Hi zusammen, habt ihr eine Idee, was das rot eingekreiste sein könnte? Ich vermute ein Relais zur Ansteuerung einer Bremse. Aber wieso die Diode von U zum Schalter/Relais? Die zwei seriellen Dioden von W nach U braucht man als Freilaufdiode und zum Halten des Relais während der negativen Halbwelle von U? Könnte die Relaisspule eine Gleichspannung brauchen? Dankeschön, Patrick
Das ist auf jeden Fall sowas wie eine mechanische Bremse. Vielleicht auch sowas wie eine Starthilfe-Einrichtung, die beim Erreichen einer bestimmten Drehzahl abgeschaltet wird. Die eigentlichen Motorwicklungen sind die übliche Stern/Dreieck-Umklemmung zwischen XYZ und UVW.
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Patrick W. schrieb: > Aber wieso die Diode von U zum Schalter/Relais? Dreh den Spieß mal um: was wäre, wenn man diese linke Diode durch eine Brücke ersetzt (damit die Spule überhaupt eine Spannung bekommt)? > Die zwei seriellen Dioden von W nach U braucht man als Freilaufdiode Und Freilaufdioden sind nur bei unipolaren Spannungen sinnvoll. Die Diode zwischen Z und Schalter sorgt für diese unipolare Spannung ("gepulste Gleichspannung"), sie sorgt dafür, dass nur positive Halbwellen zum Knotenpunkt kommen. > Ich vermute ein Relais zur Ansteuerung einer Bremse. Es könnte auch einfach direkt eine elektromagnetische Gleichstrombremse sein, die dem Motor im unbestromten Zustand bremst. Die hätte dann auch genügend Induktivität, dass die Sache mit dem gepulsten Gleichstrom und den Freilaufdioden Sinn macht. - https://www.nerimotori.com/de/download/motoreigenschaften/selbsttatig-bremsende-asynchronmotoren/elektromagnetische-gleichstrom-bremse-dc - https://www.youtube.com/watch?v=T1k4UWZJJz8&t=120s
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Lothar M. schrieb: > Es könnte auch einfach direkt eine elektromagnetische Gleichstrombremse > sein, die dem Motor im unbestromten Zustand bremst. Die hätte dann auch > genügend Induktivität, dass die Sache mit dem gepulsten Gleichstrom und > den Freilaufdioden Sinn macht. Eine Relaisspule auch.
H. H. schrieb: > Eine Relaisspule auch. Für ein Relais fehlt mir dann aber der Kontaktsatz im Schaltbild. Ich habe zudem noch keinen Motor mit einem eingebauten Relais gesehen. Motoren mit solchen Bremsen aber schon mehrere. Eine derartige Bremse musste ich bei meiner Brennholzsäge sogar ausbauen, weil die mit der Bremse am Stromerzeuger gleich gar nicht angelaufen ist.
Beitrag #8008885 wurde vom Autor gelöscht.
Christian M. schrieb im Beitrag #8008885:
> im Abschaltmoment Gleichspannung vom Netz reingedrückt
Für eine elektronische DC-Bremse fehlen im sehr überschaubaren
Schaltplan ein paar Bauteile.
Lothar M. schrieb: > Ich habe zudem noch keinen Motor mit einem eingebauten Relais gesehen. Ich schon. Evtl gibt das Typenschild ja mehr her.
Ein Relais habe ich auch noch nicht gesehen, nur Fliehkraftschalter oder Temperaturschalter. Das Schaltzeichen wird in industriellen Schaltplänen aber gerne für eine allgemeine Magnetspule benutzt, die halt irgendwas "bedient", bei Relais oft mit einer einfachen Bezeichnung wie "Kxx", die Kontakte haben dann die gleiche Bezeichnung und Nummerierung des Anschlusspaares.
