Forum: PC Hard- und Software Zwei synchrone Tablets


von Walter T. (nicolas)


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Guten Morgen zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach einer Lösung, zwei Tablets so synchron 
zu halten, als wäre es nur eines, und mir fehlen gerade die Stichworte, 
um danach zu suchen.

Ich will daß sich zwei Tablets, die in einem gemeinsamen WLAN*) synchron 
verhalten, also dass zwei Personen an gegenüberliegenden Seiten eines 
großen Tisches diese so bedienen können, als säßen sie nebeneinander vor 
dem gleichen Bildschirm. Die Anwendungen sind nicht schnell und brauchen 
auch keine hohe Bildrate: PDF-Reader und Webbrowser.

Die Situation ist kooperativ, d.h. es muß keines der beiden Tablets 
bevorzugt werden.

Die Lösung sollte kabellos sein, d.h. ein PC mit zwei Grafiktablets oder 
Touch-Bildschirmen scheidet aus.

Auch sollte es möglichst unmöglich zu sein, die Synchronisierung zu 
unterbrechen. Die Tablets würden nur für exakt diesen Zweck genutzt; 
beide Bediener sind nicht IT-affin, und jede Möglichkeit, da etwas zu 
verstellen, bedeutet nur Support-Aufwand.

Bevorzugt natürlich Android, weil billiger, aber notfalls wäre auch für 
teure x86-Tablets das Geld da.

Kennt ihr die richtigen Stichwörter, um bei der Suche zu helfen, oder 
sogar eine fertige Lösung?

Viele Grüße

*) Das WLAN kann auch extra für diesen Zweck eingerichtet werden. Ein 
zusätzlicher Server ist prinzipiell auch möglich.

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Walter T. schrieb:
> Kennt ihr die richtigen Stichwörter, um bei der Suche zu helfen, oder
> sogar eine fertige Lösung?

Eventuell mit sowas wie z.B. VNC auf einem Rechner arbeiten und von dem 
zweiten Remote auf diesen zugreifen:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Network_Computing

Weitere Stichwörter in ähnliche Richtung:
- Computer Fernwartung
- Remote Desktop
- teamviewer

von Walter T. (nicolas)


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Danach hatte ich schon geschaut, aber es scheint immer noch 
auschließlich "Maus und Tastatur" Standard zu sein.

Ich glaube, ich muss das Thema situativ einordnen: Es handelt sich um 
eine Beratungssituation.

A ist der Berater, B der Beratene.

Bislang ist die Vorgehensweise so, dass A und B jeweils eine/mehrere 
ausgedruckte Broschüre(n) haben. Dann können beide jeweils in ihrem 
Exemplar blättern, so dass A direkt auf die jeweiligen individuellen 
Gegenheiten eingehen kann und B die Themen auch direkt die "offizielle" 
Version sieht, um sich später darauf berufen zu können. Am Ende des 
Gesprächs bekommt B eine Karte mit einem QR-Code mit der URL des 
Downloads der entsprechenden Broschüre(n).

Ein Problem: Oft hat B nicht die Motorik im Umgang mit Papier, sondern 
ist ausschließlich an Handy und Touchscreen sozialisiert. Ein "bitte auf 
Seite 8 blättern" ist eine Aktion, die gut und gerne 20 Sekunden dauert. 
So ziehen sich die Beratungen in die Länge. Außerdem scheint kognitiv 
"Buchstaben auf Bildschirm" und "gedrucktes Papier" nicht als 
gleichwertig wahrgenommen zu werden.

Jetzt besteht eine gewisse Hoffnung, dieses Problem mit einer 
Bedienbarkeit abzumildern, die B gewohnt ist. Als Nebeneffekt sähe alles 
etwas moderner aus, wenn Tablets anstelle Papier auf dem Tisch liegen.

Als spätere Erweiterung könnten vielleicht A und B mit ihren Stiften 
Notizen auf dem PDF machen, und B bekommt "sein" PDF dann zugeschickt.

