Forum: HF, Funk und Felder Kreuzzeiger Stehwellen Messgerät


von Patrick M. (sk8erboi)


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Moin Moin
Kennt zufällig jemand von euch die Schaltpläne von Siemens wie das 
Messgerät an die Übertragungsleitung angekoppelt wird?
Im Netz finden sich zwar unzählige Infos zu den handelsüblichen SWR 
Anzeigen aber leider nichts über diese.
Einzig über DJ5IL konnte ich eine Kleinigkeit finden, allerdings nur 
allgemeine Infos.
Danke schon mal im Voraus

von Al (almond)


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Diese Instrumente wurden von Telefunken Sendertechnik bzw. der 
Nachfolgerin Transradio in den volltransistorisierten  TRAM LW und MW 
Sendern eingesetzt.

Transradio gibt es nicht mehr, die Überbleibsel wurden aufgekauft.Die 
TRAM Sender werden jetzt in Teltow von der Fa Elsyscom gebaut und 
gewartet.

Dort würde ich an deiner Stelle mal anfragen.

https://elsyscom.de/

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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: Bearbeitet durch User
von Patrick M. (sk8erboi)


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Al schrieb:
> Dort würde ich an deiner Stelle mal anfragen.
>
> https://elsyscom.de/

Danke für diesen heißen Tipp👍
Wusste garnicht dass es noch eine Firma gibt die LW/KW Sender baut,
schön dass noch daran gearbeitet wird 🙂

von Al (almond)


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Patrick M. schrieb:
> Wusste garnicht dass es noch eine Firma gibt die LW/KW Sender baut

Es gibt weltweit noch viele Firmen, die große MW-Sender bauen. Im Rest 
der Welt wird noch viel MW gehört.

Marktführer ist Nautel
https://www.nautel.com/

Harris / Gates
https://www.gatesair.com/products/transmit-radio/am-transmitters

RIZ in Zagreb, Kroatien
https://riz.hr/en/transmitters.html

und die Chinesen und Russen können das auch noch

von Rainer D. (rainer4x4)


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Al schrieb:
> Diese Instrumente wurden von Telefunken Sendertechnik bzw. der
> Nachfolgerin Transradio in den volltransistorisierten  TRAM LW und MW
> Sendern eingesetzt.
Nicht ganz, sie sahen ein klein wenig anders aus!

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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von Kay-Uwe R. (dfias)


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Schon interessant bei dem Telefunken-Teil, dass zwar die Spannungen 
relativ angezeigt werden, aber die Leistung absolut. Wie passt das 
zusammen?
Edit: Lange nachgedacht eben, aber wird wohl so sein, dass die auf 
Leistung kalibriert werden und die Leitungsimpedanz damit keine Rolle 
spielt. Bei dem Siemens-Teil vom TO ist ja beides absolut.

: Bearbeitet durch User
von Al (almond)


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So ein Buschbeck-Instrument ist ein reines Doppel-Drehspul 
Gleichstrom-Amperemeter. Das kann man auch im vorstehend geposteten Bild 
gut erkennen. Der eigentliche HF-Messwandler, meist ein Richtkoppler mit 
HF-Gleichrichter war irgendwo am Senderausgang an einer ganz anderen 
Stelle angebracht.

Das Buschbeck Instrument allein nützt dem TO also erst einmal gar 
nichts, außer vielleicht als dekoratives Accessoir. Erst mit einem 
Messwandler und der entsprechenden Kalibrierung kann man es an einer 
Antenne nutzen.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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von Sven L. (svenl)


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Major Fucking Junk (MFJ) ist schon lange out of business. Das sind nur 
noch die Reste dieser mit zweifelhafter Qualität hergestellten Geräte, 
die verramscht werden.

Die Instrumente sind auch äußerst billig, der Druck ausgefranst. Nichts, 
was ich für win Eigenbauprojekt nehmen würde.

Empfehlenswerte Kreuzzeiger-Instrumente sind zum Beispiel die von Daiwa.

Sven

von Al (almond)


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MFJ - Martin F. Jue
Proudly Made in USA

unter welchen Garagenwerkstatt-Bedingungen mit museumsreifen 
Blechbearbeitungsmaschinen dort gearbeitet wurde, zeigt diese "factory 
Tour". Unglaublich.

https://www.youtube.com/watch?v=ajHNiKLo79Y

Die Fertigung der hässlichen Blechkisten am Standort Starkville, 
Mississippi, wurde zum 17. Mai 2024 eingestellt. Nach dem Abverkauf der 
Restposten soll die Marke MFJ weiterhin zum Vertrieb von OEM 
Importprodukten verwendet werden.