Ben B. schrieb: > Das Schaltzeichen wird in industriellen Schaltplänen Die haben sich die 40 - 50 Jahre so oft gewandelt... Aber Magnetspule kommt schon hin. In elektrischen Antrieben verbaute Bremsen werden meist mit Eindweggleichrichtung betrieben. So hat man an 400V Antrieben sehr oft nur 180V Gleichspannung zu tun. Manche Bremsensteuergeräte schalten zum Schnellanzug dann noch einen Thyristor hinzu um die Spannung beim Lüften zu überhöhen. Die beiden in Serie geschalteten Dioden sind sicherlich nur zur Funkenlöschen. Da die Skizze eh unvollständig ist: Ist das ein Motor aus dem angelsächsischen Bereich der evtl auch einen zusätzlichen Anlaufkondensator hat welcher durch ein extra Relais geschaltet wird? 🤔
Danke für die zahlreichen Antworten. Habe nochmal nachgehakt und folgende Infos: Es handelt sich um einen Motor für eine Reifenmontiermaschine. Motor war bisher an 3-phasen Drehstrom im Stern angeschlossen. Im unbestromten Zustand ist der Motor blockiert, daher schließe ich eine DC Bremse über die Wicklung aus und vermute eine mechanische Bremse. Bestromt = offen, Unbestromt = geschlossen In der Werkstatt sind nur 230V~ einphasig vorhanden. Der Plan war es, den Motor im Dreieck am FU mit U/f Kennlinie zu betreiben. Frage: Wie schließe ich die Bremse an? An den Motorphasen vermutlich nicht, wegen schwankender Frequenz und Spannung. Würde ein Anschluss über ein potentialgetrenntes Relais am FU direkt an 230V~ gehen? Was passiert in der Relaisspule wenn vorher pulsierende Gleichspannung zwischen 2Phasen und jetzt eine einphasige Wechselspannung anliegt? Viele Grüße Patrick
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Patrick W. schrieb: > Würde ein Anschluss über ein potentialgetrenntes Relais am FU direkt an > 230V~ gehen? Ist das eine Wechselstrombremse oder die gezeichnete DC Magnetbremse? > Wie schließe ich die Bremse an Was spricht dagegen, es so wie in der rechten Dreiecksschaltung gezeichnet zu machen?
Lothar M. schrieb: > Was spricht dagegen, es so wie in der rechten Dreiecksschaltung > gezeichnet zu machen? Ich habe die Befürchtung, dass durch die niedrige Spannung beim Anlauf das Relais nicht anzieht. Motor ist auseinander gebaut und wie befürchtet ist es eine mechanische Bremse mit 70V DC Spule (siehe Bilder) Ich würde die Dioden wie im Schaltbild einfach an 230V anschließen und testen.
Patrick W. schrieb: > Motor ist auseinander gebaut und wie befürchtet ist es eine mechanische > Bremse mit 70V DC Spule (siehe Bilder) > > Ich würde die Dioden wie im Schaltbild einfach an 230V anschließen und > testen. So mach das. Evtl hat dein FU ja einen dafür geeigneten Relaisausgang.
Lothar M. schrieb: > Was spricht dagegen, es so wie in der rechten Dreiecksschaltung > gezeichnet zu machen? Bitte so eine Bremse niemals nach einem FU so anschließen! Die wird auf Dauer kaputt gehen. Wenn dann, wie bereits angesprochen, über ein Relais im FU. Evtl muss dan der FU entsprechend passend parametriert werden. Kommt denn die Maschine damit Klar wenn der FU über eine Rampe die Drehzahl hoch- und runterfährt?
Armin X. schrieb: > Kommt denn die Maschine damit Klar wenn der FU über eine Rampe die > Drehzahl hoch- und runterfährt? Muss man ja nicht machen. Du lässt den FU hochlaufen und schaltest dann per 3-Phasenschütz den Motor drauf. Der FU muss nur entsprechend robust sein.
Gibt FUs, die schmeißen mit Fehlermeldungen um sich wenn kein Motor angeschlossen ist und demzufolge der Phasenstrom zu gering ist. Meistens kann man aber eine sehr schnelle Anfahrrampe erzeugen, mit 0.5..1s Hochlaufzeit. Was spricht eigentlich gegen die Idee mit der Steinmetzschaltung?
Ben B. schrieb: > Was spricht eigentlich gegen die Idee mit der Steinmetzschaltung? Würde zu erheblich längerer Hochlaufzeit führen, zumindest bei den heute üblichen Walzen statt Rädern.
Ben B. schrieb: > Gibt FUs, die schmeißen mit Fehlermeldungen um sich wenn kein Motor > angeschlossen ist und demzufolge der Phasenstrom zu gering ist. Gibt aber auch solche, die das nicht machen - wie z.B. meine beiden Mitsubishi.
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