Hallo zusammen Hätte gerne eure Einschätzung zu folgendem Fall. Schaltnetzteil, 10-18V @33A. Alter ca. 12 Jahre. Ich weiss, China Schrott und die primär seitigen gewählten Kabelfarben sind nicht grad optimal, auch PE müsste eigentlich verschraubt sein. Ich mochte das Ding halt trotzdem wenn ich mal grosse Ströme brauche. Ist grundlos abgeraucht, Last oder Kurzschluss lag nicht an. Erwischt hat es den cr6238t (Pwm Power Switch) U4 und die Sicherung F2. Rest scheint optisch intakt. U4: https://datasheet4u.com/datasheets/Chip-Rail/CR6238/912147 Ideen was genau F2 sein könnte? Sieht für mich wie eine Thermosicherung aus. Frage ist nun, wuerdet ihr cr6238t bestellen oder geht ihr eher davon aus, lass es da hat es wohl mehr erwischt. Spekulationen erwünscht. Bilder liegen bei. Rein von Aufbau sieht man, dass es nicht optimal designt ist. Tote Kuehlkoerper auf der Vorderseite und Ueberlandleitungen Rueckseite.
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H. H. schrieb: > Philipp G. schrieb: >> rechts von T3, der gelbe Uebertrager > > Sicherungswiderstand. Dann wird es tricky rauszufinden was für Werte der hatte.
Fet im CR6235 durchlegiert, killt ggf. auch seine VDD Erzeugung. Scheint aber nur die Hilfsspannungserzeugung für den Rest zu sein. Manchmal gibt es keinen Grund, außer dem Alter und Pech. Erstmal identifizieren was dadurch versorgt wird und mit Labornetzteil einspeisen ohne das NT mit 230VAC zu versorgen. Damit kannst Du erkennen ob der Teil der versorgt wurde noch heil ist. Wenn nicht, ist der CR6235 nur ein Folgefehler, weil er einen Kurzschluss speisen wollte bis Überlast. Dann wegwerfen. Wird ein Fass ohne Boden. Wenn nur die Hilfsspannungsversorgung hinüber ist, kannst Du einen Reparaturversuch starten. Schau Dir aber auch die Diode hinterm Trafo an. Manchmal verrecken die zuerst und ziehen dann den Rest mit ins Grab. Wenn Du das NT am Netz testen willst, 60W Glühlampe(!) in Reihe schalten. Leuchtet beim einschalten auf (Inrush) und sollte dann ohne Last ausgehen. Erspart Dir Knall und Rauch wenn ein Kurzschluss vorliegt. An sich lohnt das nicht. Wenn Du es aus Wissensdurst machen willst, denk daran das Du mit 325VDC (230V gleichgerichtet) hantierts und Fehler sich oft äußerst spektakulär zeigen.
Ja danke euch sowas dachte ich mir schon. Wissensdurst wäre vorhanden, nur ist der grad ein bisschen gestillt seid ich weiss, dass F2 ein Sicherungswiderstand war. Niemand wird mir sagen können was für Werte der hatte, und blind probieren geht mit Garantie schief. An 230V messe ich höchst ungerne, ich würde mal so 20V sekundärseitig einspeisen auf 1A begrenzt. Übrigens weder Display noch Lüfter gehen an. Könnte gut sein, dass der diese versorgt hat, nein hatte. @Michael: Du scheinst ja im Thema gut dabei zu sein, wie kommen solche Überlandleitungen zustande? War der PCB schon in Produktion und dann hat man gemerkt, dass da was nicht ganz passt? Und was ist mit den beiden Kühlkoerpern, ich habe sie abgeschraubt dahinter ist nix. Kann das ein 'Fix' sein weil man gemerkt hat, dass die Leiterbahnen dahinter zu heiss werden?
Bei so einem Schaden am PWM-Regler würde ich alle Halbleiter auf der Primärseite tauschen oder zumindest sicher ausmessen, ob die noch okay sind. Also alle Halbleiter, die in diesem Teil des Netzteils mit dem geplatzten IC zusammenarbeiten sollten. Widerstände kann man ja ebenfalls messen. Auf jeden Fall den Optokoppler prüfen oder ersetzen, die Elkos messen (könnten durchgeschlagen sein), Primärwicklung des Trafos prüfen (könnte unterbrochen worden sein, die kriegt den vollen Strom ab, den der IC beim Platzen zieht), sekundärseitige Gleichrichterdiode(n) prüfen, die sind gerne der Grund für solche Schäden. Bzw. generell schauen, daß kein Kurzschluss auf der Sekundärseite vorliegt.