Das bedeutet wohl, zukünftig steht MFJ statt für "Mighty Fine Junk" Made 
in USA demnächst für "Mighty Fine Junk" Made in China.

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Al schrieb:
> mit museumsreifen Blechbearbeitungsmaschinen

Was ist an amada falsch? Das ist ein bekannter und renomierter 
Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen. Es muss nicht immer Trumpf 
sein.

OK, die Fertigungs ist rechts hemdsärmlig. Alte Madschinen. Die 
Reihenbohrmaschinen hat heute kaum keiner mehr, sind aber extrem 
effektiv. CNC braucht 10 mal so lang.
Die Stanzen sind halt Stanzen. Sowas hält locker 50 Jahre, warum neu 
kaufen?
Die Firma hatte eine beeindruckende Fertigungstiefe. Früher war man da 
stolz drauf, heute macht das kaum einer mehr, weil man so besser die 
Zulieferer ausbeuten und unter Druck setzen kann.

von Al (almond)


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Nick schrieb:
> OK, die Fertigungs ist rechts hemdsärmlig. Alte Madschinen. Die
> Reihenbohrmaschinen hat heute kaum keiner mehr, sind aber extrem
> effektiv. CNC braucht 10 mal so lang.
> Die Stanzen sind halt Stanzen. Sowas hält locker 50 Jahre, warum neu
> kaufen?
> Die Firma hatte eine beeindruckende Fertigungstiefe. Früher war man da
> stolz drauf,

Darum sind die vor lauter Stolz auf ihre beeindruckende Fertigungstiefe 
auch Pleite gegangen.
Früher war mehr Lametta.

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Nick.

Nick schrieb:

> Was ist an amada falsch? Das ist ein bekannter und renomierter
> Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen. Es muss nicht immer Trumpf
> sein.
>
> OK, die Fertigungs ist rechts hemdsärmlig. Alte Madschinen. Die
> Reihenbohrmaschinen hat heute kaum keiner mehr, sind aber extrem
> effektiv. CNC braucht 10 mal so lang.
> Die Stanzen sind halt Stanzen. Sowas hält locker 50 Jahre, warum neu
> kaufen?

Mit alten, abgeschriebenen Maschienen kann in der tat trotzdem sehr 
rationell gefertigt werden. Das ist nicht das Problem.

> Die Firma hatte eine beeindruckende Fertigungstiefe. Früher war man da
> stolz drauf, heute macht das kaum einer mehr, weil man so besser die
> Zulieferer ausbeuten und unter Druck setzen kann.

Eben, wenn du nicht ausbeutest, gehst Du halt Pleite. Das ist das 
Problem.

Ich kann aber aus eigener Erfahrung bestätigen, das eine hohe 
Fertigungstiefe für die Qualität meistens besser ist. Nicht alles kann 
man an jemanden auslagern, der es besser kann, und die 
Kommunikationswege sind auf jeden fall schneller und weniger 
Fehlerbehaftet.

Qualität kann sich ja kaum einer noch Leisten, und wird in einer 
schnellebigen Welt auch weniger gebraucht. Das meiste geht in den Müll, 
bevor es kaputt ist.....
Es wird schneller etwas inkompatibel als das es kaputt geht.

Persönlich fand ich die Qualität von MFJ als durchaus Ausreichend und 
dem Preis angemessen. Wer extremes braucht, nimmt halt besser 
ausrangierten Militärkram und wer edles braucht, kann die 
Blattgoldauflage selber auftragen. ;O)


Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Al (almond)


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Zu dumm. Mr. Martin F. Jue hätte früher auf eure geballte 
Wirtschaftskompetenz hören sollen. Jetzt ist es zu spät.

von Hans Markus G. (stromspannung)


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Ich kenne MFJ als —> Mein Fehler des Jahres

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich betreibe einen MFJ Antennentuner mit Kreuzinstrument und bin sehr 
zufrieden damit. Macht alles was er soll.

von Klaus (habnix)


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Hallo,
ein Freund brachte mir vor Jahren mal einen MFJ-Antennenanalysator, bei 
dem befand sich eine Bohrung so dicht neben einer Biegekante, dass sich 
das Bohrloch schon verformte. So etwas ist handwerklicher Pfusch und 
lässt nur auf eine mangelhafte Ausbildung und fehlende 
Qualitätskontrolle schließen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Klaus schrieb:
> Hallo,
> ein Freund brachte mir vor Jahren mal einen MFJ-Antennenanalysator, bei
> dem befand sich eine Bohrung so dicht neben einer Biegekante, dass sich
> das Bohrloch schon verformte. So etwas ist handwerklicher Pfusch und
> lässt nur auf eine mangelhafte Ausbildung und fehlende
> Qualitätskontrolle schließen.

