Guten Morgen zusammen, ich bin gerade auf der Suche nach einer Lösung, zwei Tablets so synchron zu halten, als wäre es nur eines, und mir fehlen gerade die Stichworte, um danach zu suchen. Ich will daß sich zwei Tablets, die in einem gemeinsamen WLAN*) synchron verhalten, also dass zwei Personen an gegenüberliegenden Seiten eines großen Tisches diese so bedienen können, als säßen sie nebeneinander vor dem gleichen Bildschirm. Die Anwendungen sind nicht schnell und brauchen auch keine hohe Bildrate: PDF-Reader und Webbrowser. Die Situation ist kooperativ, d.h. es muß keines der beiden Tablets bevorzugt werden. Die Lösung sollte kabellos sein, d.h. ein PC mit zwei Grafiktablets oder Touch-Bildschirmen scheidet aus. Auch sollte es möglichst unmöglich zu sein, die Synchronisierung zu unterbrechen. Die Tablets würden nur für exakt diesen Zweck genutzt; beide Bediener sind nicht IT-affin, und jede Möglichkeit, da etwas zu verstellen, bedeutet nur Support-Aufwand. Bevorzugt natürlich Android, weil billiger, aber notfalls wäre auch für teure x86-Tablets das Geld da. Kennt ihr die richtigen Stichwörter, um bei der Suche zu helfen, oder sogar eine fertige Lösung? Viele Grüße *) Das WLAN kann auch extra für diesen Zweck eingerichtet werden. Ein zusätzlicher Server ist prinzipiell auch möglich.
Walter T. schrieb: > Kennt ihr die richtigen Stichwörter, um bei der Suche zu helfen, oder > sogar eine fertige Lösung? Eventuell mit sowas wie z.B. VNC auf einem Rechner arbeiten und von dem zweiten Remote auf diesen zugreifen: - https://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Network_Computing Weitere Stichwörter in ähnliche Richtung: - Computer Fernwartung - Remote Desktop - teamviewer
Danach hatte ich schon geschaut, aber es scheint immer noch auschließlich "Maus und Tastatur" Standard zu sein. Ich glaube, ich muss das Thema situativ einordnen: Es handelt sich um eine Beratungssituation. A ist der Berater, B der Beratene. Bislang ist die Vorgehensweise so, dass A und B jeweils eine/mehrere ausgedruckte Broschüre(n) haben. Dann können beide jeweils in ihrem Exemplar blättern, so dass A direkt auf die jeweiligen individuellen Gegenheiten eingehen kann und B die Themen auch direkt die "offizielle" Version sieht, um sich später darauf berufen zu können. Am Ende des Gesprächs bekommt B eine Karte mit einem QR-Code mit der URL des Downloads der entsprechenden Broschüre(n). Ein Problem: Oft hat B nicht die Motorik im Umgang mit Papier, sondern ist ausschließlich an Handy und Touchscreen sozialisiert. Ein "bitte auf Seite 8 blättern" ist eine Aktion, die gut und gerne 20 Sekunden dauert. So ziehen sich die Beratungen in die Länge. Außerdem scheint kognitiv "Buchstaben auf Bildschirm" und "gedrucktes Papier" nicht als gleichwertig wahrgenommen zu werden. Jetzt besteht eine gewisse Hoffnung, dieses Problem mit einer Bedienbarkeit abzumildern, die B gewohnt ist. Als Nebeneffekt sähe alles etwas moderner aus, wenn Tablets anstelle Papier auf dem Tisch liegen. Als spätere Erweiterung könnten vielleicht A und B mit ihren Stiften Notizen auf dem PDF machen, und B bekommt "sein" PDF dann zugeschickt. Was bislang ausgeschlossen wurde: Alle Themen auf separate Blätter -> bringt nichts, weil B dann keine Chance hat, irgendetwas jemals wiederzufinden. Direkt QR-Code aushändigen -> dauert zu lange, bis B seine eigene Fassung heruntergeladen hat Ich habe meine Zweifel, ob die Idee funktioniert. Aber sie ist es wert, ausprobiert zu werden, wenn dafür nicht zuviel Aufwand versenkt wird.
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Wenn es nur für diese Situation synchron laufen soll, könnte man das über eine Web-App machen, die das Dokument anzeigt, Notizen entgegennimmt und speichert usw. Dann könnte der Berater auch am PC/Notebook arbeiten, das Opfer kriegt das Tablet, kann da Notizen machen, und evtl. auch statt "immer Synchron" ginge auch nur "bei Bedarf auf Knopfdruck aktuelle Seitennummer Synchronisieren". Dann Scrollt am Tablet die Seite nicht weg, während man gerade eine Notiz reinkritzelt.
Ein Android-VNC-Server, mit dem man mal experimentieren könnte: https://github.com/bk138/droidVNC-NG VNC scheint mir schon ein guter Ansatz - vielleicht lässt sich das Szenario etwas modifizieren? - B bekommt das Tablet. Tablet ist VNC-Server. - A ist VNC-Client, bekommt das Bild auf einen herkömmlichen PC, bedient mit Maus und Tastatur. (Nebenaspekt: A kann mit der Maus wackeln, um sie als Zeigestock zu benutzen). Wie sinnvoll die Idee ist, hängt wohl daran, ob sich die benutzten Anwendungen auf diese Weise vernünftig durch A bedienen lassen.
