Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Würdet ihr aus der technischen Entwicklung in die Lehrwerkstatt wechseln?


von Christian M. (likeme)


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Ich habe gerade eine Idee "erfasst" in meiner Firma von meinem dezeigien 
Job (Elektrotechniker, Testen und Hardware entwickeln) in die 
Lehrwerkstatt als Mechatronikausbilder zu wechseln. Mechanisch bin ich 
gut vorbelastet da Modellbau ein Hobby von mir ist und meine Lehre in 
der Industrie absolviert habe, mit allen mechanischen Gewerken, die ein 
Mechatroniker drauf haben soll. Erfahrung mit meinen Kindern(3) habe ich 
bereits gesammelt. Ü50 bin ich auch noch. Der ADA Schein müsste dann 
nachgeholt werden.

Was spricht dagegen, was dafür?

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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Dir werden die Haare zu Berge stehen wie wenig die Jugend heutzutage 
noch kann

Aktuell bei unseren Azubis: was sind 70% von 30.000€ - keine Ahnung

überleg Dir sehr gut ob Du Dir das antun willst, Du kannst in 3 Jahren 
nicht richten was die 15 Jahre davor versagt wurde

Vor kurzem sollte einer unserer Azubis alte Schaltungen auseinander 
nehmen, es sortiert hinlegen - wir entscheiden was weggeworfen wird, was 
behalten wir

Es lagen dann tatsächlich 10 teure Meanwell Netzteile in einer Reihe, in 
und out jeweils nach 3mm abgeschnitten....

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen.
Dass du sowas in einem Forum fragen musst.

von Marcel V. (mavin)


Angehängte Dateien:

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Heinz R. schrieb:
> Dir werden die Haare zu Berge stehen wie wenig die Jugend heutzutage
> noch kann

von J. T. (chaoskind)


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Marcel V. schrieb:
> Dir werden die Haare zu Berge stehen wie wenig die Jugend heutzutage
> noch kann

Meine Praktikanten über die letzten Jahre lassen mich allmählich an der 
allgemeinen Überlebensfähigkeit der Menschheit zweifeln.

Aber es heißt doch Bildung und nicht Bildschirmung :D

von Hmmm (hmmm)


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von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die ersten drei Zeilen stimmen allerdings. Die anderen zwei sind von 
findigen Spitzbuben dazugedichtet worden. Es ist allerdings aus dem 
Zusammenhang gerissen. Mit dem Bildschirm waren die Tablets gemeint, 
weil:
a) So jedes Kind immer alle Bücher dabei haben kann ohne sich zu Tode am 
Schulranzen zu schleppen,
b) die zukünftigen kleineren Wohnungen zu wenig Platz bieten für eine 
"übliche Anzahl an Büchern" (tiny houses),
c) die digitale Form auf den aktuellen poilitischen korrekten Inhalt 
gehalten werden könne.

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Das hat zur Folge, dass Buchhalter ein Beruf ist, der keine Tablets 
halten kann. :-)

Christian M. schrieb:
> Ich habe gerade eine Idee "erfasst"

Mach es mal 3 Tage NUR zur Probe. Die Jungs sind nicht mehr wie früher!

von Udo S. (urschmitt)


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Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen, was dafür?

Als Ausbilder muss man nicht nur praktisch etwas können, sondern sollte 
auch die Theorie beherrschen und vermitteln können.
Wie sieht es da bei dir aus?

von Heinrich K. (minrich)


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Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen, was dafür?

Dagegen: berufliche Sackgasse, Du hast nur noch mit absoluten 
Einsteigern zu tun, Deine bisherigen, erworbenen Fähigkeiten veralten 
dann völlig. Weil Du immer nur den geschlossenen Stromkreis erklärst, 
kommst Du nie mehr in Deine bisherige Tätigkeit zurück, falls Du das 
irgendwann mal möchtest. Abgehängt...

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Was spricht dagegen, was dafür?