Was bislang ausgeschlossen wurde:
  Alle Themen auf separate Blätter -> bringt nichts, weil B dann keine 
Chance hat, irgendetwas jemals wiederzufinden.
  Direkt QR-Code aushändigen -> dauert zu lange, bis B seine eigene 
Fassung heruntergeladen hat


Ich habe meine Zweifel, ob die Idee funktioniert. Aber sie ist es wert, 
ausprobiert zu werden, wenn dafür nicht zuviel Aufwand versenkt wird.

: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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Wenn es nur für diese Situation synchron laufen soll, könnte man das 
über eine Web-App machen, die das Dokument anzeigt, Notizen 
entgegennimmt und speichert usw.
Dann könnte der Berater auch am PC/Notebook arbeiten, das Opfer kriegt 
das Tablet, kann da Notizen machen, und evtl. auch statt "immer 
Synchron" ginge auch nur "bei Bedarf auf Knopfdruck aktuelle 
Seitennummer Synchronisieren".

Dann Scrollt am Tablet die Seite nicht weg, während man gerade eine 
Notiz reinkritzelt.

von Stefan R. (stefan_r_bs)


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Ein Android-VNC-Server, mit dem man mal experimentieren könnte:
https://github.com/bk138/droidVNC-NG

VNC scheint mir schon ein guter Ansatz - vielleicht lässt sich das 
Szenario etwas modifizieren?

- B bekommt das Tablet. Tablet ist VNC-Server.
- A ist VNC-Client, bekommt das Bild auf einen herkömmlichen PC, bedient 
mit Maus und Tastatur. (Nebenaspekt: A kann mit der Maus wackeln, um sie 
als Zeigestock zu benutzen).

Wie sinnvoll die Idee ist, hängt wohl daran, ob sich die benutzten 
Anwendungen auf diese Weise vernünftig durch A bedienen lassen.

von Udo S. (urschmitt)


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Walter T. schrieb:
> Bislang ist die Vorgehensweise so, dass A und B jeweils eine/mehrere
> ausgedruckte Broschüre(n) haben. Dann können beide jeweils in ihrem
> Exemplar blättern, so dass A direkt auf die jeweiligen individuellen
> Gegenheiten eingehen kann und B die Themen auch direkt die "offizielle"
> Version sieht, um sich später darauf berufen zu können.

Das geht doch einfach mit jeder Software die über (W)Lan einen 
Bildschirm sharen kann. z.B. MS-Teams.
Der Berater blättert und zeigt mit der Maus, der Beratene sieht sofort. 
Und Audio und Video geht da auch noch drüber.

von Rolf M. (rmagnus)


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Εrnst B. schrieb:
> Wenn es nur für diese Situation synchron laufen soll, könnte man das
> über eine Web-App machen, die das Dokument anzeigt, Notizen
> entgegennimmt und speichert usw.

Ja, das erinnert etwas an Miro oder ähnliches. Vielleicht gibt es 
irgendwas in der Art, mit der man das machen kann.

von Walter T. (nicolas)


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Udo S. schrieb:
> Der Berater blättert und zeigt mit der Maus,

Das würde nur funktionieren, wenn wir "A" eine Strickweste und eine 
Hornbrille spendieren.

Die Frage bezog sich auf zwei Tablets mit Touchscreens, die von zwei 
Personen bedient werden können.

Alle Varianten mit "A" wählt allein was "B" sieht sind nicht 
zielführend.

von Udo S. (urschmitt)


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Walter T. schrieb:
> Alle Varianten mit "A" wählt allein was "B" sieht sind nicht
> zielführend.

Dann hatte ich deinen 2. Post missverstanden.

von Bauform B. (bauformb)


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Stefan R. schrieb und fälsche mal ganz frech das Zitat:
> VNC scheint mir schon ein guter Ansatz - vielleicht lässt sich das
> Szenario etwas modifizieren?
>
> - B bekommt das Tablet. Tablet ist VNC-Server.
> - A ist VNC-Client, bekommt das Bild auf seinem Tablet und das B-Tablet 
bedienen, als ob es sein wäre.
> (Nebenaspekt: A kann mit der "Maus" wackeln, um sie
> als Zeigestock zu benutzen)

Technisch sollte das kein Unterschied sein. Es sollte auch fast egal 
sein, wer welches Tablet bekommt.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Walter T. schrieb:
> Oft hat B nicht die Motorik im Umgang mit Papier, sondern
> ist ausschließlich an Handy und Touchscreen sozialisiert.

