Aufgebaut habe ich 24 gleiche Module, entsprechend Schaltung, zum Betätigen jeweils einer Modellbau-Doppelspulenweiche mit nur einer Taste. Alle Module funktionieren! Bei Zweien aber, erhitzt sich der Schaltkreise CD4001 nach einer Minute auf über 90°C (Thermokamera). Die Schaltung ist als statisch zu bezeichnen, mit dem Oszi sehe ich kein Schwingen bei den Problemteilen, deshalb bin ich ratlos. Mein Gedanke war, dass einer der Komplementär-Transistoren dauerhaft leitfähig ist, aber wenn ich alle Gatter umschalte, bleibt die Erhitzung trotzdem. Kennt jemand dieses Fehlerbild bei CMOS-Schaltkreisen? Kann es sein, dass diese logisch funktionieren, aber trotzdem ein hoher Strom irgendwie fließt? Die Schaltkreise arbeiten bei 12V und sind von Aliexpress. Bitte mich nicht steinigen.
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Eigentlich könnte ich mir nur vorstelle, wenn fast alle Baugruppen funktionieren, daß es sich in diesen Fällen lediglich um aus irgendeinen Grund schadhafte ICs geht. Vielleicht wurden sie durch Statik angeknackst, oder der IC ist intern falsch gepolt und erhitzt sich über die CMOS Body Diodes. Ich würde einfach die Übeltäter ersetzen. Wenn man den IC ungeschadet auslöten könnte, vergleiche die Widerstände zwischen dem guten und dem Schlechten zwischen Masse und Pins und VDD und den Pins. Da dürften sich nennenswerte Unterschiede zeigen. Wenn Du mit dem DMM im Dioden Modus zwischen Masse/Vdd und den verbleibenden Pins misst, müssten sich je nach Polarität des DMM ca. 0.7V messen lassen. Miss den Widerstand zwischen Vdd und Vss. Du kannst auch interessehalber die ausgebauten 4001er am Steckbrett anschliessen und feststellen ob sie dort auch so viel Strom ziehen. Natürlich dürfen Eingangspins nicht in der Luft schweben. Wie gesagt, wechsle die beiden ICs aus und wahrscheinlich gut ist. Andernfalls, check Deine Bestückung und Lötqualität. Polarität von Dioden kann auch Ströme hinführen wo keiner fliessen sollte. Jeder ist verdächtig, oder auch nicht;-)
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Hallo, wie alt sind die blauen 100nF (100nS Aufdruck) ? Ich sehe ein Problem beim U5 CD4001 rechts. Da berührt der Anschluss des ockernen Keramik-C das IC U5 so das zu einem Kurzschluss mit dem IC kommen kann. Manchmal schaut bei den IC links und rechts Metall von innen heraus. Ansonsten die blauen 100nF als erster Verdacht, die müssen doch 40 Jahre alt sein ? Kapazität, ESR und Reststrom messen. Gibt's so etwas noch neu zu kaufen ?
Maximilian schrieb: > Bei Zweien aber, erhitzt sich der Schaltkreise CD4001 nach einer Minute > auf über 90°C (Thermokamera). Die Schaltung ist als statisch zu > bezeichnen, mit dem Oszi sehe ich kein Schwingen bei den Problemteilen, > deshalb bin ich ratlos. Falls du einen Schaltplan besitzt, der diesen Namen verdient und nicht ein unübersichtliches Knäuel von Schaltsymbolen darstellt, würde das die Fehlersuche schon einmal erleichtern. Sonst zeichne dir einen. Es muss keine nach außen sichtbare Schwingung sein, die den Strom verursacht. Die CMOS-Gatter der CD40xx-Serie arbeiten auch als Analogbausteine, d.h. bei Signalpegel, die keinen vernünftigen Logikpegeln entsprechen. Dann fließt ein Querstrom in einer Push-/Pull-Stufe, d.h. beide FETs leiten gleichzeitig und die Verlustleistung steigt auch im statischen Fall kräftig an. Zeichne also als erstes einen vernünftig lesbaren Schaltplan. Dann prüfe die Qualität der Versorgungsspannung an den ICs un dann als nächstes entlang der Signalkette bei dem fraglichen IC die Signalpegel an ALLEN Ein- und Ausgängen, am besten mit dem Oszi.
Zuerst die Schaltkreise ersetzen (oder aus der Schaltung nehmen und extern testen). Wie schon gesagt wurde, CMOS ICs sind extrem empfindlich was statische Entladungen angeht, ich habe da auch Erfahrung mit einer Schaltung, die um einen CD4093 herum aufgebaut war. Einmal unglücklich angefasst - funktioniert nicht mehr, IC im Arsch. Zum Glück gibts für sowas heute kleine µCs (ich hätte Deine Weichensteuerung auch mit einem kleinen µC aufgebaut und die ganze Logik da drin in Software umgesetzt), da ist mir noch nie ein ESD-Schaden durch einfach unvorsichtig anfassen entstanden.
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Die alten CD4000 lassen sich relativ leicht in den Latch-up manövrieren. Dann schliesst das IC per parasitärem Thyristor die Versorgung kurz. Beenden lässt sich das nur durch abschalten. Da diese Typen vergleichsweise hochohmig sind, wird es zwar arg heiss, es fliegt aber nicht gleich der Deckel weg, sie können es überleben. https://de.wikipedia.org/wiki/Latch-up-Effekt
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