Ist der Ausbilder zu Unfähig oder die Lehrlinge zu blöd? - Ja da kann 
man wiederbar den Schwarzen Peter im Kreis schieben.

Als Ausbilder stehste halt mit einem Bein im Knast, zumindest hat man 
das früher so gesagt.

Der Ausbilder trägt die Verantwortung, das sich keiner mit dem Werkzeug 
ernsthaft verletzt, sich aber trotzdem nicht vor der Arbeit mit den 
Werkzeugen drücken kann.

Und es sind auch schon Ausbilder von durchgeknallten Lehrlingen 
weggeballert wurden - nicht aus Versehen.

* https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Eching_und_Freising

Aber vielleicht ist es ja auch Sozal-Darwinismus, die mit Talent zum 
Ausbilder werden geachtet, reines "Helfersyndrom" ist da eher schädlich.

Aber manche Ausbilder stehen sogar mit beiden beinen im Knast und sind 
obendrein verbeamtet:
https://bildungsinstitut-justizvollzug.niedersachsen.de/startseite/berufe_im_justizvollzug/berufe_im_justizvollzug/beamtin_oder_beamter_im_werkdienst/das-bildungsinstitut-in-wolfenbuettel-120707.html

: Bearbeitet durch User
von Hans G. (graphans)


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Jooo

ist denn schon Freitag???

von Joachim B. (jar)


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Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen, was dafür?

wir kennen dich nicht und wie deine Frusttoleranz ist kannst du es 
aushalten und durchhalten schlechte Noten zu vergeben oder gibts du bei 
Druck nur noch Bestnoten? Bist du in der Lage Stoff interessant 
aufzubereiten so daß keiner mehr auf Handy schaut sondern dir nur noch 
folgt?
Alleine das du hier fragst zeigt mir das du selber Zweifel hast sonst 
wäre deine Entscheidung ja klar.

von Nick (b620ys)


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Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen, was dafür?

Du begibst dich in eine Sackgasse. Kommt drauf an wie alt du bist. Mit 
40 für mich eine dumme Idee, mit 55 möglicherweise nicht. Aber nur dann, 
wenn Du schon aufgegeben hast.
Kann natürlich sein, dass du dich dazu berufen fühlst Pupertierende in 
die Schranken zu weisen. Evtl. solltest du dir aber vorher die 
Statistiken von Lehrern anschauen wie viele in Frührente gehen, wie 
viele einfach nicht mehr können.

Ich kannte mal einen Gymnasialprofessor (so nannte sich das damals) für 
Mathematik. Der hat regelmässig sein Leid geklagt über seine Schüler. 
Und hat mir Aufgaben aus der 10. Klasse gezeigt und mich gefragt, wieso 
die nicht in der Lage waren die Aufgaben zu lösen. Die waren lösbar!
Das ganze ist schon 30 Jahre her.

Ich persönlich würde daran verzweifeln und den Krempel bald hinwerfen.

Vergiss nicht, dass Lehrlinge im Sortierungsprozess ziemlich am Anfang 
stehen.  Du wirst also das ganze Spektrum erleben. Die vermeintlich 
intelligenteren machen sowieso einen auf Bankkaufmann oder studieren BWL 
oder irgendwas mit Medien.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Udo S. schrieb:
> Als Ausbilder muss man nicht nur praktisch etwas können, sondern sollte
> auch die Theorie beherrschen und vermitteln können.

Muss oder eher sollte? Neben der Lehrwerkstatt gab es ja etliche Wochen 
im Betrieb und ich hatte mehr als einen. Was zu denken geben sollte, war 
einer dieser: "Bei euch war es anstrengend, aber im Gegensatz zu unseren 
Ausbildern könnt ihr alles, was ihr von uns gefordert habt, auch 
tatsächlich selbst". Das bezog sich auf die Praxis!

Bradward B. schrieb:
> Ist der Ausbilder zu Unfähig oder die Lehrlinge zu blöd? - Ja da kann
> man wiederbar den Schwarzen Peter im Kreis schieben.