Am Ausgang messe ich ca 250 Ohm, schnell steigend, scheint sich jemand aufladen zu wollen.
Philipp G. schrieb: > wuerdet ihr cr6238t bestellen oder geht ihr eher davon aus, lass es da > hat es wohl mehr erwischt. Der CR6238 bildet die Hilfsversorgung für die Betriebsspanning des viel starkeren Flusswandler. Ohne Betriebsspannung arbeitet der nicht Diese kleinen Chips halten nur 600V aus und werden mit einem 275V~ VDR geschützt der aber erst bei 725V begrenzt. Da kann schon mal das IC explodieren. Dein Netzteil enthält einen primären Siebelko der kurze Spannungsspitzen fressen sollte, und eine PFC die sowieso keine höhere Spannung auf den Diebelko laden sollte als ca. 400V. Wenn aber die PFC kaputt ist, oder die Hilfsversorgung an einem eigenen Strang mit eigenem Gleichrichter und Siebelko ohne PFC hängt, sollte man deren primären Siebelko prüfen, wenn der keine Kapazität mehr hat blockt er auch keine Spannungsspitzen mehr.
Philipp G. schrieb: > H. H. schrieb: >> Philipp G. schrieb: >>> rechts von T3, der gelbe Uebertrager >> >> Sicherungswiderstand. > > Dann wird es tricky rauszufinden was für Werte der hatte. Baugröße?
Philipp G. schrieb: > ich weiss, dass F2 ein Sicherungswiderstand war. Niemand wird mir sagen > können was für Werte der hatte, und blind probieren geht mit Garantie > schief. Egal. Sicherungen sind Leitungsschutz, nicht mehr. 1AT Schmelzsicherung rein. Passt schon. Sicherungswiderstände sind meist eher Brandverursacher als Brandverhinderer. Macht keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen wenn alles andere noch nicht läuft. > An 230V messe ich höchst ungerne, ich würde mal so 20V sekundärseitig > einspeisen auf 1A begrenzt. Nützt dir nix. Das ist nicht die Versorgungsschiene der Hauptwandler Ansteuerung. > Übrigens weder Display noch Lüfter gehen an. Könnte gut sein, dass der > diese versorgt hat, nein hatte. Natürlich nicht. Die Grundlage jeder Funktion ist kaputt. Da kann nichts laufen. > @Michael: Du scheinst ja im Thema gut dabei zu sein, wie kommen solche > Überlandleitungen zustande? War der PCB schon in Produktion und dann hat > man gemerkt, dass da was nicht ganz passt? Nein. Um auf den Querschnitt zu kommen braucht es sehr breite Leiterbahnen, mehr Lagen, Dickkupfer. Viel zu teuer für diese Preisklasse. Philipp G. schrieb: > Am Ausgang messe ich ca 250 Ohm, schnell steigend, scheint sich jemand > aufladen zu wollen. Natürlich. Der Ausgangselko. Wie gesagt die völlig falsche Stelle. Das Herumgestochere bringt nix. Entweder Funktion verstehen und zielgerichtet messen und interpretieren, oder die Finger davon lassen. Herumspielen kannst Du mit Kleinspannungsnetzteilen kleiner Leistung. Ist erheblich ungefährlicher. Du verstehst die Funktionsweise und die einzelnen Funktionsblöcke nicht. Die Wahrscheinlichkeit das Du einen Glückstreffer landest ist klein, die das Du Dich oder andere gefährdest ist groß. Also wegwerfen und freudvollere Dinge tun mit denen Du Dich wohler fühlst.
Bezeichnung: Chargery Power Supply for RC power S600 600Watt 33Amp 10-18V Schaltregler-IC: Chip-Rail CR6238T 1233QTB
Philipp G. schrieb: > Kann dir die Norm nicht sagen aber Länge Gehäuse 10mm. 10 Ohm / 1W z.B.: https://www.tme.eu/de/details/nfr1w-10r/tht-widerstande/royalohm/frn01wk0100a10/
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@michael: Ein Sicherungswiderstand hat ein definierter Wert um Strom zu begrenzen, wie kommst du darauf diesen mit ‚0 ohm‘ Schnelzsicherung zu brücken? Sonst, klar ohne Schaltplan kann man nicht gezielt messen. Ging mir aber nie darum. Eher ob es ein Folgefehler ist weil etwas anderes über den Jordan gesprungen ist. Hierfür habe ich genügend Tipps bekommen. Elkos Dioden prüfen, Teile ersetzen und wenn es dann immer noch knallt direkt in die Tonne.
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