Walter T. schrieb: > Bislang ist die Vorgehensweise so, dass A und B jeweils eine/mehrere > ausgedruckte Broschüre(n) haben. Dann können beide jeweils in ihrem > Exemplar blättern, so dass A direkt auf die jeweiligen individuellen > Gegenheiten eingehen kann und B die Themen auch direkt die "offizielle" > Version sieht, um sich später darauf berufen zu können. Das geht doch einfach mit jeder Software die über (W)Lan einen Bildschirm sharen kann. z.B. MS-Teams. Der Berater blättert und zeigt mit der Maus, der Beratene sieht sofort. Und Audio und Video geht da auch noch drüber.
Εrnst B. schrieb: > Wenn es nur für diese Situation synchron laufen soll, könnte man das > über eine Web-App machen, die das Dokument anzeigt, Notizen > entgegennimmt und speichert usw. Ja, das erinnert etwas an Miro oder ähnliches. Vielleicht gibt es irgendwas in der Art, mit der man das machen kann.
Udo S. schrieb: > Der Berater blättert und zeigt mit der Maus, Das würde nur funktionieren, wenn wir "A" eine Strickweste und eine Hornbrille spendieren. Die Frage bezog sich auf zwei Tablets mit Touchscreens, die von zwei Personen bedient werden können. Alle Varianten mit "A" wählt allein was "B" sieht sind nicht zielführend.
Walter T. schrieb: > Alle Varianten mit "A" wählt allein was "B" sieht sind nicht > zielführend. Dann hatte ich deinen 2. Post missverstanden.
Stefan R. schrieb und fälsche mal ganz frech das Zitat: > VNC scheint mir schon ein guter Ansatz - vielleicht lässt sich das > Szenario etwas modifizieren? > > - B bekommt das Tablet. Tablet ist VNC-Server. > - A ist VNC-Client, bekommt das Bild auf seinem Tablet und das B-Tablet bedienen, als ob es sein wäre. > (Nebenaspekt: A kann mit der "Maus" wackeln, um sie > als Zeigestock zu benutzen) Technisch sollte das kein Unterschied sein. Es sollte auch fast egal sein, wer welches Tablet bekommt.
Walter T. schrieb: > Oft hat B nicht die Motorik im Umgang mit Papier, sondern > ist ausschließlich an Handy und Touchscreen sozialisiert. Soziale Probleme mit Technik lösen klappt nicht. Wenn man mit dummen Leuten zu tun hat muss man dumme Lösungen nutzen. Walter T. schrieb: > Ein "bitte auf > Seite 8 blättern" ist eine Aktion, die gut und gerne 20 Sekunden dauert. Wenn der so lange braucht um das zu verstehen wird's nicht besser wenn der Berater einfach zack zack wegwischt und der Kunde bekommt nix mit. Bumm anderes Bild, fragende Augen. Walter T. schrieb: > Außerdem scheint kognitiv > "Buchstaben auf Bildschirm" und "gedrucktes Papier" nicht als > gleichwertig wahrgenommen zu werden. Stichwort Aufmerksamkeitsspanne. Angeblich braucht Trump das ja auch. Weniger Seiten, weniger Worte, kleine einfache Bildchen. Walter T. schrieb: > Als spätere Erweiterung könnten vielleicht A und B mit ihren Stiften > Notizen auf dem PDF machen, und B bekommt "sein" PDF dann zugeschickt. Screensharing. Quasi das was z.B. Teamviewer auf PC macht: Ich hab meinen PC, du kannst den sehen und bedienen. In diesem Fall ist der Berater der Gastgeber, der Kunde ein Fernbediener. Ja gut, der Berater muss den TV starten und dann das Gerät übergeben, und es gibt Schaltflächen, die es dem Fernsteuerer ermöglichen die Sitzung zu beenden und so, aber das ist man so. Evtl. kann man mit VNC oder RDP ähnliches erreichen, aber die Möglichkeit das der Kunde ausbricht ist immer da. Oder man dreht die Rollen um, der Kunde bekommt das Hauptgerät, der Berater steuert. Wäre evtl. auch von Vorteil weil der Kunde so nicht das Beratergerät zerdeppern kann, und man kann ihn per Bildschirmsperre dran hindern, andere Apps zu nutzen. Aber alles in allem eine reichlich schräge Situation. Der "Kunde" ist zu dämlich Papiere anzusehen (und zu verstehen, und drauf rumzumalen), aber man will ihm ein Tablet geben, aber man braucht dann zwei damit beide Leute im Zimmer arbeiten können. Was ist wenn der "Kunde" seine Frau/Mann/Gesetzlichen Vormund/Bewährungshelfer/Dolmetscher dabei hat? Ein drittes Gerät, das auch alles kann? Die gute alte Bankberatung mit dem großen Bildschirm "ich zeig ihnen das mal" ist wohl zu einfach. Kann man auch als Touch in Groß benutzen, und das können dann alle sehen und benutzen. Und man hat nicht das Problem, das der eine gelangweilt auf die Seite malt während der andere gerade weiterblättern will/muss, denn der Berater muss den "Kunden" ja auch abholen. Wenn der nicht versteht, kann ich nicht einfach "ich zeig sie das mal" machen und im Dokument rumfummeln, dann kommen die Leute doch total durcheinander. Mich würde ja interessieren, in welcher Situation man meint sowas zu brauchen.
Jens M. schrieb: > Was ist wenn der "Kunde" seine Frau/Mann/Gesetzlichen Vormund/ > Bewährungshelfer/Dolmetscher dabei hat? Ein drittes Gerät, das > auch alles kann? Mit VNC kein Problem, jedenfalls, solange C nur lesen darf. C darf auch seinen eigenen Laptop benutzen.
Bitte jetzt keine Nebenschauplätze. Entweder es klappt, oder es klappt nicht. Das weiß man erst, wenn man es ausprobiert hat.
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