Genau diese Frage habe ich mehr als einmal gestellt und nicht eindeutig 
dem Lehrling zugewiesen.

> Aber manche Ausbilder stehen sogar mit Beiden beinen im Knast und sind
> obendrein verbeamtet:

Ich hatte viele Jahre mit dem Elektromeister einer Jugendstrafanstalt zu 
tun und diesen auch einige Tage zur Technikunterweisung bei uns im Werk. 
Das war ein interessanter Typ Mensch, der für den Job passte - was ich 
nicht jedem zutrauen würde. Im Kollegenkreis seiner JVA soll er 
umstritten gewesen sein, geradeaus unterwegs und so, dass wir uns auf 
Anhieb gut verstanden.

von Christian M. (likeme)


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Manfred P. schrieb:
> Muss oder eher sollte? Neben der Lehrwerkstatt gab es ja etliche Wochen
> im Betrieb und ich hatte mehr als einen. Was zu denken geben sollte, war
> einer dieser: "Bei euch war es anstrengend, aber im Gegensatz zu unseren
> Ausbildern könnt ihr alles, was ihr von uns gefordert habt, auch
> tatsächlich selbst". Das bezog sich auf die Praxis!

Tatsächlich ist das auch ein Thema das mich beschäftigt, wer von euch 
beherrscht all das was er in der Lehrzeit / Berufsschule noch berechnen 
musste? In der Praxis denke ich mal kann mir jemand nur noch wenig 
vormachen, bin aber offen für Aktualisierungen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das wichtigste Fachbuch waere folgendes:

Autor: Tom Sharpes,
Titel: Puppenmord

https://de.wikipedia.org/wiki/Puppenmord

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein guter Kontakt zu den lokalen Immanen ist auch zu empfehlen.

von Christian M. (likeme)


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Joachim B. schrieb:
> wir kennen dich nicht und wie deine Frusttoleranz ist kannst du es
> aushalten und durchhalten schlechte Noten zu vergeben oder gibts du bei
> Druck nur noch Bestnoten? Bist du in der Lage Stoff interessant
> aufzubereiten so daß keiner mehr auf Handy schaut sondern dir nur noch
> folgt?

Die Frusttoleranz geht gegen unendlich habe drei Prupertiere, wobei eins 
nicht akut befallen ist, sondern nur erwachsen wird.

Lügen kann ich nicht!

Handy hat im Unterricht nichts zu suchen, eine unserer Schulen hat 
erfolgreich ein Nutzungsverbot auf dem Schulgelände ausgesprochen. Das 
würde ich dann auch zumindest im Unterricht einführen.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Aber manche Ausbilder stehen sogar mit Beiden beinen im Knast und sind
>> obendrein verbeamtet:
>
> Ich hatte viele Jahre mit dem Elektromeister einer Jugendstrafanstalt zu
> tun und diesen auch einige Tage zur Technikunterweisung bei uns im Werk.
> Das war ein interessanter Typ Mensch, der für den Job passte - was ich
> nicht jedem zutrauen würde. Im Kollegenkreis seiner JVA soll er
> umstritten gewesen sein, geradeaus unterwegs und so, dass wir uns auf
> Anhieb gut verstanden.

Halt wie in der Schule, die "strengen" und "fordernden" Lehrer wurden 
zwar nicht gemocht, aber von denen lernte man noch am meisten.

Und es ist wichtig, das man sich auf den Lehrling "einstellen" kann, was 
nicht heisst, das man ihm in den Arsch kriecht. Auf den Lehrling 
einstellen heisst, es im so zu erklären, das er es versteht und kann, 
aber nicht, das dem Lehrling die Erklärung gefällt.

Ich bezweifle das man dieses "pädagogische Geschick" mit einem ADA - 
Schein erhält: https://ausbilderschein24.de/ada-schein/

> Ein guter Kontakt zu den lokalen Immanen ist auch zu empfehlen.