Das ist mir bei der Reparatur eines solchen auch aufgefallen. Das heißt 
aber nicht, daß die Apparate nichts können. Ich kenne nur meinen 
Antennentuner und der funktioniert einwandfrei und zuverlässig. Als 
Deutsch geschulter ehemaliger Lehrling fallen mir solche Sachen 
natuerlich auch auf. Aber an der Substanz fehlt es auch MFJ nicht.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Klaus.

Klaus schrieb:

> So etwas ist handwerklicher Pfusch und
> lässt nur auf eine mangelhafte Ausbildung und fehlende
> Qualitätskontrolle schließen.

Das ist sicherlich Richtig, aber solange die Schrauben halten und das 
Teil sonst funktioniert?

Da auch viel über den Preis verkauft wird, kann man auch sagen, die 
Kundschaft will bzw. braucht es gerade so.

PS: Mein Antennentuner aus Annecke Kondensatoren und Rollspule hat nach 
über 40 Jahren überhaupt erst letztes Jahr ein Gehäuse erhalten. ;O)

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Al (almond)


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Klaus schrieb:
> ein Freund brachte mir vor Jahren mal einen MFJ-Antennenanalysator, bei
> dem befand sich eine Bohrung so dicht neben einer Biegekante, dass sich
> das Bohrloch schon verformte. So etwas ist handwerklicher Pfusch und
> lässt nur auf eine mangelhafte Ausbildung und fehlende
> Qualitätskontrolle schließen.

Genau das ist der Haupt-Kritikpunkt bei MFJ: die miserable 
Fertigungsqualität. Lockere Schrauben, verhunzte Bohrungen, nicht 
entgratete Blech-Kanten, falsche Passungen und elektrische 
Qualitätmängel zieht sich durch alle Produkte. Die Qualitätskontrolle 
bei MFJ war mangelhaft, wenn überhaupt vorhanden.

In USA gibt es keine duale-Berufsausbildung im Handwerk wie hierzulande. 
In Starkville, im armen ländlichen Mississippi, wo früher die Sklaven in 
den Baumwollplantagen schufteten, sind auch heute noch die Arbeitsplätze 
knapp und dieLöhne niedrig. Der sparsame Mr. Jue hat dort fast 
ausschließlich mit angelernten Niedriglohn-Kräften und alten 
abgeschriebenen Maschinen unter einfachsten Verhältnissen produziert. Er 
selbst ist damit reich geworden.

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von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Was regt ihr euch auf.
Sie sind Pleite, werden also die 'Edel'-Amateure  nicht mehr mit ihrem 
'Schund' belästigen.
Ich kenne das Logo MFJ unter 'Made for junk'. Auf der anderen Seite 
möchte ich schon gerne wissen, wie vielen Steckdosenamateuren diese 
Firma mit ihrem bezahlbaren Equipment zum Erfolg geholfen hat.
Wer es elektronisch besser weiss und kann, nur zu. Der Krempel muss dann 
immer noch in eine Dose. Mit den präzisen Löchern an den richtigen 
Stellen scheidet sich die Spreu vom Weizen. Ich gehöre leider zur 
Abteilung Spreu. Man hat es mir nie vernünftig beigebracht... )-:
Seit meinen frühen Amateurfunkjahren kenne ich das Prinzip: Der Erste 
weiss, der Zweite kann, der Dritte hat... So kommt man weiter.

73
Wilhelm

von Al (almond)


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Schade, dass du es erst jetzt sagst. Du hättest dich dort bewerben 
sollen um die Löcherqualität für Edelamateure zu steigern. (Was ich 
übrigens für einen bescheuerten Begriff halte, nur weil man sich am 
schlecht entgrateten Blech nicht die Finger verletzen möchte)

: Bearbeitet durch User
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