Soziale Probleme mit Technik lösen klappt nicht. Wenn man mit dummen 
Leuten zu tun hat muss man dumme Lösungen nutzen.

Walter T. schrieb:
> Ein "bitte auf
> Seite 8 blättern" ist eine Aktion, die gut und gerne 20 Sekunden dauert.

Wenn der so lange braucht um das zu verstehen wird's nicht besser wenn 
der Berater einfach zack zack wegwischt und der Kunde bekommt nix mit.
Bumm anderes Bild, fragende Augen.

Walter T. schrieb:
> Außerdem scheint kognitiv
> "Buchstaben auf Bildschirm" und "gedrucktes Papier" nicht als
> gleichwertig wahrgenommen zu werden.

Stichwort Aufmerksamkeitsspanne. Angeblich braucht Trump das ja auch. 
Weniger Seiten, weniger Worte, kleine einfache Bildchen.

Walter T. schrieb:
> Als spätere Erweiterung könnten vielleicht A und B mit ihren Stiften
> Notizen auf dem PDF machen, und B bekommt "sein" PDF dann zugeschickt.

Screensharing.
Quasi das was z.B. Teamviewer auf PC macht: Ich hab meinen PC, du kannst 
den sehen und bedienen. In diesem Fall ist der Berater der Gastgeber, 
der Kunde ein Fernbediener. Ja gut, der Berater muss den TV starten und 
dann das Gerät übergeben, und es gibt Schaltflächen, die es dem 
Fernsteuerer ermöglichen die Sitzung zu beenden und so, aber das ist man 
so.
Evtl. kann man mit VNC oder RDP ähnliches erreichen, aber die 
Möglichkeit das der Kunde ausbricht ist immer da.
Oder man dreht die Rollen um, der Kunde bekommt das Hauptgerät, der 
Berater steuert. Wäre evtl. auch von Vorteil weil der Kunde so nicht das 
Beratergerät zerdeppern kann, und man kann ihn per Bildschirmsperre dran 
hindern, andere Apps zu nutzen.

Aber alles in allem eine reichlich schräge Situation.
Der "Kunde" ist zu dämlich Papiere anzusehen (und zu verstehen, und 
drauf rumzumalen), aber man will ihm ein Tablet geben, aber man braucht 
dann zwei damit beide Leute im Zimmer arbeiten können. Was ist wenn der 
"Kunde" seine Frau/Mann/Gesetzlichen 
Vormund/Bewährungshelfer/Dolmetscher dabei hat? Ein drittes Gerät, das 
auch alles kann?
Die gute alte Bankberatung mit dem großen Bildschirm "ich zeig ihnen das 
mal" ist wohl zu einfach. Kann man auch als Touch in Groß benutzen, und 
das können dann alle sehen und benutzen.
Und man hat nicht das Problem, das der eine gelangweilt auf die Seite 
malt während der andere gerade weiterblättern will/muss, denn der 
Berater muss den "Kunden" ja auch abholen. Wenn der nicht versteht, kann 
ich nicht einfach "ich zeig sie das mal" machen und im Dokument 
rumfummeln, dann kommen die Leute doch total durcheinander.

Mich würde ja interessieren, in welcher Situation man meint sowas zu 
brauchen.

von Bauform B. (bauformb)


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Jens M. schrieb:
> Was ist wenn der "Kunde" seine Frau/Mann/Gesetzlichen Vormund/
> Bewährungshelfer/Dolmetscher dabei hat? Ein drittes Gerät, das
> auch alles kann?

Mit VNC kein Problem, jedenfalls, solange C nur lesen darf. C darf auch 
seinen eigenen Laptop benutzen.

von Walter T. (nicolas)


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Bitte jetzt keine Nebenschauplätze. Entweder es klappt, oder es klappt 
nicht. Das weiß man erst, wenn man es ausprobiert hat.

: Bearbeitet durch User
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