Zumindest sollte man grundlegende Kenntnisse über den jeweiligen 
Kulturkreis haben, einem Vegetarier drängt man auch kein Mett-Brötchen 
auf.

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Wer nicht arbeiten kann, soll leiten,
wer nicht leiten kann, soll lehren

kann Spuren von Ironie enthalten

von Udo S. (urschmitt)


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Christian M. schrieb:
> Tatsächlich ist das auch ein Thema das mich beschäftigt, wer von euch
> beherrscht all das was er in der Lehrzeit / Berufsschule noch berechnen
> musste? In der Praxis denke ich mal kann mir jemand nur noch wenig
> vormachen, bin aber offen für Aktualisierungen.

Aber genau das sollst du den Schülern vermitteln.
Und zwar möglichst so, dass sie es verstehen und es nicht so schnell 
vergessen.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Christian M. schrieb:
> Erfahrung mit meinen Kindern(3) habe ich bereits gesammelt.

Was nach meiner Erfahrung nicht jedem klar ist: Teenager verhalten sich 
in privater Umgebung oft ziemlich anders als "draußen in der Freiheit". 
Wenn bei dir Klassenkameraden deiner Kinder zu Geburtagsbesuch sind, 
dann kennen sie das Wörtchen "Entschuldigung", wenn ihnen ein 
Kuchenkrümel runterfällt. In der Schulpause werfen sie ihren Essensreste 
einfach auf die Straße vor dem Schulhof. Auf Ansprache eines Lehrers 
gibt es dann den Stinkefinger oder eine Beschimpfung in Fäkalsprache.

Ist eben eine andere Umgebung.

Ansonsten: Geh einfach mal in eine Berufsschulklasse 2 oder 3 Stunden 
hospitieren. Dabei erfährst mehr über die Klientel als ein 
durchschnittlicher Vater zu wissen glaubt.

von Christian M. (likeme)


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Rolf schrieb:
> das Wörtchen "Entschuldigung"

kenn ich bei meinen auch nur wenn sie woanders sind... mir ist das sehr 
bewusst.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Udo S. schrieb:
> wer von euch beherrscht all das was er in der Lehrzeit / Berufsschule noch
> berechnen musste

Kaum jemand, weil er es im Alltag nicht anwendet/braucht. Aber wer 
Lehrer sein will, muss den Stoff vorwärts und rückwärts beherrschen, 
sonst ist er ein schlechter Lehrer. Die Umkehrung gilt natürlich nicht: 
Wissen alleine macht noch keine guten Lehrer.

Wir hatten zum Teil Lehrer, die uns im Lehrbuch immer nur zwei Seiten 
voraus waren. Die hatten halt an einem oder zwei Tagen vorher fleißig 
den Stoff blind auswendig gelernt, der gerade dran war. Klar, die 
konnten/wussten in Wirklichkeit wenig und waren deswegen wenig geachtet, 
höchstens gefürchtet.

von Rolf (rolf22)


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Bradward B. schrieb:
> Zumindest sollte man grundlegende Kenntnisse über den jeweiligen
> Kulturkreis haben,

In einer (Berufs-)Schulklasse hast du heute oft mehr als 10 
Nationalitäten.

von Frank O. (frank_o)


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Die Antwort ist  einfach: Auf keinen Fall.
Mich wollten Sie unbedingt und ich war der Einzige,  den sie eingeladen 
hstten, die anderen mussten sich selbst einladen.
Bin nach einer Stunde wieder zu meiner Arbeit gefahren.
Auf der einen Seite mehr Geld,  was sie dir hintenrum gleich wieder 
genommen haben.
Wie immer, große Sprüche und am Ende bist du der Idiot.

von Volker S. (vloki)


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Rolf schrieb:
> Geh einfach mal in eine Berufsschulklasse 2 oder 3 Stunden
> hospitieren. Dabei erfährst mehr über die Klientel als ein
> durchschnittlicher Vater zu wissen glaubt.

