Carsten W. (eagle38106)


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Hast Du denn für das galvanische Auftragen von Steckergold die 
Leiterbahnstrukturen außerhalb der LP für den Anschluß des Gegenpols 
mitgeliefert? Oder macht das der LP-Fertiger von sich aus? Wenn nicht, 
dann wird es auch kein Steckergold aka Hardgold sein.

von Roland E. (roland0815)


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Carsten W. schrieb:
> Hast Du denn für das galvanische Auftragen von Steckergold die
> Leiterbahnstrukturen außerhalb der LP für den Anschluß des Gegenpols
> mitgeliefert? Oder macht das der LP-Fertiger von sich aus? Wenn nicht,
> dann wird es auch kein Steckergold aka Hardgold sein.

Macht der Fertiger selber. Der Teil wird dann unten weggefräst.

von Carsten W. (eagle38106)


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Ich habe das bisher in Absprache immer selbst ins Layout eindesigned. 
Deshalb die Nachfrage. Ohne Gegenpol kein galvanisches Hartgold.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Falk B. schrieb:
> Ich würde einfach eine Karte 100x stecken und ziehen, dann trennt sich
> die Spreu vom Weizen (bzw. das ENIG vom echten Hartgold)

So isses. Das ist ein sehr einfacher, aber ziemlich aussagekräftiger 
Test. Natürlich muß man sich die Kontaktspuren unter einem Mikroskop 
anschauen, denn der Rest der Fläche bleibt natürlich unverändert goldig.

Aber in den Kontaktspuren sieht man doch sehr deutlich, ob da schon das 
Kupfer auftaucht oder nicht. Wenn man nach 100 Zyklen schon auf fast 
ganzer Länge das Kupfer sehen kann, war's definitiv keine 
Hartvergoldung.

von Carypt C. (carypt)


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Ein beweiskräftiges Bild wird so wohl nicht geben, aber bitte, Wem's 
gefällt..

von H. H. (hhinz)


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Ob S. schrieb:
> Wenn man nach 100 Zyklen schon auf fast
> ganzer Länge das Kupfer sehen kann, war's definitiv keine
> Hartvergoldung.

Dann hat vor allem das Nickel gefehlt...

von Stefan W. (stefan_w234)


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Dirk F. schrieb:
> Aber ich vertraue dem Lieferanten der kompletten bestückten Leiterplatte
> nicht. Er könnte die Leiterplatte selber ja auch billig mit ENIG
> bestellt haben...

Das heißt, ihr lasst das in einer EMS-Bude bestücken? Dann würde ich 
denen aufgeben, dass sie von ihrem Vorlieferanten 
(Leiterplattenhersteller) Schliffproben aus dem fraglichen Bereich 
mitliefern und diese im Rahmen der Wareneingangskontrolle überprüfen. 
Gleichzeitig würde ich vom Bestücker einen Erstmusterprüfbericht 
anfordern wo er bestätigt, dass alle Vorgaben eingehalten und geprüft 
wurden. Warum sich selber die Arbeit machen, wenn man andere sowieso 
dafür bezahlt?

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