Hospitieren auf jeden Fall! Aber wozu in der Berufsschule, wenn es doch 
um die Lehrwerkstatt seiner Firma geht?
(ist schon bisschen anders, auch wenn unter Umständen die 
Berufsschulklasse genau aus einem Ausbildungsjahrgang einer Firma 
besteht)

Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen, was dafür?

Frag doch mal die Ausbilder in deiner Firma ;-)

von Hannes J. (pnuebergang)


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In die Lehrwerkstatt wechseln? Was hast du angestellt dass du diese 
Strafe bekommst?

Ich habe normalerweise nicht mit Auszubildenden sondern mit Studenten 
gearbeitet und das bis vor ein paar Jahren gerne gemacht. Die waren 
intrinsisch motiviert. Bis dem nicht mehr so war.

Daher dürfen jetzt andere den Zirkus machen. Ich habe mich aus allem was 
damit zu tun hatte raus gezogen. Ich würde nicht im Traum daran denken 
nochmal was in der Richtung zu machen. Mit Auszubildenden, die noch 
jünger, noch weniger motiviert und noch schlechtere Schulbildung als 
Studenten haben, schon gar nicht.

von Udo S. (urschmitt)


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Rolf schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> wer von euch beherrscht all das was er in der Lehrzeit / Berufsschule noch
>> berechnen musste

Lerne mal bitte korrekt zu zitieren.
Das war ein Zitat von Christian M. und nicht von mir.

Rolf schrieb:
> Kaum jemand, weil er es im Alltag nicht anwendet/braucht. Aber wer
> Lehrer sein will, muss den Stoff vorwärts und rückwärts beherrschen,
> sonst ist er ein schlechter Lehrer.

Da sind wir einer Meinung.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Volker S. schrieb:
> Hospitieren auf jeden Fall! Aber wozu in der Berufsschule, wenn es doch
> um die Lehrwerkstatt seiner Firma geht?

Ok, auch in der Lehrwerkstatt. Aber in der Schule lernt man IMO die 
Klientel bzw. deren Charaktere besser kennen: Jeder (Lehrer, Schüler, 
Hospitant) hört und sieht alles.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Dieter D. schrieb:
> Ein guter Kontakt zu den lokalen Immanen ist auch zu empfehlen.

Wenn dann Imame. Jesses, ihr wollt die Herrenrasse sein?

Christian M. schrieb:
> Prupertiere

Drei eigene Pubertiere, oder etliche fremde die sich noch viel weniger 
sagen lassen, das ist aber dann doch schon ein Unterschied.

Christian M. schrieb:
> Das
> würde ich dann auch zumindest im Unterricht einführen.

Oha. Persönlichkeitsrechte, Betriebsverordnung, Klagen, Stress.

Bradward B. schrieb:
> einem Vegetarier drängt man auch kein Mett-Brötchen
> auf.

Doch doch. Heute gibt's veganes Mett.
Sonst fühlt der sich ausgegrenzt und gemobbt. "Und das tun sie nur weil 
ich eine Regenbogenflagge als Piercing trage!"

Christian M. schrieb:
> wer von euch
> beherrscht all das was er in der Lehrzeit / Berufsschule noch berechnen
> musste?

Nicht für das Leben, für die Prüfung lernen wir!

von Lu (oszi45)


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Jens M. schrieb:
> Nicht für das Leben, für die Prüfung lernen wir!

Aber nur, wenn es dafür noch keine App gibt? Wenn ich an unser Kind 
denke, dann gibt es doch Sachen im Leben, die man nicht mit der App 
erledigen konnte. Der beim Abi benutzte Schulrechner nutzte auch wenig 
beim Studium! Für manche Sachen braucht man den Kopf und etwas 
Begeisterung.
Wenn ein Ausbilder keine Begeisterung erzeugen kann, nützt ihm auch das 
beste Fachwissen weniger. Es hört einfach keiner hin.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Lu schrieb:
> Wenn ein Ausbilder keine Begeisterung erzeugen kann
Lernt man Begeisterung erzeugen wenn man diesen ADA Schein macht?

von Rahul D. (rahul)


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Christian M. schrieb:
> Was spricht dagegen, was dafür?

Hattest du während deiner Werkstatttätigkeit mal mit Azubis zu tun?
Vielleicht auch regelmäßig?
Dann solltest du die Frage entweder selber beantworten können.

von P. S. (namnyef)


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Tja, da muss man vielleicht dafür veranlagt sein. Ich muss leider 
bestätigen, dass man als Ausbilder mit dem Niedergang des deutschen 
Schulsystems voll konfrontiert wird. Die Abiturienten sind genauso wenig 
studierfähig (hi@ Mathevorkurse) wie die Schüler ausbildungsfähig.

Das kann alles sehr erfüllend sein, wenn man den Azubis gerade etwas 
beibringt das sie zufällig interessiert. Wenn man aber viele Iterationen 
braucht, bis das Berichtsheft aus halbwegs grammatikalisch korrekten 
deutschen Sätzen besteht, ist Frust vorprogrammiert (ohne 
Migrationshintergrund!). Vor allem, wenn das ganze auch noch mit 
Selbstüberschätzung und leichter Tendenz zur Überheblichkeit kombiniert 
ist.

Von den Grundlagen der Mathematik will ich gar nicht erst anfangen... 
(Dreisatz, Prozentrechnung, ...)

Natürlich gibt es auch heute super Azubis. Es hilft auch, wenn man in 
einer großen/angesehenen Firma/Konzern noch die Möglichkeit hat eine 
gewisse Vorselektion durchzuführen.

Aber das allgemeine Bild ist eine Katastrophe.

: Bearbeitet durch User
von Jörg K. (joergk)


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Neben den den ganzen Warnungen möchte ich mal was positives bringen:

Wenn Dein Arbeitgeber dem Thema Ausbildung Wert zumisst (Personal, 
Sachmittel) macht Ausbilden Spaß!

Ja, es gibt die Trantüten und Unwilligen - die gab es aber immer.

Es ist wirklich schön zu sehen wie aus kleinen Ex-Schülern Lehrlinge mit 
Spaß an der Arbeit werden.

Kannst Du mal eine Woche schnuppern? Dann mache es.

Ich verbringe zwar nur einen kleinen Teil meiner Arbeitszeit mit 
Ausbildung aber es ist eine tolle Arbeit.

Jörg

von Rahul D. (rahul)


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Jörg K. schrieb:
> Ja, es gibt die Trantüten und Unwilligen - die gab es aber immer.

Auch in der Menge?

von H. H. (hhinz)


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Rahul D. schrieb:
> Jörg K. schrieb:
>> Ja, es gibt die Trantüten und Unwilligen - die gab es aber immer.
>
> Auch in der Menge?

Ja.

von Joachim B. (jar)


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Frank D. schrieb:
> Lernt man Begeisterung erzeugen wenn man diesen ADA Schein macht?

nein aber man lernt etwas über die Psyche von Heranwachsenen und kann 
sich besser einstellen. Ich hatte im Studium zwar den AEVO schein 
gemacht bin aber froh den nie bekommen, geschweige denn gebraucht, zu 
haben.

von Jörg K. (joergk)


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H. H. schrieb:
> Rahul D. schrieb:
>> Jörg K. schrieb:
>>> Ja, es gibt die Trantüten und Unwilligen - die gab es aber immer.
>> Auch in der Menge?
> Ja.
Meiner Wahrnehmung nach ist es sogar etwas besser geworden: Seitdem die 
Azubis sich wieder aussuchen können welche Ausbildung sie machen wollen 
habe ich hier nicht mehr die "ich wollte Gärtner werden, habe aber keine 
Lehrstelle gefunden und jetzt lerne ich Elektriker obwohl es mich 
eigentlich nicht interessiert".

von Jörg K. (joergk)


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Joachim B. schrieb:
> Frank D. schrieb:
>> Lernt man Begeisterung erzeugen wenn man diesen ADA Schein macht?
>
> nein aber man lernt etwas über die Psyche von Heranwachsenen und kann
> sich besser einstellen. Ich hatte im Studium zwar den AEVO schein
> gemacht bin aber froh den nie bekommen, geschweige denn gebraucht, zu
> haben.

Wobei ich den AEVO-Schein nicht überbewerten würde. Kann man in zwei 
Wochen Bildungsurlaub machen. In dieser Zeit werden gerade mal die 
wichtigsten formalen Dinge behandelt.
Ausbilden lernt man da natürlich noch nicht.

von Joachim B. (jar)


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Jörg K. schrieb:
> Wobei ich den AEVO-Schein nicht überbewerten würde.

keine Sorge ich bewerte den nicht über, hatte nur viele Extrastunden im 
Studium gekostet die ich mir hätte sparen können, es war eine Verar*che 
denn ich legte die AEVO Prüfung in der Hochschule vor IHK Prüfer ab, als 
ich den bei der IHK einlösen wollte hieß es keine Praxis als Ing. obwohl 
ich als Geselle schon 9 Jahre Praxis hatte, als die 3 Jahre Ing. Praxis 
umwaren wollten sie mir ohne kostenpflichtige Zusatzkurse den Schein 
nicht aushändigen, für mich ein Abzockmodell.

von Frank O. (frank_o)


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Joachim B. schrieb:
> ohne kostenpflichtige Zusatzkurse den Schein
> nicht aushändigen, für mich ein Abzockmodell.

Die haben sich alle zu viel Allmacht aufgebaut.
Weil keiner klagt geht die Spirale immer weiter.

von Joachim B. (jar)


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Frank O. schrieb:
> Weil keiner klagt

ja nur wie soll man klagen, die Ablehnung kam ja erst Jahre später und 
über mögliche "Spenden" der IHK an die Hochschule kenne ich nicht und 
was da im Hintergrund gelaufen ist, das war schon gesschickt aufgebaut, 
am Anfang des Studiums Werbung mit Bonus AEVO Schein, am Ende des 
Studiums Forderung nach Praxis, als die Praxiszeit um war neue 
kostenpflichtige Kurse angeboten.
Erinnert mich an M$ und Dealer, erst kostenlose Angebote bis man an der 
Nadel hängt.

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (thommi)


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Heinz R. schrieb:
> Dir werden die Haare zu Berge stehen wie wenig die Jugend heutzutage
> noch kann
>
> Aktuell bei unseren Azubis: was sind 70% von 30.000€ - keine Ahnung

So schlimm würde ich das nicht bewerten. in der Firma, in der ich 
arbeitete, kamen aus jedem Lehrlingsabschluss viele erfolgreiche 
Fachkräfte hervor. Die meisten Azubis waren gut motiviert, was an den 
gut ausgesuchten Ausbildern lag, die das richtige Verhältnis zwischen 
Kumpelhaft und dennoch  Vorgesetzte beherrschten. Mein Lehrmeister war 
etwas strenger, da er noch vom alten Schlag war, aber immer fair. Da ich 
Lehrzeitverkürzung wählte, also drei Jahre, statt dreieinhalb, 
ermöglichte er mir, dass ich vor der Abschlussprüfung in die 
Lehrlingsausbildung zu Voith gehen durfte, um den letzten Schliff zu 
bekommen. Habe dann nach drei Jahren die Ausbildung zum 
Energieelektroniker Betriebstechnik erfolgreich abgeschlossen.

von Nemopuk (nemopuk)


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Das Gymnasium ist doch eigentlich für die besonders guten Schüler, die 
wahrscheinlich das Zeug für ein Studium haben, oder? Ich frage, weil ich 
gerade gelesen habe, daß zur Zeit knapp über 50% der Düsseldorfer 
Grundschüler solche Blitzbirnen sind. Zu meiner Zeit in den 80er Jahren 
war das noch (gefühlt) anders. Da waren die Gymnasiasten noch eine 
kleine Elite.

von Jörg K. (joergk)


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Nemopuk schrieb:
> Das Gymnasium ist doch eigentlich für die besonders guten Schüler, die
> wahrscheinlich das Zeug für ein Studium haben, oder?
In den 80ern war die Entscheidung Abitur zu machen auch davon 
beeinflusst ob die Eltern sich eine 4 Jahre längere Schulzeit der Kinder 
leisten konnten und wollten.

> Ich frage, weil ich
> gerade gelesen habe, daß zur Zeit knapp über 50% der Düsseldorfer
> Grundschüler solche Blitzbirnen sind.
Da stellt sich die Frage ab wann man Blitzbirne ist: Wenn man sich in 
oberen Hälfte des Notenbereiches bewegt?
Die Entscheidung sein Kind heute zum Gymnasium zu schicken ist oft auch 
dadurch motiviert ihm den Unterricht in der Oberschule (so heißt in 
Niedersachsen die Haupt- und Realschule) zu ersparen.

Die Bewertung "Blitzbirne ja/nein" erfolgt ja schon in der Mite des 
vierten Schuljahres . die Orientierungsstufe hat man abgeschafft.
Gute Grundschulnoten bekommt man meist auch nicht für "Blitzbirnizität" 
sondern ehr für Fleiß und Sauberkeit.
Die Blitzbirnen haben es in der Grundschule sogar oft schwer.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> Aktuell bei unseren Azubis: was sind 70% von 30.000€ - keine Ahnung

Das ist doch super. Das erinnert mich an eine Treffen der Berufsschule 
mit den Ausbildungsbetrieben. Da fragte doch glatt ein 
Ausbildungsbetrieb, ob es nicht möglich wäre Fachrechnen so zu 
unterrichten, dass die Schüler die technischen Aufgaben rechnen können, 
aber nicht ihr Gehalt nachrechnen oder vergleichen können bei Bier und 
Leberkäsebrotzeit.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Jörg K. schrieb:
> Ich verbringe zwar nur einen kleinen Teil meiner Arbeitszeit mit
> Ausbildung aber es ist eine tolle Arbeit.

Dann weißt Du auch, dass diese sehr anstrengend sein kann, wenn man hoch 
motivierte Lehrlinge hat. Wüdest Du das als Dauerbelastung ertragen 
können oder wollen?

Joachim B. schrieb:
> Ich hatte im Studium zwar den AEVO schein
> gemacht bin aber froh den nie bekommen, geschweige denn gebraucht, zu
> haben.

Und erst die möglichen Opfer ähmm Lehrlinge sind froh ...

von Joachim B. (jar)


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Manfred P. schrieb:
> Und erst die möglichen Opfer ähmm Lehrlinge sind froh ...

der Pöbelfred mal wieder, aber da bin ich mit den Lehrlingen konform, 
win win also.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> In den 80ern war die Entscheidung Abitur zu machen auch davon
> beeinflusst ob die Eltern sich eine 4 Jahre längere Schulzeit der Kinder
> leisten konnten und wollten.

Also je nach Himmelsrichtung (wobei die 4 Jahre wohl für W stehen sollen 
?!) gab/gibt es auch die Möglichkeit Lehrabschluss und Hochschulreife 
gleichzeitig zu machen: Beruf mit Abi (BmA), FOS (?), ...

Darunter auch Einrichtungen mit Wohnheim, da ist das Kind ausser Haus 
und lernt noch was fürs Leben.

OK, wenn die Eltern nicht wollen, kann ein Minderjähriger halt schwer 
dagegen halten.

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